Umstrukturierung der Bundeswehr (ab 2023)

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  • DeltaEcho80
    antwortet
    Zu diesem Thema gibt es auch eine Podcast-Reihe eines Recherche-Teams unter Federführung des NDR mit mehreren Folgen:

    In diesem Podcast geht es um einen der rätselhaftesten Sabotage-Akte unserer Zeit.


    Die Journalisten haben u.a. diese ominöse Segelyacht selbst gechartert.

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  • Nemere
    antwortet
    Du willst es anscheinend nicht verstehen. Die Bundeswehr ist hier nicht involviert.

    Da wir uns momentan NICHT im Krieg mit irgendjemanden befinden, ist die Zerstörung der Pipeline erstmal eine Straftat. Für die Ermittlungen sind demnach die Polizeibehörden zuständig. Die Sprengstellen liegen in den sog. "ausschließlichen Wirtschaftszonen" Dänemarks bzw. Schwedens in der Nähe der Insel Bornholm, also weit außerhalb deutschen Hoheitsgebiets. Das deutsche BKA unterstützt die primär damit befassten schwedischen und dänischen Polizeibehörden bei den Ermittlungen, wahrscheinlich wurden entsprechende Amtshilfeersuchen an Deutschland gestellt.
    Eine wie auch immer geartete Zuständigkeit der Bundeswehr ist hier nicht erkennbar. Auch der MAD als "Geheimdienst" der Bundeswehr ist hier außen vor, der Anschlag richtete sich nicht gegen die Bundeswehr, kannst Du in § 1 des MAD-Gesetzes nachlesen ( https://www.gesetze-im-internet.de/madg/__1.html ).

    Zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen gibt es eine recht gute Darstellung auf Wikipedia, ohne sich in wilde Spekulationen zu verlieren ( https://de.wikipedia.org/wiki/Anschl...ream-Pipelines ).
    In einem Beitrag des Deutschlandfunks wird auch auf die fragwürdige Theorie, dass die USA hinter dem Anschlag stecken könnten, eingegangen. Außerdem werden hier sehr sachlich die anderen Thesen, die Rußland und die Ukraine als Täter sehen, behandelt ( https://www.deutschlandfunk.de/nord-...mittlungsstand ).

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  • Stefan Steu
    antwortet
    Die Bundeswehr betont immer wieder, wie entscheidend die Ostsee für die Verteidigung ist und wie aktiv die Deutsche Marine und die NATO in dem Gebiet ist und daß die Ostsee relativ flach und das am beste überwachte Seegebiet der Welt, aber man kann immer noch nicht genau sagen, wer da eine kilometer lange Pipeline direkt vor der Nase der NATO und der Bundeswehr gesprengt hat? Das wundert mich halt. Aber gut, dann nehme ich meine Aussage wieder zurück und bitte um Entschuldigung.

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  • Nemere
    antwortet
    Anmerkung 1: Ist es Aufgabe der Bundeswehr, herauszufinden wer die Pipeline gesprengt hat?
    Anmerkung 2: Du hast anscheinend ein ziemliches Faible für Verschwörungstheorien aller Art. Zumindest von mir wirst Du auf solche Hypothesen keine Reaktion bekommen.

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  • Stefan Steu
    antwortet
    Apropos Schutz der kritischen Infrastruktur: Hat die Bundeswehr schon rausgefunden, wer die Pipeline in der Ostsee gesprengt hat, die Deutschland mit billigem Erdgas aus Rußland versorgen sollte? Oder darf man da noch nichts sagen, wer wirklich dahintersteckt? Viele vermuten ja, daß die USA und Ukraine dahinterstecken. Bevor der General hier was von Schutz der Infrastruktur redet, soll er lieber mal sagen, was Sache ist, aber das darf er wahrscheinlich nicht

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bundeswehr“. Lesen Sie jetzt „Neuer Verteidigungsplan für Deutschland kommt“.


