Umstrukturierung der Bundeswehr (ab 2023)

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  • Relikte
    antwortet
    Der Link auf die pdf-Datei führt inzwischen auf eine Fehlerseite.
    Die Datei musste ausgetauscht werden. Es waren zuerst Spalten nur maskiert. Das reicht aber nicht, jetzt wurden die Spalten entfernt.

    Die Auflistung zeigt nicht die Liegenschaften, die die Bundeswehr wieder reaktivieren soll.
    Das ist nur eine plumpe Auflistung aller ehemals militärischen Liegenschaft, die die BIMA noch nicht verkaufen konnte.
    Es sind Objekte dabei, die kaum in eine neue Nutzung überführt werden könnten.

    Grundsätzlich besteht ja schon länger ein Verkaufsverbot für solche Objekte.

    Grüße
    Manfred/Relikte

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  • Nemere
    antwortet
    Hier gibt es eine Liste der noch genutzten Standorte, die jetzt doch nicht aufgegeben werden :https://www.tagesschau.de/inland/ges...aften-100.html
    In Bayern die Fliegerhorste Erding und Fürstenfeldbruck, in Sonthofen die Jäger- und die Artilleriekaserne. Das Freimachen der beiden Sonthofener Kasernen hätte sich sowieso noch viele Jahre hingezogen, weil die Renovierung der denkmalgeschützten Generaloberst-Beck-Kaserne, in der alle in Sonthofen verbleibenden Truppenteile zusammengefasst werden sollen, sich um Jahre verzögern wird und ca. dreimal so teuer wird wie geplant.

    In dem erwähnte Beitrag der Tagesschau wird auf eine weitere Liste verwiesen, in der angeblich alle von dem Moratorium betroffenen Liegenchaften erfasst sind.
    Die gesuchte Seite ist leider nicht verfügbar (Fehlernummer 404)

    Allerdings habe ich so meine Zweifel an dieser Liste, sie enthält nur wenige Kasernen, sondern mit Masse sonstige Liegenschaften, wie Standortübungsplätze, Lager, Depots usw.

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  • Nemere
    antwortet
    Warten wir ab, was diese Entscheidung wieder für Aufstände bei den betroffenen Gemeinden bzw. Ländern und Landkreisen auslöst, welche die Bundeswehr-Liegenschaften bereits mehr oder weniger verplant haben. Am ehemaligen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck wird z.B. eine Unterkunft für Asylanten und ein sog. ANKER-Zentrum für die Erstaufnahme betrieben, diese Einrichtungen wurden Anfang des Jahres erst erweitert.

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  • DeltaEcho80
    antwortet
    Das Verteidigungsministerium geht anscheinend nun auch das Thema "Liegenschaften" im großen Stil an und hat ein "Moratorium" für 187 Liegenschaften erlassen, für die die Rückgabe bereits beschlossen war. Es soll wohl eine "strategische Liegenschaftsreserve" geschaffen werden.

    Artikel bei Wiegold: Bundeswehr behält Kasernen und Grundstücke, Standort am Berliner Ex-Flughafen Tegel bleibt – Augen geradeaus!

    Artikel bei BR24: Bundeswehr stoppt Umwandlung von Militär-Standorten | BR24

    ?

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  • Nemere
    antwortet
    Die 687 PUMA sollen bis 2035 geliefert werden. Das sind ja nur zehn Jahre! Ob sich Putin solange Zeit lässt, bleibt fraglich.

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Es gibt eine neue "Wunschliste" für Beschaffungen 2026:


    Interessant für die Struktur:
    - 687 SPz Puma als Zielgröße, davon 662 in den Verbänden. Je nach Umlaufreserve könnte das für 10-15 Bataillone sprechen
    - Tatsächlich 561 Skyranger-30 FlakPz
    - 14 FlaRak IRIS-T-SLM
    - drei Batterien mit Typhon-Startgeräten für Tomahawk- also quasi ein "Strategisches Artilleriebataillon"

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  • DeltaEcho80
    antwortet
    Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit:

    Die Bundeswehr hatte zum 31.08. insgesamt wieder 600 Soldaten weniger:

    Personalstärke August 2025: Fast 600 weniger als im Vormonat, Rückgang vor allem bei FWDL – Augen geradeaus!

