Sperranlagen im Landkreis Wunsiedel

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  • Horner
    Cold Warrior
    • 24.05.2009
    • 1888

    #31
    Moin Hagen,

    meiner Denkweise nach, würde es sich genauso verhalten wie auf Straßen, Autobahnen und Kanäle.
    Nämlich den Feind in keinster Weise es zu ermöglichen weiter in das Landesinnere weiter vor zu dringen lassen, egal mit welchen fahrbaren Transportmitteln.
    Ein gutes Beispiel ist die Brücke von Remagen, die wegen eines angeschossenen Sprengkabels nicht, bzw. wegen Mangels an Sprengladung nicht gesprengt werden konnte.
    Da in unseren Lande und einige Nachbarstaaten die gleiche Spur haben, würde der Feind versuchen ( wenn nicht eigenes Bahngerät die gleiche Spurbreite hätte ) auch erbeutetes Bahngerät zur Verwendung nehmen, um sein schnelleres Eindringen in den jeweiligen Land zu verwirklichen.Aus diesen Grunde her sind auch Sperrmittel an Brückem für Schienenfahrzeuge wohl vorgesehen.
    So würde ich halt denken und vorgehen und alles daran setzen, um den Feind zu stoppen oder in seiner Handlungsweise zu behindern.

    Gruß

    Horner ( Beagle )
    Zuletzt geändert von Horner; 30.12.2009, 23:13.

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    • Horner
      Cold Warrior
      • 24.05.2009
      • 1888

      #32
      Harry war schneller,

      man braucht die Schienen nur zu überplanken bzw. die Bahnschwellen und schon können, die nicht an Schienen gebundenen Fahrzeuge auch diese Brücken benutzen, richtig?
      Zuletzt geändert von Horner; 30.12.2009, 23:24.

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      • Horner
        Cold Warrior
        • 24.05.2009
        • 1888

        #33
        Moin Jungs und Mädels,

        Um auf das Thema wieder zurück zu kommen, ist mir beim Heia machen noch etwas eingefallen.
        In einigen Fällen ist es so, das man bei einer Sprengung einer Eisenbahnbrücke gleich 2 Fliegen mir einer Klappe schlagen kann.
        Nämlich, wenn sich Straßen oder Autobahnen übereinander kreuzen.
        Sollte die Lage es verlangen, diese Brücke zu sprengen, ist der darunter führende Verkehrsweg auch gleich mit versperrt.
        Ich habe hier zwei Objekte die ich wegen den Auf u.- Abfahrten nicht auf`s Bild bekomme. Bei der großen Brücke (Bild 1 ) sind an jeder Seite 2 Rohre in den Brückensockel eingebaut, die keine Zuführung nach oben haben. An den oberen Enden, sind jeweis zwei Klappen vorhanden, um eine Ladung hienein zu setzen.
        Bei der anderen Brücke ist genau das gleiche Handikap, leider noch ein bisschen schwieriger ( Bild 2 ). Diese Brücke hat genau die Feiler in der Mitte des Autobahnzubringers und die Kammern befinden sich nicht außen, sondern jeweils innen am unteren Rahmen des Brückensegment gegen überliegend postiert. Das brennt mir richtig in den Fingern des Auslöser der Kamera, aber mein Hinterteil ist auch noch Heilig.

        Gruß

        Horner ( Beagle )
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        • CampGates
          Cold Warrior
          • 14.01.2009
          • 995

          #34
          Vielen Dank für die äußerst zügige und ausführliche Beantwortung meiner Frage! Auf den Gedanken, daß Bahnbrücken mit relativ geringem Aufwand auch für "Nichtschienenfahrzeuge" passierbar gemacht werden können, bin ich nicht gekommen!

          Zitat von Horner Beitrag anzeigen
          ....Um auf das Thema wieder zurück zu kommen, ist mir beim Heia machen noch etwas eingefallen....
          Es ist seltsam , daß einem beim "Schlafengehen" oft die besten Einfälle kommen. Mir geht das auch manchmal so!

