Krieg in der Ukraine
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Wenn den Russen in 2025 die Kampfpanzer ausgehen sollten, dann wird Nordkorea oder China einspringen. China liefert inzwischen Fernmeldegerät, bewaffnete Drohnen, gepanzerte Fahrzuege (über Drittländer). China hat kein Interesse, dass der Krieg endet, weil so die USA/NATO ihre Reserven verbrennen und die USA in Europa beschäftigt sind. Dazu ist es für China m.M. nach kein Drama, wenn Russland weiter geschwächt wird, will aber nicht, das Russland verliert. China wird der (einzige) große Gewinner sein, der aus dem Krieg hervorgeht."Damals, als ich in meinem Alter war..."
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Ich bin mir da nicht so sicher. Die europäischen Mühlen mahlen langsam, aber insgesamt ist man doch ein wenig aufgewacht und gibt nun mehr für Rüstung aus als vor 2022, und auch die industriellen Kapazitäten, z.B. bei Artillerie und Flugabwehr, sind gestiegen. Auch die Amerikaner haben m.W. in diesen Kategorien die Produktion erhöht. Den Chinesen wäre es wahrscheinlich lieber gewesen, Putin hätte den Krieg nicht angefangen (und Europa damit in seinem sicherheitspolitischen Dornröschenschlaf gelassen), aber jetzt wo er läuft, wollen sie wahrscheinlich nicht, dass Russland verliert.
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Ich habe hier eine Liste gefunden, mit allem was unter Biden geliefert wurde:
https://media.defense.gov/2024/Nov/2...EET-PDA-70.PDF
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Hier gibt es einen lesenswerten Artikel zum - wahrscheinlichen - Einsatz einer russischen Interkontinentalrakete gegen die Ukraine. Ist natürlich viel Spekulation, aber die Überlegungen und Vermutungen sind interessant:
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Der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel hat hier
eine interessante Analyse Rußlands getroffen. Seine Kernaussage stellt treffend dar, was viele westliche Politiker (einschließlich der deutschen) immer noch nicht begriffen haben "Putin ist ein meisterhafter Choreograph und Analytiker der Schwächen der Gegenseite. Ich glaube nicht, dass er einen festen Plan hat, aber er hat immer wieder gesagt, dass es keine festen Grenzen der russischen Welt gibt."
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Die FAZ hat einen Artikel veröffentlicht, dass Rheinmetall einen Liefervertrag mit der Ukraine über 180.000 Schuss für den Gepard abgeschlossen hat:
Da der Artikel hinter der Paywall liegt, hier eine Zusammenfassung:
Rheinmetall verlegt hierfür die Produktion dieser Munition von der Schweiz nach Unterlüß. Problem war, die 35mm Munition nachzubauen, da es keinerlei Pläne mehr gibt oder Mitarbeiter mit Fachwissen über die Waffenanlage des Gepard. Auch Werkzeug oder Maschinen sind nicht mehr vorhanden.
Man hat in einem langwierigen Prozess die Munition quasi von rückwärts entwickeln müssen, als Grundlage hierfür wurden 35mm-Geschoße einer anderen Kanone als Grundlage genommen.
Aus Deutschland wurden bislang 57 Gepard geliefert, inkl. Ersatzteilen und 241.000 Schuss Munition. Die USA haben 60 ehemalige Gepard der Niederlande aus Jordanien zurückgekauft und an die Ukraine abgegeben.
Weiter hat Rheinmetall zusammen mit dem ukranischen Staatskonzern das Unternehmen "Rheinmetall Ukrainian Defense Industry LLC" gegründet, welches in Fabriken in der Westukraine und in Litauen künftig 155mm Artilleriemunition herstellen wird. Weiter hat Rheinmetall inzwischen einen Instandsetzungsstützpunkt für Fahrzeuge in der Ukraine aufgebaut.
Ende 2024 wurde ein Lynx-Schützenpanzer in die Ukraine geschickt zur Erprobung. Dieser wird in Ungarn produziert. Sollte er sich beweisen, wollen die Italiener mit einsteigen.
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Gestern Abend liefen auf ZDF Info zwei Sendungen "Krieg der Zukunft". Einmal ging es um die Bodenkriegführung, im 2. Teil um den Luftkrieg.
