schwere Sicherungskompanie
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Das sind die Kfz, die ohne Erprobung und Modellauswahl auf dem freien Markt angekauft wurden und bis zur Übernahme von Teilen des BGS Mitte 1956 und dem Beginn des Zulaufes der Kfz der 1. Generation gegen Ende 1956 die Masse der Kfzausstattung der Bw darstellten.
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BW8 (2).jpg
Eins der wenigen Fotos vom Flammenwerfertornistergerät das ich kenne. Quelle ist das Internet, ich habe das Foto nur zu Diskussionszwecken hier eingestellt. Wie von Nemere richtig angemerkt erfolgte zugunsten der Handflammpatrone keine größere Beschaffung.
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Der BGS führte 1952 die MK 804 von Hispano Suiza, Genf, Kaliber 20mm x 110, ein. Nutzung bis 1962, ausgemustert in 1963.Zitat von Nemere Beitrag anzeigenHallo allrad,
vielen Dank für Deine sehr informativen Beiträge und für den Hinweis auf die Webseite des HSchRg 75.
Auf dieses Problem bin ich auch schon gestossen. Dabei tauchen die Feldkanonen schon in den ersten Gliederungsbildern der Heeresstruktur 1 auf. So hatte die Stabskompanie der Grenadierkampfgruppe 1956 im Stabszug eine Sicherungsgruppe, die u.a. mit 2 Feldkanonen 20 mm ausgestattet war.
Nachdem ich mir die Bilder der FK 20-1 auf der Seite des HSchRgt 75 angesehen habe, kam mir der Gedanke, dass es sich dabei um die gleiche Waffe handeln könnte, die anscheinend Mitte der 1950er Jahre auch beim BGS vorhanden war. Ich füge dazu zwei Bilder von einer Vereidigung 1955 in Amberg bei.
Zunächst als Bordbewaffnung beim Seegrenzschutz, ab 1956 auf Bodenlafette in sieben GSAen, dann als Bewaffnung des SW8 (1958ff).
1961 wurden zwei MK 820 aus Neufertigung von Rheinmetall erprobt.
Eingeführt ab 1965 mit dem Zulauf der SW II a, als MK 20-1 (DM1)
Die TDv 1005/007-12 Teil 1 -2 der BW (März 1964) wurde vom BGS als DV, mit den entsprechenden Begriffen des Bundesgrenzschutz mit Datum vom 05. Januar 1966 übernommen.
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Kann der Pfad zum letzten Link nochmals eingestellt werden?Zitat von kato Beitrag anzeigenErstaunlich was man so auf die Schnelle findet, sogar hochoffiziell: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/02/025/0202553.pdf
Seite 74, zu Titel 959, Erstausstattung Bundeswehr, für 1955, Nachtrag D: "Zusätzlich veranschlagt für die Beschaffung von 2 Panzerabwehrkanonen, 90mm, Mecar zu je 43000 DM...".
Man beachte in der Erstausstattung auf derselben Seite links übrigens auch "15 Flammenwerfer-Tornistergeräte" als Vorwegbewilligung. Wurden die je in irgendeiner STAN verwendet?
Die 300 beschafften Bren Carrier finden sich übrigens auf Seite 57. Waren recht billig.
Insgesamt ist das Dokument aber ziemlich skurril in seiner Detailtreue, insbesondere an den Stellen wos an die Büro- oder Kantinenausstattung geht.
Die beiden Mecar PAK wurden wohl 1961-1962 verschrottet: http://www.argus.bstu.bundesarchiv.d...4-f12829271dfb
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Leider nicht, weil der Link sich auf das damalige Suchsystem ARGUS des BA bezog, das heute nur mehr für geringe Aktenbestände vor allem aus der Ex-DDR verwendet wird.
Die neue und wesentlich leistungsfähigere Suchmaschine Invenio spuckt für Mecar-Pak die in beigefügtem Dokument genannten Akten aus.
Grüße
JörgAngehängte Dateien
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protect der Truppenübungsplatz TodendorfZitat von Nemere Beitrag anzeigen....Allerdings passt die Kompanie in Todendorf mit ihrer Lage genau an der Ostseeküste nicht in dieses Schema.
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Ich bin bei youtube auf ein interessantes Video in diesem Zusammenhang gestoßen.
Der ehemalige Starfighter-Pilot Wulf "Buddy" Beeck erzählt hier seine Lebensgeschichte als Marineflieger.
Im Teil 2 seiner Lebensgeschichte geht er auch auf eine Verwendung als Chef einer "schweren Sicherungskompanie" ein, die in Tarp-Eggebeck stationiert war.
Dieser hatte als Auftrag, den Fliegerhorst Eggebeck zu sichern.
Ab 03:30 min in diesem Video:
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Wir hatten in diesem Thema mehrfach über die mögliche Einsatzplanung dieser schweren Sicherungskompanien gerätselt.
Ich bin jetzt in dem Buch von Bolik zum Territorialheer auf den GDP-Befehl des VBK 21 – Osnabrück vom Februar 1977 gestossen, der dazu einige Angaben erhält.
Hier findet sich für das VKK 211 (LINGEN/ Ems) folgender Auftrag:
„ Das VKK 211 … setzt die schwere Sicherungskompanie 2113 (MobStützpunkt SCHEPSDORF-LOHNE) geschlossen an der Raffinerie HOLTHAUSEN ein und stellt sicher, dass die Kompanie mit Teilen oder geschlossen in kürzester Zeit an andere Einsatzorte verlegt werden kann.
Die schwere Sicherungskompanie 2119 (MobStützpunkt SCHEPSDORF-LOHNE) wird dem VKK 212 (OSNABRÜCK) zum Einsatz am NATO-Tanklager BRAMSCHE unterstellt.“
Beim VKK 212 heißt es:
„Das VKK 212 setzt die vom VKK unterstellte schwere Sicherungskompanie 2119 zur Fliegerabwehr am Pipeline-Tanklager BRAMSCHE ein und stellt sicher, dass die Kompanie mit Teilen oder geschlossen in kürzester Zeit an andere Einsatzorte verlegt werden kann.“
Und schließlich noch im Operationsbefehl 1-1978 für den „Crossing Zone Commander (CZC) EMS / DORTMUND-EMS-KANAL“, der seinen Gefechtsstand in GROSS HESEPE einrichten sollte:
„Das VKK 211 übernimmt auf Befehl CZC mit seinen Sicherungskompanien … den Schutz der Verkehrswege und Übergänge über EMS / DORTMUND-EMS-KANAL in der Crossing Zone und stellt sich darauf sein, seine schweren Sicherungskompanien zur Luftabwehr in der Crossing Zone an besonders gefährdeten Stellen einzusetzen.“
Quelle:
Bolik, Gerd: Der Beitrag des Territorialheeres der Bundeswehr zur Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland im Kalten Krieg, Berlin 2025. S. 63, 65, 66.
Bolik bezieht sich auf den Bestand BH 30/285 des BA-MA.
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