Krieg in der Ukraine

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  • Nemere
    Cold Warrior
    • 12.06.2008
    • 3313

    #661
    Es gibt einen " Verband zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V."
    Auf der Website dieses Verbandes finden sich diverse Beiträge, in denen die Sicht dieser Ex-NVA-Angehörigen (oft ehemalige Offiziere und Generäle) zum Ukraine-Krieg dargestellt werden. Da finden sich dann Sätze wie:
    "Aus unserer Sicht handeln die russischen Truppen in der von Präsident Putin befohlenen „Militärische Sonderoperation“ tatsächlich auf die „Entmilitarisierung und Entnazifizierung“ der Ukraine ab. Nicht die Zerschlagung der Ukraine sondern die Schaffung einer neutralen, nicht von der NATO gesteuerten und damit letztlich missbrauchten Ukraine ist deren Ziel."

    Ähnliches unter:


    Kommentar

    • Rex Danny
      Administrator
      • 12.06.2008
      • 4941

      #662
      Vollpfosten untertreibt die Beschreibung dieser Herrschaften doch ungemein.

      Und ich werde als "Ewig-Gestriger" bezeichnet, wenn ich sage, daß ich mir die Zeiten vor 1989 zurückwünsche.

      Sollen diese Herren doch ihre Koffer packen und nach Moskau übersiedeln. Aber das geht ja nicht, da würden sie die deutschen Geldleistungen nicht mehr bekommen.

      Grüße


      Rex Danny

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      • DeltaEcho80
        Cold Warrior
        • 09.03.2013
        • 1773

        #663
        Als das NVA-Forum noch existiert hat, war es teilweise unerträglich, was hier abgesondert wurde. Diese Texte lasen sich genau so wie die oben verlinkten (sind ja auch noch die selben Autoren). Ich habe immer versucht, ein bisschen Verständnis aufzubringen, da man als NVA-Offizier in diesem "System" sozialisiert wurde und vielleicht auch mit der Wiedervereinigung Nachteile erlitten hatte. Aber irgendwann war das auch vorbei bei mir.

        Haupt-Argumentationslinien waren immer: Die böse, böse BRD als Siegerstaat der Wiedervereinigung unterdrückt uns ex-Genossen systematisch und die Russen sind immer noch unsere Freunde.
        Auch hat man immer und immer wieder die "Nazi-Karte" gespielt im Hinblick auf die Bundeswehr und sich damit gerühmt, dass die NVA ja irgendwann sich "emanzipiert" hat und die alten Nazis raus geschmissen hat. Oder wahlweise wurde auch die BRD allgemein und die Bundeswehr im speziellen als "Knechte der USA" bezeichnet. Je nachdem, was in der jeweiligen Diskussion gerade opportun war.

        Wenn einer dann mal den Mut hatte, dagegen zu gehen, wurde er übelst beleidigt. Das ging teilweise bis in den Straftatbestand.

        Das war mE mit ein Grund für den Betreiber, das Forum platt zu machen.

        Das Gute ist nur, dass sich das Thema irgendwann vielleicht "biologisch" lösen wird - man muss es so brutal sagen.

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        • Nemere
          Cold Warrior
          • 12.06.2008
          • 3313

          #664
          Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
          Das Gute ist nur, dass sich das Thema irgendwann vielleicht "biologisch" lösen wird - man muss es so brutal sagen.
          In einem der Beiträge erwähnt der Autor, das er schon 88 Jahre, aber immer noch geistig fit ist.
          Genauso biologisch haben sich auch die meisten der einst sehr zahlreichen Kameradschaftsverbände der Wehrmacht und Waffen-SS gelöst, soweit sie nicht in irgendeiner Form bei auch anderweitig aktiven Vereinen noch eine gewisse NAchfolgeorganisation fanden (Bund der Fallschirmjäger). Natürlich ist manches Gedankengut dieser alten Verbände jetzt in gewissen politischen Gruppierungen der rechten Szene zu finden. Und die Argumentationslinie des NVA-Traditionsverbandes findet man 1:1 in so mancher Veröffentlichung der Linken.

