Bundesarchiv - Digitalisierung on demand
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Das ist ein wichtiges Thema.
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Muss man da einen Grund bzw. eine Funktion angeben? Also z.B. historische Arbeiten oder als interessierte Privatperson?Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
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Ich habe in meinen Benutzungsantrag unter Punkt 6 "Bundeswehr (1955-heute)" und unter Punkt 7 "privat Heimatkunde" eingetragen.
Antrag und Kopie des BPA hingeschickt und sofort die Rückmeldung erhalten, daß nun alles seinen Gang geht.
Den Benutzungsantrag braucht man wohl auch nur beim ersten Mal mitschicken, danach nicht mehr.
Grüße
Rex Danny
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Hat einer von euch jetzt mal versucht, über Invenio Akten zu recherchieren?
Ich bekomme in der Suche zwar immer Treffer angezeigt, in der letzten, untersten Ebene wird mir dann aber immer angezeit, daß diese Ebene keine Informationen zu Unterlagen enthält. Man soll dann zu den darunterliegenden Ebenen gehen, befindet sich aber schon auf der untersten Ebene.
Ich könnte schon wieder ko...., typisch deutsche Behörde. Haben sicherlich wieder an irgendetwas herumgefummelt und nichts geht mehr. Was für Experten.
Grüße
Rex Danny
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Nicht dein Ernst ... Die Luftwaffe hat ein Einsatzführungssystem, das seit mehr als drei Jahrzehnten veraltet ist? Wenn das so wäre - gute Nacht, Deutschland ...Zitat von Nemere Beitrag anzeigen"Die von der Luftwaffe geforderte Weiterentwicklung des veralteten Systems EIFEL scheiterte; der Entwicklungsvertrag wurde zum 31. Mai 1991 ohne ein einsetzbares neues System
beendet. Mit Hilfe von sogenannten „Lebensdauer -verlängernden Maßnahmen" wurde das bestehende System in die Lage versetzt, den operationellen Betrieb weiterzuführen."
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In der "Klassifikation" kann man sich nach unten durchhanteln, stößt aber hin und wieder auf die Passage: "Diese Ebene enthält keine Informationen zu Unterlagen, bitte gehen Sie hierfür auf die darunterliegenden Ebenen. Sofern Sie sich bereits auf der untersten Ebene befinden, sind dem Gliederungspunkt noch keine Verzeichnungseinheiten zugeordnet oder diese unterliegen rechercheverhindernden Benutzungsbeschränkungen."
Alles in allem ist die Abgabe von Akten durch die Dienststellen der Streitkräfte eine einzige Sauerei. Ein komplettes Kuddelmuddel, offenbar vollkommen abhängig vom Gutdünken der jeweiligen Dienststellen. Klare Anweisungen bezüglich der ans Archiv abzuliefernden Unterlagen scheint es nicht gegeben zu haben - oder sie wurden sanktionslos ignoriert.
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Das muß nicht sein. Wenn EIFEL wirklich noch in der alten Form im Dienst wäre, hätte man kaum Akten an das Bundesarchiv abgegeben. Eventuell lassen aber diese abgelieferten Akten durchaus Rückschlüsse auf die Erfahrungen mit EIFEL und damit auf die etwaige Weiterentwicklung des Systems zu und man hat deswegen die Einsicht zur Zeit gesperrt.Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenNicht dein Ernst ... Die Luftwaffe hat ein Einsatzführungssystem, das seit mehr als drei Jahrzehnten veraltet ist? Wenn das so wäre - gute Nacht, Deutschland ...
