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Die meisten hier sind doch im Westen wohnhaft. Da musst du schon selbst bischen suchen, ist doch problemlos. Gib "Sperranlagen Grenze" in Google und du bekommst
Ich empfehle dem Fragesteller einmal im NVA-Forum zu suchen und zu lesen. Dort findet man Antworten unter den Rubriken Grenztruppen. Die Fachleute auf diesem Gebiet sind nun mal eher im Osten zu finden. Ich hoffe, das wird jetzt nicht als unerwünschte Werbung verstanden.
Ich bin selber aus dem Westen und im NVA-Forum registriert. Habe diese Seite hier dort übrigens auch schon bekannt gemacht.
Anbei eine Übersicht über verschiedene Ausführungen des Grenzsignalzaun bzw. Grenzsignal- und Sperrzaun, Grenzsperranlagen der ehemaligen DDR an der innerdeutschen Grenze bzw. im Bereich am Ring um Berlin.
Übersicht erstellt durch den ZA412 (hier im Forum nicht angemeldet) und Thunderhorse:
Bezeichnung Zaun: GSZ 55
Gesamthöhe (m): 1,8
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: zunächst ohne, später 1 unverzinkte Platte unten
Abweiser: ohne
Drahtmaterial: Stahl, verzinkt
Anzahl Drähte gesamt: 13
Anzahl Drähte Abweiser: 0
Isolatoren: Kunststoffisolatoren mit Metallkern an Holzleisten / Flacheisen
Untergrabschutz: ohne
Feldlänge (Grenzsignalzaunfelder) ca. (m): 20x 300m
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 55
GSG 55, Signalisation am GSZ-Feld, Nein, Sperrlänge bis 6000m.
KSB-Brocken (Gerät für 5000m) in Kompanie oder Füst,
(Kompaniesignalgerät, Typen: KSB-1 bis KSB-4)
Besonderheit, Verwendung von erdverlegten Kabeln nicht möglich, Starkstromkabel.
Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Besonderheiten: dieser Zaun war ab 1955 zunächst als reiner Sperrzaun ohne Signalisierungsfunktion aufgebaut. Er wurde später (Mitte der 1960er Jahre) mit einem GSG 55 als Steuergerät zum ersten Signalzaun erweitert und später teilweise mit einer unverzinkten Streckmetallplatte unten erweitert
Bezeichnung Anlage: GSZA 70 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)
Bezeichnung Zaun: GSZ 70
Gesamthöhe (m): 2,35
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 1 unverzinkte Platte unten
Abweiser: 45° freundwärts (d.h. Richtung DDR)
Drahtmaterial: Stahl, verzinkt
Anzahl Drähte gesamt: 13
Anzahl Drähte Abweiser: 3
Isolatoren: Kunststoffisolatoren mit Metallkern an Holzleisten / Flacheisen
Untergrabschutz: ohne
Feldlänge (Grenzsignalzaunfelder) ca. (m):
20x 300m (GSG 55), 2x 500m (GSG70) oder 6x250m (GSG 72)
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 55, 67, 68, 70, 72
GSG 70, Signalisation am GSZ-Feld, Ja, optisch/akustisch. Fernmeldekabel, Sperrlänge bis 1000m.
GSG 72, Signalisation am GSZ-Feld, Ja, optisch/akustisch. Fernmeldekabel, Sperrlänge bis 1500m.
Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Einsatz: Grenze zur BRD
Besonderheiten:
Bezeichnung Anlage: GSZA 70 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)
Bezeichnung Zaun: GSZ 70P
Gesamthöhe (m): 2,35
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 1 verzinkte Platte unten
Abweiser: 45° freundwärts (d.h. Richtung DDR)
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 13
Anzahl Drähte Abweiser: 3
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: ohne
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG: (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 55, 67, 68, 70, 72
GSG 70, Signalisation am GSZ-Feld, Ja, optisch/akustisch. Fernmeldekabel
GSG 72, Signalisation am GSZ-Feld, Ja, optisch/akustisch. Fernmeldekabel
Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Einsatz: Grenze zur BRD
Besonderheiten: Einführung CrNi-Stahl-Draht, verzinktes Streckmetall, Glasfiberstäbe, Kunststoffschellen
Bezeichnung Anlage: GSZA 70 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)
Bezeichnung Zaun: GSZ 74
Gesamthöhe (m): 2,35
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: ohne
Abweiser: 45° freundwärts
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 20
Anzahl Drähte Abweiser: 3
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: ohne
Feldlänge ca. (m): 2x 250
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 55, 67, 68, 70, 72
GSG 70, Signalisation am GSZ-Feld, Ja, optisch/akustisch. Fernmeldekabel
GSG 72, Signalisation am GSZ-Feld, Ja optisch/akustisch. Fernmeldekabel
Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Einsatz: nur in Berlin
Besonderheiten: ohne Streckmetallplatten
Bezeichnung Anlage: GSZA 80 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)
Bezeichnung Zaun: GSSZ II (GSSZ= Grenzsignal- und Sperrzaun)
Gesamthöhe (m): 2,3
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 2 verzinkte Platten
Abweiser: Y oder T, später wurden zusätzliche Kontaktbleche als Übersteigschutz und zusätzliche Sollbruchstellen am Stahl-Y nachgerüstet
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 24
Anzahl Drähte Abweiser: 2x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: 80cm Betongitterplatte / Kabelkanaltrog
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 80
Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Besonderheiten: Alarmauslösung nur auf FüSt an ZA 41, Entfall der optischen und akustischen Signalisierung im Gelände, später wurden zusätzliche Kontaktbleche als Übersteigschutz, zusätzliche Sollbruchstellen am Stahl-Y nachgerüstet
Signalisation am GSZ-Feld, in manchen Bereichen bis Ende der 80er Jahre, da Verwendung von GSG55 und 70, Ja, optisch/akustisch. Fernmeldekabel
Bezeichnung Anlage: GSZA 80
Bezeichnung Zaun: GSSZ II ÜS-1
Gesamthöhe (m): 2,7
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 2 verzinkte Platten
Abweiser: Y mit innen senkr. angebrachten Glasfiberstäben und 4 Drähten als zusätzlicher Übersteigschutz (ÜS)
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 28
Anzahl Drähte Abweiser: 3x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: 80cm Betongitterplatte / Kabelkanaltrog
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 80 + MI 1 (Hochspannungsimpulse)
Verwendung: HSE (hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Besonderheiten: Alarmauslösung nur auf FüSt, Gerät MI 1 für die Geländesicherung, Überwachung von Zaun- und Mauerkronen (Übersteigschutz), Anzahl der anschließbaren Zaunfelder: 2 mit jeweils 2 Schleifen. Drahtlänge, ansteuerbar, max. 2 km Doppelleitung. Impulsspannung ca. 3,0 kV
Bezeichnung Anlage: GSZA 80
Bezeichnung Zaun: GSZ 83
Gesamthöhe (m): 2,3
Pfosten (m): Beton
Streckmetallplatten: ohne
Abweiser: Y oder T, später zusätzliche Kontaktbleche als Übersteigschutz und zusätzliche Sollbruchstellen am Stahl-Y
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 24
Anzahl Drähte Abweiser: 2x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: Kabelkanaltrog feindwärts
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 80
Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Einsatz: nur in Berlin
Besonderheiten: ohne Streckmetallplatten, Alarmauslösung nur auf FüSt an ZA 41, Entfall der optischen und akustischen Signalisierung im Gelände, spätere Aufrüstung mit zusätzlichen Kontaktblechen als Übersteigschutz und zusätzlichen Sollbruchstellen am Stahl-Y