          Gruß Hagen

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          • Geograph
            Wallmeister
            • 10.05.2006
            • 7495

            #35


            In einigen Fällen ist es so, das man bei einer Sprengung einer Eisenbahnbrücke gleich 2 Fliegen mir einer Klappe schlagen kann.
            Nämlich, wenn sich Straßen oder Autobahnen übereinander kreuzen.
            Sollte die Lage es verlangen, diese Brücke zu sprengen, ist der darunter führende Verkehrsweg auch gleich mit versperrt.

            Nette Beispiele hierfür:……

            http://www.cold-war.de/14002-post1.html

            http://www.cold-war.de/10830-post109.html

            .
            sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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            • Geograph
              Wallmeister
              • 10.05.2006
              • 7495

              #36
              »Bahn frei!« …

              Warum genau wurden eigentlich Sperranlagen auf Bahnstrecken eingebaut?

              Eisenbahnstrecken dienen aber nicht nur dem Vormarsch, sondern auch für Nachschubzwecke. Die Wiederherstellung unterbrochener Bahnstrecken kostet Zeit und bindet neben Personal auch entsprechendes Material.



              Nicht nur in Bahnbrücken und Bahntunnels wurden Sperreinrichtungen (Sprengkammern, Schneidladungsvorrichtungen, …) eingebaut, sondern auch in geeigneten Streckenverläufen. Bekanntes Beispiel hierfür ist die Fallkörpersperranlage an der »Schiefen Ebene«:

              http://www.panoramio.com/photos/original/10132983.jpg



              Besonders an größeren Flüssen wurden Eisenbahnbrücken vornherein als »Kombinationsbauwerke« errichtet.

              Ein Beispiel für eine kombinierte Straßen-/Eisenbahnbrücke ist die Wintersdorfer Rhein-Brücke. 1997/1998 erfolgte die Freigabe der Strecke und Brücke durch die NATO bzw. durch das Bundesverteidigungsministerium.

              Wintersdorf - Google Maps



              Für rein militärische Zwecke wurde die Haus-Knipp-Brücke bei Duisburg-Beeckerwerth mit entsprechenden Auskleidungen der Zwischenschienenräume versehen.

              Beeckerwerth, Duisburg - Google Maps


              .
              sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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              • Rex Danny
                Administrator
                • 12.06.2008
                • 4377

                #37
                Hallo, Geograph !

                Dir ist aber schon klar, daß Du mit Wintersdorf und Beeckerwerth zwei Rheinbrücken angibst, die offensichtlich mit Sperren ausgestattet waren, aber in der DOSPA nicht auftauchen.

                Die einzige Rheinbrücke in der DOSPA ist die Eisenbahnbrücke Duisburg-Rheinhausen (DOSPA 892). Aus diesem Grunde kann davon ausgegangen werden, daß dann auch die Eisenbahnbrücke Beeckerwerth eine Brückensperre hatte.

                Ich schlage daher vor, die beiden Brücken in die DOSPA aufzunehmen (als Brückensperren) und anschließend sollten vielleicht mal die bei Google Earth etc. zahlreich vorhandenen eingestellten Bilder nach Brückensperren am Rhein abgesucht werden.

                Viel Arbeit, aber ich glaube, es könnte sich lohnen.

                Mail angekommen ?

                Gruß,


                Rex Danny

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                • dochol
                  Cold Warrior
                  • 18.05.2009
                  • 629

                  #38
                  Zitat von Geograph Beitrag anzeigen
                  Besonders an größeren Flüssen wurden Eisenbahnbrücken vornherein als »Kombinationsbauwerke« errichtet.

                  Ein Beispiel für eine kombinierte Straßen-/Eisenbahnbrücke ist die Wintersdorfer Rhein-Brücke. 1997/1998 erfolgte die Freigabe der Strecke und Brücke durch die NATO bzw. durch das Bundesverteidigungsministerium.

                  Wintersdorf - Google Maps



                  Für rein militärische Zwecke wurde die Haus-Knipp-Brücke bei Duisburg-Beeckerwerth mit entsprechenden Auskleidungen der Zwischenschienenräume versehen.