    Der Plan soll bis Ende März fertig sein und fortgeschrieben werden. Deutschland hat dann erstmals seit dem Kalten Krieg wieder einen aktuellen und umfassenden Verteidigungsplan. [...] Doch die Lage in Europa ist anders als vor 30 Jahren, als Deutschland Frontstaat war. Nun ist Deutschland in der «rear area», wie die Nato sagt, also im hinteren Bereich. «Das bedeutet, ich erwarte jetzt nicht die Panzerschlacht in der norddeutschen Tiefebene, hoffentlich auch keine Luftlandung von russischen Fallschirmjägern», so der General. «Aber unsere kritischen Infrastrukturen, die Häfen, die Brücken, die Energieunternehmen, die werden natürlich bedroht durch Sabotageakte, vielleicht auch durch Spezialkräfte, die eingesickert sind und versuchen, hier genau diese kritischen Infrastrukturen zu stören.» [...]
    Wo noch verfügbar, haben wir auch zurückgegriffen auf alte Überlegungen aus dem Kalten Krieg, aus den 80er Jahren. Was hat man getan? Wie hat man es getan? Warum hat man es getan?», sagte der General. «Aber die Welt hat sich verändert. Das heißt, die alten Verteidigungspläne Deutschlands sind nicht eins zu eins übertragbar. Das ist keine Blaupause mehr.»

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  • Malefiz
    antwortet
    Ja, das denke ich auch.

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Herzlichen Dank! Ich bin gespannt, was mit den "CSS"-Bataillonen auf Divisionsebene noch kommt, die in der "Zielstruktur" vorgesehen waren.

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  • kato
    antwortet
    Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen
    Meine Frage bezog sich aber darauf, für welchen Kräfteansatz die LogRgt die "Einsatzlogistik" stemmen können. Reden wir hier über einen Verband in Brigadegröße, oder mehrere Divisionen?
    Für das komplette Regiment? Verstärkte Divisionsgröße plus ein Luftwaffengeschwader.

    Für verstärkte Brigadegröße im Bereich 5000 Mann (beispielsweise größere Verlegeübungen oder auch VJTF) wird im Regelfall ein Bataillon eingesetzt.

    Zitat von Malefiz Beitrag anzeigen
    Eine Brigade nach Heeresmodell IV hätte eine Nachschubkompanie und eine Instkompanie gehabt. Transportkompanien gab es da nicht. Daher denke ich, dass da wohl nur ein Bataillon geplant ist.
    Die übergeordneten Nachschubbataillone sind dann wohl bei der Streitkräftebasis zu vermuten?
    Die Brigaden haben organisch Versorgungsbataillone mit jeweils drei gemischten Versorgungskompanien (je eine Staffel Nachschub und Inst mit je zwei Zügen, die Instzüge sind wohl spezialisiert auf bestimmte Truppenteile der Brigade).

    Wenn man den Vergleich zur Heeresstruktur IV ziehen möchte, sind die beiden LogRgt der SKB das, was damals übergeordnet erfüllt wurde von:
    • den Nachschub- und Instandsetzungskommandos der drei Korps
    • den Versorgungskommandos der Territorialkommandos
    • den LwVersRgt der Luftwaffenunterstützungsgruppenkommandos Nord und Süd
    • den MarTrspBtl der Marineabschnittskommandos Nordsee und Ostsee

    Zusammen hatten diese grob das Äquivalent von 10 InstBtl, 22 TrspBtl und 11 NschBtl (plus Luftwaffenwerften). Ein paar Funktionen primär der Transportbataillone sind privatisiert worden, von daher kommt der heutige Kräfteansatz durchaus recht genau hin.

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Zitat von Malefiz Beitrag anzeigen
    Eine Brigade nach Heeresmodell IV hätte eine Nachschubkompanie und eine Instkompanie gehabt. Transportkompanien gab es da nicht. Daher denke ich, dass da wohl nur ein Bataillon geplant ist.
    Die übergeordneten Nachschubbataillone sind dann wohl bei der Streitkräftebasis zu vermuten?
    Die LogRgt (und ihre Btle) sind alle bei der SKB, die Brigaden haben ja ihre eigenen "Versorgungsbataillone" (=Inst und Nachschub gemischt), zukünftig sollen auch die Division ein "Combat Service Support" Bataillon bekommen. Meine Frage bezog sich aber darauf, für welchen Kräfteansatz die LogRgt die "Einsatzlogistik" stemmen können. Reden wir hier über einen Verband in Brigadegröße, oder mehrere Divisionen?

