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Interrresant wäre natürlich, warum die Planung und der Weiterbau relativ schnell eingestellt wurden, LRSP kommt hier noch nicht in Frage.
Und was könnten andere Gründe sein, vielleicht eine neue Doktrin der Taktikänderung?
Die erste Frage ist, ob überhaupt schon eine Fläche in Schwäbisch Hall bestimmt war. Da müsste man mal ins Bundesarchiv gucken. Denkbar wäre, dass es Probleme beim Grunderwerb oder sonstige Verzögerungen gab, die nahelegten, dass ein SAS in Schwäbisch Hall nicht zeitgerecht (wofür auch immer - fiel das zeitlich mit der Einführung der Pershing II zusammen oder war es früher?) fertig werden würde und man deshalb auf bereits verfügbare Flächen in Siegelsbach zurückgriff.
Sicher ist, dass es mit der Pershing II eine Änderungen in der Doktrin gab. Die größere Reichweite bedingte, dass Ziele in der der SU bis nahe Moskau erreicht werden konnten, selbst wenn die Einsatzräume weiter entfernt von der Grenze zur DDR/CSSR waren als diejenigen der Pershing I/IA. Falls die Verfügungsräume im V-Fall tatsächlich im Nordschwarzwald, vielleicht gar im Odenwald oder in der Pfalz liegen sollten, wie einige Übungen ("Carbon Blazer") nahelegen, dann wäre Siegelsbach (ca. 50km westlich von Schwäbisch Hall) vielleicht vorteilhaft gewesen. Obwohl ich das angesichts der Tatsache, dass die Sprengköpfe ohnehin per Hubschrauber transportiert wurden und die sie aus den festen SAS im V-Fall sofort in feldmäßige Lager verlegt werden sollten, für weniger relevant halte.
[QUOTE=suedbaden;28771]Die erste Frage ist, ob überhaupt schon eine Fläche in Schwäbisch Hall bestimmt war. Da müsste man mal ins Bundesarchiv gucken. Denkbar wäre, dass es Probleme beim Grunderwerb oder sonstige Verzögerungen gab, die nahelegten, dass ein SAS in Schwäbisch Hall nicht zeitgerecht (wofür auch immer - fiel das zeitlich mit der Einführung der Pershing II zusammen oder war es früher?) fertig werden würde und man deshalb auf bereits verfügbare Flächen in Siegelsbach zurückgriff.
Moin,
man kann davon ausgehen: "-Ausbau des Sondermunitionslagers Nr. 109, Einstellung der Baumaßnahme."
Und die Fläche ist ja bekannt, wo die Liegenschaft stand, siehe KMZ im Anhang.
Probleme mit dem Grunderwerb kann man eigentlich ausschließen, da das Grundstück ja bis 1992 militärisch genutzt wurde.
Und die Fläche ist ja bekannt, wo die Liegenschaft stand, siehe KMZ im Anhang.
Probleme mit dem Grunderwerb kann man eigentlich ausschließen, da das Grundstück ja bis 1992 militärisch genutzt wurde.
Aha. Interessant. Allerdings ist diese Fläche ist deutlich kleine als diejenige des SAS Siegelsbach. Vielleicht wollte man dort zunächst ein Lager vom Typ J mit zwei Bunkern errichten, hat sich dann aber dazu entschlossen, dass man doch merh Bunker benötigt und dass eine solche Vergrößerung in Schwäbisch Hall auf Probleme stieß?
Aha. Interessant. Allerdings ist diese Fläche ist deutlich kleine als diejenige des SAS Siegelsbach. Vielleicht wollte man dort zunächst ein Lager vom Typ J mit zwei Bunkern errichten, hat sich dann aber dazu entschlossen, dass man doch merh Bunker benötigt und dass eine solche Vergrößerung in Schwäbisch Hall auf Probleme stieß?
Zum Beispiel.
Allerdings wäre ja auch ein J-Lager theoretisch erweiterbar gewesen, die gab es ja nicht nur mit zwei Munitionslagerhäusern, sondern drei wie z.B. in Ober-Olm.
Frage hier natürlich auch bei Siegelsbach, wie hat es vor dem LRSP-Umbau ausgesehen, war dort eine normale Standortmunitionsniederlage oder sogar auch ein SAS der ersten Generation oder ist es so wie im heutigen Zustand errichtet worden.
Zudem wäre auch interessant, zu erfahren, wann die Planungen für die J-Lager sowie die SAS der 2.Generation (oder 3.Generation?) begannen, daraus könnte man einige Rückschlüsse erzielen.
ed
Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V. www.ig-area-one.de
zu den Bauten in Siegelsbach kann ich einige Sätze sagen. Das ältere M&A-Gebäude wurde in MLH-Bauform errichtet und dürfte aus den 50er/60ern stammen.
Von der Bauform vermutlich identisch wie dem in Kriegsfeld (North Point). Die MLHs sind alle in Iglu-Form (halbrund), allerdings mit Schwingtüren und nicht mit Schiebetoren - somit wohl auch älteren Baudatum und keine Stradleys. Zudem gibt es ein Bunker in Siegelsbach der zwei Birdcage-Tresore beherrbergt und dieser stammt zu 100 % aus den 50er-Jahren.
Nummer 20 auf dem Plan ist das Birdcage-MLH, Gebäude "S" neben dem M&A das alte M&A-Gebäude
Das Blöde, keiner weiß genau bescheid über die ganze Entstehung der SAS-Anlagen, was gar nicht so unwichtig ist.
Da zielte vor längerem auch meine Frage zum Thema "PSP 51 Fürfeld" ab, was war noch vor J-Lager (1. oder 2. Generation) und LRSP (2. oder 3. Generation)?
Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V. www.ig-area-one.de
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