Krieg in der Ukraine
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RC-135.jpg
Eine RC-135W der Royal Air Force fliegt gerade von einem Aufklärungseinsatz aus Polen zurück. Auf Flightradar ist heute wieder intensiver militärischer Flugverkehr seitens der NATO festzustellen, vor allem in Polen. Jede Menge "Black Hawk" der US Army in der Luft, auch einige Hercules.
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Eine RC135W Rivet Joint auf dem Weg heim nach einen langen Tag.
Bild in besserer Auflösung
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Für Karten finde ich diesen Twitter-Account sehr hilfreich:
Einmal am Tag versucht er auf Basis der vorliegenden Informationen eine Karte, die nicht nur den groben Frontverlauf, sondern auch die beteiligten Verbände darstellt. Für gestern sah das so aus:
https://twitter.com/JominiW/status/1501822538514579461
Ebenfalls einmal am Tag gibt's beim "Institute for the Study of War" ein "Campaign Assessment":
Russian forces continued concentrating in the eastern, northwestern, and western outskirts of Kyiv for an assault on the capital in the coming 24-96 hours. The reported appearance of forces belonging to Chechen leader Ramazan Kadyrov, Russia’s Rosgvardia internal security formations, and the Liga (former Wagner) Private Military Company in the western outskirts of Kyiv may indicate that the Russian military is struggling to assemble sufficient conventional combat power to launch its assault on the capital. Russian forces near Kyiv made limited gains and prepared for limited drives to continue their attempted encirclement to the west.
Auch immer interessant zu lesen, aber die Karten des Twitter-Benutzers finde ich besser.Zuletzt geändert von tannenzapfen; 10.03.2022, 20:22.
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Definitiv! Wobei ich aus dem Grund die ukrainischen Verluste auf der Seite ignorieren würde. Die russischen Soldaten haben meines Wissens Handyverbot, sodass relativ wenige Bilder und Videos von zerstörtem oder zurückgelassenem ukrainischen Material auftauchen, während die Ukrainer ganz geschickt alles fotografieren.Zitat von Hoover Beitrag anzeigen
Der Konflikt ist ein Medienkrieg, und den hat die Ukraine in meinen Augen schon gewonnen.
Auch ohne den Vergleich mit den ukrainischen Verlusten scheinen die russischen Verluste aber massiv zu sein.
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In Russland wird alles zensiert und mit harten Strafen belegt, was sich um den Krieg dreht. Aber es gibt reichlich Wege, dass dort Infos durchsickern. Gerade das russische Narrativ, dass man eine kleine Sonderoperation durchführe, um Nazis zu stürzen, fängt immer weniger. Dazu gibt es inzwischen zu viele Kontakte in den Westen, un die JUgend weiß, wie man die Internetblockaden umgeht. Dazu gibt es immer mehr Demonstrationen, und Hacker schnummeln immer wieder Nachrichten in die Webseiten.
Gerade für die russsische Meinung ist der Krieg der Bilder wichtig. Die offiziellen Quellen lügen, und das kommt immer mehr raus. Ich gehe davon aus, dass das jetzt Putins Anfang vom Ende ist. Auch Russland kann auf Dauer nicht die Bevölkerung so über den Krieg belügen. Heutzutage nicht mehr.
Wo man aber in der Tat aufpassen muss ist der vermeintlich ukrainische Erfolg. Ja, sie leisten beeindruckenden Widerstand, und die Bilder der zerstörten russischen Kollonnen sind eindrucksvoll, aber das sind ja im Gesamtbild nur Einzelerfolge. Im Süden kommen die Russen voran, im Osten besteht die Gefahr, dass sich an mehreren Stellen Kessel bilden, in denen dann beträchltiche ukrainsiche Truppen festsitzen werden. Und die Bilder trügen sehr oft. Man muss schon genau auf Details achten. Nummernschilder der Lkw, Tarnungen, Beschriftungen. Einige Male habe ich ukrainischen Militärgerät gesehen, welches als russische Verluste deklariert wurden, aber T64BV waren oder Fahrzeuge mit Digitaltarnung, weöche nur die Ukrainer verwenden. Und einige Male waren die Z und V-Markierungen sehr offensichtlich aufgemalt worden, nachdem das Fz gebrannt hat. Sicher sind das auch nur Einzelfälle, aber man muss vorsichtig sein."Damals, als ich in meinem Alter war..."