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  • Malefiz
    antwortet
    Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen
    Für wie viele Mann kann ein solches Regiment die Einsatzlogistik stellen? Wenn du das Weißbuch nimmst, wahrscheinlichb so in der Größenordnung 5-10.000? Für einen "großen" Artikel-5-Fall würden dann wohl beide gleichzeitig benötigt?
    Eine Brigade nach Heeresmodell IV hätte eine Nachschubkompanie und eine Instkompanie gehabt. Transportkompanien gab es da nicht. Daher denke ich, dass da wohl nur ein Bataillon geplant ist.
    Die übergeordneten Nachschubbataillone sind dann wohl bei der Streitkräftebasis zu vermuten?
    Zuletzt geändert von Malefiz; 28.12.2023, 17:46. Grund: Verständlichkeit

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  • Nemere
    antwortet
    Einige Sätze aus den Kommentaren zu diesem Artikel, die das Dilemma auf den Punkt bringen:

    -------------------------------------
    Wenn man zu Beginn des Krieges nur mit 70 Prozent des Materials dasteht und keine Reserven hat, dann hat man nur eins – ein großes Problem.
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    Fazit: wenn das Heer eine (!) vollausgestattete mechanisierte Brigade zusammenstellt bleibt für den Rest (im Mittel) nur mehr 55% des Materialsolls über. Und dessen Klarstand ?
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    Ob unsere Bundeswehr mit 60% ihres Solls oder mit 55% ihres Solls unfähig ist ihren Auftrag zu erfüllen, ist doch egal.
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    Seit vielen, sehr vielen Jahren ist offensichtlich, daß die Bundeswehr eine Organisation (von Armee will ich nicht sprechen) ist, der es an Grundlegendem gebricht: Großwaffensysteme sind in geringer Stückzahl vorhanden, es gibt für das wenige keine einsatzfähige MatErhalt-Konzeption. Munition ist kaum bevorratet, es gibt nicht ausreichend Infrastruktur dafür, … Personal ist nicht ausreichend vorhanden, das vorhandene in einer nicht sinnvollen Alters-/Dienstgradstruktur. Es gibt weder Pläne noch Strukturen zum Aufwuchs in Krisenzeiten. Es fehlen ganz (HFla,) oder weitgehend (Art) wesentliche Truppengattungen für das Gefecht der verbundenen Waffen. So, und jetzt wollen wir eine Kampfbrigade voll aufstellen, rechnen alles einmal durch und sind entsetzt, daß dann nichts mehr übrig bleibt, um zu üben, auszubilden???
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    Ohne die Fähigkeit Drohnen abzuwehren sind unsere Truppen ähnlich verletzlich wie die Russen. Und die Durchhaltefähigkeit ist nicht gegeben. Die Munitionsbestände werden zwar langsam aufgefüllt, aber die notwendigen Lagerkapazitäten werden erst mittelfristig aufgebaut. Über die Ausweitung der Bevorratung von Ersatzteilen wurde nicht mal gesprochen. Und Materialreserven zum Ersatz von Verlusten – darüber brauchen wir bei einem Ausstattungsgrad von 55% gar nicht erst sprechen. Völlig unrealistisch.
    ------------------------------------------------------

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Das ist für das Heer auch saudumm gelaufen: Erst wurden die Sondervermögensmilliarden ausgegeben, und dann wurde die Litauen-Brigade angeordnet. Die Vollausstattung einer zusätzlichen Brigade wäre ja eigentlich ein perfektes Beispiel für sinnvoll ausgegebenes Sondervermögen-Geld gewesen. Stattdessen kauft man für mehrere Milliarden Arrow-3, nur damit man der Presse einen "Raketenschutzschild" präsentieren kann...

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  • DeltaEcho80
    antwortet
    Ich will eure Logistik-Diskussion nicht abwürgen, aber General Mais hat in einem offenen Brief an GI Breuer davor gewarnt, für die "Litauen-Brigade" auf vorhandene Materialbestände zurückzugreifen:

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Für wie viele Mann kann ein solches Regiment die Einsatzlogistik stellen? Wenn du das Weißbuch nimmst, wahrscheinlichb so in der Größenordnung 5-10.000? Für einen "großen" Artikel-5-Fall würden dann wohl beide gleichzeitig benötigt?

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