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Die jeweilige Dienststelle entscheidet über die Abgabe. Da bei der Abgabe an die Archive aber immer zumindest Abgabeverzeichnisse zu erstellen sind, hat man sich diese Arbeit oft gespart. Oft genug sagten sich gerade "untere" Ebenen (Kompanien, Bataillone, Regimenter, aber auch Brigaden): "Unsere Befehle oder alle Befehle übergeordneter Stellen, die uns betreffen, sind bei unseren vorgesetzten Stellen vorhanden. Die werden das bestimmt abgeben." Mit dieser vorauseilenden Begründung hat man dann einfach alles vernichtet. Es wurden z.B. große Feuer geschürt oder man fuhr mit einem LKW zur nächsten Müllverbrennungsanlage und gibt 2 Tonnen Papier direkt in den Feuerschlund.Alles in allem ist die Abgabe von Akten durch die Dienststellen der Streitkräfte eine einzige Sauerei. Ein komplettes Kuddelmuddel, offenbar vollkommen abhängig vom Gutdünken der jeweiligen Dienststellen. Klare Anweisungen bezüglich der ans Archiv abzuliefernden Unterlagen scheint es nicht gegeben zu haben - oder sie wurden sanktionslos ignoriert.
Die "oberen" Dienststellen sagten sich dann eventuell: "Alles was wir an Befehlen nachgeordneter Dienststellen bekommen haben, wurde bestimmt von denen im Original abgeben. Also vernichten wir die Ausfertigungen, die bei uns gelandet sind." Uns so entstehen dann Lücken, weil sich jeder auf den anderen verlassen hat.
Bei Geheimsachen kam noch die umständliche Abgabeweise mit Zählen jeder Seite und die aufzubewahrenden Nachweise der Abgabe hinzu. Da war es einfacher, die Geheimsache im VS-Tagebuch als "vernichtet" auszutragen.
Wir hatten z.B. in den 1980er Jahren beim Feldjägerbataillon 760 in München drei Panzerschränke voll mit dem Marschkrediten, Straßenbelegungsplänen und Durchlaufübersichten, alles mindestens als "GEHEIM" eingestuft. Diese Tausende von Blättern bzw. EDV-Ausdrucken wurden fast jedes Jahr komplett ausgetauscht. Wir haben dann einen "Geheimsachen-Transport" zum Heizkraftwerk München-Nord unternommen, haben schwer bewaffnet mehrere Kisten mit den jetzt ungültigen Marschunterlagen zu einer Galerie direkt über dem Feuer der Anlage geschleppt und haben alles dort hinein gekippt.
Jeder ging natürlich davon aus, das die Verkehrskommandanturen, von den diese Unterlagen kamen, natürlich ihre Originale archivieren würden. Wenn Du heute in Invenio "MArschkredite" oder "Straßenbelegungspläne" suchst, hast Du nur wenig Erfolg. Geschlossene Bestände einer Verkehrskommandantur sind kaum zu finden.
Ein weiteres Problem ist die Tektur der Archivalien, also die geordnete Ablage. Hier sind oft Archivare tätig, die keine Ahnung von den organisatorischen historischen Zusammenhängen der Bundeswehr haben. Den Operationsbefehl des Teritorialkommando SÜD habe ich z.B. nicht unter BH 26 - Territorialkommandos Nord und Süd, sondern unter "Logistikbrigade 2" als Nachfolgerin der ehemals zum TerrKdp Süd gehörenden VersKdos 850 und 860 gefunden.
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Manche in der Politik wollen ja gar nicht daß die Wahrheit ans Licht kommt, etwa der damalige Verteidigungsminister von der CSU (Strauß) und seine Beschaffung der pannenanfälligen Starfighter, wo mancher ja sagt, das sei nicht mit rechten Dingen zugegangen die Auftragsvergabe, vor dem Hintergrund möchte ich sagen, daß Bayern im Gegensatz zu anderen Ländern immer noch kein Informationsfreiheitsgesetz hat, um an Behördenunterlagen zu kommen.
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Das hat zwar alles nichts mit dem Thema zu tun, aber für Behördenauskünfte gibt es in Bayern die Regelung in Art. 39 Bayerisches Datenschutzgesetz:Zitat von Stefan Steu Beitrag anzeigen, daß Bayern im Gegensatz zu anderen Ländern immer noch kein Informationsfreiheitsgesetz hat, um an Behördenunterlagen zu kommen.