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  • Nemere
    antwortet
    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    Wo sollen die ganzen Verwaltungsfachangestellten herkommen? Ausbildungszeit hierfür beträgt 3 Jahre, was dann aber mit Mitte 2027 nicht hinkommen kann.
    Das wird man genauso machen wie bei den Arbeitsagenturen. Dort werden vielfach für die Arbeitsvermittlung, also die Betreuung der eigentlichen Arbeitslosen, nur noch kurz angelernte Kräfte eingesetzt. Deswegen sind die Vermittlungsquoten dort auch so unterirdisch schlecht. Die wirklich drei Jahre ausgebildeten "Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen" werden vor allem dort eingesetzt, wo es um die Bewillung oder eher um die Vermeidung von finanziellen Leistungen geht.
    Glaubwürdige Zahlen für den tatsächlichen Bedarf an Ärzten, Verwaltungspersonal usw. für die "neuen" Kreiswehrersatzämter wird Du von keinem unserer verantwortlichen Politiker bekommen. Auch dieses Problem wird wieder schöngeredet und schöngerechnet werden, wie bei jedem anderen Aspekt des Problembündels Verteidigungsfähigkeit.

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  • DeltaEcho80
    antwortet
    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen

    Da Putin ein Hardliner und "echter" Kalter Krieger ist, wird er sich vielleicht totlachen, aber sicherlich nicht abgeschreckt sein. Was ist mit Pistorius los? Hat er die Nase voll und fängt jetzt an, dummes Zeug zu predigen bis Merz die Reißleine zieht und ihn feuert? Oder ist er von den eigenen Leuten so genervt, daß er denen so etwas zu verkaufen versucht und diese Unfähigen das dankend aufgreifen und sich für so einen "vortrefflichen" Vorschlag selbst beweihräuchern, was diese Partei doch wieder zustande gebracht hat.

    Ich weiß es nicht, aber so viele bekloppte Vorschläge binnen weniger Tage zu unserer Sicherheit habe ich noch nicht gehört. Der Russe klopft demnächst an unsere Haustür und die Herrschaften in Berlin streiten sich selbst dann noch über die Etikette, ob der Butler oder der Hausherr selbst die Tür öffnen soll. Mir reicht es langsam.
    Das Problem ist doch, dass eine "Wiederaufrüstung" nach wie vor politisch nicht gewollt ist, zumindest von großen Teilen der SPD, die in der Regierungsverantwortung steht. Und wenn ich mir solche Gestalten wie diesen Plötner ansehen, der jetzt als Staatssekretär im Ministerium sitzt, dann wird mir alles klar.

    Pistorius wird schlicht und ergreifend genervt von der eigenen Truppe sein.

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  • Malefiz
    antwortet
    Soweit ich mich erinnere, waren das in den 70gern sehr oft zivile Ärzte in Zweitfunktion. Ich meine, da gab es doch auch einen Ausschuss, der einem am Schluss das Ergebnis mitteilte. Ich meine, die wurden wie Schöffen berufen.

    Die Wehrpflichtigen sollen doch den Heimatschutz bilden. Da bräuchte man doch eigentlich auch in größeren Mengen etwas wie den Skyranger, um Städte und Objekte zu schützen, wie in der Ukraine. Und dazu bräuchte man doch auch Fachpersonal.

    Zum Thema Vaterland und Wertschätzung davon. Ich wurde schon als Boomer tituliert, und man bräuchte das alles nicht zu verteidigen. Und das in sehr aggressivem Ton.

