Bundeswehr OOB 1989

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  • Dragoner
    antwortet
    Der Peiler Seeste ist mehrfach verlegt und 1985 wohl endgültig aufgegeben worden. Geht zumindest aus Angaben von "Cebulon66" bei den Kollegen von Geschichtsspuren hervor: https://www.geschichtsspuren.de/foru...11651&start=20

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  • Dragoner
    antwortet
    Da müsste man nun den genauen Verlauf der damaligen kommunalen Grenzen kennen ... Wie das Foto zeigt, befanden sich die Peiler in bzw. am Rand der Hochmeister-Kaserne.

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  • Nemere
    antwortet
    Zitat von Dragoner Beitrag anzeigen
    Warum er nach der Ortschaft Tauberschallbach benannt war, ist mir schleierhaft.
    Tauberschallbach wurde erst 1972 ein Ortsteil von Feuchtwangen. Vorher gehörte es zur Gemeinde Vorderbreitenthann, wurde aber als eigenes Dorf in den Ortsverzeichnissen geführt. Wenn die Peiler vor 1972 errichtet wurden (was ich annehme), hat man wahrscheinlich den damals noch existierenden Gemeindenamen übernommen und dann auch nach Eingemeindung weiter fortgeführt.

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  • Dragoner
    antwortet
    Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Nach meiner bescheidenen Meinung solltest Du die Unterscheidung "aktiv" und "nichtaktiv" auf jeden Fall beibehalten, sonst ist die Verwirrung vorprogrammiert. "teilaktiv" kann man wegfallen lassen, hier ergibt sich diese Tatsache aus dem unterschiedlichen Personalumfang "F" versus "V".
    Die Unterscheidung zwischen aktiv und nichtaktiv ergibt sich aus der Dienststellenbezeichnung - "Einheit XY" = aktiv oder "Einheit XY (Geräteeinheit)" = nichtaktiv. Das "teilaktiv" und das gelegentlich auch verwendete "gekadert" kann weg.

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  • Nemere
    antwortet
    Zitat von Dragoner Beitrag anzeigen
    Genau deshalb neige ich dazu, bei einer weiteren Publikation diese ergänzenden Bezeichnungen ersatzlos zu streichen.
    Nach meiner bescheidenen Meinung solltest Du die Unterscheidung "aktiv" und "nichtaktiv" auf jeden Fall beibehalten, sonst ist die Verwirrung vorprogrammiert. "teilaktiv" kann man wegfallen lassen, hier ergibt sich diese Tatsache aus dem unterschiedlichen Personalumfang "F" versus "V".

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  • Dragoner
    antwortet
    Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
    Die Definition eines "aktiven", "teilaktiven" oder "nichtaktiven" Truppenteils in der ZDv 1/50 "Grundbegriffe zur militärischen Organisation ...", Ausgabe 1996 (siehe Anhang) ist auch nach meinem Eindruck eher verwirrend.
    Genau deshalb neige ich dazu, bei einer weiteren Publikation diese ergänzenden Bezeichnungen ersatzlos zu streichen. Eine Flugabwehrraketenstaffel HAWK zum Beispiel wuchs von einer Friedensstärke von 168 Mann im Verteidigungsfall auf 318 Mann auf, hat ihren Personalumfang also faktisch verdoppelt. Eine solche Einheit als "teilaktiv" darzustellen schiene mir seltsam.

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  • Dragoner
    antwortet
    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    Weiterhin fehlen unter den Fernmelderegimentern 71 und 72 noch vier Peilstellen (Seeste unter FmRgt 71 und Ranzel, Tauberschallbach sowie Eriskirch
    Die Fernmeldesektoren benötigten für die rückwärtige Erfassung naturgemäß HF-Peiler, dabei handelt es sich aber nicht um Dienststellen sondern um Anlagen. In Feuchtwangen befand sich der Peiler unmittelbar im/am Kasernenbereich, siehe Foto von Manfred Bischoff. Warum er nach der Ortschaft Tauberschallbach benannt war, ist mir schleierhaft. In Seeste soll sich die Peilstelle ungefähr bei diesen Koordinaten befunden haben: 52°20'53"N 7°50'29"E. Zu Ranzel ist mir nichts bekannt. Eriskirch hingegen ist sogar in der Dienststellenbezeichnung als Peilzentrale ausgewiesen, physisch befand sich die Peilstelle auf den sogenannten Schwediwiesen am Ufer des Bodensees 47°37'13.27"N, 9°31'20.57"E.

