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Es scheint auch, dass die Ukrainer sehr gut darin sind, den Schwerpunkt schnell zu verlagern. So grob aus dem Gedächtnis in den letzten rund 5 Wochen:
- Erster Angriff (Fesselung oder gescheitert?) bei Cherson, daraufhin Verlagerung des Schwerpunktes nach Norden und
- Durchbruch und große Geländegewinne bei Kupjansk bis hin zum Oksil, daraufhin Verlagerung des Schwerpunktes etwas nach Süden und
- Durchbruch und Kessel bei Lyman, nun offenbar Zurückverlagerung in den Süden und
- Durchbruch bei Cherson
Bemerkenswert.
Es scheint auch, dass die Ukrainer sehr gut darin sind, den Schwerpunkt schnell zu verlagern.
So soll heute (und sollte eigentlich auch schon zu Zeiten des "Kalten Krieges") bewegliche Kriegführung ablaufen. Nur - man muss das auch können. Die Ukrainer können es anscheinend, die Russen können es nicht, zumindest haben sie es bisher nicht gezeigt.
Als die NATO noch einen potentiellen Gegner im Osten hatte, wurde immer darauf spekuliert, dass es darauf ankäme, den ersten Angriff der Truppen des Warschauer Paktes zu überleben und den VRV einigermaßen zu halten. Damit wäre. so nahm man an, der Gegner bei seiner bekannten Unflexibilität aus dem Konzept gebracht und würde seine geplante Vormarschraten nicht einhalten können. Diese damalige Sicht der Dinge scheint sich in der Ukraine zu bestätigen, obwohl die heutigen Führungsmittel um vieles besser sind, als das, was Bundeswehr und NATO z.B. 1985 hatten.
Um mal wieder einen Blick in die Geschichte zu werfen: Diese schnelle Verlagerung des Schwerpunkts mit einer extremen Kräftekonzentration auf den jeweiligen Hauptgegner und ganz schwachen Kräften an den anderen Fronten haben Hindenburg, Ludendorff und Hoffmann im August/September1914 in der Schlacht bei Tannenberg und an den Masurischen Seen geradezu exemplarisch vorgeführt - und das, obwohl zum Verlegen der Truppe damals nur die Eisenbahn und der Fußmarsch der Infanterie verfügbar war.
Was 1914 für gute (General-) Stabsarbeit galt und was heute noch genauso gilt, kann die ukrainische Armee anwenden und mit der Truppe durchführen:
-sorgfältige Lagebeurteilung mit genauer Auswertung der vermutlichen Feindabsicht und einer ganz sachlichen Bewertung des Zustandes und der Möglichkeiten der eigenen Truppe.
-Entwicklung und Abwägung von Handlungsalternativen
-Mut zur notfalls extremen Schwerpunktbildung, wenn diese aus der vorhergehenden Lagebeurteilung gerechtfertigt erscheint
-Konsequentes Durchführen eines einmal gefaßten Entschlusses, solange nicht wirklich kritische Lageentwicklungen eine Änderung erzwingen.
Die Russen schaffen das anscheinend nicht im nötigen Umfang. Einzig bei der Räumung des Kessels von Lyman haben sie die nötigen Aktionen rechtzeitig durchgeführt.
Es scheint auch, dass die Ukrainer sehr gut darin sind, den Schwerpunkt schnell zu verlagern.
Bei Cherson haben die Russen inzwischen binnen zweier Tage fast 1000 Quadratkilometer aufgeben müssen - und es ist fraglich, ob ihre rückwärtigen Auffangstellungen halten. Was aber noch erstaunlicher ist: es gibt erste Berichte über eine weitere ukrainische Offensive im Raum Bakhmut. Hier haben die Wagner-Söldner in den vergangenen Wochen versucht, einen Durchbruch zu erzielen, sind aber nicht vorangekommen.
-sorgfältige Lagebeurteilung mit genauer Auswertung der vermutlichen Feindabsicht
Ein großer Vorteil ist, dass sich die Ukraine der massiven geheimdienstlichen Unterstützung durch die NATO bedienen kann, mit fast minutenaktuellen Satellitenaufnahmen, durchgängigen Luftlagedarstellung und nahtloser Funkaufklärung samt Mitschnitten von Funk- und Handyverkehrs. Das ist ein irre großer Wissensvorsprung, den die Russen nicht im Ansatz zu haben scheinen.
Ich denke, die UKR wird das Gebiet nördlich des Dnjepro bald komplett zurückerobert haben.
Interessante Entwicklung: Google Maps hat ab sofort alle russischen Militäranlagen "entpixelt" und in relativ hochauflösenden Bildern freigegeben. Natürlich nicht Echtzeit, aber immerhin kann man sich nun davon vielfach ein genaueres Bild machen.
Hier ist eine Zusammenfassung, wie es nach der Ansicht von Gen. Ben Hodgson weitergehen könnte.
Auf der Landkarte sieht natürlich alles immer sehr einfach und schlüssig aus... Man darf gespannt sein
Ben Hodges and Mark Hertling, both former US generals, agreed that Crimea is likely Ukraine's ultimate prize and the end point of its campaign as Kyiv's forces gain ground in both north and south.
Ob das eine Trainingsübung ist? Der Film beginnt bevor der Panzer erscheint.
Mich irritiert auch, daß der Kameramann nach der Perspektive den Großteil des Films über sehr exponiert erscheint. Da können sich die Stoppelhoppser davon noch so sehr an die Böschung drücken. Wenn er dahinter steht und filmt, ist irgendwie wenig mit verstecken ...
Ob das eine Trainingsübung ist? Der Film beginnt bevor der Panzer erscheint.
Schwer zu sagen, mir schien es glaubhaft, aber es ist so viel Propaganda im Netz, dass ich durchaus darauf hereingefallen sein kann. Ich ging davon aus, dass die Aufnahme zustande kam, weil die Truppe in der Stellung bereits avisiert bekommen hatte, dass der BMP mit weißer Flagge auf sie zurollt, ehe er im Bild zu sehen ist.
Nur eine Nebenbemerkung, aber "Trainingsübung" ist ein schmerzhafter Pleonasmus.
Russische Medien fielen auf eine Satire herein und widerlegten damit aus Versehen den russischen Anspruch auf ukrainische Gebiete. Ein Referendum in Kaliningrad gab die russischen Großmachts-Fantasien der Lächerlichkeit preis. Es brodelt seit ein paar Tagen in den tschechisch-polnischen sozialen Netzwerken. Tschechien und Polen machten ihre Gebietsansprüche an Kaliningrad geltend und sie einigten sich auf eine […]
Der tschechische Humor ist einfach großartig und tut gerade in diesen Zeiten gut. Die Sache hat übrigens eine unglaubliche Eigendynamik in den Social Media entwickelt. Höhepunkt: Tschechien feiert die Errichtung einer Bier-Pipeline nach Kaliningrad, pardon, Kralovec ... Die Frage ist nur: Pilsener oder Budweiser?
Um BMP1: Ich glaube, das ist gestellt. Der Kameramann wusste, was passiert, die UKR-Soldaten im Vordergund sind sehr enspannt. Wenn ich da liegen würde und ein SPW rollt auf mich zu wäre ich vielleciht vorsichtiger. Wenn ich daran denke, als ich im Kosovoa einmla unter Beschuss war (okay, waren besoffene Kosovaren, die Hochzeit gefeiert haben) war ich auf 250% mit dem Puls. Der BMP hat viele übermalte Kennzeichen und nur ein hastig aufgemaltes Z an der Seite.
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