Ich sehe ihn ein bisschen anders als du in deinen Aussagen. Aber das ist meine Meinung.
Krieg in der Ukraine
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Ich kann dir nur empfehlen, ihn mal im Podcast Sicherheitshalber zu hören, der für die 4 Leute, die ihn machen (Thomas Wiegold, Ulrike Franke, Dr. Frank Sauer und eben Prof Masala) ein rein privates Projekt ist. Hier empfinde ich ihn als relativ fachkundig.
Ich sehe ihn ein bisschen anders als du in deinen Aussagen. Aber das ist meine Meinung.
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Eine russische Zeitung hat angeblich Verustzahlen des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht (der Artikel war wohl nur kurze Zeit online...).
Komsomolskaya Pravda, the pro-Kremlin tabloid, says that according to Russian ministry of defense numbers, 9,861 Russian soldiers died in Ukraine and 16,153 were injured. The last official Russian KIA figure, on March 2, was 498. Fascinating that someone posted the leaked number. https://t.co/LHrBWIQ49z
Rund 10.000 Gefallene und 16.000 Verwundete- und das in nichtmal 4 Wochen!
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25.000 Verluste bei 150.000 Personal, das ist ein Sechstel der eingesetzten Truppen. Und die größten Verluste haben normalerweise die Infanterie, egal in welcher Spezialisierung. Die Kampftruppenanteile der eingesetzten Einheiten müssen signifikant reduziert sein.
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In der renommierten Zeitschrift"OSTEUROPA" gibt es die deutsche Übersetzung einer Rede Putins an das russische Volk vom 21.02.2022, in der er sehr ausführlich seine Ansichten über die historischen Wurzeln der Ukraine und die nach seiner Meinung daraus resultierenden russischen Ansprüche darlegt.
Warnung: Der Text ist sehr lang, teilweise recht verklausuliert und schwer zu lesen, aber interessant.
OSTEUROPA ist mehr als eine Zeitschrift. Wir analysieren Politik und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im Osten Europas als Teil der globalisierten Welt. Monat für Monat, seit 1925.
Grüße
Jörg
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Jup, kenne ich. Gut beim Autofahren.Ich kann dir nur empfehlen, ihn mal im Podcast Sicherheitshalber zu hören
Da ist teilweise Masala besser als in den Talkshows und den Nachrichtenschnipseln in seinen Erklärungen. Aber im Gesamten gefällt er mir nicht wirklich."Damals, als ich in meinem Alter war..."
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Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir geht es zunehmend so, dass die Informationslage über diesen nun bald ein Monat andauernden, die weitere Zukunft nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt entscheidend beeinflussenden Krieg nur noch völlige Ratlosigkeit hinterlässt. Russischen Angaben ist ohnehin nicht zu trauen. Die ukrainische Informationspolitik ist naturgemäß ebenfalls sehr selektiv und vermittelt kein wahres Bild der Lage. Die NATO weiß zweifellos sehr genau, was militärisch abläuft, gibt aber keine Informationen, weil sie infolge ihrer massiven Unterstützung für die Ukraine eigentlich Kriegspartei ist. Die Medien fischen nur im Trüben, was anderes bleibt ihnen gar nicht übrig. Es gibt so gut wie keine verlässliche Quelle. Jeder vermeintliche Experte stützt sich offenkundig mehr auf Mutmaßungen als auf Fakten. Der "fog of war", so scheint mir, war nie dichter als derzeit. Als wäre der Amoklauf Putins nicht schon bedrückend genug.
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Vielleicht war er in den letzten Kriegen genauso dicht. Wir haben es nur nicht bemerkt, weil ohnehin nur die Informationen von einer Seite weitergegeben wurden. Ich kann mich nicht erinnern, daß man sich im Kosovo stark auf andere Quellen bezogen hätte (russiche z.B.).
Ist aber auch schon lange her und ich kann mich irren...
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Mir geht es genau so.Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenIch weiß nicht, wie es euch geht, aber mir geht es zunehmend so, dass die Informationslage über diesen nun bald ein Monat andauernden, die weitere Zukunft nicht nur Europas, sondern der ganzen Welt entscheidend beeinflussenden Krieg nur noch völlige Ratlosigkeit hinterlässt. Russischen Angaben ist ohnehin nicht zu trauen. Die ukrainische Informationspolitik ist naturgemäß ebenfalls sehr selektiv und vermittelt kein wahres Bild der Lage. Die NATO weiß zweifellos sehr genau, was militärisch abläuft, gibt aber keine Informationen, weil sie infolge ihrer massiven Unterstützung für die Ukraine eigentlich Kriegspartei ist. Die Medien fischen nur im Trüben, was anderes bleibt ihnen gar nicht übrig. Es gibt so gut wie keine verlässliche Quelle. Jeder vermeintliche Experte stützt sich offenkundig mehr auf Mutmaßungen als auf Fakten. Der "fog of war", so scheint mir, war nie dichter als derzeit. Als wäre der Amoklauf Putins nicht schon bedrückend genug.