    Feuchtwangen_HF-Antennen_(1).jpg

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  • Nemere
    antwortet
    Noch als Nachtrag dazu:

    Die Definition eines "aktiven", "teilaktiven" oder "nichtaktiven" Truppenteils in der ZDv 1/50 "Grundbegriffe zur militärischen Organisation ...", Ausgabe 1996 (siehe Anhang) ist auch nach meinem Eindruck eher verwirrend. "Bei einem teilaktiven Truppenteil ist mindestens ein Organisationselement der nächstniedrigen Ebene im Frieden teilaktiv oder nichtaktiv."
    Leider findet sich keine Definition des Begriffes "Organisationselement". Wenn ich als "Organisationselement" eine in der StAN ausgeworfene Teileinheit, also z.B. den einzelnen Feldküchentrupp nehme, wären fast alle Bundeswehreinheiten "teilaktiv" gewesen, weil in fast jeder StAN gerade bei Teileinheiten der Stabs- und Versorgungskompanien die V-StAN zumindest im Personalbereich von der F-StAN abwich.
    Angehängte Dateien

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  • Nemere
    antwortet
    Zitat von Dragoner Beitrag anzeigen
    Jein. Der korrekte Ausdruck wäre übrigens "teilaktiviert", nicht "teilaktiv", wie ich inzwischen weiß. Die Frage ist, ob man diese Zusatzangabe nicht gänzlich weglassen sollte. .
    In diversen Dokumenten taucht auch der Begriff der "gekaderten" Einheit auf. Das wurde verwendet, wenn weniger als 50 % der Personalstärke im Frieden vorhanden warenn. Allerdings gab es gekadert NICHT bei der Dienststellenbezeichnung. Man erkennt solche Einheiten oft nur an der der abweichenden StAN-Nummer.
    Beispiel Feldjägerbataillon 760 im Jahre 1989.
    1. Kp war die Stabs- und Versorgungskompanie mit logischerweise eigener StAN
    2. bis 6. Kompanien waren "voll" aufgestellte Feldjägerkompanien, wieder mit eigener StAN-Nummer. Wobei "vollaufgestellt" hier auch mehr als übertrieben ist, auch diese Kompanien hatten eine Reservistenanteil von bis zu 35 %.
    7. Kompanie war eine sog. "kleine" Feldjägerkompanie mit lediglich einem Feldjägerzug und schwachen Führungs- und Versorgungsteilen. Hier fehlten also im Frieden über 60 % des Personals, daher wieder eigene StAN.

    Da diese Zusammenstellung der Kompanien bei jedem der damals 6 bzw. 7 Feldjägerbataillone anders war, gab es für jedes Bataillon eine eigene StAN.

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  • Dragoner
    antwortet
    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    Im Digitalisat BL 7-2/172 habe ich auch noch die Luftwaffensanitätstrupps 5 und 6, die zur Luftwaffensanitätsstaffel des FlaRakG 32 gehören, gefunden
    Ja, ich auch.

    Nur mal so zur Einordnung: Wir haben hier erstmals die personelle F- und V-STAN sämtlicher Flugabwehrraketenverbände der Luftwaffe in der Luftwaffenstruktur 3 vorliegen. Diese Zahlen habe ich jedenfalls trotz langer Suche noch nirgendwo publiziert gefunden. Da werden wir ein paar in der Landschaft verstreute Sanitätstrupps im Zuge einer auf sechs Jahre (1987 bis 1993) angelegten und mittendrin völlig über den Haufen geworfenen Umgliederung gewiss auch noch zusammenkratzen. Die Bestände des Militärarchivs dazu sind ja erst zu einem geringen Teil ausgewertet.

    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    Des Weiteren habe ich festgestellt, daß die Fernmeldeabteilung 61 Bestandteil des Fernmelderegiments 72 und nicht selbständig war.
    Nein, nicht 1989. Das Jahr habe ich nicht im Kopf, der Unterstellungswechsel muss aber vor 1987 gewesen sein.

    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    Weiterhin fehlen unter den Fernmelderegimentern 71 und 72 noch vier Peilstellen
    Nein, nach meiner Quellenlage nicht 1989. Wird aber nochmal geprüft, man kann ja nie wissen.

    Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
    die Flakbatterie 350 in Wahn müßte eigentlich im PDF als teilaktiv ausgeworfen werden
    Jein. Der korrekte Ausdruck wäre übrigens "teilaktiviert", nicht "teilaktiv", wie ich inzwischen weiß. Die Frage ist, ob man diese Zusatzangabe nicht gänzlich weglassen sollte. Als Dienststellenbezeichnung kannte die Bundeswehr kein "teilaktiviert", nur eine "Einheit XY" oder eine "Einheit XY (Geräteeinheit)". Um es ein wenig überspitzt zu formulieren: Bei einer Friedensstärke von 495.000 Mann und einer V-Stärke von fast 1,4 Millionen Mann müsste die gesamte Bundeswehr des Jahres 1989 als "teilaktiviert" eingestuft werden. Die Flugabwehrkanonenbatterie 350 jedenfalls war, wie aus dem Dokument hervorgeht, ursprünglich eine Geräteeinheit und wurde im Zuge der Verstärkung der präsenten Luftwaffensicherungskräfte aktiviert. Falsch ist in der veröffentlichten Fassung (Teil 3, Luftwaffe) also definitiv der Zusatz "GerEinh".

