Umstrukturierung der Bundeswehr (ab 2023)
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Wiegold bericht in einem aktuellen Artikel von insgesamt 37 Beschaffungsvorhaben, die noch im alten Jahr in den Bundestag kommen sollen. Allerdings ist der fehlende Haushalt für 2025 ein großes Problem:
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Zum Thema Umstrukturierung der Bundeswehr und damit einhergehend die Problematik der Kriegstüchtigkeit und des Lernens aus vergangenen Einsätzen ist lesenswert die neueste Ausgabe von "Aus Politik und Zeitgeschichte"
Kein Bereich in Deutschland ist von der „Zeitenwende“, die Bundeskanzler Olaf Scholz im Februar 2022 ausgerufen hat, so unmittelbar betroffen wie die Bundeswehr.
Guter Beitrag z.B. von Sönke Neitzel. Oder auch der Artikel von Stefan Bayer zu den vermutlichen Kosten sicherheitspolitischer Maßnahmen. Völlig abgehoben dagegen die frühere Bischöfin Margot Käsmann, die von einer "schleichenden Militarisierung" schwafelt, weil der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter zu Recht einen Operationsplan für eine Gesamtvereidigung gefordert hat.
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Das Ministerium hat am gestrigen Montag eine Stellungnahme mit weiteren Ausführungen abgegeben:
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Der Selbsteinkleider-Zuschuss lag zuletzt bei etwa 800-1100 Euro je nach Truppenteil und Geschlecht (d.h. je nachdem welche Teile auf Wunsch des Dienstherren für diese Kombination zu kaufen waren). Das ist quasi noch dasselbe Geld wie 1981 mit Inflation drauf.
Es geht hier aber auch nicht um einmalige Beschaffungsmaßnahmen, sondern vielmehr darum den Dienstleistungsvertrag der BwBekleidungsmanagement zur Vorratshaltung und Verteilung bis 2032 (die Standarddauer von 7 Jahren) zu verlängern und für diesen Zeitraum deren momentan vorgesehenen Beschaffungen im Auftrag des BMVg zu finanzieren.
Deren öffentliche Ausschreibungen finden sich hier - aktuell sind das u.a.- neue Gesellschaftsanzüge (aber auch nur ca 600-900 Stück, also quasi so ab Oberstleutnant aufwärts...)
- neue Arbeitsbekleidung für Küchenpersonal (dürften so um die 500-1000 Sätze sein, sind aber mehr Einzelteile, mit denen der Vorrat ergänzt wird)
- flammhemmende Gesichtstarnmasken für Spezialkräfte (3700 Stück...)
Und - quasi eigenwirtschaftlich - neue Sportbekleidung als Standardkollektion zum Wiederverkauf an Selbsteinkleider.
Da teilweise die Ausschreibungen noch bis 2025 laufen dürften die auch in dem Finanzierungspaket drin sein.
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Die Antwort des BMVg ist genau das, was ich erwartet habe: Geschwurbel und um den heißen Brei reden.
Wenn ich dort schon den immer wieder auftauchenden Begriff "Ausgehuniform" lese! Welcher Soldat geht heute noch in Uniform aus? So gut wie keiner. Also warum braucht es eine Ausgehuniform oder auch nur diesen Begriff?
Ehrlich gesagt, sehe ich auch kaum Dienstposten, wo im täglichen Dienst der DA getragen werden müsste. Es gibt Armeen, z.B. die israelische, die weitestgehend auch so etwas wie den "Dienstanzug" verzichten.
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Im Artikel von Wiegold wird das etwas sachlicher eingeordnet bzw. in der dort wiedergegebenen Antwort des BMVgs:
Die Neubeschaffung der Dienstkleidung wurde bereits 2018 projektiert, allerdings zu Gunsten der Kampfbekleidung zurückgestellt. Jetzt wird das Projekt weiter verfolgt.
