Umstrukturierung der Bundeswehr (ab 2023)

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  • Malefiz
    antwortet
    Zitat von Ursus Maior Beitrag anzeigen
    Mittelschicht und dadrunter wäre das eine Katastrophe nach Inflation, neuen Krankenkassenkosten und höheren Pflegebeiträgen.
    Mit Inflation bezahlt man Schulden. - Was ist uns am wichtigsten? Stetiges Wachstum des Wohlstands? Die Freiheit alles sagen zu können? Unser Sozialstaat? Dann bräuchten wir 1,5 Millionen Zuwanderer im Jahr:
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-...lkommenskultur. DenStandpunkt haben einige Politiker aus unterschiedlichen Parteien vertreten.
    Und die Fortpflanzungsrate für Fachkräfte zu steigern, ist da mittelfristig auch keine Alternative.

    Das ist zur Zeit kaum umsetzbar. Dann müssen wir im Haushalt Prioritäten setzen und uns einig werden, ob wir diesen Staat verteidigen wollen.

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  • Ursus Maior
    antwortet
    Zitat von Malefiz Beitrag anzeigen
    Die unangenehmen Nachrichten kommen nach der Wahl. - Das Deutschland Ticket wurde schon als Streichobjekt ins Gespäch gebracht. Da kommen dann bestimmt noch ein paar Milliarden aus dem Sozialetat.
    Mittelschicht und dadrunter wäre das eine Katastrophe nach Inflation, neuen Krankenkassenkosten und höheren Pflegebeiträgen.

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  • tannenzapfen
    antwortet
    "samt einem Drohnen-Träger für die Marine."

    Das ist ja geradezu bescheiden, warum nicht gleich ein Flugzeugträger?

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  • Malefiz
    antwortet
    Die unangenehmen Nachrichten kommen nach der Wahl. - Das Deutschland Ticket wurde schon als Streichobjekt ins Gespäch gebracht. Da kommen dann bestimmt noch ein paar Milliarden aus dem Sozialetat.

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  • Nemere
    antwortet
    "Masterplan" der CSU für eine neue Bundeswehr
    Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Söder legt "Masterplan" vor“. Lesen Sie jetzt „CSU will Bundeswehr massiv stärken und aufrüsten“.


    Wie üblich aber keine nachvollziehbare Aussage,wo das Geld dafür herkommen soll "Zur Finanzierung all dessen schlägt die CSU vor, den Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt auf drei Prozent zu steigern."
    Irgendwo muß ja dann kräftig gespart werden, um diese 3 % BSP zu erreichen.
    Alles Wahlkampf-Gefasel.

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  • Nemere
    antwortet
    Sehr aufschlußreicher Bericht. Hier bemüht sich offenbar das Sanitätsregiment 1 tatsächlich um eine einigermaßen kriegsnahe Ausbildung.

    Wenn ich in dem Artikel zu Erfahrungen aus der Ukraine lese: "Demnach hatte ein Kamerad mit gebrochener Hüfte zehn Tage im Schützengraben ausharren müssen, im Schlamm, fast ohne Essen. Der Artilleriebeschuss war so stark, dass der Verletzte nicht früher abtransportiert werden konnte." erinnert mich das an den Stellungskrieg des ersten Weltkriegs und die Erfahrungen, die der Sanitätsdienst damals machen musste. Ähnliches ist bei Remarque ("Im Westen nichts Neues") oder aus Sicht eines Sanitäters bei Alexander Moritz Frey ("Die Pflasterkästen. Ein Feldsanitätsroman.") beschrieben. Auch Peter Bamm ("Die unsichtbare Flagge") würde sich als Lektüre zum Sanitätsdienst im Zweiten Weltkrieg dazu wieder lohnen.

    Meine eigenen Erfahrungen zum Thema "kriegsnahe Ausbildung" liegen zwar inzwischen über 20 Jahre zurück, aber nur mit solchen Übungen wie hier von 72 Stunden Dauer kann man zumindest ansatzweise die Belastung im Gefecht erzeugen. Wichtig sind auch Open-End-Übungen, wo der Soldat eben nicht weiß, wann das Szenario endet. Natürlich muss man als Ausbilder auch alle anderen Möglichkeiten ausnutzen, welche die Sicherheitsbestimmungen hergeben, auch wenn das vom Leitenden entsprechenden Zeit- und Nerveneinsatz und Engagement verlangt. So Dinge wie Gefechtschießen bei Nacht mit Überschießen durch eigenes Feuer, flankierendes Feuer, Werfen von Brandflaschen, Werfen von Handgranaten im Übungshaus und ähnliches bringen zumindest einen Hauch von Kriegswirklichkeit. Auch die Panzer-Überrollbahn sollte nicht verschmäht werden, gerade wenn sich wie in der Ukraine anscheinend wieder Stellungskämpfe entwickeln. Eine schöne Sache waren auch die gesicherten Stellungssysteme in Schwarzenborn, bei denen Steilfeuer sehr dicht an die Gräben und Bunker herangezogen werden konnte. Hier waren viele Soldaten in den Unterständen tatsächlich kurz vor dem Ausbruch einer Panik.