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  • Rex Danny
    antwortet
    Nachdem ich mich in meinem vorletzten Post abreagiert habe, stelle ich nun mal eine aus meiner Sicht durchaus berechtigte Frage. Pistorius spricht immer davon, um wie viele Soldaten die Streitkräfte in den nächsten Jahren aufwachsen sollen, aber nicht davon, wo die dann auch aufwachsenden Zivilbediensteten herkommen sollen.

    Als Beispiel für deren Aufwuchs nehmen wir doch die bereits angesprochenen Kreiswehrersatzämter. Diese sind zu fast einhundert Prozent mit Zivilbediensteten besetzt. Wo sollen bspw. die benötigten Ärzte und Arzthelferinnen herkommen, wo doch in unserer Republik akuter Ärztemangel herrscht? Truppenärzte in Zweitfunktion, die dann aber bei der Truppe fehlen? Zivile Ärzte in Zweitfunktion, sodaß der Normalbürger noch länger auf Arzttermine warten muß? Wo sollen die ganzen Verwaltungsfachangestellten herkommen? Ausbildungszeit hierfür beträgt 3 Jahre, was dann aber mit Mitte 2027 nicht hinkommen kann. Also Zivilpersonal woanders abziehen, daß dann aber dort fehlen wird. Hierzu würden mich mal berechnete Zahlen interessieren.

    Grüße


    Rex Danny

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  • Rex Danny
    antwortet
    Das nennt sich "Dienst fürs Vaterland". Wenn man aber das Wort "Vaterland" hierzulande ausspricht, muß man ja schon damit rechnen, ins rechte Lager gesteckt zu werden bzw. es wird erst mal wieder eine Diskussion angestoßen, warum es "Vaterland" und nicht "Mutterland" heißt und hier ja schließlich wieder die Frauen ausgegrenzt werden bzw. die "Diversität" fehlt. Das ist doch schließlich alles wichtiger als das eigentliche Problem, die fehlende Identifikation mit dem eigenen Land.

    Grüße


    Rex Danny

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  • Nemere
    antwortet
    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    Außerdem frage ich mich, wie Pistorius alle Männer eines Jahrgangs mustern will, da es doch an flächendeckenden Kreiswehrersatzämtern fehlt. Die paar vorhandenen Karrierecenter schaffen so etwas jedenfalls nicht. Die freuen sich doch schon, wenn mal ein Bewerber vorbeischaut, weil er sich möglicherweise verlaufen hat. Die Karrierecenter sind doch auf die Freiwilligkeit ausgelegt und haben ja nun nicht wirklich viel zu tun.
    Zu den Kreiswehrersatzämtern hat Pistorius in dem ZEIT-Artikel gesagt:

    "Pistorius nannte die mit der Aussetzung verbundene Abschaffung der Kreiswehrersatzämter einen schwerwiegenden Fehler. "Wir bauen jetzt neue, moderne Strukturen auf. Ab Mitte 2027 sind wir so weit. Dann können wir wieder flächendeckend mustern".

    Dort werden Leute, die in ihrer Vita abgeleisteten Militärdienst stehen haben, den ungedienten Bewerbern in vielen Bereichen vorgezogen.
    In der Schweiz wurde das nach meinem Eindruck auch immer sehr gerne gesehen.

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  • Rex Danny
    antwortet
    Ich verstehe bei diesem Artikel eigentlich gar nichts. Selbst wenn alle wehrfähigen jungen Männer gemustert werden, haben sie doch vom Dienst in der Uniform Null Ahnung. Ohne dreimonatige Grundausbildung, in der sie zumindest mal das unfallfreie Geradeausgehen lernen würden, ohne sich dabei in den Fuß zu schießen, kannst du auch mit Millionen von Gemusterten nichts anfangen.