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  • Rex Danny
    antwortet
    Im Digitalisat BL 7-2/172 habe ich auch noch die Luftwaffensanitätstrupps 5 und 6, die zur Luftwaffensanitätsstaffel des FlaRakG 32 gehören, gefunden, die nicht in der Luftwaffen OOB (Teil 3) enthalten sind. Dies müßte auch in der OOB geändert werden. Ebenso, daß die Geschwader und einzelnen Staffeln allesamt teilaktiv waren, weil etliche Teileinheiten in den Staffeln V-gestellt waren. Dies ist sehr gut im Digitalisat BL 7-2/152 (STAN FlaRakG 32) dokumentiert.

    Des Weiteren habe ich festgestellt, daß die Fernmeldeabteilung 61 Bestandteil des Fernmelderegiments 72 und nicht selbständig war. Bezieht sich laut Organigramm aber auf den Stand 07/1981. Dies müßte dann in der OOB auch geändert werden, falls in 1989 noch aktuell.

    Weiterhin fehlen unter den Fernmelderegimentern 71 und 72 noch vier Peilstellen (Seeste unter FmRgt 71 und Ranzel, Tauberschallbach sowie Eriskirch unter FmRgt 72) fehlen. Auch dies bezieht sich laut der Organigramme auf den Stand 07/1981 und müßte, sofern in 1989 noch aktuell, ebenfalls in der OOB geändert werden.

    Ach ja, die Flakbatterie 350 in Wahn müßte eigentlich im PDF als teilaktiv ausgeworfen werden, da ja nur ein Zug aktiv und dieser auch noch der 1.Luftwaffensicherungsstaffel Wahn unterstellt ist.

    Grüße


    Rex Danny

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  • Dragoner
    antwortet
    Die Auswertung der ersten Unterlagen, die mittels Digitalisierung on demand beim Militärarchiv angefragt wurden, zeitigt bereits vielversprechende Ergebnisse. Vor allem die Luftwaffe hatte sich bei der Arbeit an der Gesamtdarstellung der Bundeswehr für 1989 als zähes Kapitel erwiesen, da sich diese in der Umgliederung zur Lufwaffenstruktur 3 befand, dieselbe noch nicht abgeschlossen war - und dann kam 1989. Unabhängig davon war es um STAN-Daten der Luftwaffe generell schlecht bestellt. Diesen gilt nunmehr mein Hauptaugenmerk bei Anfragen an das Militärarchiv.

    Obwohl erst fünf der angeforderten Dokumente vorliegen, können daraus umfangreiche Erkenntnisse bezüglich Einheiten der Luftwaffensicherungskräfte und Verbänden der Flugabwehr gewonnen werden. Es ist aber auch gelungen, einige Fragezeichen und Ungereimtheiten rund um einen sehr spezifischen Verband weitgehend aufzuklären. Als Datei beigefügt findet sich das Luftwaffensicherungs- und Versorgungsregiment WAHN in einer überarbeiteten Darstellung.

    Wahn.pdf

    Vorausgesetzt, die Digitalisierung weiterer angefragter Bestände geht in einem zumutbaren Tempo voran, beabsichtige ich eine vollständige Überarbeitung von Teil 3 (Luftwaffe).

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  • tannenzapfen
    antwortet
    Die Bayerische Staatsbibliothek hat es in ihrem Bestand, inklusive Link zum Inhaltsverzeichnis: https://opacplus.bsb-muenchen.de/dis...ns,BV040404511

    Falls dich nur ein paar bestimmte Seiten oder Kapitel interessieren, könntest du dir diese vielleicht über https://www.subito-doc.de/ zuschicken lassen?

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  • Dragoner
    antwortet
    Frage in die Runde: 2011 ist eine Chronik der Luftwaffenunterstützungsgruppe WAHN veröffentlicht worden. Leider kann ich das Werk antiquarisch nicht finden. Kennt oder besitzt es zufällig jemand von euch?

    Autor: Rolf Reitler, Titel: "Chronik 50 Jahre im Einsatz, schnell und zuverlässig: von der LwVersGrp WAHN zur LwUstGrp WAHN"

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  • Thunderhorse
    antwortet
    Leg es mal hier mit dazu:
    Bundeswehr Lehrfilm 1960

    Flak 40mm L 70 FL





    Und

    Die frühe Bundeswehr im Bild (1955-1957)

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