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  • DeltaEcho80
    antwortet
    In der aktuellen Ausgabe des Reservistenmagazins "Loyal" ist ein interessanter Artikel zum Sanitätsdienst erschienen. Hier ist aufgrund der Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg die Erkenntnis gereift, dass man die gesamte Vorgehensweise umstellen muss. Die bisherigen "Role1"-Sanitätsstationen mit Zelt und LKW sind natürlich schutzlos den Drohnen-Angriffen ausgeliefert.

    Die Ukraine betreibt ihre "collecting points" ca. 4-5 km hinter der Front in den Kellern von festen Gebäuden. Hierzu gehören natürlich Dinge wie allerhöchste Licht - und Geräuschdisziplin sowie u.a. die "Anlieferung" der Verwundeten ausschließlich bei Nacht. Auch die mögliche Zahl an anfallenden Verwundeten in einem bewaffneten Konflikt übersteigt momentan anscheinend jegliche Kapazitäten der BW.

    Die Übung in einem Keller eines alten Feldwebel-Wohnheims in Berlin hatte auch psychische Auswirkungen auf die eingesetzten Soldaten. Sehr interessant, zugleich aber auch sehr beklemmend zu lesen.

    Ein leistungsfähiger Sanitätsdienst ist für die geforderte Kriegstauglichkeit genauso wichtig wie Panzer und Kampfschiffe. Doch der Krieg in der Ukraine zeigt, dass sich die Ausbildung von Rettungspersonal grundlegend ändern muss. Wegen der allgegen­wärtigen Drohnen müssen Sanitäter an der Front in Kellern ziviler Häuser arbeiten. Im Sanitätsregiment 1 in Berlin fand dazu kürzlich die erste Ausbildung statt ? loyal war dabei.

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Nein, nur die 10. Panzerdivision ist gemeldet, für die 1. Panzerdivision ist das erst in ein paar Jahren geplant. Der Artikel bezog sich in dem Teil auf einen Verteidigungspolitiker von der Union. Laut diesem waren ursprünglich beide Divisionen bei 60% und die 10. Panzerdivision jetzt bei 80. Entsprechend dürfte, wenn man von ungefähr gleicher Ausstattung ausgeht, die 1. Panzerdivision jetzt bei etwa 40% sein.

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  • Nemere
    antwortet
    Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen
    Das Material hat man sich teilweise bei anderen Verbänden (insb. der 1. Panzerdivision) zusammengeklaubt und kommt damit auf 80% Ausstattung.
    Stellen sich doch sofort einige Fragen:
    - Wie hoch ist jetzt, nach der Materialabgabe, noch der Ausstattungsstand der 1. Panzerdivision?
    - Ist die1. Panzerdivision auch noch als "einsatzbereit" bei der NATO gemeldet?
    Täuschungsversuche an allen Ecken und Enden.
    Zuletzt geändert von Nemere; 30.01.2025, 14:00.

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  • tannenzapfen
    antwortet
    In der FAZ war gestern ein Artikel über die 10. Panzerdivision, die seit diesem Jahr der NATO einsatzbereit gemeldet werden soll. Mit dem Puma scheint man dort jetzt keine Schwierigkeiten mehr zu haben, aber Artillerie und Flugabwehr fehlen noch zu großen Teilen. Das Material hat man sich teilweise bei anderen Verbänden (insb. der 1. Panzerdivision) zusammengeklaubt und kommt damit auf 80% Ausstattung.

