Außerdem der über 150 Seiten umfassende Gesamttext dieses Gesetzes mit Begründungen.
Umstrukturierung der Bundeswehr (ab 2023)
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Anbei der entsprechende Gesetzestext, soweit diese Erweiterung der Rechte der Feldjäger betrifft. Es geht faktisch um eine Ergänzung des UZwGBw, des Unmittelbaren Zwangsgesetzes der Bundeswehr. Auch "Taser" sind jetzt für Wach- und Sicherheitsaufgaben zugelassene Waffen in der Bundeswehr.Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen
Außerdem der über 150 Seiten umfassende Gesamttext dieses Gesetzes mit Begründungen.
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Da kann man ja nur hoffen dass vielleicht auch jemand dran denkt die 10.000 Dienstposten entsprechend formell umzuwandeln. Sonst haben wir dann demnächst halt nur noch 170.000 Soldaten...Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigenAußerdem wird der bisherige "Freiwillige Wehrdienst" als Sonderkategorie abgeschafft, stattdessen wird man zukünftig auch bei 6-23 Monaten Dienstzeit Zeitsoldat.
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2 Gesetze sind heute durchs Kabinett:
Das Bundeskabinett hat heute 2 Gesetzesinitiativen beschlossen, mit denen die Bundeswehr gestärkt werden soll.
Einmal der "neue Wehrdienst" mit verpflichtendem Fragebogen (ab 2026) und verpflichtender Musterung (ab 2027) für alle 18jährigen Männer. Außerdem wird der bisherige "Freiwillige Wehrdienst" als Sonderkategorie abgeschafft, stattdessen wird man zukünftig auch bei 6-23 Monaten Dienstzeit Zeitsoldat.
Das zweite Gesetz ist das Artikelgesetz „Militärische Sicherheit“. Aus dem obigen Artikel:
"So sollen Feldjäger beispielsweise mehr Rechte erhalten, um verdächtige Personen in militärischen Bereichen zu überprüfen und festzuhalten. Auch sollen die Kompetenzen des MAD insofern ausgebaut werden, als dass sie z. B. die Soldatinnen und Soldaten der Brigade Litauen beschützen können sollen – auch im Bereich der Cyberabwehr. Zudem sollen die Befugnisse und Abwehrfähigkeiten gegen Sabotage und Spionage gestärkt werden."
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Ja, da bin ich ganz bei dir. Die "schweren" Bataillone sollen ja auch weiter rückwärts zentrale Umschlagpunke betreiben, die leichten dagegen dann weiter vorne eingesetzt werden. Da würde mich schon interessieren, wie der "Fluss" des Nachschubs aussehen würde, von Deutschland bis zum Kampftruppenbataillon.
Interessant finde ich auch, dass man weiter mit gemischten LogBtlen plant und nicht (wie früher) mit spezialisierten Transport-, Nachschub-, oder InstBtlen. Auch da fände ich die Hintergründe (oder "Doktrin") spannend.
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Ok, das war mir schon so bewusst, Danke auch für den Hinweis auf die offizielle BW-Beschreibung. Was mich halt allerdings auch interessiert, sind die Details. Da konnte ich früher mit meinem Nachbarn reden, der hat mir dann z.B. erklärt, was es genau heisst, die "Aufträge im logistischen Knoten länger sicherzustellen".Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen
Die Bundeswehr selbst sagt dazu, das Bataillon bestehe jetzt aus sechs Kompanien: Neben der 1./ sind dies eine "schwere Nachschubkompanie", eine "schwere Instandsetzungskomanie", eine "schwere Transportkompanie", Luftumschlagkompanie und eine Kompanie für die Grundausbildung. Weiter:
"Die Spezialisierung als sog. „schweres“ Logistikbataillon resultiert dabei sowohl aus der Größe des Verbandes als auch aus der besonderen Fähigkeit zur Instandsetzung von Großgerät der Waffensystemtechnik des deutschen Heeres, wie z. B. von Kampf- und Schützenpanzern.
Des Weiteren besitzt das künftig schwere Logistikbataillon 467 die Fähigkeit, seine Aufträge im Vergleich zu anderen Verbänden länger im logistischen Knoten zu sicherzustellen."
Ich bleibe mal dran.
