Sperranlagen im Lahn-Dill-Kreis

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  • Geograph
    Wallmeister
    • 10.05.2006
    • 7495

    #31
    DOSPA 0100: Lahnbrücke »Dorlar« …

    .
    Hier befanden sich eine Brückensperre und eine Trichtersperre.
    Es handelt sich hier um eine kombinierte Brücken-/Trichtersperre. Diese öfters vorkommende Kombination kann aus zwei Gründen errichtet worden sein. Je nach strategischen Planungen wurde die ursprüngliche Sperrart um eine weitere ergänzt oder ersetzt. Im weiteren Flussverlauf der Lahn wird dies deutlich, wie ich an einem weiteren Objekt später noch darstellen werde.
    sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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    • Geograph
      Wallmeister
      • 10.05.2006
      • 7495

      #32
      DOSPA 0776: Lahnbrücke »Kanonenbahn« …

      .
      Am der östlichen Seite des östlichen Pfeilers befindet sich ein Metallsteg, von dem aus möglicherweise Sprengkammern bedient werden konnten. Den Pfeiler erreicht man über eine Leiter und einen Steg mit Zugang vom östlichen Ufer. Da keine Spuren von Sprengkammern in den Pfeilern oder Schneidladungen am Fachwerk zu erkennen waren, bleibt dies meine Vermutung.
      In dem von PaSi abgelichteten Brückenwiderlager befinden sich 4 Sprengkammern, die nach vorliegenden Unterlagen auch heute noch im Originalzustand sein dürften. Allerdings sind die aufgesprühten Graffiti nicht sonderlich hilfreich beim genauen Lokalisieren der Sprengkammern.

      Die vier (»amerikanischen«) Sprengkammern sind in einem Pfeiler immer noch vorhanden, wobei die ursprünglichen Metalltüren recht früh durch Steinverblendungen ersetzt worden sind.
      Zuletzt geändert von Geograph; 05.06.2020, 23:28. Grund: Pfeiler …
      sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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      • Geograph
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        • 10.05.2006
        • 7495

        #33
        DOSPA 0778: Lahnbrücke »Bahnstrecke Wetzlar – Gießen« …

        .
        Hier befindet sich an der nördlichen Seite des nördlichen Pfeilers ein Metallsteg, der wiederum zur Bedienung von
        Sprengkammern gedient haben könnte – meine Vermutung.

        Der Metallsteg diente zur Beladung der auch hier noch vorhandenen (»amerikanischen«) Sprengkammern. Wie bei der Lahnbrücke der Kanonenbahn wurden hier die ursprünglichen Metalltüren durch Steinverblendungen ersetzt.
        sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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          • 10.05.2006
          • 7495

          #34
          DOSPA 0777: Lahnbrücke »Bahnstrecke Wetzlar – Gießen« …

          .
          DOSPA 777 ehemalige Lahnbrücke, jetzt Straßenbrücke (Wolfgang-Kühle-Straße)
          Nur mit viel Fantasie kann man hier Spuren eines eventuellen Stegs am nördlichen Pfeiler erkennen.

          Ursprünglich diente die heutige Straßenbrücke dem Bahnverkehr. Bauart und -ausführungen der vorbereiteten Sperranlage entsprechen der parallelen Bücke (DOSPA 0778).
          sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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            • 10.05.2006
            • 7495

            #35
            DOSPA 0816: Lahnbrücke »Wetzlar (B 49)« …

            .
            DOSPA 816 Lahnbrücke der B49
            Für mich waren hier keine Spuren einer Sperranlage zu erkennen.

            Die Sanierungsarbeiten wurden im Jahre 1994 sehr gründlich durchgeführt.
            sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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              • 10.05.2006
              • 7495

              #36
              DOSPA 6854: Lahnbrücke »Wetzlar (L3020)« …

              .
              Die beiden Brückensperren DOSPA 6854 und DOSPA 6884 habe ich aufgrund meiner Route ausgelassen, wobei ich bei einem früheren Besuch an letzter auch keine Spuren einer Sperranlage erkennen konnte.

