Bundeswehr OOB 1989
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Das ist ein wichtiges Thema.
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Vielen Dank für die informative Antwort!
(Nebenbei habe ich noch erfahren, dass die 10. PzDiv als CENTAG-Reserve eingeplant war, was ich auch nicht wusste.)
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Einsatz Gebirgspanzerbataillon 8
Da gab es mehrere Möglichkeiten, die sich aus dem etwas komplizierten GDP für die 1. (8.)GebDiv und der Geländebeschaffenheit im Verteidigungsabschnitt herleiten. Diese Division hatte bekanntlich südlich der 4. Panzergrenadierdivision einen relativen breiten Gefechtsstreifen im bzw. am Rande des bayerischen Waldes, der sich bis etwa Passau erstreckte. Weiter war hier zeitweise die 4. CMBG eingeplant.
Wirkliche Angriffsachsen für einen Gegner gab es hier zwar nur im Raum Furth und bei Freyung, allerdings mußte der ganze Raum überwacht werden, um auf den Nebenstraßen ein zwar langsames, aber unentdecktes Vordringen zu verhindern (Ähnliche Situation wie beim deutschen Angriff durch die Ardennen nach Frankreich anno 1940).
Schon von daher ergab sich ein erhöhter Kräftebedarf für diese Division.
Hätte ein möglicher Gegner die Donau erst einmal erreicht bzw. überwunden, wäre die niederbayerische Ebene eine ähnliche Panzerrollbahn wie die Norddeutsche Tiefebene gewesen, da es hier bis München kaum natürliche Hindernisse gab - alle größeren Flüsse wie die Isar und die Vils flossen weitgehend parallel zur Vormarschrichtung.
Außerdem mußte auch immer die Möglichkeit eines Vorstosses des Warschauer Paktes durch das neutrale Österreich im Auge behalten werden. Problem war hier vor allem ein Vorstoß nördlich von Passau. Aber auch mit Angriffen südlich von Passau über Inn-Salzach hinweg mußte gerechnet werden. Hier gab es zwar die beiden Flüsse als Hindernis, aber es waren kaum Kräfte zur Verteidigung eingeplant. Es hätten erst Reservetruppen des II. Korps (Luftlandebrigade 25) oder der CENTAG (10. PzDiv bzw. französische Truppen) herangeführt werden müssen. Bis dahin hätte man sich mit Sperrverbänden behelfen müssen. Hier hätte es verschiedene Alternativen gegeben:
- Nicht gebundene Kräfte der Gebirgsdivision
- Kräfte des WBK VI, soweit diese nicht anderweitig gebunden waren (z.B. Luftlandungen an der
Donau, um die Flußübergänge zu erzwingen oder die im Großraum Ingolstadt liegenden
Reservekräfte zu binden). Hier trat allerdings das Problem auf, daß die Heimatschutzbrigade 56,
die von der Ausrüstung und Gliederung fast einer Panzerbrigade des Feldheeres entsprach,
bereits der Gebirgsdivision unterstellt war. Es war zwar im Ausgleich die Unterstellung der
Gebirgsjägerbrigade 23 unter das WBK VI vorgesehen, allerdings war deren Gefechtswert als
ungepanzerter Großverband in dem recht offenen Gelände nicht der höchste. Die Ausrüstung
der GebJgBtl mit dem Fuchs begann ja erst spät in den 1980er Jahren.
Als mögliche Aufträge für das Gebirgspanzerbataillon 8 hätten sich daher angeboten:
1. Einsatz bei der Gebirgsjägerbrigade 23, die in der Heeresstruktur 4 über kein Panzerbataillon verfügte. Das Gebirgspanzerbataillon 8 war 1981 aus dem in der Heeresstruktur 3 bei der Gebirgsjägerbrigade 23 vorhandenen Gebirgspanzerjägerbataillon 234 (bis 1971 Panzerbataillon 234) entstanden.
Die GebJgBrig hatte in der Grundgliederung nur eine Panzerjägerkompanie mit Kanonenjagdpanzern, später mit Leopard 1.