"Jeder hat das Recht auf Auskunft über den Inhalt von Dateien und Akten öffentlicher Stellen, soweit ein berechtigtes, nicht auf eine entgeltliche Weiterverwendung gerichtetes Interesse glaubhaft dargelegt wird..."
Nähere Erläuterungen dazu unter:
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Das gleiche Problem hatte ich seit Samstag bis eben auch. Nach dem Login mittels Personalausweis kann ich aktuell wieder sämtliche Ebenen einsehen, auch die Ebene mit den Akten.Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigenHat einer von euch jetzt mal versucht, über Invenio Akten zu recherchieren?
Ich bekomme in der Suche zwar immer Treffer angezeigt, in der letzten, untersten Ebene wird mir dann aber immer angezeit, daß diese Ebene keine Informationen zu Unterlagen enthält. Man soll dann zu den darunterliegenden Ebenen gehen, befindet sich aber schon auf der untersten Ebene.
Ich könnte schon wieder ko...., typisch deutsche Behörde. Haben sicherlich wieder an irgendetwas herumgefummelt und nichts geht mehr. Was für Experten.
Grüße
Rex Danny
Mit dem Gastzugang oder auch dem normalen Login geht das aktuell nicht.
Mir ist aber aufgefallen das mittlerweile diverse Akten nicht mehr sichtbar sind. Unter anderem war letzte Woche noch der OpPlan vom Flugkörpergeschwader 2 (FKG2) in Geilenkirchen sichtbar:
Ob man hiermit vermeiden möchte, das Akten angefragt werden für die es aktuell keine Freigabe zur Einsicht bzw. Digitalisierung gibt?Zuletzt geändert von Firefighter; 21.01.2024, 18:35.Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
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Siehe zum Misserfolg von EIFEL auch diese Artikel im Spiegel von 1992 und 1991:Zitat von Nemere Beitrag anzeigenIn den "Bemerkungen des Bundesrechnungshofes 1994 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung" findet sich auf S. 101 folgende Aussage zu EIFEL:
"Die von der Luftwaffe geforderte Weiterentwicklung des veralteten Systems EIFEL scheiterte; der Entwicklungsvertrag wurde zum 31. Mai 1991 ohne ein einsetzbares neues System
beendet. Mit Hilfe von sogenannten „Lebensdauer -verlängernden Maßnahmen" wurde das bestehende System in die Lage versetzt, den operationellen Betrieb weiterzuführen."
https://www.spiegel.de/politik/milliardenschwere-maengelliste-a-6bbd70fd-0002-0001-0000-000013490772Massive Kritik hat der Bundesrechnungshof erneut an zwei High-Tech-Projekten geübt, mit denen das Verteidigungsministerium (BMVg) die Funktionsfähigkeit der Luftwaffe sicherstellen möchte. Im Visier der Frankfurter Kontrolleure sind das »Elektronische…
EIFEL wurde bis etwa 2004 umgehend modernisiert und in dem Zuge in FüInfoSysLw umbenannt. Das Systembetreuungszentrum für EIFEL in Birkenfeld wurde 2009 mit dem für GEADGE (Nachfolger Bw-System NADGE und NVA-System ARKONA) zusammengelegt, und die Systeme dann wohl beginnend ab etwa 2012 dann nach HAFIS migriert. Und bei dem Projektschritt ist man heute noch beschäftigt, Secunet SINA listet bspw aktuell ein Projekt am FüInfoSysLw die sicherheitsrelevante VPN-Hardware zu aktualisieren...Zitat von Dragoner Beitrag anzeigenNicht dein Ernst ... Die Luftwaffe hat ein Einsatzführungssystem, das seit mehr als drei Jahrzehnten veraltet ist? Wenn das so wäre - gute Nacht, Deutschland ...Zuletzt geändert von kato; 22.01.2024, 18:21.