Hier werden die aktuellen Entwicklungen aus dem Ukrainekrieg beschrieben - u.a. Drohnen und Panzer. Der T72 und dessen Modifikationen nehmen einen breiten Raum ein. Auch wird der Umstand angesprochen, dass in der Anfangsphase des Krieges die Ukraine mit den amerikanischen Javelin-Raketen noch nachhaltige Erfolge bei der Panzerbekämpfung erzielen konnte, aber in der Zwischenzeit sämtliche Vorräte an Javelin-Systemen erschöpft sind. War mir auch neu, dass die Javelin vor dem Ziel erst bis zu 150 Meter in die Höhe fliegt und dann steil von oben in den Turm einschlägt.
Auch die Sendung über die Luftwaffen war sehr interessant, da man die einzelnen Systeme vorstellt.
Es wird weiter darauf eingegangen, was Deutschland benötigen würde, um unser komplettes Land gegen Luftangriffe wirksam schützen zu können. Mit den aktuell vorhandenen Patriot-Systemen könnte man mit Mühe und Not Berlin schützen. Mehr nicht. Wobei die Patriot auch in der Lage sind, den Kinshal-Flugkörper zu bekämpfen. Die Roland-Systeme können zwar Jets abschießen, aber keine Drohnen.
Für die Drohnen wäre der Gepard ein wirksames Gegenmittel...
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Wobei die ja seit 20 Jahren eh ausgemustert sind. Die Lücke könnte IRIS-T-SLM schließen, aber da müsste man auch mehr beschaffen als das, was bisher geplant ist. Beweglichen Schutz gegen Drohnen kann das Rheinmetall-Skyranger-System (kommt demnächst in homöopathischen Dosen), stationär gäbe es Skynext (derzeit m.W. keine Beschaffung geplant).Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenDie Roland-Systeme können zwar Jets abschießen, aber keine Drohnen.
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Sorry, missverständlich ausgedrückt: Es geht um die Roland, die anscheinend in der Ukraine vorhanden sind.Wobei die ja seit 20 Jahren eh ausgemustert sind.
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Es gibt keine Roland in der Ukraine. Es gab öfters Nachfragen durch die Ukraine ob man nicht welche liefern könnte, insgesamt aber mehr durch irgendwelche uninformierte Dritte (Privatleute) "für die Ukraine". Allerdings gibt es Roland auch schlicht nicht mehr, und wenn es sie gäbe dann sind die Flugkörper längst abgelaufen.
Frankreich hat als vergleichbare Waffe mehrfach Crotale-NG geliefert, also das System mit dem dort damals Roland ersetzt wurde. Insgesamt wohl bisher 6 Systeme, hiervon wurde eins im Sommer 2024 zerstört.
Allerdings wird auch bei Crotale wohl nur noch Restbestände Munition verschossen, die Produktion der VT1-Flugkörper wurde 2012 eingestellt. Der Bestand dürfte maximal bei 500 Stück liegen.
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Donald Trump hat einen Stopp der Ukrainehilfen angeordnet. Laut Medien soll er andauern, bis der US-Präsident feststelle, dass die Führung in Kyjiw Frieden wolle.
Das war es dann wohl mit der Ukraine. Im besten Fall wird eine stark gestutzte Ukraine zurückbleiben, Putin wird triumphieren und sich nach seinem nächsten Opfer umschauen.
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Hier ist noch ein interessantes Interview mit Sönke Neitzel zu derzeitigen Situation:
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"Was wir wissen, ist, dass sich die Grundkoordinaten, auf denen das westliche Bündnis über 75 Jahre basierte, verschieben."
Leider wahr, und das mit einer unfassbaren Geschwindigkeit.
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In der Ukraine stellt man anscheinend fest, dass die Russen die Software ihrer Flugkörper - vor allem die Iskander-Raketen und die Kinshal - so modifiziert haben, dass die Patriot-Systeme fast komplett wirkungslos sind.
In den Kommentaren bei Wiegold hat allerdings jemand geschrieben, dass man differenzieren muss, dass es wohl für einen bestimmten - älteren- Patriot-Flugkörper gilt. Sollte das nicht der Fall sein, hätte der Rest der Welt wohl ein nicht ganz kleines Problem...
Hier noch ein anderer Artikel dazu:
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