Ebenfalls ist das anscheinend kein Einzelthema "Dienstbekleidung" für sich, sondern im Rahmen der gesamten Neubeschaffung bzw. Überarbeitung der Bekleidung zu sehen.
Es wird vom BMVg auch ganz klar darauf eingegangen, dass es primär um die Dienstposten geht, die im täglichen Dienst den DA tragen müssen.
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Auch hier scheint die galoppierende Preissteigerung zu zuschlagen.Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen... schlanke 4.500 Euro pro Nase. ...
Mit der Beförderung zum Leutnant wurde man früher Selbsteinkleider, musste also den Dienstanzug abgeben und sich selbst bei der Kleiderkasse neu einkleiden. Dafür gab es 1981, als ich Leutnant wurde, einen einmaligen Bekleidungszuschuss von damals 1.200 D-Mark, wären also heute etwas mehr als 600 Euro. Das reichte damals für alle Klamotten, die man vorhalten musste: 2 Dienstanzüge, 1 Mehrzweckmantel, 2 Baretts, 1 Paar Halbschuhe, 1 Paar Handschuhe, 1 Lederkoppel sowie Hemden und Krawatten.
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Bei 180.000 Soldaten einfach mal schlanke 4.500 Euro pro Nase. Nicht schlecht, Herr Specht.
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Gute Beispiel, dass bei der Umstrukturierung wieder mal die richtigen Schwerpunkte gesetzt werden: Neue Dienstuniformen für die Truppe - für schlappe 825 Millionen,
"Deutschland muss mehr investieren in seine Kriegstüchtigkeit", fordert Verteidigungsminister Pistorius. Warum sein Ministerium in dieser Woche Hunderte Millionen Euro für neue Ausgeh-Uniformen ausgeben will, wirft Fragen auf.
Es gibt in der momentanen Situation der Bundeswehr doch wohl kaum etwas Überflüssigeres als sich Sorgen um neue Dienst-/Ausgekanzüge zu machen. Solche Ideen können nur direkt aus dem Ministerium oder irgendwelchen höheren Stäben kommen, weil man dort den Dienstanzug bevorzugt. In der Truppe wird nach meinem Eindruck mit Vorliebe der Feldanzug getroffen.
Natürlich wird es auch für diesen Beschaffungsvorgang wieder tausend Ausreden und Entschuldigungen geben.
Ich entsinne mich noch, wie froh wir bei den Feldjägern waren, als wir 1980 endlich auf den Feldanzug als normalen Anzug für den täglichen Dienst umsteigen durften. Bis dahin war im Feldjägerdienst der leicht abgewandelte große Dienstanzug angesagt, mit Krawatte und im Winter im Normalfall mit dem dicken Wintermantel. War extrem unzweckmäßig. Grünzeug oder auch nur der Parka zum Dienstanzug waren nur in Ausnahmefällen zulässig.
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Führungskräfte müssten eigentlich genug zu finden sein, man muss die Verwaltung deutlich reduzieren.Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenIch muss hier meinen Beitrag vom 17.09.2024 nochmals aufgreifen: Wiegold hat zu diesem Personalthema eine Anfrage an das BMVg gestellt und die im unten verlinkten Beitrag veröffentlichen Antworten erhalten. In den Kommentaren behauptet einer, dass die Haushaltsmittel für diese Offz-Planstellen nun von Planstellen der Portepees "genommen" werden, die unbesetzt sind, vorrangig Stabsfeldwebel und Oberstaber-Stellen. Allerdings sagt Wiegold, dass das nicht stimme.
https://augengeradeaus.net/2024/11/n...utnantstellen/
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Ich muss hier meinen Beitrag vom 17.09.2024 nochmals aufgreifen: Wiegold hat zu diesem Personalthema eine Anfrage an das BMVg gestellt und die im unten verlinkten Beitrag veröffentlichen Antworten erhalten. In den Kommentaren behauptet einer, dass die Haushaltsmittel für diese Offz-Planstellen nun von Planstellen der Portepees "genommen" werden, die unbesetzt sind, vorrangig Stabsfeldwebel und Oberstaber-Stellen. Allerdings sagt Wiegold, dass das nicht stimme.Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
Aufhorchen lässt mich persönlich, dass bei den Offizieren die Planstellen zu 99% ausgeschöpft sind und dadurch selbst die eigentlich anstehenden Beförderungen der OAs zu Leutnanten in Frage steht.