                  Beeckerwerth, Duisburg - Google Maps


                  .
                  Nach dem Militärstraßennetz mit vorbereiteten Kommunikationseinrichtungen in der Pampa, den Autobahn-Notlandeplätzen und sonstigen Hilfskrankenhäusern/Mehrzweckanlagen/Sperreinrichtungen dachte ich ja, mich könnte nichts mehr überraschen, aber dass die Brücken noch 1998 extra für diesen Zweck gebaut und von der NATO abgenommen wurden (während andere Bauten schon längst zurückgebaut/verfallen sind); ja dass hätte ich wirklich nicht gedacht.

                  Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es lange nicht die letzte Überraschung war...

                  Gruß dochol
                  (Der jeder fast schon paranoid jede Brücke und jeden Kanaldeckel hypnotisch anschaut...)

                  Kommentar

                  • Geograph
                    Wallmeister
                    • 10.05.2006
                    • 7495

                    #39
                    Wintersdorfer Rhein-Brücke …

                    Nach dem Militärstraßennetz mit vorbereiteten Kommunikationseinrichtungen in der Pampa, den Autobahn-Notlandeplätzen und sonstigen Hilfskrankenhäusern/Mehrzweckanlagen/Sperreinrichtungen dachte ich ja, mich könnte nichts mehr überraschen, aber dass die Brücken noch 1998 extra für diesen Zweck gebaut und von der NATO abgenommen wurden (während andere Bauten schon längst zurückgebaut/verfallen sind); ja dass hätte ich wirklich nicht gedacht.

                    Anmerkung:……

                    1954 wurde die betreffende Bahnstrecke mit der Wintersdorfer Rhein-Brücke von der NATO als militärisch wichtig eingestuft. Die Bauunterhaltung erfolgte seitdem vom Bundesverteidigungsministerium. Die Brücke und die daran anschließenden Rampen waren baulich so vorbereitet, dass sie innerhalb von 48 Stunden zweigleisig von Eisenbahnzügen befahren werden konnten. Ein Gleis war durchgängig befahrbar, das zweite Gleis endete blind an den Brückenköpfen. Für den regulären Bahnbetrieb war die Strecke nicht vorgesehen. 1997 gab die NATO bekannt, dass sie kein Interesse mehr an dieser Bahnstrecke habe. Daraufhin gab Anfang 1998 das Bundesverteidigungsministerium die Brücke frei und stellte die Bauunterhaltungszahlungen ein.


                    .
                    sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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                    • DerNoergler
                      Rekrut
                      • 22.04.2010
                      • 20

                      #40
                      Zitat von Horner Beitrag anzeigen
                      Moin Jungs und Mädels,

                      ...
                      In einigen Fällen ist es so, das man bei einer Sprengung einer Eisenbahnbrücke gleich 2 Fliegen mir einer Klappe schlagen kann.
                      Nämlich, wenn sich Straßen oder Autobahnen übereinander kreuzen.
                      Sollte die Lage es verlangen, diese Brücke zu sprengen, ist der darunter führende Verkehrsweg auch gleich mit versperrt.
                      ...
                      als das vorstehende gelesen habe, habe ich an ein Objekt in Schleswig-Holstein erinnert. Es handelt sich dabei um die Brücke der B 404 über die Bahnstrecke Hamburg-Lübeck.

                      die wies an den Auflagern die bekannten Revisions-/Sprensgschachtklappen auf. asl Jugendlicher habe ich so etwas natürlich nicht fotografiert und jetzt ist es leider zu spät dafür. Inzwischen ist dort eine im Zug dem Ausbau zur A 21 eine neue Brücke.
                      Koordinate der Brücke: 53°45'33,79'' N 010°19'19,56''

                      Im übrigen standen die nächsten Sperrhäuser 2, 5 km südlich dieser Brücke im Wald bei Rehbrook (Zugang vom Parkplatz B 404 aus)
                      gruß
                      hendrik
                      Zuletzt geändert von DerNoergler; 24.04.2010, 15:07. Grund: es fehlte ein wichtiges Wort "Sperrhäuser"

                      Kommentar

                      • Horner
                        Cold Warrior
                        • 24.05.2009
                        • 1888

                        #41
                        Super, wenn sich einer an dieser Anlage noch erninnern kann, der Hinweis, solche, sind immer willkommem!!!