2. Reserve in der Hand des Divisionskommandeurs.
3. Verstärken der vorne eingesetzten Brigaden, was bei den teilweise sehr breiten Gefechtsstreifen der 1. (8.) Gebirgsdivision am Rande des bayerischen Waldes auch dringend erforderlich gewesen wäre.
4. Einsatz als Verzögerungsverband, entweder allein oder gemeinsam mit dem Gebirgspanzeraufklärungs-Btl 8, z.B. im Raum nördlich und südlich Passau.
5. Einsatz beim WBK VI, da hier nach Abgabe der HSchBrig 56 an die Gebirgsdivision ein eklatanter Mangel an gepanzerten Kampftruppen herrschte.
6. Sicherung der rechten Flanke der Gebirgsdivision, da es hier keinen NATO-Großverband als Nachbarn gab.
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Gebirgspanzerbataillon 8
So, habe mir mal die OOB 2.1 durchgeschaut. Folgende Frage ist entstanden:
Welchen Auftrag hatte das Gebirgspanzerbataillon 8?
Dieses PzBtl war direkt der 1. (8.) Gebirgsdivision unterstellt. Andere Division hatten kein solches Bataillon, wenn ich das richtig übersehe. Auch die Gliederung war von Standard eines PzBtl in der Heeresstruktur abweichend.
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Danke für den Hinweis! Auf einer Aufnahme des Versuchsplatzes aus dem Jahr 1982 gleicht das Gelände - auf einer Anhöhe, von Wald umgeben - tatsächlich einem aufgelassenen Steinbruch.
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Hallo, Dragoner !Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenIst jemandem die genau Lage des Versuchsplatzes GINSTERHAHN bei Linz am Rhein bekannt?
Der Versuchsplatz GINSTERHAHN gehörte zum Bundesinstitut für chemisch-technische Untersuchungen (BICT) in Swisttal-Heimerzheim und wurde für Beschuss- und Abbrandversuche sowie Sprengversuche genutzt.
Dein gesuchter Versuchsplatz dürfte der alte Steinbruch auf dem Hummelsberg keine 500 Meter westlich von Hargarten bzw. 1500 Meter nordwestlich von Ginsterhahn gewesen sein.
Bei Google Earth sind Panoramio-Bilder eingestellt, wo zumindest auf einem ein alter "Schieß-Bunker" auf dem Hummelsberg gezeigt wird.
Ist zwar nur eine Vermutung von mir, da ich von diesem Versuchsplatz noch nie etwas gehört habe, aber für Dich vielleicht ein Anhaltspunkt zum Weitersuchen. Beschuß, Sprengen und Steinbruch passen doch sehr gut zusammen.
Gruß
Rex Danny
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Ist jemandem die genau Lage des Versuchsplatzes GINSTERHAHN bei Linz am Rhein bekannt?
Der Versuchsplatz GINSTERHAHN gehörte zum Bundesinstitut für chemisch-technische Untersuchungen (BICT) in Swisttal-Heimerzheim und wurde für Beschuss- und Abbrandversuche sowie Sprengversuche genutzt.
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Ok es its off topic aber warum mag dein Firewall KMZ nicht? Eventuel müsste man ihn nur mit der Konfiguration etwas nachhelfen.Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenKMZ-Files mag meine Firewall ganz und gar nicht. Kannst Du die Position auf Google Earth verlinken, um sicherzugehen, dass wir denselben Standort meinen?
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Das Problem an der Sache ist, dass die Liegenschaft in einer Quelle mit der Anschrift "Oberhausener Straße 4" ausgewiesen wird (die sich eindeutig auf Düsseldorfer Gebiet befindet), jedoch mit der alten Postleitzahl 4030 Ratingen. In einer anderen Quelle - und auch in der Standortdatenbank des MGFA - wird hingegen die Anschrift "Oberhausener Straße 30" angegeben, beim MGFA kurioserweise mit der Postleitzahl 40472 Düsseldorf. Die Oberhausener Straße 30 befindet sich jedoch nördlich der Autobahn auf dem Gebiet von Ratingen.