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Ich habe mich mit dem BA-MA wegen der Nichterreichbarkeit am Wochenende in Verbindung gesetzt und heute folgende Antwort (auszugsweise) erhalten:
"Bezüglich Ihrer Nachfrage, dass bereits die letzten drei Wochenenden nicht über invenio von extern recherchiert werden konnte, kann ich ihnen mitteilen, dass es sich hierbei tatsächlich um ein technisches Server Problem gehandelt hat. Meine Nachfrage bei der zuständigen Stelle ergab allerdings, dass das Problem jetzt behoben sein sollte, so dass wieder uneingeschränkt recherchiert werden kann."
Schaun wir mal, was am nächsten Wochenende passiert.
Zudem möchte ich vorschlagen, daß wir zum eigentlichen Thema zurückkehren und hier nur die Akten posten, die von den Usern angefordert wurden bzw. ob und seit wann diese dann digitalisiert zur Verfügung stehen.
Grüße
Rex Danny
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Folgende Akten habe ich am 20.12.2023 beim BA-MA angefordert, die nun seit dem 25.01.2024 digitalisiert zur Verfügung stehen:
BH 7-2/445
BH 7-3/865
BH 9-2/106
BH 9-18/67
BH 9-20/34
BH 9-24/84
BH 9-26/439
Auch die Digitalisate der Panzergrenadierbrigade 16 sind nach meinem Hinweis ans BA-MA ebenfalls seit dem 25.01.2024 abrufbar:
BH 9-16/229
BH 9-16/231
BH 9-16/233
Die nachfolgenden, von mir am 20.12.2023 angeforderten Akten wurden bislang noch nicht digitalisiert:
BH 7-1/493
BH 7-3/909
BH 8-2/3887
Der Grund für die Nichtdigitalisierung wurde mir heute schriftlich vom BA-MA mitgeteilt (auszugsweise):
"Bedauerlicherweise handelt es sich bei den drei fehlenden Signaturen um sogenannte „Mischakten“. Dies bedeutet, dass in diesen auch Großformate enthalten sind. Eine Präsentation von Mischakten ist aber über invenio leider noch nicht möglich. Aus diesem Grund sollten die Daten bald über einen Digitalisierungslink abrufbar sein. Sobald dies der Fall sein wird, werden Sie von mir über die BarchBox benachrichtigt. Ich bitte, die Verzögerung zu entschuldigen."
Alles in allem hat die Bearbeitung sehr gut geklappt und lag nach Abzug der Urlaubszeit zwischen den Festtagen sogar noch unter einem Monat.
Grüße
Rex DannyZuletzt geändert von Rex Danny; 31.01.2024, 17:54.
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Dann scheint dieses Verfahren ja gut zu funktioneren, sehr schön.
Ich will jetzt nicht als Klugscheisser erscheinen und will Dich nicht belehren, aber Du bist Dir schon im klaren, dass es bei dieser Akte nicht um "echte" / "scharfe" Sperrplanungen geht, sondern um Sperren, die für die Heeresübung "Scharfe Klinge" 1981 übungshalber geplant wurden? Diese Übung fand NICHT im GDP-Einsatzraum des II. Korps statt.Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigenFolgende Akten habe ich am 20.12.2023 beim BA-MA angefordert, die nun seit dem 25.01.2024 digitalisiert zur Verfügung stehen:[B]
[B]BH 7-2/445
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Das es sich um Übungssperranlagen handelt, ist mir klar. Obwohl es mich sehr verwundert, daß bei einigen dieser Sperren wohl tatsächlich auch Sperrhefte vorlagen.
Im angefügten KMZ-File habe ich mal alle dieser Übungssperren eingetragen, allerdings fälschlicherweise in den Infos mit dem Zusatz zum GDP 4/1981.
Grüße
Rex DannyAngehängte Dateien
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