Umstrukturierung der Bundeswehr (ab 2023)
Einklappen
X
-
Aktuell gibt es das Material sicher nicht, aber es wird ja auch noch etwas dauern bis die entsprechenden Infrastrukturvoraussetzungen in Litauen geschaffen sind und es wird ja auch noch Diskussionen geben, wer die Infrastruktur bezahlt.
Gruß
PI80
-
Rotation ist ja schön und gut, aber die Amerikaner verlegen i. d. R. nur das Personal hin und her, nicht aber auch das gesamte Material, weil sie hiervon genug haben und dies über die Welt verstreut bereithalten.
Stellt euch doch mal die immensen Kosten vor, die jedesmal entstehen, wenn alle Panzer aus Munster nach Litauen transportiert werden und gleichzeitig die dort schon vorhandenen bspw. zurück nach Pfreimd müssen.
Wenn also eine Brigade dort stationiert werden soll, dann mit komplettem Material, das dort vor Ort verbleibt und dann nur das Personal samt Familien verlegt wird. Dann stehen halt die Panzer in Munster oder Pfreimd für diese Zeit ungenutzt in ihren Hallen. Ich denke aber nicht, daß die Bundeswehr so viel überschüssiges Material hat, daß sie eine komplette Brigade als Geräteeinheit aufstellen kann.
Grüße
Rex Danny
Einen Kommentar schreiben:
-
Ich denke, dass das auf eine Rotationssystem hinausläuft, bei dem die Brigaden da in fixen Zeiträumen (1-2 Jahre?) hinziehen, ähnlich wie die Amerikaner es derzeit mit einigen Brigaden in Europa tun.
Einen Kommentar schreiben:
-
Die Frage, die mich in diesem Kontext am meisten interessiert, ist, ob eine bestehende Brigade verlegt werden wird oder ob man eine "neue" Brigade hierfür aus dem Boden stampfen wird - was ich ad hoc nicht glaube....
Einen Kommentar schreiben:
-
Kampfbrigade nach Litauen: Deutschland sagt erstmals Auslands-Stationierung zur Abschreckung zu – Zusammenfassung
Die Bundeswehr soll erstmals in ihrer Geschichte Kampftruppen zur Abschreckung dauerhaft im Ausland stationieren. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte Litauen zu, eine zwischen beiden Ländern vereinbarte Kampfbrigade in dem baltischen Land permanent dort zu stationieren. Bislang hatte Deutschland einen dauerhaften Kommandostab in Litauen eingerichtet, die dazu gehörenden Bataillone wurden jedoch nur zeitweise für Übungen dorthin verlegt und sollen im Falle eines Angriffs auf das baltische Land innerhalb weniger Tage abmarschbereit sein.
Der deutsche Verteidigungsminister machte die Zusage überraschend bei einem Treffen mit seinem litauischen Kollegen Arvydas Anušauskas in der Hauptstadt Vilnius am (heutigen) Montag:
Deutschland ist bereit, dauerhaft eine robuste Brigade in Litauen zu stationieren. Voraussetzung dafür ist, (…) dass die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, Kasernen, Übungsmöglichkeiten und die genannten Depots. Wir reden bei einer Brigade von 4.000 Soldatinnen und Soldaten, plus Material, und bei einer dann dauerhaften Stationierung eben auch Familie.
....................................
Da bin ich mal gespannt wie sich diese Stationierung auf die Heeresstruktur auswirken wird.
In meinen Augen macht es durchaus Sinn eine mechanisierte Brigade an der Ostflanke zu stationieren.
Der Geschwindigkeit des kürzlichen"Husarenritts" von Wagner bis in den Vorgarten von Moskau hat wohl für erhebliche Anspannung auf allen Seiten geführt.
Die bisherige These dass die Verlegung feindlicher Kräfte eine Vorlaufzeit von 2 Wochen beansprucht, ist eindrucksvoll widerlegt.
Da bringt es wenig die Panzerverbände in Hardheim,Augustdorf, Weiden, Munster oder Bad Frankenhausen stehen zu haben.
Einen Kommentar schreiben:
-
Wenn Du die Brigaden der Heeresstrukturen 2 bis 5 meinst, da gibt es schon erhebliche Unterschiede:
- Es gab keine Fernmeldekompanie, sondern einen - wenn auch starken - Fernmeldezug in der Brigadestabskompanie
- Es gab meistens nur einen Panzerspähzug und kein Aufklärungsbataillon
- die Brigaden hatten nur eine Panzerpionierkompanie und kein Pionierbataillon
- die Versorgungsbataillone gab es nur in der Struktur 2
- Was fehlt, ist das Panzerbataillon
- Zumindest in den Anfangsjahren der Brigadegliederung, bis etwa zur Mitte der 1960er Jahre (HStr. 2) hatten die meisten Brigaden Flugabwehrbatterien und ABC-Abwehrkompanien
Einen Kommentar schreiben:
-
Kann es sein, dass wir solche Gliederungen in ähnlicher Form irgendwann schon mal hatten? In der "guten, alten Zeit?"Zitat von tannenzapfen Beitrag anzeigenNeuigkeiten zu den mittleren Kräften. Eine Brigade dieser soll zukünftig umfassen:
- Stabs/Versorgungskompanie
- Fernmeldekompanie
- ein Panzergrenadierbataillon (Rad)
- zwei Jägerbataillone
- ein Artilleriebataillon (Rad)
- ein Pionierbataillon
- ein Aufklärungsbataillon
Ich hatte es an anderer Stelle hier im Forum schon mal angesprochen: In der aktuellen Ausgabe der "Loyal" ist hierzu ein interessanter Artikel erschienen. Hier wird u.a. darauf eingegangen, dass aufgrund der Umstrukturierung der PzGren Truppe das 2. Los der Spz Puma auf 50 Fahrzeuge reduziert wurde.Zuletzt geändert von DeltaEcho80; 22.06.2023, 19:27.
