Eisenbahnverladeanlagen im Landkreis Würzburg [WÜ]
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Gehe ich recht in der Annahme, dass die große Rampe im Ladehof am Ostkopf des Hauptbahnhofs (https://www.cold-war.de/showthread.p...ll=1#post58916) verwendet wurde? Die in Zell war ja eher klein und die relativ großzügige Anlage in Heidingsfeld für Veitshöchheim weit abseits.Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
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Ja, verladen wurde am Hauptbahnhof. Heidingsfeld war für Kolonnen und Kettenfahrzeuge von Veitshöchheim aus eher umständlich zu erreichen. Allein der Europastern und die Einmündung der B 27 in die B 19 (Schweinfurter Straße - Waltherstraße) waren für die Durchführung der Verkehrsregelung eine Herausforderung.Zuletzt geändert von Nemere; 31.08.2024, 17:39.
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Zitat von klaus_erl Beitrag anzeigenEisenbahnverladeanlage »Seligenstadt (b Würzburg)« [WÜ]- Bahnhof SELIGENSTADT: Zufahrt über Bahnhof
- Bahnstrecke 5102; Bamberg – Rottendorf
- 1 Kopf- und Seitenrampe†
- 1 Ladegleis
- Verladeanlage für »Mainfranken-Kaserne« (Bw)
Da die Mainbrücke in Volkach bahnbetrieblich schwierig war (Belastbarkeit der Brücke beschränkt, Gleis lag in der Straße), bot sich die Rampe in Seligenstadt als Ausweichverladung an.
Im Rahmen der Bahnsteigmodernisierung und -verlängerung wurde die Rampe großteils rückgebaut, Reste sind 2024 noch zu sehen. Das ehemalige Ladegleis ist noch als Abstellgleis vorhanden.
Weitere Bahnstrecken:
5203; Seligenstadt – Volkach, Anschlussweiche zur Hauptbahn rückgebaut, touristischer Betrieb "Mainschleifenbahn"
In der Mainpost wurde ein Artikel veröffentlicht, dass die Bundeswehr wohl Anspruch auf den Bahnhof Seligenstadt b. Würzburg erhebt, um dort eine Verladeanlage für den V-Fall zu errichten.
Aufmerksam wurde man dadurch, dass die Gemeinde Prosselsheim bzw. deren Bürgermeisterin ein Schreiben der Unteren Denkmalschutzbehörde am LRA WÜ erhalten hat, wonach die Deutsche Bahn beantragt, eine denkmalgeschützte, ehem. Güterhalle abzureissen.
Das durchkreuzt die Pläne der Gemeinde Prosselsheim, die dort seit Jahren um die Errichtung eines Park- and Ride-Parkplatzes für die Pendler nach WÜ kämpft.
Die Bahn selbst hat der Mainpost keine Antwort gegeben und an die Bundeswehr verwiesen. Diese hat dann gesagt, dass man die Einheiten der umliegenden Standorte einen Verladebahnhof benötigen, der noch an das aktive Netz der Bahn angeschlossen ist und an dem man größere Flächen zum Rangieren und Abstellen zur Verfügung hat. Konkret wurde - für mich logisch - der Standort Volkach genannt.
Jetzt kocht natürlich des Volkes Seele hoch, weil man ein Hochwertziel und Panzerhallen befürchtet...
Prosselsheim: Aufrüsten zur Verteidigung: Denkmalgeschützte Bahnhofshalle soll Militärbahnhof weichen
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Der Artikel ist leider hinter der Bezahlschranke verschwunden. Aber nichts desto trotz - Panzerhallen an einem Verladebahnhof wären schon sehr ungewöhnlich. Man braucht Abstellflächen. weil meistens eine ganze Reihe von Fahrzeugen verladen werden, aber keine Hallen für tagelanges oder wochenlanges Unterstellen.Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigenJetzt kocht natürlich des Volkes Seele hoch, weil man ein Hochwertziel und Panzerhallen befürchtet...
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Ich habe mir gerade historische Luftbilder des Bahnhofs (Seligenstadt bei Würzburg) angesehen und kann keine "richtige" Panzerverladerampe erkennen.
Die Luftbildrecherchestation präsentiert historische Luftbilder von Bayern digital. Sie ermöglicht das Suchen und Betrachten der Bilder und stellt zusätzliche Informationen wie z. B. den Bildnamen bereit.
Nördlich der Güterhalle befand sich in Verlängerung des Ladegleises ein - sich farblich auf Schwarz-Weiß-Bildern gut abhebendes - Betonpodest im Bereich des heutigen P+R-Parkplatzes, das später abgerissen wurde. Vermutlich ist dieses Podest gemeint?
Mit etwas Verschieben bekommt man den Bahnhof auf einer ganzen Reihe Bilder zwischen 1953 und 1989 (und später) zu sehen. Das Podest ist auf allen bis 2005, also auch aus Vor-Bundeswehr-Zeiten. Leider sind Luftbilder von 1944 vom Bahnhof nicht digitalisiert. Ich würde aber stark vermuten dass es sich bei dem Bauwerk um einen Kriegs- oder Vorkriegsbau handelt.
