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Ihr Cold-War-Administratorenteam
Räumung, Sprengung oder Überlassen von Munitionsdepots im Verteidigungsfall
Geograph, Du bist der Beste! Genau so sahen die Dinger aus
Was anderes, a propos Mellrichstadt. Habe eben nochmal den OP-Plan 33001 des V. US Corps angeschaut, den wir der Stasi verdanken. Die Trennungslinie zwischen dem V. Corps und der an der linken Seite des VII. US Corps eingesetzten 12. (GE) PzDiv verlief nur einen knappen Kilometer westlich des StOÜbPl Mellrichstadt (Stockheim, westlich Hainhof, Frickenhausen).
Leider wissen wir nicht, wie die PzGrenBrig 35 genau eingesetzt worden wäre, aber sie war auf alle Fälle ulkig disloziert: Die Artillerie (PzArtBtl 355) lag in Wildfleckend und damit feindwärts der Kampfbataillone, die mit Ausnahme des PzGrenBtl 352 und des gekaderten PzGrenBtl 351 über 35 Kilometer südlich in Hammelburg lagen. Wildflecken selbst gefand sich im Gefechtsstreifen des V. Korps.
Das hätte wohl ein interessantes Hin und Her beim Beziehen der Verfügungsräume und Stellungen gegeben. Interessant auch die Frage, ob im Deckungsstreifen die Kavallerie der US Army vor der deutschen 12. (GE) Division eingesetzt worden wäre oder ob die Rolle der Deckungstruppe in diesem Abschnitt tatsächlich dem PzGrenBtl 352 zugefallen wäre. Die PzAufklärer der 12. PzDiv waren ja recht weit ab vom Schuss (in Ebern, ca. 65 km südöstlich Mellrichstadt).
Die ehemalige Standortmunitionsniederlage »Sontra« (442/3) scheint in etwa die gleiche Größe wie das Objekt Mellrichstadt zu haben. .
Das Panzeraufklärungsbataillon in Sontra dürfte wegen der Ausstattung mit Kampfpanzern eine erheblich größere Standortmunitionsniederlage benötigt haben.
Leider habe ich keine Angaben zu den Truppenbeladungen der jeweiligen Einheiten, aber die Kampfbeladung lässt sich gut berechnen:
SONTRA:
Panzeraufklärungsbataillon
34 Leopard 1, BK 105 mm, Kampfbeladung jeweils 55 Schuss: 1.870
8 Luchs, BMK 20 mm, Kampfbeladung jeweils 500 Schuss: 4.000
Dazu kommen die drei Spähzüge mit je 8 Luchs, also noch mal 24 x 500 Schuß: 12.000
Ergibt Kampfbeladung für BMK 20 mm: 16.000 Schuss
9 MILAN, Kampfbeladung jeweils 4 Schuss: 36 Schuss
Panzerjägerkompanie
12 TOW, Kampfbeladung jeweils 12 Schuss: 144
Die Ausbildungskompanie können wir bei der Berechnung vernachlässigen, weil sie im V-Fall aufgelöst worden wäre und daher keine nennenswerte Grundbeladung vorhanden war.
MELLRICHSTADT
Panzergrenadierbataillon
24 Marder, BMK 20 mm, Kampfbeladung jeweils 1.250 Schuss: 30.000
27 MILAN, Kampfbeladung jeweils 4 Schuss: 108
6 Mörser 120 mm, Kampfbeladung jeweils 60 Schuss: 360
Panzerjägerkompanie
12 TOW, Kampfbeladung jeweils 12 Schuss: 144
Zum Vergleich:
Ein normaler LKW 5 to der Bundeswehr konnte bei palettierter Munition beladen werden mit:
8000 Schuß 20 mm BMK
120 Schuß 105 mm BK
216 Schuß 120 mm Mörser
Das hätte wohl ein interessantes Hin und Her beim Beziehen der Verfügungsräume und Stellungen gegeben. Interessant auch die Frage, ob im Deckungsstreifen die Kavallerie der US Army vor der deutschen 12. (GE) Division eingesetzt worden wäre oder ob die Rolle der Deckungstruppe in diesem Abschnitt tatsächlich dem PzGrenBtl 352 zugefallen wäre. Die PzAufklärer der 12. PzDiv waren ja recht weit ab vom Schuss (in Ebern, ca. 65 km südöstlich Mellrichstadt).
Bei der 12. Panzerdivision gab es noch mehr Probleme als die etwas weit vorne liegende Artillerie der Brigade 35:
- Die Panzerbrigade 34 lag im Raum Koblenz, gute 250 km vom GDP-Einsatzraum der Division entfernt.
- Das RakArtBtl 122 lag in Philippsburg, auch weit über 200 km entfernt.
- Das Pionier-Btl 12 wurde erst 1986 nach Volkach verlegt, bis dahin lag es in Speyer und hatte einen Anmarschweg von fast 250 km bis in seinen Einsatzraum.