Einen Kommentar schreiben:
-
Bitte das Versorgungsbataillon dieses Brigadetyps nicht vergessen (siehe Gliederung auf S. 5 des oben verlinkten Dokuments). Logistik ist zwar nicht alles, aber ohne Logistik ist alles nichts.
Man sollte bei der Lektüre dieses Dokuments immer im Hinterkopf behalten, dass der Förderkreis Deutsches Heer ein knallharter Lobbyverband der Rüstungsindustrie ist, der nicht unbedingt die wahren Bedürfnisse und Interessen der Bundeswehr vertritt. Näheres dazu bei LobbyControl
Zuletzt geändert von Nemere; 22.06.2023, 16:37.
Einen Kommentar schreiben:
-
Neuigkeiten zu den mittleren Kräften. Eine Brigade dieser soll zukünftig umfassen:
- Stabs/Versorgungskompanie
- Fernmeldekompanie
- ein Panzergrenadierbataillon (Rad)
- zwei Jägerbataillone
- ein Artilleriebataillon (Rad)
- ein Pionierbataillon
- ein Aufklärungsbataillon
Es bleibt bei drei Brigaden, die erste soll die umgeglierte PzBrig 21 sein. Ziel ist es, die mittleren Brigaden komplett auf Rädern zu haben, kurzfristig wird es eine Kette/Rad-Mischung. Benötigt werdend dafür u.a. noch Radhaubitzen, Radschützenpanzer, Waffenträger für Mörser, Pionierfahrzeuge,... dafür braucht es neben dem Boxer 8x8 (zukünftig auch für Radschützenpanzer, Radhaubitze, Flakpanzer, Brückenleger) auch ein etwas leichteres 6x6 Fahrzeug (Ersatz Fuchs plus Mörserträger).
Edit: Quelle vergessen: https://www.fkhev.de/dl/InfoBrief%20Heer_3_2023_WEB.pdf
Einen Kommentar schreiben:
-
Die neue Fernspähkompanie 1 am Standort Schwarzenborn wurde nun aufgestellt:
Einen Kommentar schreiben:
-
Naja, das kann man so oder so sehen.Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenDie "Bewerberstudie 2022" des ZMSBw wurde veröffentlicht. Hier wird - was wir ja schon lange "vermuten" und wissen - offen und ehrlich geschrieben, woran es im Personalwesen der BW wirklich krankt. Es sind nicht unbedingt die Bewerber.....
Wenn den Bewerbern am Bewerbungsprozess das wichtigste ist, dass sie ihren Online-Bewerbungsbogen in möglichst kurzer Zeit ausfüllen können (Seite 47: 68% aller Bewerber), dann muss man sich schon sehr fragen ob derartige Personen - unabhängig vom Alter - überhaupt fürs Berufsleben reif genug sind.
Man muss allerdings auch sagen, dass schon die Studie durchaus tendenziös geschrieben ist. Da wird dann recht gerne an mehreren Stellen über "Bürokratielastigkeit" und "mangelnde Digitalisierung" mithilfe von Einzelbeispielen schwadroniert (und das dann hinterher so als Fokus gesehen) - nur um auf Seite 53 in der Tabelle ablesen zu können, dass in der Schlussbefragung gerade mal je 2% der Befragten sich negativ über diese Aspekte geäußert haben.
Einen Kommentar schreiben:
-
Sehr lesenswert sind auch die Anekdoten in den Kommentaren...
Einen Kommentar schreiben:
-
Zum Thema "Personal" in der BW aktuell:
Wiegold hat einen interessanten Artikel geschrieben:
Die "Bewerberstudie 2022" des ZMSBw wurde veröffentlicht. Hier wird - was wir ja schon lange "vermuten" und wissen - offen und ehrlich geschrieben, woran es im Personalwesen der BW wirklich krankt. Es sind nicht unbedingt die Bewerber.....
Einen Kommentar schreiben:
-
Naja, der Puma ist halt die Goldgoldgolfrandlösung, zudem noch ziemlich unbeliebt in der Truppe. Ich kenne einige, die sich mit de Puma herumärgern im Dienst.
Aber um z.B den CV90 einzuführen (in der "Luxusversion" 7 Mio € gegen 21 Mio des Puma je Stück) fehlt denn doch der Mut, zudem der CV90 eine sehr vielseitige Fahrzeugfamilie bietet, vom Mörserträger Aufklärer, verschiedene Bewaffnungen.
Der Bericht der Slowaken nach dem Vergleich Puma, CV90 und Pizarro spricht Bände: Puma zu teuer, zu kompliziert, zu anfällig. Die führen nun den CV90 als ganze Fahrzeugfamilie ein.
Alleine die Modernisierung der besthenden Pumas kostet je Stück soviel wie ein CV90 in Grundversion.
Einen Kommentar schreiben:
-
Nach langem Hin und Her und vielen Gerüchten (AH-64 Apache AH-1 Viper) hat man sich jetzt beim Nachfolger für den Kampfhuschrauber Tiger leider offenbar für die "Minimallösung" entschieden und will den H-145M bewaffnen:
Einen Kommentar schreiben:
Einen Kommentar schreiben: