Sperranlagen in der Region Hannover

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  • Rex Danny
    Administrator
    • 12.06.2008
    • 4980

    #91
    Dospa 2039

    Der nächste Anlaufpunkt war nun die MLK-Brücke Nr. 318 auf der Landesstraße 411 von Sehnde nach Gretenberg bei MLK-Km 184,525 auf. Die ursprüngliche Brücke hatte die Objekt-Nr. H 0033 und wurde mit Datum 08.09.1993 durch die Bundeswehr aufgelassen. Die heutige Brücke ist ein Neubau aus dem Jahre 1991.

    Sperreinbauten existierten an dieser Brücke ebenfalls keine. Erfahrungsgemäß dürften aber an der alten Brücke Schneidladungsvorrichtungen angebracht gewesen sein.

    Grüße


    Rex Danny
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    • Rex Danny
      Administrator
      • 12.06.2008
      • 4980

      #92
      Dospa 6368

      Als nächstes suchte ich den Standort der ehemaligen MLK-Brücke Nr. 319 auf dem Wirtschaftsweg von Rethmar nach Klein Lobke bei MLK-Km 186,196 auf. Diese Brücke hatte die Objekt-Nr. H 0034 und wurde mit Datum 08.03.1993 durch die Bundeswehr aufgelassen. Die Brücke wurde ca. 1992 ersatzlos abgebrochen. Trotz intensiver Recherche konnte ich im Netz nichts über den Brückenabbruch in Erfahrung bringen.

      Erfahrungsgemäß dürften sich auch an dieser Brücke Schneidladungsvorrichtungen befunden haben.

      Die Bilder zeigen den ehemaligen Wirtschaftsweg auf der Nordseite des Kanals, der nur noch als Fußweg genutzt und daher immer mehr zuwächst, sowie den Standort der ehemaligen Nordrampe mit Blick auf das südliche Ufer schräg rechts ggü.

      Grüße


      Rex Danny
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      • Rex Danny
        Administrator
        • 12.06.2008
        • 4980

        #93
        Dospa 2073

        Als nächstes suchte ich die MLK-Brücke Nr. 319 auf dem Wirtschaftsweg von Rethmar nach Klein Lobke bei MLK-Km 186,581 auf. Diese Brücke hatte die Objekt-Nr. H 0035 und wurde mit Datum 15.06.1992 durch die Bundeswehr aufgelassen. Die heutige Brücke ist ein Neubau aus dem Jahre 1992.

        Erfahrungsgemäß dürften sich auch an dieser Brücke Schneidladungsvorrichtungen befunden haben.

        Da mich an dieser Stelle der Kameraakku verließ, konnte leider keine vollständige Dokumentation der Brücke erfolgen.

        Grüße


        Rex Danny
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        • Rex Danny
          Administrator
          • 12.06.2008
          • 4980

          #94
          Das war nun das Ende meiner samstäglichen Kanal-Tour. Ich hoffe, die Dokumentationen der einzelnen Sperrobjekte hat euch gefallen.

          Falls ihr auch noch Bilder haben solltet, würde ich mich freuen, wenn ihr diese unter den entsprechenden Landkreisen einstellen würdet.

          Grüße


          Rex Danny

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          • DeltaEcho80
            Cold Warrior
            • 09.03.2013
            • 1771

            #95
            Hallo Rex Danny,

            vielen Dank für diese interessanten Einblicke!

            Es zeigt sich, dass der Lauf der Zeit langsam aber sicher die letzten "Relikte" aus der Zeit des Kalten Krieges verschwinden lässt.

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            • inert
              Cold Warrior
              • 07.10.2009
              • 1103

              #96
              Moin,
              gestern auf dem Weg nach Hildesheim gesehen. Ich weiß nicht ob schon bekannt/bebildert daher stelle ich sie mal rein.
              Unter der Brücke ist mir der Seltsame Stein Aufgefallen. Villeicht eine Kammer?
              Grüße
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              • Geograph
                Wallmeister
                • 10.05.2006
                • 7604

                #97
                DOSPA 0693 • Sperrobjekt H 0070

                .

                … gestern auf dem Weg nach Hildesheim gesehen. Ich weiß nicht ob schon bekannt/bebildert daher stelle ich sie mal rein.
                Unter der Brücke ist mir der Seltsame Stein Aufgefallen. Villeicht eine Kammer?

                Das vorgestellte Bauwerk ist eine der wenigen Steinbrücken Niedersachsens, die in ihrer ursprünglich Form erhalten ist. Sie wurde 1751–1752 errichtet und überführt bei Schulenburg die Landesstraße 460 über die Leine. In ihrer Geschichte wurde sie nur einmal zerstört, und zwar im Verlaufe des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) im Jahre 1758. Erst acht Jahre später erfolgte die Instandsetzung. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie nicht gesprengt.

                Die rund 50m lange dreibogige Sandsteinbrücke war in die Brückenklasse »24« (DIN 1072; zurückgezogen 2010) eingestuft, inzwischen wurde aber die Tragfähigkeit auf 18t herabgesetzt.

                Nach dem mir vorliegenden Bauplan sind keine Sprengkammern vorhanden. Die Lage der von dir vermuteten Sprengkammer ist zudem nicht »hochwassersicher«; in solchen Fällen wurden in der Regel dann Sprengschächte in den Brückenpfeilern vorbereitet. Auch diese sind in dem Plan jedoch nicht eingezeichnet.

                Im Kalten Krieg wurde vier Sprengschächte im Bereich der Ostrampe angelegt. Die vorbereitete Sperre (H 0070) wurde 2010 »aufgelassen« und soll im Zuge einer anstehenden Fahrbahnsanierung dann entfernt werden. Schön zu sehen, dass der Rückbau noch nicht erfolgt ist.



                Wieso die Leinebrücke in der »Hauptstraße 1« liegen soll, erschließt sich mir nicht, da sie im Zuge der Straße »Zum Calenberg« liegt.
                sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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                • Rex Danny
                  Administrator
                  • 12.06.2008
                  • 4980

                  #98
                  Zitat von Geograph Beitrag anzeigen
                  DOSPA 0693 • Sperrobjekt H 0070

                  .Das vorgestellte Bauwerk ist eine der wenigen Steinbrücken Niedersachsens, die in ihrer ursprünglich Form erhalten ist. Sie wurde 1751–1752 errichtet und überführt bei Schulenburg die Landesstraße 460 über die Leine. In ihrer Geschichte wurde sie nur einmal zerstört, und zwar im Verlaufe des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) im Jahre 1758. Erst acht Jahre später erfolgte die Instandsetzung. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie nicht gesprengt.

                  Die rund 50m lange dreibogige Sandsteinbrücke war in die Brückenklasse »24« (DIN 1072; zurückgezogen 2010) eingestuft, inzwischen wurde aber die Tragfähigkeit auf 18t herabgesetzt.

                  Nach dem mir vorliegenden Bauplan sind keine Sprengkammern vorhanden. Die Lage der von dir vermuteten Sprengkammer ist zudem nicht »hochwassersicher«; in solchen Fällen wurden in der Regel dann Sprengschächte in den Brückenpfeilern vorbereitet. Auch diese sind in dem Plan jedoch nicht eingezeichnet.

                  Im Kalten Krieg wurde vier Sprengschächte im Bereich der Ostrampe angelegt. Die vorbereitete Sperre (H 0070) wurde 2010 »aufgelassen« und soll im Zuge einer anstehenden Fahrbahnsanierung dann entfernt werden. Schön zu sehen, dass der Rückbau noch nicht erfolgt ist.
                  Wie wir heute aufgrund der digitalisierten Unterlagen aus dem Bundesarchiv (BArch, BH 2/8267) wissen, bestand die Sperranlage mit Datum 31.12.1972 aus 4 Straßensprengschächten (je Widerlager 2 Sprengschächte) und 4 Sprengkammern (je Pfeiler 2 Sprengkammern). Die Sperranlage gehörte zur Wallmeistergruppe 217 / Wallmeistertrupp 261 und wurde zu dieser Zeit unter der Objekt-Nr. SPR-4 geführt.

                  Es kann also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, daß das Sperrobjekt nach der Niedersächsischen Kreisreform umgebaut wurde und ab dann nur noch die auch heute noch vorhandenen 4 Sprengschächte auf der Ostrampe der Brücke beinhaltete. Die Sprengkammern befanden sich dennoch in den Pfeilern, wurden aber nicht mehr für das Sperrobjekt genutzt. Durch den Umbau kam es auch zur Umbenennung der Objekt-Nr. von SPR-4 auf H-70 bzw. später H 0070.

                  Grüße


                  Rex Danny

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