Die Postleitzahl ist ialso mmer die verkehrte. Offen bleibt die Frage, welche Anschrift nun stimmt, die Oberhausener Straße 4 in Düsseldorf oder die Oberhausener Straße 30 in Ratingen.
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Hallo, Dragoner !Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenKMZ-Files mag meine Firewall ganz und gar nicht. Kannst Du die Position auf Google Earth verlinken, um sicherzugehen, dass wir denselben Standort meinen?
Im Anhang befindet sich ein Google-Earth-Bild mit dem Standort der Liegenschaft, wie er mir im Telefonat beschrieben wurde.
Damit Du dann bei Google Earth auch auf dem Punkt landest, gib bitte "Oberhausener Straße 4, Düsseldorf" ein. Dann brauchst Du nicht lange zu suchen und kannst sofort das Bild abgleichen.
Grüße
Rex DannyAngehängte Dateien
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KMZ-Files mag meine Firewall ganz und gar nicht. Kannst Du die Position auf Google Earth verlinken, um sicherzugehen, dass wir denselben Standort meinen?
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Hallo, Dragoner !
Ich habe eben mal ein wenig mit Firmen in der Oberhausener Straße telefoniert.
Die Liegenschaft, die heute in keinster Weise mehr existiert, dürfte bei den Koordinaten der beigefügten KMZ-Files gewesen sein.
Es dürfte sich heute um den dort ansässigen Mazda-Händler handeln.
Grüße
Rex Danny
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Eckamp hieß der Stadtteil West bevor da die Plattenbauten hochgezogen wurden
Wann genau die Umbenennung war ist irgendwie schwer zu finden. Man findet da alles bis hin zu "Mitte der 80er". Ich gehe mal von 1975 aus. Der Stadtteil wurde in der Zeit oft mit "Eckamp (Ratingen-West)" oder "Ratingen-West (Eckamp)" dargestellt.Zuletzt geändert von kato; 10.11.2010, 12:18.
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Nach Düsseldorf-Rath führt nur die Google-Earth-Suche, aber dabei muss es sich um einen Fehler handeln. An der gesuchten Anschrift befand sich eine Außenstelle des Wehrbereichsverpflegungsamtes III. Die Bundeswehr führte sie anscheinend als Außenstelle DÜSSELDORF, jedoch mit Anschrift in Ratingen. Auch in Freigabelisten wird als Standort Ratingen angegeben. Auf Stadtplandienst.de ? Stadtpläne und Karten für Deutschland gelangt man bei Eingabe der Anschrift denn auch nach Ratingen: Stadtplandienst.de ? Stadtpläne und Karten für Deutschland
"Eckamp" ist kein Stadtteil. Ratingen besteht aus den Stadtteilen:
- Zentrum
- West
- Ost
- Tiefenbroich
- Lintorf
- Breitscheid
- Hösel
- Eggerscheidt
- Homberg
- Schwarzbach
Nach dieser Stadtteilkarte Stadt Ratingen - Standort Ratingen - Allgemeine Angaben
müsste sich die Liegenschaft im Stadtteil Ratingen-West befunden haben.
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In Ratingen-Eckamp. Zumindest wenn das die Liegenschaft bei ca 51°16'32" N, 6°49'31" O ist.Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenWenn schon das Thema Stadtteile wieder einmal auftaucht: In welchem Stadtteil von Ratingen liegt die Anschrift Oberhausener Straße 4 ?
Die Oberhausener Straße hat in Ratingen anscheinend eigentlich keine Hausnummern (rechts obige Liegenschaft, links ABB, sonst ist an der Straße nichts), die Adresse "Oberhausener Straße 4" führt beim Suchen zum THW-Stützpunkt in Düsseldorf-Rath. Die Oberhausener Straße führt als Sackgasse von Düsseldorf über die A44 querend nach Ratingen rein und hat ein paar Seitengassen die unter demselben Namen laufen.
Stadtplan (Website Stadt Ratingen)
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Wenn schon das Thema Stadtteile wieder einmal auftaucht: In welchem Stadtteil von Ratingen liegt die Anschrift Oberhausener Straße 4 ?
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