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"Die Wahrheit stirbt zu erst!" oder so sinngemäß ist eine der wenigen Konstanten im Krieg.
Ich versuche persönlich alles sehr vorsichtig zu verdauen. In wie weit das gelang wird die Zeit zeigen.
Persönlich denke ich der Start ist für die Russen sehr anders als gedacht gelaufen aber das war halt nur der Start bei einen Marathonlauf. Für Russland in der Sovietversion ging der Winterkrieg 39/40 auch am Anfang völlig schief aber das bittere Ende für die Finnen kam trotzdem. Sie mußten eine Menge aufgeben.
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Screenshot (6).jpg
Heute drehen ein AWACS der NATO, vor allem aber eine E-8C Joint STARS der US Air Force (roter Kreis) ihre Runden über Südostpolen. Sieht so aus, als würde es langsam ernst werden für Kiev.
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Das ist richtig, allerdings ist die Frage, inwiefern ein Kessel von den Russen gehalten werden kann. Die Kämpfe decken ja geographisch in etwa das gleiche Gebiet ab, wie die Rückzugskämpfe der Heeresgruppe Süd 1943/44, allerdings mit deutlich kleineren Kräfteansätzen. Russland hat dem Vernehmen nach 200.000 Mann aufgeboten, davon werden aber nicht alles Kampftruppen sein, und die Hälfte davon ist wahrscheinlich vor Kiew. Man merkt: Um einen Kessel im Osten zu schließen und wirklich abzuriegeln ist da gar nicht mehr so viel vorhanden.Zitat von Hoover Beitrag anzeigenIm Süden kommen die Russen voran, im Osten besteht die Gefahr, dass sich an mehreren Stellen Kessel bilden, in denen dann beträchltiche ukrainsiche Truppen festsitzen werden.
Die russische Befehlsstruktur ist extrem kompliziert, weil es ganz verschiedene Ansätze gibt. Zum einen gibt es noch die "klassischen" Divisionen (z.B. Motorschützendivisionen) die noch ganz traditionell in Regimenter geglieder sind (z.B. 3 MotSchützenRgt und ein PzRgt, plus Unterstützer). Dann gibt es aber auch separate Brigaden, die ähnlich den westlichen Brigaden gegliedert sind, also ohne Reigmentsebene. Und darüber steht noch die Armeeebene, wobei die Armeen eher das sind, was im Westen als Korps bezeichnet würde, teilweise auch eher am kleinen Ende davon. Die 49. Armee, zum Beispiel, verfügt meines Wissens nur über zwei Kampftruppenbrigaden und eine ganze Reihe an Unterstützungsverbänden, die 58. Armee dagegen hat neben Unterstützen zwei MotSchützenDivisionen und eine separate Brigade. Armeekorps gibt es auch, aber die sind meines Wissens in der Regel separat von den Armeen. Der von mir oben erwähnte Twitter-Account geht davon aus, dass die folgenden Großverbände im Einsatz sind:Zitat von Floger Beitrag anzeigenNach dem Ticker des Guardian ist inzwischen der 3. russische Generalmajor gefallen. 20 Generalmajore sollen wohl an der Front sein.
20? Was haben die Russen denn für eine Befehlsstruktur? 20 Divisionen zu je 10.000 Mann?
- 35., 36. und 41. Armee
- 1. und 2. Gardepanzerarmee
- 6. und 20. Armee
- I. und II. Armeekorps
- 8. Armee
- 7. Gardeluftsturmdivision
Man sieht, da kommt schnell einiges an Generälen zusammen ;-)
Im Einsatz werden aus den Großverbänden dann in der Regel gemischte Bataillonskampfgruppen gebildet, die hier sehr gut erklärt werden.
Hier hat sich auch jemand daran versucht, die Angriffsachsen der Armeen und die grobe Anzahl Bataillonskampfgruppen zu skizzieren.Zuletzt geändert von tannenzapfen; 11.03.2022, 19:49.
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