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Klar, aber der Größenunterschied zwischen dem "Kommando" und dem "Regiment" ist schon markant.
In Augustdorf soll ein neues ArtBtl entstehen. Schön, dass man sich bei der Nummerierung and die klassische Formel hält (215):
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Das lag aber daran, das ab Mitte der 1970er Jahre die Divisionen eigene Nachschub- und Instandsetzungsbataillone erhielten, die bis dahin bei den Korps für die Divisionen bereitgehalten wurden. Damit wurden die Logistiktruppen der Korps zahlenmäßig kleiner, die der Divisionen umso stärker.Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigenDagegen nehmen sich die Nachschub- und Instandsetzungskommando der Heeresstruktur IV geradezu klein aus
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Sorry: Die 7 Milliarden sind wohl auch für SLM, nicht SLS! Ein Teil davon soll wohl ans Heer, ein anderer an die Luftwaffe.
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Bei der Flugabwehr tut sich auch einiges: In den nächsten zehn Jahren will die Bundeswehr 7 Milliarden für FlakPz Skyranger und FlaRak-Systeme IRIS-T-SLS ausgeben, außerdem nochmal 2,6 Mrd für IRIS-T-SLM.
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Dagegen nehmen sich die Nachschub- und Instandsetzungskommando der Heeresstruktur IV geradezu klein ausZitat von Nemere Beitrag anzeigen
Diese "Riesen"-Regimenter haben bei den Logistiktruppen geradezu Tradition.
Die Korps hatten Anfang der 1960er Jahre jeweils ein Nachschub-und ein Instandsetzungsregiment.
Die Nachschubregimenter hatten drei bis bis fünf Nachschubbataillone und drei Transportbataillone, also in Summa sechs bis acht Bataillone.
Bei den Instandsetzungsregimenter waren es sechs bis sieben Instandsetzungsbataillone.
Die Bundeswehr selbst sagt dazu, das Bataillon bestehe jetzt aus sechs Kompanien: Neben der 1./ sind dies eine "schwere Nachschubkompanie", eine "schwere Instandsetzungskomanie", eine "schwere Transportkompanie", Luftumschlagkompanie und eine Kompanie für die Grundausbildung. Weiter:Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenJa, hierzu gab es in Volkach bereits im Frühjahr (Februar/März wimre) eine Zeremonie. Es wurde eine weitere, "schwere" Kompanie in Dienst gestellt. Die detaillierten Eigenschaften dieser schweren Kompanie habe ich noch nicht so wirklich nachvollziehen können. Mein bisheriger Kontakt nach Volkach, ein aktiver Hauptfeldwebel, wurde (leider) an die Logistikschule nach Garlstedt versetzt.
"Die Spezialisierung als sog. „schweres“ Logistikbataillon resultiert dabei sowohl aus der Größe des Verbandes als auch aus der besonderen Fähigkeit zur Instandsetzung von Großgerät der Waffensystemtechnik des deutschen Heeres, wie z. B. von Kampf- und Schützenpanzern.
Des Weiteren besitzt das künftig schwere Logistikbataillon 467 die Fähigkeit, seine Aufträge im Vergleich zu anderen Verbänden länger im logistischen Knoten zu sicherzustellen."
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Möglicherweise unterscheiden sich die Kompanien in der Transportkapazität. In der HStr. 4 gab es . z.B. Kompanien mit 350 t, mit 400 t, mit 600 t und mit 1600 t Ladekapazität. Oder bei den Betriebsstoff-Tramsportkapazitäten mit 360 m³, 1260 m³ oder 1440 m³. Die Kompanien mit den höchsten Kapazitäten wurden lange als "schwere" Kompanien geführt.Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenEs wurde eine weitere, "schwere" Kompanie in Dienst gestellt. Die detaillierten Eigenschaften dieser schweren Kompanie habe ich noch nicht so wirklich nachvollziehen können.
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Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen
Die beiden Regimenter (1 und 4) werden dann zukünftig gleich gegliedert und umfassen jeweils ein schweres, drei leichte und ein gekadertes Logistikbataillon- eine sehr stattliche Größe für ein Regiment! Dazu kommt ein separates LogBtl mit dem Auftrag RSOM, und die Spezialpioniere.