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          • Dragoner
            Cold Warrior
            • 15.03.2008
            • 2162

            #665
            Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
            Das Gute ist nur, dass sich das Thema irgendwann vielleicht "biologisch" lösen wird
            Lebenserfahrung: Die Deppen sterben nie aus. Seufz ...

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            • Ursus Maior
              Rekrut
              • 11.09.2021
              • 20

              #666
              Zitat von Dragoner Beitrag anzeigen
              Lebenserfahrung: Die Deppen sterben nie aus. Seufz ...
              Das ist sehr richtig, aber die Zeitzeugen und damit auch die Täter sterben doch aus. Aus meiner Sicht, wurde viel zu wenig der Frage nachgegangen, ob und wie die NVA der DDR in Verbrechen in Ländern verwickelt war, in denen sie Militärhilfe gestellt hat: Angola und Mosambik, Algerien, Libyen, Irak, Syrien, Südjemen, Äthiopien, Guinea-Bissau, Benin, Nigeria, in der damaligen Volksrepublik Kongo (Kongo-Brazzaville, heute Republik Kongo), Tansania und Sambia lassen allesamt grüßen. Manche der dortigen Konflikte waren ausgesprochen blutig und von massiven Gewalttaten gegen Minderheiten und/oder Gegner geprägt.

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              • Nemere
                Cold Warrior
                • 12.06.2008
                • 3313

                #667
                Es gibt nach meiner Kenntnis bisher nur eine umfassende Darstellung der DDR-Militärhilfe:
                Klaus Storkmann: Geheime Solidarität. Militärbeziehungen und Militärhilfen der DDR in die "Dritte Welt" (= Militärgeschichte der DDR;
                Bd. 21), Berlin 2012,
                Inhaltsverzeichnis und eine Rezension füge ich bei.

                Mit einiger Sicherheit scheint die DDR den Irak bei der Entwicklung und evtl. dem Einsatz von chemischen Kampfstoffen unterstützt zu haben. Dazu gab es 1991 einen Beitrag bei "Panorama"

                Angehängte Dateien

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                • PI80
                  Cold Warrior
                  • 07.12.2016
                  • 112

                  #668
                  Es bewegt sich mal wieder was beim Thema Waffenlieferungen: https://www.zeit.de/politik/ausland/...t-fuer-ukraine

                  Kommentar

                  • Malefiz
                    Cold Warrior
                    • 22.12.2010
                    • 402

                    #669
                    Ich habe einen Bericht über den Autor gesehen und gestern dieses Buch gelesen:

                    Kratzenberg, Jonas; Sellin, Fred. Schützenhilfe (German Edition) (S.1). Yes Publishing. Kindle-Version.

                    Bisher hatte ich gedacht die Ukraine sei erheblich besser organisiert. Aber auch da gibt es eine Menge Chaos. Buch läßt sich gut lesen.

                    Kommentar

                    • Nemere
                      Cold Warrior
                      • 12.06.2008
                      • 3313

                      #670
                      In der Reihe "Wegweiser zur Geschichte" des ZMSBw ist ein aktueller Band zur Ukraine und Ostmitteleuropa erschienen. Kann als PDF heruntergeladen werden:

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                      • DeltaEcho80
                        Cold Warrior
                        • 09.03.2013
                        • 1773

                        #671
                        Wie ich bereits im Themenstrang zur "Saaleck-Kaserne" in Hammelburg geschrieben habe, ist General a.D. Josef Blotz seit Sommer 2022 neuer Präsident des Bundes der deutschen Infanterie.

                        In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift "Der Infanterist" geht er in seinem Beitrag auch auf das Thema Ukrainekrieg ein und greift mit ungewöhnlich deutlichen Worten die selbsternannten Experten an, allen voran die, die "früher eine Uniform trugen".