              Das ursprüngliche Bauwerk wurde durch einen Neubau ersetzt.
              sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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              • Geograph
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                • 10.05.2006
                • 7495

                #37
                DOSPA 6884: Lahnbrücke »Wetzlar (G)« …

                .
                Die beiden Brückensperren DOSPA 6854 und DOSPA 6884 habe ich aufgrund meiner Route ausgelassen, wobei ich bei einem früheren Besuch an letzter auch keine Spuren einer Sperranlage erkennen konnte.

                Die ursprünglich vorhandenen (»amerikanischen«) Sprengkammern wurden recht früh aufgegeben und bei einer Brückensanierung entfernt.
                sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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                  • 10.05.2006
                  • 7495

                  #38
                  DOSPA 0818: Lahnbrücke »Wetzlar (L 3053; ursprünglich B 277)« …

                  .
                  Die beiden Brückensperren DOSPA 6854 und DOSPA 6884 habe ich aufgrund meiner Route ausgelassen, wobei ich bei einem früheren Besuch an letzter auch keine Spuren einer Sperranlage erkennen konnte. Genauso wenig wie an der nun folgenden Brückensperre DOSPA 818 sowie den beiden Brückensperren an der Dill (DOSPA 6853 und DOSPA 6902), denen ich einen Abstecher gönnte.

                  Die Sanierungsarbeiten wurden im Jahre 2000 auch hier sehr gründlich durchgeführt.
                  sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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                    • 10.05.2006
                    • 7495

                    #39
                    DOSPA 0185: Oberbiel – Dalheim (B 49)« …

                    .
                    DOSPA 185 Trichtersperre auf der B49
                    Aufgrund des Neubaus der B49 ist hier nichts mehr zu finden.

                    Ab 1993 fanden in diesem Streckenabschnitt aufwändige Erweiterungsarbeiten im Zuge des vierstreifigen Ausbaus der B 49 statt, bei denen die sechs Sprengschächte entfernt wurden.
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                      Wallmeister
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                      • 7495

                      #40
                      DOSPA 6882: L 3020 – Altenberg (G) …

                      .
                      DOSPA 6882 Sperrung einer möglichen Umgehung der Trichtersperre auf der B49
                      Hierzu ja schon meine Posts vom 2. bis 4.6.2020, Trichtersperre mit drei rückgebauten Sprengschächten, die man als runde Asphaltflicken noch erkennt, keine Spuren von Anschlusskästen entdeckt - dafür die Schilder in der Straßenböschung, die die Sprengschächte verorten.

                      Als Ergänzung zu den zahlreichen vorhergehenden Beitragen anbei einige Bilder, die ich im Juli 2015 von der Trichtersperre in der Gemeindestraße bei Oberbiel aufgenommen habe.

                      Schön, dass die ungewöhnliche »Beschilderung« immer noch vorhanden ist. Hoffentlich wird dies auch noch länger so bleiben.

                      In der Straße befinden sich Ver- und Entsorgungsleitungen zum ehemaligen Kloster Altenberg. Bei Auslösung der Trichtersperre wären diese zerstört worden. Nach 1990 wurde auch eine Erdgasleitung (90er-Leitung) verlegt.

                      Nach den mir vorliegenden Informationen sind die jeweils fünf Meter tiefen Sprengschächte übrigens schon lange nicht mehr bei der Bundeswehr »gelistet« und wurden rückgebaut.
                      Angehängte Dateien
                      Zuletzt geändert von Geograph; 06.06.2020, 00:33. Grund:
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                        • 10.05.2006
                        • 7495

                        #41
                        DOSPA 4007: Lahnbrücke »Oberbiel« …

                        .
                        Die Bebilderung der DOSPA deutet ja auf mögliche Sprengkammern in einem der Pfeiler hin, Vegetation und Badende machten eine größere Suche unmöglich.