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  • DeltaEcho80
    antwortet
    Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Das ist auch wieder so eine Plattidüde des Herrn Bartels. Wenn überflüssige Stäbe aufgelöst werden, kann es sich nur um Stäbe auf höheren Ebenen (Ministeriumsebene, Ämterebene) handeln. Was dort dann eventuell frei wird, sind mit Masse ältere Offiziere, darunter viele Stabsoffiziere und Feldwebel im gesetzten Alter mit erfahrungsgemäß mehr oder weniger Verwendungseinschränkungen. Das ist aber nicht das Personal, das man zum Aufstellen neuer Kampf- und Kampfunterstützungstruppen braucht. Hier sind Mannschaften erforderlich sowie jüngere, voll leistungsfähige Unteroffiziere und Offiziere. Die kann ich aber nicht aus den aufgelösten Stäben gewinnen, weil es dieses Personal dort kaum gibt.
    Zudem wird durch das Auflösen solcher Stäbe auch die ganze Beförderungssystematik gestört. Irgendwo muss ich ältere Berufssoldaten unterbringen. die nicht mehr unbedingt im hinteren Kampfraum des Schützenpanzers herumspringen können. "Früher" gab es das ganze Netz der Verteidigungsbezirks- und Verteidigungskreiskommandos, es gab die zahllosen Mobilmachungsstützpunkt, Depots usw., wo man diese älteren Semester mit Vorteil für beide Seiten unterbringen konnte. Das ist aber nicht mehr vorhanden.
    Die Aussage des Herrn Bartels ist ja auch wieder nur das, was man hören und lesen will. Beim "einfachen Volk" klingt das erst mal gut. Aber - wie du schreibst - da hängt wesentlich mehr dran.
    Fakt ist, dass die Bundeswehr als ungeliebtes Kind der Politik nach der Abschaffung der Wehrpflicht immer noch nicht ihren Weg gefunden hat.

    Lt. Wiegold war der Personalstand der Bundeswehr per Ende November bei 181.570 - also weit von den angesprochenen 250.000 entfernt. Die Zahl der SaZ nimmt weiter ab, während die Zahl der Berufssoldaten leicht gestiegen ist. Wobei das Ministerium nicht näher auf die Gründe eingeht.

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  • kato
    antwortet
    Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Es gibt hier sicher Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern und den Bundesbehörden.
    Das regelt jedes Land (bzw der Bund) für seine Beamten selbst. Die Regelungen sind dabei recht unterschiedlich.

    §31 BayBesG sieht - im Gegensatz z.B. zum direkten Pendant des Bundes, §28 BBesG - keine Anerkennung von Dienstzeiten als Berufssoldat oder Soldat auf Zeit vor. Und zwar generell.

    Dafür sieht Bayern im Gegensatz zum Bund wiederum die Anerkennung von Freiwilligendiensten auch nach Ende der Wehrpflicht vor (der Bund ausschließlich den Freiwilligen Wehrdienst!). Oder bspw. Baden-Württemberg im Gegensatz zum Bund und zu Bayern die Anerkennung von Dienstzeiten als Pfarrer.

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  • Nemere
    antwortet
    Es gibt hier sicher Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern und den Bundesbehörden. Aber gerade das macht es ja nicht besser, wenn es hier keine bundeseinheitliche Regelung gibt. Die Nichtanrechnung von Bundeswehrvordienstzeiten kenne ich von Fällen aus Bayern (Justizvollzugsdienst, Straßenbauämter) und vom Zoll.
    Sicher wäre das aber auch einer der Gesichtspunkte, der bei einer Restrukturierung der Streitkräfte bzw. bei einem Attraktivermachen des Dienstes in der Bundeswehr geklärt werden sollte.

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  • Rex Danny
    antwortet
    Ich muß hier dann doch mal einhaken. Ich kenne aus meiner Dienstzeit bei der Landespolizei in Hamburg auch ehemalige SaZ, die mit einem Eingliederungsschein zu uns gekommen waren. Deren Bundeswehrvordienstzeit wurde für die Beförderungszeiten mit 50% und für die Dienstjubiläen (25 Jahre und 40 Jahre) mit 100% anerkannt.

    In späteren Zeiten hat sich da dann wohl mal was geändert. Ein ehemaliger Hauptmann (A11) fing im gehobenen Dienst als Polizeikommissar an und wurde wesentlich schneller zum Polizeihauptkommissar (A11) befördert, als Polizeikommissare, die ohne Vordienstzeiten bei der Bundeswehr oder zivilen Verwaltung bzw. die nach dem Abitur zur Polizei gingen. Und dies lag nicht daran, daß er insgesamt ein sehr guter Beamter war, sondern weil er durch sein früheres Statusamt bei der Bundeswehr wohl auch schnellstmöglich in der neuen Behörde sein altes Statusamt wieder erhalten sollte oder mußte (Stichwort: Besitzstandswahrung).

    Grüße


    Rex Danny

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  • Nemere
    antwortet
    Diese Übernahme von gedienten Soldaten in die zivile Verwaltung (Eingliederungsschein für Z 12) hat bei der Bundeswehr nie so richtig funktioniert. Oft wurden über die Vormerkstelle nur unbeliebte und sonst nicht zu besetzende Positionen angeboten, außerdem wurden die Dienstjahre bei der Bundeswehr nicht auf die Beförderungslaufzeiten in der neuen Verwendung angerechnet. D.h. der ehemalige Soldat wurde in der zivilen Verwendung im Regelfall immer später als seine nicht gedienten Kollegen befördert.

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