Krieg in der Ukraine

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  • Dragoner
    Cold Warrior
    • 15.03.2008
    • 2162

    #436
    Zitat von uraken Beitrag anzeigen
    Wir hier "außen" lachen aber wenn man nur die Innenansicht hat, glaubt man das vielleicht doch.
    Mutige Proteste (mit hunderten Verhaftungen) in den russischen Großstädten, ausgebuchte One-Way-Flüge in noch erreichbare westliche oder sonste Ziele außerhalb Russlands und Staus an der Grenze zu Finnland lassen zumindest erahnen, dass die Russen trotz aller Manipulationen des Regimes und seiner Medien nicht ganz uninformiert sind ... Ist wie bei den Nazis: Wer nichts wusste, wollte nichts wissen; wer wissen wollte, konnte.
    Zuletzt geändert von Dragoner; 21.09.2022, 21:19.

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    • Dragoner
      Cold Warrior
      • 15.03.2008
      • 2162

      #437
      Zumindest an der Propagandafront erleidet Putins Regime eine Niederlage nach der anderen, diese ist besonders gelungen: https://orf.at/stories/3286550/

      Übrigens auch sehr interessant, dass angeblich bis zu einer Million Reservisten einberufen werden können.
      Zuletzt geändert von Dragoner; 22.09.2022, 17:27.

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      • uraken
        Cold Warrior
        • 27.09.2008
        • 872

        #438

        Angeblich soll in 3 Wellen je circa 300.000 mobilisiert werden.
        Eine Namensliste sei das https://t.co/SujkxhuP1W

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        • Hoover
          Cold Warrior
          • 19.12.2013
          • 614

          #439
          Viele POlitkker in D wollen ja Männer hier Asyl gewähren, die vor der Einberufung fliehen. Ich sehe das kritischer. Die Männer haben 7 Monate zugesehen, was da passierte. Und was da los ist wissen die ja augenscheinlich, sonst würden die nicht alle plötzlich davonlaufen.

          Erst jetzt, als sie selbst betroffen sind, erinnern die sich, dass der Krieg ja ganz doof ist. Ein weiteres Problem: Wenn wir (geschätzt werden ja 10% Wehrdienstflüchtlinge) 30.000 Mann aufnehmen schaffen wir uns die nächsten Probleme, denn die werden auf lange Sicht hierbleiben müssen, weil ihnen auch nach Rückkehr noch Strafen drohen, auch wenn der Krieg dann hoffentlich vorbei ist. Leider dringt man in der Welt der Jubelberichterstattung mit solchen Gedanken nicht durch.
          "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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          • Nemere
            Cold Warrior
            • 12.06.2008
            • 3313

            #440
            Andererseits zeigt doch diese Flucht vor den Einberufungen, was in Rußland für ein organisatorisches Chaos herrscht. Wenn Reservisten einberufen werden, muss doch als erstes sichergestellt werden, das die Einzuberufenden nicht über die Landesgrenzen flüchten - also durch entsprechende Kontrollen an den Flughäfen und den Grenzen.

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            • Nemere
              Cold Warrior
              • 12.06.2008
              • 3313

              #441
              Man kann es auch wirklich übertreiben:

              "Tierheime erhalten Förderung für ukrainische Haustiere"
              Berlin: Die Tierheime erhalten außer der Reihe vom Bund ein Förderpaket in Höhe von fünf Millionen Euro. Das Geld soll zusätzliche ... Mehr bei BR24


              Wenn jemand wegen Gefahr für Leib oder Leben aus der Ukraine flüchtet, warum muss er dann auch noch sein Haustier mitschleppen? Mit solchen Aktionen wird die Akzeptanz für ukrainische Flüchtlinge nicht gerade verbessert.

              Anscheinend hat unsere Regierung immer noch zuviel Geld - trotz oder vielleicht gerade wegen der Inflation.

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              • Dragoner
                Cold Warrior
                • 15.03.2008
                • 2162

                #442
                Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
                Wenn jemand wegen Gefahr für Leib oder Leben aus der Ukraine flüchtet, warum muss er dann auch noch sein Haustier mitschleppen?
                Weil er es liebt?