Bezeichnung Anlage: GSZA 80
Bezeichnung Zaun: GSZ 83 ÜS-1
Gesamthöhe (m): 2,7
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: ohne
Abweiser: Y mit innen senkr. angebrachten Glasfiberstäben und 4 Drähten als zusätzlicher Übersteigschutz (ÜS)
Drahtmaterial: x5 CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 28
Anzahl Drähte Abweiser: 3x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: Kabelkanaltrog feindwärts
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 80 + MI 1 (Hochspannungsimpulse)
Verwendung: HSE (hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
Einsatz: nur in Berlin
Besonderheiten: ohne Streckmetallplatten, Alarmauslösung nur auf FüSt, Gerät MI 1 für die Geländesicherung, Überwachung von Zaun- und Mauerkronen (Übersteigschutz), Anzahl der anschließbaren Zaunfelder: 2 mit jeweils 2 Schleifen. Drahtlänge, ansteuerbar, max. 2 km Doppelleitung. Impulsspannung ca. 3,0 kV
Bezeichnung Anlage: GSZA 80
Bezeichnung Zaun: GSSZ I
Gesamthöhe (m): 2,9
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 3 Platten
Abweiser: Y oder T
Drahtmaterial: CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 32
Anzahl Drähte Abweiser: 2x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: 80cm Betongitterplatte, Tiefe 50 cm
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): 80
Verwendung: Seitenbegrenzung oder im Schutzstreifen als zusätzlicher Signalzaun
Besonderheiten:
Bezeichnung Anlage: GSZA 80
Bezeichnung Zaun: GSSZ I ÜS-1
Gesamthöhe (m): 3,3
Pfosten: Beton
Streckmetallplatten: 3 Platten
Abweiser: Y mit innen senkr. angebrachten Glasfiberstäben und 4 Drähten als zusätzlicher Übersteigschutz (ÜS)
Drahtmaterial: CrNi 18/10
Anzahl Drähte gesamt: 36
Anzahl Drähte Abweiser: 3x4
Isolatoren: Kunststoffschellen, Glasfaserstäbe
Untergrabschutz: 80cm Betongitterplatte, Tiefe 50 cm
Feldlänge ca. (m): 2x 300
GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 80 + MI 1 (Hochspannungsimpulse)
Verwendung: Seitenbegrenzung oder im Schutzstreifen als zusätzlicher Signalzaun
Besonderheiten: Alarmauslösung nur auf FüSt, Gerät MI 1 für die Geländesicherung, Überwachung von Zaun- und Mauerkronen (Übersteigschutz), Anzahl der anschließbaren Zaunfelder: 2 mit jeweils 2 Schleifen. Drahtlänge, ansteuerbar, max. 2 km Doppelleitung. Impulsspannung ca. 3,0 kV
Noch etwas Grundsätzliches zur GSZA 80:
Die Grenzsignalzaunanlage 80 (GSZA 80) bestand aus folgenden Elementen: Fernwirk- und Empfangseinrichtung ZA 41 oder eine ihrer Varianten ZA 411, ZA 412 bzw. ZA 413, Grenzsignalgerät (GSG) 80 mit angeschlossenen GSZ-Feldern, Torsicherung 1 bzw. 2, Stromversorgungs- und Schaltgerät mit einer der Varianten 1 bis 5. Ergänzungsgeräte waren: Zwischenverstärker EG 1, Anzeigetableau EG 3, Grenzsignalgerät mit wildabweisendem Element EG 4, Gerät MI 1 mit Hochspannungsimpulsen als zusätzlicher Übersteigschutz. Kennzeichnend für die Anlage waren der Alarm auf der Führungsstelle und der Entfall der optischen und akustischen Signalisierung im Gelände.
Der GSZ 80 heißt eigentlich GSSZ II (Grenzsignal- und Sperrzaun II) und ist ebenso wie der GSZ 83 (Grenzsignalzaun 83) ein Teil der GSZA 80 (Grenzsignalzaunanlage 80). Der GSZ 83 stand nur in Berlin und besaß keine Streckmetallplatten (nur Signaldrähte). Der GSSZ II ist mit Streckmetallplatten und Signaldrähten ausgerüstet. ...siehe obere Aufstellung.
Ab Mitte der 80 wurden die Torsicherungen 1 und 2 an den Gassentoren eingebaut.
Die TS 1 und 2 waren Bestandteil der Grenzsignalzaunanlage (GSZA) 80.
TS 1 war die Normalausführung
TS 2 war "Seeklima" sicher. Das Schloss war aus Messing und Oberflächenveredelung.
GSSZ II, kam ab 1983 an der Grenze zum Einsatz.
Foto, eigene Aufnahme.
Blick von freundwärts, östlicher Richtung auf den Grenzsperr- und Signalzaun. Hier mit Spurenstreifen 2m.
Gekoppelt mit der GSZA Technik waren auch in Schwerpunktabschnitten sogennannte Operativscheinwerfer.
Bei Alarmauslösung wurden diese durch die Technik aktiviert. In den 70er und Anfang der 80er Jahre wurden diese auch die manchmal die ganze Nacht über in Betrieb genommen.
Beigefügt aus den Montageplänen der GT, nur ein Ausschnitt, die Aufstellung-Montage Operativscheinwerfer.
Unterlagen Archiv TH
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