                        Gruß

                        Horner ( Beagle )

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                        • Geograph
                          Wallmeister
                          • 10.05.2006
                          • 7495

                          #42


                          als das vorstehende gelesen habe, habe ich an ein Objekt in Schleswig-Holstein erinnert. Es handelt sich dabei um die Brücke der B 404 über die Bahnstrecke Hamburg-Lübeck.

                          die wies an den Auflagern die bekannten Revisions-/Sprensgschachtklappen auf. asl Jugendlicher habe ich so etwas natürlich nicht fotografiert und jetzt ist es leider zu spät dafür. Inzwischen ist dort eine im Zug dem Ausbau zur A 21 eine neue Brücke.
                          Koordinate der Brücke: 53°45'33,79'' N 010°19'19,56''

                          Was sind denn »Revisions-/Sprensgschachtklappen« bzw. wie sehen sie aus?…………

                          .
                          sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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                          • DerNoergler
                            Rekrut
                            • 22.04.2010
                            • 20

                            #43
                            Zitat von Geograph Beitrag anzeigen
                            Was sind denn »Revisions-/Sprensgschachtklappen« bzw. wie sehen sie aus?…………

                            .
                            okay ich habe mich ungenau ausgedrückt. am oberen Ende waren im Widerlager (Nordseite) zwei nahezu quadratische verschloßene Metalltüren. in der Böschung zur davor verlaufenden Straße (Gemeindestraße oder Kreisstraße waren Treppenstufen um den Zugang zu ermöglichen. Als Jugendlicher (als im kalten krieg habe ich mich nie darum gekümmert, was dahinter steckte.
                            Über die Sperrmittelhäuser dort inder Nähe hat man uns erzählt, daß da Waffen und Munition für reservisten drinn wären (heute würde ich es MOB-Punkt nennen und es nicht glauben. Damals wußte ich es nicht besser
                            Was sich dahinter verbarg, ob ein Revisionsschacht oder eine Anlage zur Sperrung/Sprengung, kann ich auf Grund der vergangenen Jahre und des nicht mehr vorhandenen Bauwerk nicht beurteilen.
                            Über die Sperrmittelhäuser dort inder Nähe hat man uns erzählt, daß da Waffen und Munition für Reservisten drin wären (heute würde ich es MOB-Punkt nennen und es nicht glauben). Damals wußte ich es nicht besser
                            So, genau genug Geograph?
                            Hendrik

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                            • Geograph
                              Wallmeister
                              • 10.05.2006
                              • 7495

                              #44
                              B303 und Bahnstrecke Arzberg-Marktredwitz, Unterführungsbauwerk Röslau

                              Die Angelegenheit hat mir keine Ruhe gelassen, daher „musste“ ich heute mit unserem Hund in dieser Ecke eine Runde Gassi gehen und nebenbei ein paar Photos machen:



                              Die ehemalige Trichtersperre ist noch zu erkennen. Es wurde zwar die komplette Deckschicht der Fahrbahn in diesem Bereich erneuert, aber anscheinend wurden die Auffüllungen der Sprengschächte nicht ausreichend verdichtet, da sich im Asphalt deutlich Risse abzeichnen. Ich werde bei Gelegenheit bessere Photos dieser Bereiche machen, vielleicht am kommenden Wochenende, da ist der Verkehr etwas reduziert.

                              Hatte sich in der Zwischenzeit eine günstige Gelegenheit ergeben?……


                              Nördlich von Marktredwitz gibt es auch ein Eisenbahnviadukt, dass entsprechend »gesichert« war:

                              Datenbank Dokumentation Sperr-Anlagen - Projekt DOSPA


                              .
                              sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

                              Kommentar

                              • CampGates
                                Cold Warrior
                                • 14.01.2009
                                • 995

                                #45
                                Trichtersperre WUN4 zwischen Neuhaus an der Eger-Einmündung St2178

                                Servus,

                                im Folgenden möchte ich die „Überreste“ eine Trichtersperre im Landkreis Wunsiedel in Oberfranken zeigen, die unmittelbar an der Grenze zu Tschechien liegt.

                                Geographische Lage (Quelle GOOGLE EARTH)



                                Blick nach Westen ehemaliger Schacht 1



                                Blick nach Westen ehemaliger Schacht 2


                                Weitere Photos folgen...

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