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                • Nemere
                  Cold Warrior
                  • 12.06.2008
                  • 3313

                  #443
                  Aber doch nicht wenn er in Lebensgefahr flüchten muß! Das heißt für mich ganz deutlich, das es mit der Gefährdung der hier zu uns Geflüchteten nicht so weit her gewesen sein kann. Da schleppe ich doch kein Haustier mit.

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                  • kato
                    Cold Warrior
                    • 03.03.2009
                    • 912

                    #444
                    In der Ukraine (und in Russland) hat fast jede Familie Haustiere. Oft mehrere. Deutlich häufiger und mehr als in Deutschland. Im Vergleich dazu kommt nach verschiedenen Schätzungen wohl auf jeden zehnten bis jeden zwölften ukrainischen Flüchtling ein Haustier. Neben Hunden und Katzen oft auch Kleinnager.

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                    • Dragoner
                      Cold Warrior
                      • 15.03.2008
                      • 2162

                      #445
                      Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
                      Das heißt für mich ganz deutlich, das es mit der Gefährdung der hier zu uns Geflüchteten nicht so weit her gewesen sein kann.
                      Mit Verlaub, da begibst Du Dich auf sehr dünnes Eis. Wollen wir hier im Forum wirklich eine Flüchtlingsdebatte führen? Putins Trollen und den Rechtsextremen würde es gefallen. Alternativ empfehle ich den unmittelbaren Kontakt mit ukrainischen Flüchtlingen.

                      Eine Freundin betreut seit Jahren Sprachgruppen für Asylwerber, unlängst hat sie mich dazu eingeladen. Das war sehr lehrreich. Sie berichtet, im Gegensatz zu Flüchtlingen aus anderen Ländern seien die Ukrainer äußerst motiviert. Sie besuchen die Sprachgruppe, in der es vor allem darum geht, sich in Alltagssituationen zurechtzufinden, freiwillig und zusätzlich zum Sprachkurs. Mit einer etwa 35jährigen Frau aus Poltawa habe ich mich länger unterhalten. Das Dorf ihrer Eltern in der Nähe von Charkiw ist dem Erdboden gleichgemacht, die Eltern, die ihr Haus nicht verlassen wollten, sind tot. Ihr eigener Wohnblock wurde von Raketenteilen getroffen, das war vor sechs Monaten der Grund, die Ukraine zu verlassen. Ihr Mann war zu der Zeit bereits zur Armee eingezogen. Was sie mitgenommen hat, waren ihr 6jähriger Sohn, der seit wenigen Wochen hier die Schule besucht. Zwei Koffer. Und der Hund. Zu ihrem Mann hat sie regelmäßig Kontakt, er hat das Glück, als Techniker im rückwärtigen Bereich bei einer Instandsetzungseinheit eingesetzt zu sein. Der Hund war zunächst im Tierheim, bis die Frau vor wenigen Wochen eine Wohnung zugeteilt erhielt. Bei der Sprachgruppe hatten sie den Hund dabei und es war nicht zu übersehen, was er vor allem für den 6jährigen bedeutet, der seinen Vater seit einem halben Jahr vermisst, der die Großeltern verloren hat und alle seine Freunde.

                      Mag schon sein, dass es auch andere Flüchtlingsgeschichten gibt. Mag auch sein, dass der Hund entbehrlich gewesen wäre, man hätte ihn aussetzen oder einschläfern können. Die staatliche Futterspende wäre dann eben bei einem amtlich bestellten Psychologen gelandet.