                        Ich zitiere: "Schon allzu viele aktive und pensionierte Selbstdarsteller aller Professionen versuchen sich als Berichterstatter oder Russland- (und China-) Versteher und offerieren uns, dem geneigten Publikum, was sie schon immer gesagt und gewusst haben, was jetzt Not tut und was ganz sicher morgen passieren wird." (...)

                        Weiter: " Deshalb ist man gelegentlich hin und hergerissen zwischen der Wahrnehmung von Plattheiten, Spekulationen, Heuchelei und, ja, auch Fremdschämen ob der Einlassungen einiger Zeitgenossen, auch solcher, die früher eine Uniform trugen." (...)

                        Quelle: "Der Infanterist - 52. Ausgabe - Frühling 2023 - Seite 4".
                        Herausgeber: Bund der deutschen Infanterie

                        Ich denke, dass das schon bemerkenswerte Wort sind.
                        Zuletzt geändert von DeltaEcho80; 07.06.2023, 14:55.

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                        • Hoover
                          Cold Warrior
                          • 19.12.2013
                          • 614

                          #672
                          Батарея российских САУ 2С19 "Мста-С", поражённая высокоточным ударом возле села Ялинское (47.66105, 36.93501), в 15 км к юго-востоку от взятого ВСУ села Макаровка.


                          Hier gelingt es den Ukrainern, innerhalb von Minuten eine ganze Battere aus 4 Msta-C 2S19 zu zerstören.

                          Oryx hat in den letzten 2 Tagen 59 bildlich belegte russische Verluste an Fahrzeugen gezählt. Allerdings sind auch 42 ukrainische Fahrzeuge als Verluste in dem Zeitraum dazugekommen.
                          "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                          • tannenzapfen
                            Cold Warrior
                            • 25.01.2022
                            • 468

                            #673
                            Woanders berichten russische Blogger, dass Hunderte russische Soldaten zwei Stunden antreten mussten, weil ein Vorgesetzter eine Motivationsansprache halten wollte. Vor dem Kommandeur kam dann ein ukrainischer Artillerieschlag...

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                            • Hoover
                              Cold Warrior
                              • 19.12.2013
                              • 614

                              #674
                              Ja, Antreten zur Ordensvereleihung am hellichten Tage und als der Herr General sich verspätet, haben die Soldaten halt 2 Stunden da herumgestanden. Eine ukrainische Drohne hat die entdeckt und dann kamen HiMars. 200 Mann tot oder verwundet.
                              "Damals, als ich in meinem Alter war..."

                              Kommentar

                              • tannenzapfen
                                Cold Warrior
                                • 25.01.2022
                                • 468

                                #675
                                Wow, und jetzt stehen sich die Wagner-Truppen und die regulären russischen Truppen gegenüber. Russische Streitkräfte sollen angeblich ein Wagner-Lager bombardiert haben, woraufhin Wagner-Boss Prigoschin den Aufstand erklärt hat. Seine Truppen umstellen Gebäude in Rostow am Don (darunter das dortige operative Hauptquartier der russischen Armee), und in Videobotschaften fordert er russische Truppen zum Überlaufen auf.

                                Edit: Prigoschin meldet sichn nun aus Rostow am Don, man habe dort alles unter Kontrolle und wolle nur sicher gehen, dass die russischen Kampfflugzeuge die Ukrainer bombardierten und nicht ihre eigenen Leute. Generalstabschef Gerasimow sei beim Herannahen der Wagner-Einheiten geflohen, und am Hauptquartier habe man bestätigen können, dass die wahren Verluste deutlich höher sind als das, was nach oben gemeldet wird.
                                🚨 Prigozhin issued his first public address from the headquarters of the Southern Military District in Rostov-on-Don, a city with a population of 1.1 million, which Wagner PMC now fully control. English subtitles. https://t.co/SDg4astcaY
                                Zuletzt geändert von tannenzapfen; 24.06.2023, 06:55.

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