                        Die vier (»amerikanischen«) Sprengkammern wurden 2010 bei einer Brückensanierung entfernt. Auch waren die ursprünglichen Metalltüren recht früh durch Steinverblendungen ersetzt worden.
                        sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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                          • 7495

                          #42
                          DOSPA 0198: Lahnbrücke »Burgsolms (L 3283)« …

                          .
                          In der DOSPA ist diese Sperranlage als „Brückensperre / Trichtersperre“ eingetragen. Von einer Trichtersperre war für mich nichts mehr zu erkennen. Die Brückensperre besteht aus einer querlaufenden Galerie unter dem nördlichsten Segment, hier sind auch noch die Befestigungsbleche für die Schneidladungen vorhanden. Der Zugang zur Galerie erfolgt über einen Schachtdeckel in der Fahrbahndeckel, der extra für mich mit einem Pylonen gekennzeichnet war 😉 – ich nehme mal an, dass hier zeitnah ein Rückbau erfolgen wird.

                          Auch hier haben wir eine kombinierte Brücken-/Trichtersperre. Die beiden Sprengschächte befanden sich in der Südrampe und sind bereits rückgebaut, während die Schneidladungsvorrichtungen noch vorhanden sind – noch …

                          Als Ergänzung einige Bilder der rückgebauten Sprengschächte, aufgenommenem im Februar 2012.
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                            • 7495

                            #43
                            DOSPA 0184: »Leun – Oberbiel (B 49)« …

                            .
                            Die Trichtersperre auf der B49 (DOSPA 184) habe ich aufgrund der ungünstigen Zugänglichkeit mit dem Rad übersprungen. Falls sie noch vorhanden ist, wird sie wohl spätestens beim vierspurigen Ausbau mittelfristig verschwinden.

                            Die Trichtersperre mit drei Sprengschächten befand sich in der östlichen Brückenrampe und wurde im August/September 2011 rückgebaut.
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                              • 10.05.2006
                              • 7495

                              #44
                              Verdachtsfall …

                              .

                              Zum Abschluss meines Berichts noch ein potentieller Verdachtsfall (der doppelte Konjunktiv soll bedeuten, dass ich hier keine Sperranlage vermute, aber es existiert eine Brücke über die Lahn und die muss man sich halt mal anschauen!).
                              Laut der Homepage der Stadt Leun wurde diese Brücke in der 1980er Jahren errichtet. Zur Tragfähigkeit der recht schmalen Brücke kann ich keine Angaben machen. In Kirschhofen gibt es eine ähnlich schmale Fußgängerbrücke, die durch eine Stecksperre geschützt wurde (DOSPA 1228), hier in Leun wurde wohl keine Sperre vorbereitet. Der direkte Zugang zur L3052 verläuft allerdings auch durch eine schmale und niedrige Unterführung unter dem Bahndamm (die wiederum nur eine dünne Betonplatte über einem Bach ist) und dann nach einem engen 90°-Winkel zwischen Gebäuden hindurch. Diese Engstelle wäre vermutlich für schwerere Fahrzeuge gar nicht passierbar bzw. auch leicht zu blockieren gewesen. Allerdings hätte man sich nach der Brücke auch ostwärts orientieren können und hätte den Bahndamm dann irgendwo in Burgsolms passieren können. Daher gehe ich eher davon aus, dass die Brücke keine sonderlich hohe Tragfähigkeit hat - oder was meinen die Experten?

                              Nach vorliegenden Informationen befand sich hier keine vorbereitete Sperranlage und es war auch keine geplant.


                              Anbei noch zwei Bilder. Im Raum Wetzlar gibt es zahlreiche »Kreuzdeckel«, die man als Verschluss von Sprengschächten deuten könnte. Sie verschließen allerdings Versorgungsleitungen, die besonders gesichert sein müssen, z.B. aufgrund der Hochwassergefahr.
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                                • 7495

                                #45
                                DOSPA 0183: Lahnbrücke »Tiefenbach (B 49)« …

                                .

                                Bei Tiefenbach befand sich eine weitere kombinierte Brücken-/Trichtersperre im Verlauf der Bundesstraße 49.

                                Während die beiden Zugangsmöglichkeiten zu den Schneidladungsvorrichtungen kurz nach 1990 bereits unter der Asphaltecke »verschwanden«, fand der Rückbau der drei über acht Meter tiefen Sprengschächte, die in der westlichen Zufahrtsrampe eingebaut waren, im August/September 2011 statt.

                                Anbei einige Aufnahmen kurz nach dem Rückbau kombinierten Brücken-/Trichtersperre.
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