missiles.PNG
Krieg in der Ukraine
Einklappen
X
-
Wenn die Zahlen des ukrainischen Verteidigungsministeriums stimmen, hat Russland bereits zwei Drittel seines Arsenals an Präzisionslenkwaffen verschossen - gemessen am Bestand zu Beginn des Krieges. Unklar ist, wie viele nachproduziert werden konnten.
missiles.PNG
-
Ja und vor allen worauf sie diese "Präzisionslenkwaffen" abschießen. Vieles da von scheint eher von dem WW2 Mythos "demoralisiere die Bevölkerung mit Terror" motiviert zu sein als von militärischen Prioritäten.
Eine ewig vergessene Lektion aller Kriege scheint zu sein das der Verbrauch von Munition aller Art um Faktoren höher liegt als geplant oder erwartet.
Kommentar
-
Die ukrainische OPSEC ist beachtlich. Wann immer über einen Frontabschnitt NICHTS zu erfahren ist, ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Seit mehr als einer Woche faktisch keine Informationen aus ukrainischen Quellen über den Raum Cherson. Stattdessen aus russischen Quellen: Aufrufe zur Evakuierung der Zivilbevölkerung, Rückzug der von Russland eingesetzten Verwaltung von Cherson auf das linke Ufer des Dnepr, sowie das im russischen Staatsfernsehen gesendete Eingeständnis des Massenmörders und Kriegsverbrechers Sergej Surovikin (gemeinhin bekannt als der "Schlächter von Syrien", neuerdings Oberbefehlshaber der russischen Invasionstruppen in der Ukraine), die Lage in Cherson sei "schwierig".
Schlussfolgerung: In den nächsten 48 bis 72 Stunden wird sich im Raum Cherson eine massive Operation der ukrainischen Streitkräfte entfalten. Und der Schlächter wird den Staudamm von Nova Kakhovka sprengen lassen, um den Ukrainern das Überqueren des Dnepr zu verwehren. Dem allgemeinen Aufruf zur Evakuierung vorangegangen sind nämlich Aufrufe zur Evakuierung genau jener Gebiete, die im Überflutungsbereich liegen. Dort leben übrigens 60.000 Zivilisten.
Sollte die Einschätzung der von mir genutzten Quellen in den nächsten 48 bis 72 Stunden nicht zutreffen, nehme ich für alle Zukunft Abstand von Progonosen.
Kommentar
-
Ich denke die Operation läuft schon. Im Süden scheinen die Ukrainer nach meiner privaten Einschätzung bewußt in kleinen aber sehr präzisen Schritten vorzugehen.
Eventuell haben sie die Russen in einer ähnlichen Situation wie die in der sich die ukrainischen Verteidiger von Severiodenest im Sommer hatten, von drei Seiten unter Feuer und schwer zu versorgen. Also ein potentieller effektiver Fleischwolf der mehr Vorteile für den Angreifer als für den Verteidiger bietet.
Die Ukrainer zogen sich zurück als oder bevor die Situation für sie unhaltbar wurde, die Russen müssen bleiben um die politische Führung zu befriedigen.
Politische statt militärischer Prioritäten führten oft zu den größten militärischen Katastrophen.
Zuletzt geändert von uraken; 20.10.2022, 11:48.
Kommentar
-
Ein interessanter Twitter-Thread eines amerikanischen Generals im Ruhestand dazu, wie es weitergehen könnte:
In the last few days, an interview given by the new Russian commander in #Ukraine, General Sergei Surovikin, was reported in the media. Noting that “the situation regarding the special operation is tense”, an assessment of his campaign options going forward is required. 1/25 ? https://t.co/xL11FCwsGK
Kommentar
-
Und hier mal wieder was aus der Reihe "Nachgefragt", es darf der Sanitätsdienst ran:
Kommentar
-
We'll put 10-15 million of people "under rifle" [mobilize] and we'll take a walk across Europe. If they don't understand something - there's nuclear weapon to clarify." - Solovyev https://t.co/XYIsrLQfXe
Ein weiteres natürlich selektiertes aber trotzdem aufschlußreiches Zitat aus dem was den Russen am Abend vorgesetzt wird.
oder der über Atomkrieg "everyone will die and we will go to heaven".
Kommentar
-
Ich hätte erwartet, etwas über die Versorgung Verwundeter auf dem konkreten Kriegsschauplatz zu erfahren. Auf Youtube kursieren unzählige verstörende Videos, die zeigen, dass die Russen ihre Verletzten vielfach unversorgt im Stich lassen. Auch das Thema, dass die mobilgemachten Soldaten dazu aufgerufen wurden, sich Verbandsmaterial usw. selbst zu besorgen, hatten wir hier schon. Nichts davon wird thematisiert. Angesprochen wird lediglich, dass die Russen das Rote Kreuz auf Transportfahrzeugen oder Lazaretten allenfalls als Zielmarkierung anerkennen. Putins neuer Oberbefehlshaber für den Ukraine-Feldzug, Surovikin, hat sich übrigens bereits in Syrien durch unfassbare Verbrechen diesbezüglich ausgezeichnet. Ihm wurde von den Aufständischen (ich meine, es waren die Kurden, da bin ich aber nicht sicher) auf Verlangen eine Liste mit den genauen Standorten von Sanitätseinrichtungen und Notspitälern für die Zivilbevölkerung übermittelt, die sakrosankt sein sollten. Unmittelbar danach gab er den Befehl, genau diese Koordinaten aus der Luft und mit Artillerie anzugreifen.Zitat von Floger Beitrag anzeigenUnd hier mal wieder was aus der Reihe "Nachgefragt", es darf der Sanitätsdienst ran:
https://www.youtube.com/watch?v=9c4fLQ5Oggo
Kurzum, wir erfahren aus dem Video der Bundeswehr wieder einmal sehr wenig über die Realität, bekommen aber wieder sehr viel Nabelschau und Geschwurbel. In dem Fall wenigstens nicht so eitel und inhaltsleer wie im letzten Video mit dem Panzergeneral. Aber grundsätzlich sollte sich die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit schon die Frage stellen, was diese Video-Auftritte bezwecken sollen und wie sie tatsächlich in der Öffentlichkeit ankommen. Mein Interesse an der attraktiven Blondine reicht jedenfalls nicht aus, um dafür weitere Lebenszeit zu verwenden.
Kommentar
-
Wenn man jetzt ganz vermessen wäre, könnte man sagen, dass das die russische Methode ist, Platz in Gefängnissen zu schaffen.
Den man dann für die Journalisten und Aktivisten braucht, die die Wahrheit sagen.
Kommentar
-
Dieser Tag wird in die Geschichte der Seekriegsführung eingehen. Es scheint das die Ukraine zum ersten Mal in der Geschichte seegestützte Kampfdrohnen in Masse erfolgreich eingesetzt hat.
Anbei eine erste englischsprachige Analyse des vorhanden Materials.
Weite Informationen zu den See Dronen z.B. hier allerdings auch auf englisch.
https://twitter.com/CovertShores?ref...Ctwgr%5Eauthor
Kommentar
-
Hier hat auch jemand sehr transparent aufgearbeitet, von wo einige der Bilder von gestern aufgenommen wurden:
Kommentar
Kommentar