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                      • Dragoner
                        Cold Warrior
                        • 15.03.2008
                        • 2162

                        #446
                        Neuer Beitrag des österreichischen Bundesheeres vom 14. September, erstellt also noch vor der russischen Teilmobilmachung und den Pseudo-Abstimmungen in den besetzten Gebieten, aber gerade vor diesem Hintergrund interessant: https://www.youtube.com/watch?v=cV1IV8BQ-k4

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                        • Malefiz
                          Cold Warrior
                          • 22.12.2010
                          • 402

                          #447
                          Zitat von Dragoner Beitrag anzeigen
                          Neuer Beitrag des österreichischen Bundesheeres vom 14. September, erstellt also noch vor der russischen Teilmobilmachung und den Pseudo-Abstimmungen in den besetzten Gebieten, aber gerade vor diesem Hintergrund interessant: https://www.youtube.com/watch?v=cV1IV8BQ-k4
                          Oh ja das ist interessant. Vor allem die Umfrage zur Verteidigungsbereitschaft. - Ralf Stegner will keine militärische Führungsrolle Deutschlands in der Ukraine. "Das steht uns nicht zu", sagt er bei "Markus Lanz".

                          Was passiert, wenn im Baltikum eine zweite Front aufgemacht wird? Muss ja nicht viel passieren. Halten wir uns dann zurück? Vielleicht weil wir keine Munition haben? Schicken wir Helme oder ein Feldlazarett?

                          Verträgt das die Nato? Was ist mit diesen binationalen Verbänden, wenn die auf unseren Parlamentsvorbehalt warten müssen?

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                          • uraken
                            Cold Warrior
                            • 27.09.2008
                            • 872

                            #448
                            Es bleibt nur zu hoffen das diese Stunde der Wahrheit nicht kommt.
                            Mental versuchen die meisten in Berlin sich irgendwie um die Realität herum zu wusseln.

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                            • Nemere
                              Cold Warrior
                              • 12.06.2008
                              • 3313

                              #449
                              Zitat von uraken Beitrag anzeigen
                              Mental versuchen die meisten in Berlin sich irgendwie um die Realität herum zu wusseln.
                              Nicht nur in Berlin.

                              Die staatliche Futterspende wäre dann eben bei einem amtlich bestellten Psychologen gelandet.
                              Was genauso überflüssig wäre. Das posttraumatische Stress-Syndrom ist nach meiner Meinung genauso eine Modeerscheinung.
                              Ohne jetzt irgend jemanden angreifen zu wollen, aber viele sind heute einfach überempfindlich und nicht mehr fähig, sich an den Realitäten dieser Welt zu orientieren. Stichwort "Generation Schneeflocke".
                              Manche sprechen auch von müde und alt gewordenen Gesellschaften. Das wird uns irgendwann das Genick brechen. Es gibt zunehmend Bevölkerungsschichten auf dieser Welt, die hier wesentlich robuster und stabiler sind.

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                              • Malefiz
                                Cold Warrior
                                • 22.12.2010
                                • 402

                                #450
                                Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
                                Nicht nur in Berlin.


                                Was genauso überflüssig wäre. Das posttraumatische Stress-Syndrom ist nach meiner Meinung genauso eine Modeerscheinung.
                                Ohne jetzt irgend jemanden angreifen zu wollen, aber viele sind heute einfach überempfindlich und nicht mehr fähig, sich an den Realitäten dieser Welt zu orientieren. Stichwort "Generation Schneeflocke".
                                Manche sprechen auch von müde und alt gewordenen Gesellschaften. Das wird uns irgendwann das Genick brechen. Es gibt zunehmend Bevölkerungsschichten auf dieser Welt, die hier wesentlich robuster und stabiler sind.
                                Ich habe im Urlaub von Creveldt "Wir Weicheier: Warum wir uns nicht mehr wehren können und was dagegen zu tun ist" gelesen, er sieht das auch so. "müde und alt" sehe ich weniger, wir haben uns unser Bullerbü geschaffen und dadurch einen Realitätsverlust.
                                Blut und Schlachten findet im Schlachthof statt, bekommen wir nicht mehr zu sehen. Alter und Krankheit kommt ins Heim. Die Noten in der Schule werden angehoben, weil das sonst zu grausam ist.

                                Wir bilden bei uns auch Pharmazeuten aus, die bei der Bundeswehr sind. Zur Zeit sind da vier. Einsatzbereitschaft von 90% können die sich gar nicht mehr vorstellen. Reserveübungen, Mobübungen wie zu Zeiten des kalten Krieges können die sich auch nicht mehr vorstellen.

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