Das Panzeraufklärungsbataillon 12 war vor allem für die Verzögerung in den Hassbergen und im Itzgrund vorgesehen, um hier einen schnellen Vorstoß aus dem Raum Suhl über Coburg zum Main zu behindern. Gerade im Raum Eltmann und westlich davon boten sich eine Reihe von günstigen Übergangsmöglichkeiten an. Ein weiterer Schwerpunkt der Verzögerung war auch der Übergang über die Hassberge bei Manau – Hofheim.
Die Unterstellung der 12. Panzerdivision wechselte übrigens bis 1989 mehrfach zwischen dem V. und dem VII. US-Korps hin und her. Sie war die einzige deutsche Division, deren Unterstellung bereits im Frieden unter ein US-Korps vorbereitet worden war.
Das Panzeraufklärungsbataillon in Sontra dürfte wegen der Ausstattung mit Kampfpanzern eine erheblich größere Standortmunitionsniederlage benötigt haben.
Leider habe ich keine Angaben zu den Truppenbeladungen der jeweiligen Einheiten, aber die Kampfbeladung lässt sich gut berechnen:
Gehört nicht auch zur Kampfbeladung das was die Versogungs Kompanien führen? Also neben der einmaligen Beladung der Fahrzeuge/Männer genug Muni für 2 oder 3 mal "wiederauffühlen"?
Gehört nicht auch zur Kampfbeladung das was die Versogungs Kompanien führen? Also neben der einmaligen Beladung der Fahrzeuge/Männer genug Muni für 2 oder 3 mal "wiederauffühlen"?
Die bei den Munitionsgruppen bzw. -Trupps der St/Vers-Kp mitgeführte Munition ist die TRUPPENBELADUNG. Truppenbeladung und Kampfbeladung bilden zusammen die GRUNDBELADUNG.
Habe ich übrigens weiter oben schon einmal erklärt.
Für 2 - bis 3 x auffüllen reichte die Truppenbeladung sicher nicht aus, z.B. allein für die 1870 Schuß BK 105 mm des oben beschriebenen Panzeraufklärungsbataillions wären mindestens 15 LKW 5 to erforderlich gewesen. Die Munitionsgruppe eines PzAufklBtl dürfte aber nicht mehr als höchstens 5 LKW umfasst haben, hier musste aber auch die gesamte Handfeuerwaffen-Munition für TPz-Besatzungen, die MILAN usw. mitgeführt werden.
Bei einem PzGrenBtl dürfte etwas mehr als eine komplette Kampfbeladung als Truppenbeladung verfügbar gewesen sein, weil hier die 5. (Mörser-Kp) einen eigenen MunTrp mit 2 LKW hatte. Allerdings war beim PzGrenBtl auf den LKWs der MunGrp noch eine Menge an Sprengmitteln und Panzerminen mitzuführen.
Wobei man berücksichtigen muss, dass im Ernstfall bereits die zweite Kampfladung wegen der zu erwartenden Ausfälle nur noch für eine Teil der vorne kämpfenden Truppen erforderlich gewesen wäre. Munition wird ja nur verbraucht, wenn man kämpft und das wäre nicht ohne Verluste abgegangen. Die Abnutzungsraten wurden schon einberechnet.
Meine Erinnerung sagt übrigens, dass bei der Bundeswehr die Kampfbataillone die Mengenverbrauchsgüter (Betriebsstoff und Munition) am Brigadeversorgungspunkt hätten abholen müssen, wenn die Truppenbeladung aufgebraucht war. Das Prinzip war, dass sich die Einheiten und Verbände jeweils am Versorgungspunkt der nächst höheren Ebene selbst bedienen mussten. Bei der U.S. Army war es wohl umgekehrt: Dort wurde das Zeug jeweils in die nächst untere Ebene gebracht.
Munition wird logischerweise nut verbraucht wenn noch jemand da ist sie zu verbrauchen. Allerdings drüften die Ausfälle bei den "weichen" Versorgungsteilen mit Sicherheit nicht gering sein.
Was die US Army betrift schaltet diese Ende der 70er von Pull auf Push Logistik um.
Pull - die Verbraucher müssen ihren Nachschub "an sich ziehen" - anfordern
Push - es wird regelmässig ein Standard Package geliefert.
Bis zu welche Ebene dies ging kann ich nicht sagen.
Interesante Literatur zu diesen Theam
Dragons at War
2-34th Infrantry in the Mojave
Daniel P. Bolger
Es beschreibt wie die US Army im Traningscentrum in der Mojave Wüste gegen die OPFOR trainierte.
Meine Erinnerung sagt übrigens, dass bei der Bundeswehr die Kampfbataillone die Mengenverbrauchsgüter (Betriebsstoff und Munition) am Brigadeversorgungspunkt hätten abholen müssen, wenn die Truppenbeladung aufgebraucht war. Das Prinzip war, dass sich die Einheiten und Verbände jeweils am Versorgungspunkt der nächst höheren Ebene selbst bedienen mussten. .....
Kann das jemand bestätigen?