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Soweit die Planungen jetzt. Wenn die Bedrohungslage steigt, werden das wohl deutlich mehr Heimatschutzdivisionen, die unsere Infrastruktur schützen. - Jetzt bekommen wir erst mal eine neue Regierung und wir bekommen wieder eine neue Struktur.....Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigen" Dann wechseln die führungsfähigen Heimatschutzregimenter unter das Dach der Heimatschutzdivision und das in Berlin verortete Heimatschutzregiment 6 wird unter der Federführung des Heeres in Dienst gestellt."
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"In einem ersten Schritt werden die Heimatschutzkompanien, die bislang einem Landeskommando unterstellt sind, einem regionalen Regiment zugeordnet. Truppendienstliche und taktische Führungsaufgaben werden von den Landeskommandos in die Heimatschutzregimenter übergeleitet, zudem stellen die Regimenter die eigenständige Führungsfähigkeit her. In einem weiteren Schritt übernimmt das Kommando Heer (in Teilen die Heimatschutzdivision) die Fachaufgaben vom Territorialen Führungskommando. Der letzte Schritt am 1. April 2025 schließt diesen Prozess ab. Dann wechseln die führungsfähigen Heimatschutzregimenter unter das Dach der Heimatschutzdivision und das in Berlin verortete Heimatschutzregiment 6 wird unter der Federführung des Heeres in Dienst gestellt."
Nach dem großen sicherheitspolitischen Rahmen gestern Nachmittag ging es bei der Jahrestagung der Reserve in Berlin heute weiter mit konkreten Arbeitsfeldern auf dem Gebiet der Reservistenarbeit. Neben Beorderungszahlen und Reservedienstposten ging es dabei auch um das Mindset. „Das stundenlange Diskutieren...
Eine Heimatschutzdivision, die sechs über das ganze Bundesgebiet verstreute Regimenter führt...
In einem ersten Schritt werden die Heimatschutzkompanien, die bislang einem Landeskommando unterstellt sind, einem regionalen Regiment zugeordnet. Truppendienstliche und taktische Führungsaufgaben werden von den Landeskommandos in die Heimatschutzregimenter übergeleitet, zudem stellen die Regimenter die eigenständige Führungsfähigkeit her. In einem weiteren Schritt übernimmt das Kommando Heer (in Teilen die Heimatschutzdivision) die Fachaufgaben vom Territorialen Führungskommando. Der letzte Schritt am 1. April 2025 schließt diesen Prozess ab. Dann wechseln die führungsfähigen Heimatschutzregimenter unter das Dach der Heimatschutzdivision und das in Berlin verortete Heimatschutzregiment 6 wird unter der Federführung des Heeres in Dienst gestellt.
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Ein Offizier aus der Abteilung G3/5 der 10. Panzerdivision mit einem Sachstandsbericht: https://defence-network.com/10-panze...-grossverband/
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Der Trick dürfte viel profaner sein. Breuer sagt ja selbst: "Hinzu kommen 60.000 grundbeordete Reservistinnen und Reservisten".
Die Grundbeorderung gilt ja vom Dienstzeitende bis zum 60. Lebensjahr maximal 6 Jahre. Wenn also jedes Jahr etwa 20.000 Soldaten aussteigen und unter diese fallen, hat man nach 6 Jahren 120.000 "grundbeordete Reservistinnen und Reservisten". Wenn man dann noch durch die Wehrdienst die Anzahl Kurzdiener (und damit: Ausscheider) erhöht, kann man schnell 150.000-180.000 Grundbeorderte haben...
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