    Da Putin ein Hardliner und "echter" Kalter Krieger ist, wird er sich vielleicht totlachen, aber sicherlich nicht abgeschreckt sein. Was ist mit Pistorius los? Hat er die Nase voll und fängt jetzt an, dummes Zeug zu predigen bis Merz die Reißleine zieht und ihn feuert? Oder ist er von den eigenen Leuten so genervt, daß er denen so etwas zu verkaufen versucht und diese Unfähigen das dankend aufgreifen und sich für so einen "vortrefflichen" Vorschlag selbst beweihräuchern, was diese Partei doch wieder zustande gebracht hat.

    Ich weiß es nicht, aber so viele bekloppte Vorschläge binnen weniger Tage zu unserer Sicherheit habe ich noch nicht gehört. Der Russe klopft demnächst an unsere Haustür und die Herrschaften in Berlin streiten sich selbst dann noch über die Etikette, ob der Butler oder der Hausherr selbst die Tür öffnen soll. Mir reicht es langsam.

    Außerdem frage ich mich, wie Pistorius alle Männer eines Jahrgangs mustern will, da es doch an flächendeckenden Kreiswehrersatzämtern fehlt. Die paar vorhandenen Karrierecenter schaffen so etwas jedenfalls nicht. Die freuen sich doch schon, wenn mal ein Bewerber vorbeischaut, weil er sich möglicherweise verlaufen hat. Die Karrierecenter sind doch auf die Freiwilligkeit ausgelegt und haben ja nun nicht wirklich viel zu tun.

    Und nun noch etwas zum Thema "Freiwilligkeit". Wir reden hier von einer Generation, die eigentlich von klein auf nur eins gelernt hat.....zuerst an sich denken. Ich soll freiwillig meine Zeit verschenken, während andere nicht zum Bund müssen und mir, dem "Freiwilligen", dann vielleicht den lukrativen Job wegschnappen? Oder noch viel besser......sie sind ja heute alle Models, Influencer und Realitystars. Und innerhalb dieser Generation will man genügend Freiwillige finden? Ich lach mich tot. Befehl und Gehorsam? Um Gottes Willen, da fühlen die sich doch sofort gegängelt und gemobbt und Mama und Papa schlagen beim Vorgesetzten auf und stellen ihn dann zur Rede.

    Die Politik will den Wehrdienst attraktiv machen? Dann soll sie in die USA schauen. Dort werden Leute, die in ihrer Vita abgeleisteten Militärdienst stehen haben, den ungedienten Bewerbern in vielen Bereichen vorgezogen. Da werden die Streitkräfte bspw. in der NFL geehrt statt ausgegrenzt. Wenn jemand die Einstellung "Ich mache das freiwillig" hat, muß er richtig gute Vorteile gegenüber denjenigen mit der Einstellung "Sollen das doch andere Machen" haben. Aber das haben sie in Berlin noch nicht begriffen.

    Grüße


    Rex Danny

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  • Nemere
    antwortet
    Pistorius scheint die Lösung aller Probleme gefunden zu haben:
    "Wenn wir wieder alle Männer eines Jahrgangs mustern und die Daten aller Wehrfähigen erheben, wird das auch in Russland wahrgenommen. Anders ausgedrückt: Auch das ist Abschreckung!"

    Der Verteidigungsminister glaubt, mit der Musterung aller jungen Männer Russland beeindrucken zu können. Dennoch habe weiter die Freiwilligkeit Vorrang, sagte Pistorius.


    Das ist dann digitale Abschreckung auf höchstem Niveau: Wir speichern die Daten aller Wehrpflichtigen und Putin ist dann so erschrocken, dass er sich hinter den Ural zurückzieht. Das ist billig - man muß nicht Milliarden für Rüstungsmaterial ausgeben. Man spart sich Konflikte mit unwilligen Dienstpflichtigen, weil man sie nicht mehr einziehen muß.

    Wenn es noch einen Beweis für die Hilflosigkeit unserer Politiker gebraucht hätte, dann hat ihn Pistorius jetzt geliefert. Man präsentiert medienwirksam Scheinlösungen, weil die wahren Probleme anscheinend nicht zu lösen sind.

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