Es gibt für mich in dieser ganzen Gemengelage mehrere Fragen, die mir durch den Kopf gehen:
> Selensky hat (angeblich) bislang 4 Attentatsversuche überlebt, die der ukrainische Geheimdienst verhindert haben will. Entweder ist der Geheimdienst wirklich gut, oder man bekommt von anderen Diensten Hilfe. Es wird ja auch von Maulwürfen im FSB gemunkelt, die den Ukrainern Infos zustecken sollen.
> Die NATO (oder die USA) haben beachtliche Aufklärungskapazitäten in der Luft. Wieso kann man die Abschussorte der russischen Marschflugkörper nicht lokalisieren? Oder werden die von mobilen Rampen abgeschossen, die nach jedem Schuss die Stellung wechseln? Gut, bei Luftangriffen oder der Kinshal-Waffe ist es schwieriger, das ist mir klar.
> In der vergangenen Woche geisterte doch dieser Tschetschenen-Führer Kadyr (?)durch die Medien, der angeblich schon in Kiew ist mit seiner Söldnertruppe. Sein Foto vom Flugplatz Hostomel wurde ja als Fake entlarvt. Seitdem hört man nichts mehr von denen. Wo sind die abgeblieben?
....
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Vieles was wir sehen und hören wird Propaganda sein.
Ich gehe davon aus (und hoffe) das die NATO weiß von aus die Marschflugkörper angeschossen werden. Aber warum sollte man dies an die große Glocke hängen?
Im Moment lernt man eine Menge über das russische Militär. Vieles was nicht so gut läuft, diese wird sicher propagandistisch ausgeschlachtet, manche was gut läuft, wo von wir weniger hören, technische Fähigkeiten wie die Täuschkörper die die Iskander ausstoßen und hoffentlich vieles mehr.
Persönlich denke ich die NATO ist gut beraten zu lernen und nicht alles auf den Tisch zu legen was sie weiß.
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Mir scheint, das Kernproblem der ukrainischen Streitkräfte liegt darin, dass sie strategisch nicht aus der Defensive kommen. Ein strategisches Grundprinzip ist es, den Krieg unverzüglich auf den Boden des Feindeslandes zu tragen. Weitreichende Waffensysteme hat aber nur der Gegner (einmal abgesehen davon, dass es gegenwärtig vielleicht auch nicht klug wäre, den anscheinend erlahmenden russischen Kampfeswillen durch solche strategischen Schläge womöglich zu befeuern). Die Option, im Falle des absehbaren Großangriffs auf Kiev zumindest durch symbolische Angriffe auf russische Industriezentren wie Rostow, Kursk oder Woronesch reagieren zu können, hat die Ukraine m.W. nicht. Der psychologische Effekt in der russischen Gesellschaft könnte freilich erheblich sein.
Mit der Kleinkriegstaktik, wie sie die ukrainischen Verteidiger bislang offensichtlich sehr erfolgreich praktizieren, lässt sich der russische Vorstoß verlangsamen, erhöht sich der Preis für den Aggressor erheblich - aber es lässt sich damit auf dem Schlachtfeld nicht die Initiative erringen. Der Ukraine fehlen eben nicht nur die weitreichenden Waffensysteme, sondern auch die Truppen und Mittel zu konzentrierten Gegenstößen. Alles, was über Waffenlieferungen von westlicher Seite bekannt wird, bezieht sich auf Panzerabwehrlenkwaffen, Stinger-Raketen, Drohnen, also Mittel für den partisanenartigen Kampf aus dem Hinterhalt. Damit wird Putins brutale Macht auf Dauer aber nicht zu bezwingen sein.
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Zumindest scheint es einige wenn auch lokale erfolgreiche Gegenangriffe gegeben zu haben.
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Quelle
Immerhin hätte vor einen Monat noch keiner geglaubt, dass sich die Ukraine solange halten wird.
Anderseits sehe ich immer den Finnisch Russischen Winterkrieg 39/40, wo die Finnen 1940 trotz unglaublicher Verteidigung große Konzessionen machen mussten.
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Und nicht nur da, sondern auch im Südwesten, man vergleiche mal die vom ISW bewertete Situation von vor einer Woche:
mit jetzt:
Zwischen Mykolajiw und Cherson haben die Ukrainer einiges an Gebiet zurückgewonnen, und auch der Angriff der Russen nordwestlich von Mykolajiw mit dem Ziel, den Südlichhen Bug dort zu überqueren, ist gescheitert. Damit scheint auch Odessa vorerst sicher, denn ohne Entsatz auf dem Landweg werden die Russen dort sicher keine amphibische Landung versuchen.Zuletzt geändert von tannenzapfen; 24.03.2022, 08:23.
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Vor allem nicht Putin ...Zitat von uraken Beitrag anzeigenImmerhin hätte vor einen Monat noch keiner geglaubt, dass sich die Ukraine solange halten wird.
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