Krieg in der Ukraine
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Das mit den Verstärkungen hat wohl doch nicht gestimmt, Lyman ist dem Vernehmen nach gefallen.Zitat von Dragoner Beitrag anzeigen
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Gestimmt hat es schon, aber gefruchtet hat es nicht. Die Frage ist nun, wie viele Truppen die Russen noch aus dem Kessel retten konnten - und wie viel Material. Die Niederlage wird inzwischen auch von den Russen eingestanden.Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigenDas mit den Verstärkungen hat wohl doch nicht gestimmt, Lyman ist dem Vernehmen nach gefallen.
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Ich hatte von russischen Soldaten gelesen, die sich beschwert haben, dass die versprochenen Verstärkungen nicht eingetroffen seien.
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Im Moment ist die gesicherte Informationslage noch sehr dürftig. Nach relativ verlässlichen Quellen wurde das 503. Regiment entlang der einzigen noch offenen Straße in den Kessel geworfen. Die Straße lag aber schon seit gestern zur Gänze im Feuerbereich der ukrainischen Artillerie.Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigenIch hatte von russischen Soldaten gelesen, die sich beschwert haben, dass die versprochenen Verstärkungen nicht eingetroffen seien.
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Den Russen ist es wohl gelungen, den größten Teil ihrer Truppen aus dem Kessel zu retten. https://www.youtube.com/watch?v=dEPfY37k8Y8
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Eine der Kernfragen wird sein ob sie zurückgehenden Russen ihre Ausrüstung oder nur ihr Leben retten konnten.
Zu was motivierte eingeschlossenen Verteidiger fähig sein können zeigten ja Mariupol und die Kämpfe im Sommer. Motivation auf russischer Seite ist natürlich ein Fragezeichen. Zumindest hat die Ukraine es vermieden sich in lange und blutige Ortskämpfe reinziehen zu lassen.
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Mit dem Hineinwerfen von Reserven (503. Regiment und Speznaz) in den Kessel von Lyman ist es den Russen nach den verfügbaren Quellen tatsächlich gelungen, ein totales Fiasko abzuwenden. Vor allem die Speznaz-Einheiten haben das nach der Quellenlage allerdings mit ihrem Leben bezahlt. Moskau wollte offenbar um jeden Preis verhindern, dass sich die medienwirksamen Bilder aus Izjum wiederholen, also Hunderte panisch zurückgelassener Kampf- und Transportfahrzeuge und Berge zurückgelassener Munitionsbestände und Versorgungsgüter. Das Himmelfahrtskommando der Speznaz und teilweise des 503. Regiments bestand wohl darin, die bereits tief in den Kessel vorgedrungenen ukrainischen Spähtrupps und Spezialeinheiten (Targeting) daran zu hindern, der Artillerie präzise Zieldaten zu liefern. Das Zeitfenster hat kaum 18 Stunden betragen, eher 12 (Freitagabend / Samstagmorgen). Wenn die ukrainische Artillerie auf der einzigen befestigten Straße in den Kessel Zieldaten hatte, dann sah das Ergebnis so aus: https://www.youtube.com/watch?v=VNVRsQaM4uA
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Bei Cherson scheint es wieder ein wenig mehr Bewegung zu geben, im dortigen Nordabschnitt haben die Ukrainer mehrere Dörfer, darunter das schon länger umkämpfte Zolota Balka, eingenommen und stehen manchen Berichten nach schon vor Dudchany, was ein erneuter Einbruch von rund 20km wäre. Dudchany liegt an der Straße entlang des Dnjepr, die zu den Übergängen bei Nowa Kachowka führt (etwa 50km südwestlich von Dudchany).
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https://orf.at/stories/3287967/ Gute Stimmung bei den Russen ... Wäre so etwas in einer NATO-Armee denkbar?
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Das Neue daran ist allerdings vor allem, dass die Rekruten zurückschlagen. Bisher hatten die "gestandenen Soldaten" da Narrenfreiheit und haben diese auch ausgenutzt:
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Das kommt wahrscheinlich immer auf die aktuelle Lage an, in der sich eine Armee befindet. Es gibt in der deutschen Kriegsgeschichte durchaus ähnliche Beispiele, so z.B. im Sommer und Herbst 1918 an der Westfront, als frisch eintreffende (deutsche) Truppen von den an der Front liegenden Einheiten mit Rufen wie "Streikbrecher" und ähnlichem empfangen und teilweise am Einrücken in die Unterkünfte gehindert wurden. Das hat vor Jahren bereits Wilhelm Deist sehr ausführlich dargestellt und hat damals die inzwischen weitgehend akzeptierte These vom "Militärstreik 1918" als eine der Ursachen der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg aufgestellt. (Deist, Wilhelm: Der militärische Zusammenbruch des Kaiserreichs. Zur Realität der "Dolchstoßlegende", in: Deist, W.(Hrsg.): Militär, Staat und Gesellschaft. Studien zur preußisch-deutschen Militärgeschichte. (Beiträge z. Militärgeschichte, 34) München 1991. S. 211-234).Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenWäre so etwas in einer NATO-Armee denkbar?
Auch in der österreichisch- ungarischen Armee gab es Ende 1918 (und teilweise bereits weit früher) ähnliche Entwicklungen, z.B. die Probleme mit tschechischen Truppen.
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Ukrainische Truppen sind binnen weniger Stunden entlang des Dnepr 25 Kilometer Richtung Cherson vorgestoßen. Russische Militärblogger schreiben bereits vom "Zusammenbruch" der Cherson-Front, was zweifellos übertrieben ist. Gleichwohl könnte sich hier das nächste Desaster für die Russen anbahnen.
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=xcC7_HbXluI
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Ein Zusammenbruch der Nord-Cherson-Front scheint derzeit noch genauer zu sein, die Russen haben da wohl einiges geräumt: https://twitter.com/olliecarroll/sta...74892751290368
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Interessant ist auf jedem Fall das die Ukraine zumindest lokale Durchbrüche erzielen können und diese auch aus nützen können.
Solche Vorstöße in die Tiefe des Gegners gab es soweit ich weiß bei den Russen nur bei den initialen Angriffen in den ersten Tagen des Krieges. Danach war die Tiefe der Einbrüche eher im einstelligen Kilometerbereich statt wie nun im Norden und bei Kherson im zweistelligen.
Dabei ist der Kräftemix ja ähnlich. Die Russen schienen auf schnell und tief vorgehende Kräfte in Tigr zusetzen, bei den Ukrainern sind es HMMVs. Das ist natürlich stark vereinfacht.
Es bleibt zu hoffen das die Ukrainischen Erfolge nachhaltig sind.
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