Umstrukturierung der Bundeswehr (ab 2023)
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PS: Interessant ist, dass zwar erst mal 50 beschafft werden, das Ganze aber innerhalb eines Rahmenvertrages für bis zu 229 Fahrzeuge! Ob man da beim Heer doch noch überlegt, nur eine Panzergrenadierbrigade zu "mittleren Kräften" umzugruppieren? Zu begrüßen wäre es in meinen Augen.
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In der "Zielstruktur" waren es ja mal nur noch 7(einhalb) Panzergrenadierbataillone.
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Es ist offiziell: Das 2.Los Puma-Schützenpanzer kommt.
Bin gespannt auf wieviele Bataillone, in welcher Stückzahl, sich die SPz verteilen sollen.Abgeordnete billigen Beschaffung von 2. Los Puma-Schützenpanzer – mit Auflagen
Veröffentlicht am 10.05.2023 von T.Wiegold
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Beschaffung weiterer 50 Schützenpanzer des Typs Puma gebilligt. Die Abgeordneten stimmten der Bestellung mit einem Finanzvolumen von 1,5 Milliarden Euro zu, verbanden das angesichts der technischen Probleme mit dem Gefechtsfahrzeug in der Vergangenheit und der Bedenken von Bundesrechnungshof (BRH) und Bundesfinanzministerium aber mit Auflagen. Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich nach der Abstimmung zufrieden.
Das Verteidigungsministerium hatte dem Parlament eine Beschaffungsvorlage vorgelegt, die zusätzlich zu den bereits vorhandenen 350 Schützenpanzern des so genannten ersten Loses den Einstieg in ein zweites Los vorsieht. Für die 50 Schützenpanzer ist ein Preis von gut einer Milliarde Euro angesetzt; zusammen mit Zubehör und vor allem einem Sicherheitspolster für Preissteigerungen beträgt der gesamte Finanzbedarf 1,5 Milliarden Euro, die aus dem Sondervermögen für die Bundeswehr kommen sollen. Die schnelle Beschaffung weiterer Puma sei dringend nötig, um in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage die Verteidigungsbereitschaft sicherstellen zu können, argumentiert das Verteidigungsministerium. Auch die Lücken, die die Abgabe von älteren Marder-Schützenpanzern an die Ukraine gerissen hätten, müssten mit dem modernen Waffensystem geschlossen werden.
.........
Bisher ist man ja bei 44 SPz pro Bataillon. 8 PzGrenBtl sollten damit rechnerisch auszustatten sein, alle 9 wird knapp bei den Bedarf an Ausbildungsfahrzeugen der Panzertruppenschule.
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Minister Pistorius lässt aufhorchen - er hat neue Weisungen zum Thema Beschaffung erlassen.
Eine der Weisungen lautet, dass bundeswehrinterne Regelungen zur Beschaffung, die bestehende gesetzliche Regelungen noch verschärfen, ab sofort ausgesetzt werden:
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Es tut sich ein wenig was bei der Raketenartillerie:
"Das deutsche Verteidigungsministerium plant, noch in diesem Jahr den Vertrag für die Beschaffung einiger PULS-Testsysteme zu schließen."
Rheinmetall möchte auch ein Konkurrenzprodukt dazu anbieten.
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Minister Pistorius hat einen Rundbrief in Sachen der Veränderungen in der Leitungsebene heraus gegeben:
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Herr Wohlgethan war vor rund 15 Jahren mit seinem Buch ein bischen in der Presse und tingelte durch diverse Talkshows. Hing auch damit zusammen, dass zumindest in Ansätzen wohl Verletzungen von Mandatsgrenzen im Einsatz unterstellt werden - in Interviews wurde der Großteil der getätigten Aussagen hinterher wieder relativiert, ebenso im Bezug auf dargestellte Zustände in Feldlagern dort (Saufgelage etc). Mit involviert war damals auch der Stern, in dem das Buch in Auszügen vorabgedruckt wurde.Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigenWer aber ist Herr Wohlgethan? Ihr scheint ihn ja wohl zu kennen, mir aber sagt er überhaupt nichts. Ich zähle aber eins und eins zusammen bei den Ungereimtheiten hinsichtlich Dienstzeit, Dienstgrad usw.
Im allgemeinen wurde in der Presse das Werk damals allerdings eher kritisch aufgefasst, etwa in der (sonst über ihn positiven) TAZ mit dem einfachen Satz "Es muss leider unterstellt werden, dass nicht alle Szenen, die Wohlgethan schildert, wirklich so stattgefunden haben." oder im Spiegel mit Artikeln wie unter dem Titel "Endstation heiße Luft".
Das Buch wird von der Bibliothek des Bundestags übrigens in einer (aktuellen!) Literaturauswahl zum Thema "Lehren aus dem Afghanistaneinsatz für künftiges vernetztes Engagement" als eines unter rund 40 Büchern in der Kategorie Erlebnisbericht gelistet. Aber halt mehr in der Art von "ja, haben wir auch".
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Sönke Neitzel ist, was militärhistorische Themen anbelangt, eine absolute Koryphäe. Wenn er also dasselbe sagen würde wie Herr Wohlgethan, könnte man es unbesehen glauben.
Wer aber ist Herr Wohlgethan? Ihr scheint ihn ja wohl zu kennen, mir aber sagt er überhaupt nichts. Ich zähle aber eins und eins zusammen bei den Ungereimtheiten hinsichtlich Dienstzeit, Dienstgrad usw.
Na ja, heute darf ja jeder seinen Senf zu allen Themen dazugeben und die Leser glauben es. Ist ja bei vielen Journalisten ebenso. Da sträuben sich uns auch immer wieder die Nackenhaare, was die "Jung"-Redakteure so schreiben, selbst wenn sie vorher mit jemandem gesprochen haben, der es eigentlich aufgrund seines Alters und seiner zeitlichen Herkunft besser weiß.
In diesem Sinne allen ein frohes Osterfest.
Grüße
Rex Danny
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Danke für den Tipp, habe ich aber schon gelesen ;-) Hier waren für mich aber auch keine absolut neuen Erkenntnisse dabei. Ich hatte Geschichts-LK zum Abitur und privat beschäftige ich mich sehr viel mit militärhistorischen Themen, entsprechend ist mein Bücherregal bestückt. Ich habe mit 14 schon das "Herz der 6. Armee" gelesen...Zitat von Rheinpreußen Beitrag anzeigenManche machen militärisch, die anderen zivil Karriere.
Ich könnte mir Herrn W. im zivilen Berufsleben sehr gut als engagiertes Personalrat-/ Betriebsratmitglied vorstellen.....
Spar dir das Geld. Ich empfehle stattdessen "Deutsche Krieger" von Sönke Neitzel
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Manche machen militärisch, die anderen zivil Karriere.
Ich könnte mir Herrn W. im zivilen Berufsleben sehr gut als engagiertes Personalrat-/ Betriebsratmitglied vorstellen.....
Spar dir das Geld. Ich empfehle stattdessen "Deutsche Krieger" von Sönke NeitzelZitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenDennoch bin ich am Überlegen, ob ich die 20 Euro mal investiere, um seine Ausführungen mal zu lesen. Vor allem seine "ToDo-Liste", die er den Verantwortlichen an die Hand geben will.
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Die Umstände, die du ansprichst, haben mich in "Endstation Kabul" schon gewundert:
Seinen Einsatz in Afghanistan (war ja nur einer, oder?) verbringt er komplett bei einer "niederländischen Kommandoeinheit". Seine deutsche Kompanie sieht er nur nochmal zur Verabschiedung. Und auch seinen für seine angeblichen Spezialisierungen recht niedrigen Dienstgrad löst er nie auf.
Sein zweites Buch habe ich mir gar nicht mehr gekauft. Auch der Umstand, dass er jetzt "hauptberuflich für den BW-Verband im Aussendienst (!!)" unterwegs ist, lässt mich fragend an der Seitenlinie zurück.
Ich wollte das Buch bzw. das Interview aber trotzdem hier mal mit einstellen, ohne jegliche Wertung.
Dennoch bin ich am Überlegen, ob ich die 20 Euro mal investiere, um seine Ausführungen mal zu lesen. Vor allem seine "ToDo-Liste", die er den Verantwortlichen an die Hand geben will.
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Es gibt eine Wikipedia-Seite zu Herrn Wohlgethan. In der dazu gehörenden Diskussionsseite ( https://de.wikipedia.org/wiki/Diskus...him_Wohlgethan ) werden einige der Ungereimtheiten in der angeblichen Laufbahn des Herrn W. in der Bundeswehr diskutiert. Ich zitiere mal einige Sätze daraus:Zitat von Rheinpreußen Beitrag anzeigenFür mich betreibt Special-Stabsunteroffizier W. alle Jahre wieder viel Schwarzmalerei auf BILD-Niveau.
- Es ist schon komisch das so ein Elitesoldat nach 12 Jahren Dienstzeit immer noch StUffz ist. (...)
- Recht ungewöhnlich ist, das ein StUffz (wird man üblicherweise nach 2 Jahren Dienst) solche Einblicke in (angebliche) Mandatsgrenzen hatte. Da in internationalen Missionen der Dienstgrad wichtig ist (teilweise wird ein Rang temporär verliehen, damit das Komandogefüge stimmt) hat er als Stuffz diese Unterlagen eher nicht gesehen.