Btl / selbständige Kompanie: holt prinzipiell beim Brigadeversorgungspunkt ab. Allerdings war auch Zuführung möglich, um z.B. einen abgelösten Verband schnell wieder einsatzfähig zu machen. Oft wurden beispielsweise LKW mit Tankaufsatzbehälter der Brigade-Nachschub-Kp oder Tankwagen aus denTransporteinheiten bis in die Verfügungsträume der Kampftruppe vorgezogen
Brigade - hier NschKp der Brigade: Bildet Brigadeversorgungspunkt, holt ab beim KORPS-Versorgungspunkt oder bei einem Korpsdepot. Die Divisionsebene wurde hier also übersprungen.
Division: Nachschub-Btl der Division bildet Divisionsversorgungspunkt für die Divisionstruppen, diese holen ab beim Div.-Versorgungspunkt.
Nachschub-Btl Division holt ab beim Korpsdepot.
Korps: Korpstruppen holen ab beim Korpsversorgungspunkt, dieser wird aufgefüllt durch Abholen aus den Depots (Korps oder TerrH)
Sonderregelungen hinsichtlich der Munition galten für die Artillerie (alle Führungsebenen), sowie das Pionier-Btl für Sprengmittel/Minen und das Flak-Rgt der Division. Diese Einheiten holten direkt ab beim Korpsversorgungspunkt.
Ein Panzerartilleriebataillon in der Heeresstruktur 4 verfügte in der Grundbeladung über 5.850 Schuss Kaliber 155mm. Davon führten die 18 Haubitzen jeweils 34 Schuss mit (= 612), die 22 LKW 10t im Transportzug 1.Bttr hatten je 160 Schuss (= 3520) und die NschKp der Brigade war noch einmal mit 1.718 Schuss auf 12 LKW 10t mit dabei (= 1.718). Zu den Geschossen kamen dann noch die Treibladungen. Das brauchte eine Menge Platz ....
PS: Das Depot außerhalb wird in kürze ebenfalls wie die Standortschießanlage und der Waldsportplatz dem erdboden gleich gemacht.
Im Bereich des Munitionsdepots werden keine zusätzlichen Bauflächen ausgewiesen. Diese Flächen bleiben Außenbereich, sie liegen ja zum Teil in einem Naturschutzgebiet. Dieser Standort wird übrigens als Ganzes verkauft – hier haben bereits sehr konkrete Verhandlungen stattgefunden.
Die vorhandenen Munitionsbunker werden für forst- und landwirtschaftliche Nutzungen weitergenutzt; hier wird also kein eigener Bebauungsplan aufgestellt
Division: Nachschub-Btl der Division bildet Divisionsversorgungspunkt für die Divisionstruppen, diese holen ab beim Div.-Versorgungspunkt.
Nachschub-Btl Division holt ab beim Korpsdepot.
Sonderregelungen hinsichtlich der Munition galten für die Artillerie (alle Führungsebenen), sowie das Pionier-Btl für Sprengmittel/Minen und das Flak-Rgt der Division. Diese Einheiten holten direkt ab beim Korpsversorgungspunkt.
Stimmt nicht so ganz. Das Nachschub-Btl bildete mit seiner 2. Kompanie den Versorgungspunkt der Divisionstruppen. Die 3. Kompanie NVG/EVG betrieb einen Versorgungspunkt für Ersatzteile und Nichtverbrauchsgüter, 4. und 5. Kompanie bildeten für alle bis auf Artillerie Versorgungspunkte für Munition für alle Versorgungspunkte für Betriebsstoff Bekleidung und Verpflegung. Es gab also mehrere Divisionsversorgungspunkte. 6. und 7. Kompanien waren Transportkompanien (Herresmodell 3? und 4). 4.-7. Kompanien waren Geräteeinheiten. Nur die 4. Nachschub-Btl.
3 war der Schule technische Truppen in Bremen Grohn angegliedert und aufgestellt.
Außer der Truppenbeladung gab es in der Division nichts, wenn ich mich recht erinnere. Die Truppenbeladung sollte für 3 Tage reichen (vielleicht auch 7). Bis dahin musste der Nachschub laufen. Die Transportkompanien holten dazu bei den Korpsdepots das Material ab. Das NVG/EVG Material der Division lag bei etwa 30-35000 t (3. Kompanien). Ursprünglich sollten diese Kompanien nach Alarmierung auch in Verfügungsräume ziehen. Später ging man davon ab (Ende 70ger).
Das NVG/EVG Material der Division lag bei etwa 30-35000 t (3. Kompanien).
Kann es sein, dass Du dich hier um einige Nullen vertan hast?
Die 3. (NVG / EVG) Kompanie verfügte insgesamt über 34 Fahrzeuge, von denen sicherlich nicht alle Transport-LKW waren. Selbst wenn ich jetzt mal sehr optimistisch 25 LKW 10 to annehme, ergibt sich ein Transportraum von 250 Tonnen. Wie sollen damit 30.000 oder gar 35.000 Tonnen befördert werden? Auslagerungen in größeren Umfang fanden auf Divisionsebene nicht statt
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