Die ersten LogBtle haben dieses Jahr wohl schon die neue Struktur eingenommen. So ist das LogBtl 467 jetzt ein "schweres Logistikbataillon".
Ja, hierzu gab es in Volkach bereits im Frühjahr (Februar/März wimre) eine Zeremonie. Es wurde eine weitere, "schwere" Kompanie in Dienst gestellt. Die detaillierten Eigenschaften dieser schweren Kompanie habe ich noch nicht so wirklich nachvollziehen können. Mein bisheriger Kontakt nach Volkach, ein aktiver Hauptfeldwebel, wurde (leider) an die Logistikschule nach Garlstedt versetzt.
Bei diesem Appell wurde auch die Funktion des Standortältesten vom Kommandeur des Bataillons auf den Kommandeur des Regiments (Oberst) übertragen. Wenn meine Informationen stimmen, ist der Regimentsstab auch aus Platzgründen aktuell nicht innerhalb des Kasernengeländes, sondern in Räumlichkeiten der StOV außerhalb des Zaunes untergebracht. Es soll wohl innerhalb der Kaserne saniert und umgebaut werden.
Muss wieder mal Spähtrupp fahren, sind ja nur 15 Kilometer von mir.
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Diese "Riesen"-Regimenter haben bei den Logistiktruppen geradezu Tradition.Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigenDie beiden Regimenter (1 und 4) werden dann zukünftig gleich gegliedert und umfassen jeweils ein schweres, drei leichte und ein gekadertes Logistikbataillon- eine sehr stattliche Größe für ein Regiment!
Die Korps hatten Anfang der 1960er Jahre jeweils ein Nachschub-und ein Instandsetzungsregiment.
Die Nachschubregimenter hatten drei bis bis fünf Nachschubbataillone und drei Transportbataillone, also in Summa sechs bis acht Bataillone.
Bei den Instandsetzungsregimenter waren es sechs bis sieben Instandsetzungsbataillone.
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Es ist schon eine Weile her und Teile davon hatten wir auch schin, aber die mobile Logistiktruppe soll deutlich umgegliedert werden (bzw. ist dabei, umgeglieder zu werden)
Zum 1. Oktober 2024 hat die Streitkräftebasis die mobilen Logistiktruppen neu gegliedert, um die Logistik für die Landes- und Bündnisverteidigung kampftüchtig
Die beiden Regimenter (1 und 4) werden dann zukünftig gleich gegliedert und umfassen jeweils ein schweres, drei leichte und ein gekadertes Logistikbataillon- eine sehr stattliche Größe für ein Regiment! Dazu kommt ein separates LogBtl mit dem Auftrag RSOM, und die Spezialpioniere.
Die ersten LogBtle haben dieses Jahr wohl schon die neue Struktur eingenommen. So ist das LogBtl 467 jetzt ein "schweres Logistikbataillon".
So wie ich das verstehe, könnte jedes Regiment etwa eine Division im Einsatz versorgen.
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Der Kommentar bei „Augen geradeaus“ vom 13.08.2025 um 15:17 Uhr ist sicher richtig, diese Probleme haben sich aber seit Jahrzehnten herausgebildet. Die Ursachen liegen zum Teil auch darin, das für Zeit- und Berufssoldaten zunehmend eins zu eins das Personalrecht des „normalen“ öffentlichen Dienstes übernommen wurde und sich dadurch eine Fülle von Ansprüchen auf Besitzstandswahrung gebildet haben, die noch durch viele Verwaltungsgerichtsurteile untermauert wurden. Beispiel: Der Berufsoffizier mit bestandenem Stabsoffizierslehrgang hat unter normalen Umständen einen Anspruch darauf, das er rechtzeitig vor der Pensionierung zumindest Oberstleutnant wird. Dies führt wiederum dazu, dass eben genügend entsprechend dotierte Dienstposten vorgehalten werden müssen, die sicher nicht immer zwingend sachlich begründbar sind.
Um diese Teufelskreise zu durchbrechen, müsste das gesamte Dienstrecht der Bundeswehr völlig neu aufgestellt werden, mit allen Problematiken von Übergangsregelungen, die ansonsten wieder garantiert eingeklagt werden würden. Wahrscheinlich ist es einfacher, aus Deutschland wieder ein Kaiserreich zu machen, als das durchzusetzen.
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