Ich sehe das ähnlich.
Dieser fehlende Einblick dürfte noch mehr für die in dem LOYAL-Artikel von Wohlgethan aufgezeigten Punkte zutreffen. Ich halte ihn für einen Wichtigtuer.
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Ich weiß nicht ob es "Endstation Kabul" oder "Schwarzbuch Bundeswehr" war, in dem er die Abschaffung der Wehrpflicht und die Schaffung einer Berufsarmee von "Spezialisten" forderte.Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenIn der aktuellen Ausgabe der "loyal" wird in einem Interview mit Achim Wohlgethan (er dürfte bekannt sein, oder?) dessen neues Buch "Blackbox Bundeswehr" vorgestellt.
Er spricht viele bekannte Umstände an, aber seine schärfste Kritik äußert er an dem Umstand, dass die Bundeswehr viele essentielle Bereiche und Dienstleistungen einer Armee auf Anraten der ganzen Berater "outgesourced" hat. Dies ist der eigentliche Grund, warum die BW nicht mehr in der Lage ist, ihren Auftrag auszuführen. So werden alleine 400 Mio Euro im Jahr für die zivile Bewachung der Kasernen ausgegeben. Oder auch die zivilen Kraftfahrer kritisiert er so wörtlich: "Wenns kracht, rennen die davon".
Das sehe ich ähnlich - wir hatten es hier im Forum schon mal davon: Eine Armee, die krampfhaft auf betriebswirtschaftlichen Erfolg getrimmt wird, ist keine Armee mehr.
Hier der Link zum Buch: https://www.ullstein.de/werke/blackb.../9783430210935
Leider ist das Interview aus der loyal noch nicht online verfügbar.
Welche Wachmannschaften hat er denn in Folge dessen erwartet?
Für mich betreibt Special-Stabsunteroffizier W. alle Jahre wieder viel Schwarzmalerei auf BILD-Niveau.
Obwohl die Loyal diesesmal lesenwerter als die vorherigen Ausgaben ist, das Interview lohnt keinen Kauf.
Allein die Behauptung die Soldaten hätten kein vernünftiges Schuhwerk zeugt von den niedrigschwellenden Argumentationslinien.
W.gehört zu jenem Experten die nur Fehler und Probleme aufzeigen können, jedoch keine oder unrealitische Lösungansätze aufzeigen können.
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Man muß da immer alle Aspekte sehen. Wenn ich Soldaten auf Wache schicke und die geltenden Dienstzeitbestimmungen sowie den dann entstehenden Dienstzeitausgleich beachte, fehlen mir diese Soldaten zu einem nicht unerheblichen Teil in der Ausbildung bzw. Funktion. Da die Bundeswehr sowieso mit Personalmangel kämpft, würde dieses Problem noch weiter verschärft werden.Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenSo werden alleine 400 Mio Euro im Jahr für die zivile Bewachung der Kasernen ausgegeben. Oder auch die zivilen Kraftfahrer kritisiert er so wörtlich: "Wenns kracht, rennen die davon".
Hinzu kommt, wenn die Bundeswehr die sog. "Betreibermodelle" der Kasernenabsicherung selbst übernimmt, kommen allein für die technische Absicherung erhebliche Kosten auf die Bundeswehr zu.
Die zivilen Kraftfahrer werden wahrscheinlich kaum bei "Kriegseinsätzen" Verwendung finden, sondern dürften, wie schon immer, vor allem bei der Bundeswehrverwaltung. bei Schulen oder bei höheren Stäben im Einsatz sein.
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In der aktuellen Ausgabe der "loyal" wird in einem Interview mit Achim Wohlgethan (er dürfte bekannt sein, oder?) dessen neues Buch "Blackbox Bundeswehr" vorgestellt.
Er spricht viele bekannte Umstände an, aber seine schärfste Kritik äußert er an dem Umstand, dass die Bundeswehr viele essentielle Bereiche und Dienstleistungen einer Armee auf Anraten der ganzen Berater "outgesourced" hat. Dies ist der eigentliche Grund, warum die BW nicht mehr in der Lage ist, ihren Auftrag auszuführen. So werden alleine 400 Mio Euro im Jahr für die zivile Bewachung der Kasernen ausgegeben. Oder auch die zivilen Kraftfahrer kritisiert er so wörtlich: "Wenns kracht, rennen die davon".
Das sehe ich ähnlich - wir hatten es hier im Forum schon mal davon: Eine Armee, die krampfhaft auf betriebswirtschaftlichen Erfolg getrimmt wird, ist keine Armee mehr.
Hier der Link zum Buch: https://www.ullstein.de/werke/blackb.../9783430210935
Leider ist das Interview aus der loyal noch nicht online verfügbar.
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