Insgesamt wirkt das Podest auch mehr wie eine Seitenladerampe zum Hausgleis des Bahnhofs, nicht wie eine Kopf- und Seitenrampe zum Ladegleis des Güterschuppens. Eventuell handelte es sich auch um ein Fundament eines früheren zweiten Güterschuppens oder einer stationären Verladeanlage aus Vorkriegszeiten (Rüben etc). Auf einigen Bildern - z.B. 1959, aber auch 1982 - meine ich sogar einen "Absatz" zu der das Ladegleis begrenzenden (und noch stehenden) Kopf-Betonmauer zu erkennen, im Sinne von nicht zur Überfahrt auf auf dem Ladegleis stehende Züge nutzbar.
Ob das "Podest" überhaupt aus Beton war ist auch noch eine Frage. Vor allem auf Bildern aus den 50ern/60ern hat das mehr die Farbgebung der nördlich liegenden Wiese. Auch sonst passt die Farbgebung recht gut zu der südlich des Güterschuppens liegenden Ladestraße parallel zu den Ladegleisen - und die ist bis heute gepflastert, nicht betoniert. Gegebenenfalls handelte es sich auch schlicht um eine Art Wendehammer-Erweiterung für den Bereich nördlich des Güterschuppens.
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Ich glaube, es geht hier nicht um die Reaktivierung einer bestehenden Anlage.
Die BW will anscheinend hier komplett was Neues bauen.
Aber, wie Jörg schon schreibt, da ist wieder viel heiße Luft im Artikel.
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In Seligenstadt und Umgebung gab es vor 1990 nie Militäreinrichtungen, für die eine größere Verladerampe erforderlich gewesen wär.
Zu Wehrmachtszeiten gab es in Kürnach westlich von Seligenstadt einen kaum genutzten Flugplatz (E-hafen I. Ordnung), der während des 2. Weltkriegs vor allem als Feld-Luftmunitionslager genutzt wurde,
Die Kaserne in Volkach war ab 1986 durch die Bundeswehr belegt (PiBtl 12, InstBtl 12), diese Truppenteile hatten damals kaum Kettenfahrzeuge und verluden daher meistens in Schweinfurt oder Kitzingen, die Bahnstrecke Schweinfurt - Gerolzhofen - Kitzingen war bis zum Abzug der US-Truppen aus Kitzingen 2006 noch für den Güterverkehr in Betrieb.
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Ich kenne die Örtlichkeit aus diversen Vorbeifahrten mit dem Zug seit den späten 1970er Jahren. Von der Gestaltung her war es die typische Kopf-/Seitenrampe am Schuppengleis, wie man sie von vielen kleineren Bahnhöfen kannte. Die Oberfläche kann Beton gewesen sein, oder einfach eine Kies-Sand-Fläche, so genau ist meine Erinnerung nicht mehr, ebenso kann ich nicht sicher sagen, ob die Kante zum Hausgleis hin als Verladekante geeignet war.Zitat von kato Beitrag anzeigenIch habe mir gerade historische Luftbilder des Bahnhofs (Seligenstadt bei Würzburg) angesehen und kann keine "richtige" Panzerverladerampe erkennen.
Die Luftbildrecherchestation präsentiert historische Luftbilder von Bayern digital. Sie ermöglicht das Suchen und Betrachten der Bilder und stellt zusätzliche Informationen wie z. B. den Bildnamen bereit.
Nördlich der Güterhalle befand sich in Verlängerung des Ladegleises ein - sich farblich auf Schwarz-Weiß-Bildern gut abhebendes - Betonpodest im Bereich des heutigen P+R-Parkplatzes, das später abgerissen wurde. Vermutlich ist dieses Podest gemeint?
Mit etwas Verschieben bekommt man den Bahnhof auf einer ganzen Reihe Bilder zwischen 1953 und 1989 (und später) zu sehen. Das Podest ist auf allen bis 2005, also auch aus Vor-Bundeswehr-Zeiten. Leider sind Luftbilder von 1944 vom Bahnhof nicht digitalisiert. Ich würde aber stark vermuten dass es sich bei dem Bauwerk um einen Kriegs- oder Vorkriegsbau handelt.
Insgesamt wirkt das Podest auch mehr wie eine Seitenladerampe zum Hausgleis des Bahnhofs, nicht wie eine Kopf- und Seitenrampe zum Ladegleis des Güterschuppens. Eventuell handelte es sich auch um ein Fundament eines früheren zweiten Güterschuppens oder einer stationären Verladeanlage aus Vorkriegszeiten (Rüben etc). Auf einigen Bildern - z.B. 1959, aber auch 1982 - meine ich sogar einen "Absatz" zu der das Ladegleis begrenzenden (und noch stehenden) Kopf-Betonmauer zu erkennen, im Sinne von nicht zur Überfahrt auf auf dem Ladegleis stehende Züge nutzbar.
Ob das "Podest" überhaupt aus Beton war ist auch noch eine Frage. Vor allem auf Bildern aus den 50ern/60ern hat das mehr die Farbgebung der nördlich liegenden Wiese. Auch sonst passt die Farbgebung recht gut zu der südlich des Güterschuppens liegenden Ladestraße parallel zu den Ladegleisen - und die ist bis heute gepflastert, nicht betoniert. Gegebenenfalls handelte es sich auch schlicht um eine Art Wendehammer-Erweiterung für den Bereich nördlich des Güterschuppens.
Für leichtere Fahrzeuge wäre sie sicherlich geeignet gewesen, eine massive Panzerverladerampe war es aber nicht. Laut den Aussagen von Jörg fand ja aber eher keine Militärverladung dort statt.
Die Kopfmauer hat man wohl als Prellbock für das Schuppengleis stehen lassen als der Rest bei Bahnsteigumbauten abgeräumt wurde.
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