Eine artverwandte Nachnutzung erfolgte schon damals nicht mehr, das Objekt dürfte auch heute noch leerstehen.
SAS Lagerlechfeld, Klosterlechfeld (BW)
Einklappen
X
-
Ich denke mal es handelt sich um dieses Lager:
Lagerlechfeld - Google Maps
In diesem Lager waren auf alle Fälle Sonderwaffen gelagert, sieht man ja deutig am 3-fach-Zaun und dem typischen grünen Wachturm, welcher der sekundäre Standarturm bei Heeres-Sonderwaffenlagern nach LRSP war.
Allerdings bin ich mir nicht sicher ob das JaboG 32 in Lechfeld je einen Strike-Auftrag hatte und schätze, das dort die PERSHING I-Warheads des FKG I gelagert wurden.Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
-
Die Tornados des JaBoG 32 waren nicht für nukleare Einsätze vorgesehen. Wie es mit den Starfightern aussah, weiß ich nicht.
In dem Sonderwaffenlager auf dem Fliegerhorst Lechfeld wurden jedenfalls zumindest die Sprengköpfe für die Pershing Ia des FKG 1 (Landsberg) gelagert.
Kommentar
-
Wie sieht denn dann der Zaun und der Wachturm bei der Luftwaffe aus, also was sind die äußerlichen Unterschiede?Zitat von Firefighter Beitrag anzeigenIn diesem Lager waren auf alle Fälle Sonderwaffen gelagert, sieht man ja deutig am 3-fach-Zaun und dem typischen grünen Wachturm, welcher der sekundäre Standarturm bei Heeres-Sonderwaffenlagern nach LRSP war.
Standort lt. Link zutreffend.
Zu den Starfightern hätte ich noch ein Bild was einen Zusammenhang mit Kernwaffen erlaubt.
Kommentar
-
Tornado ECR
Das JaBoG 32 hat den Hauptauftrag der Aufklärung
ECR-Tornado
Tornado
Einer der Aufgaben des Tornado ECR sind feindliche Radarstellungen zu erkennen, zu identifizieren und evtl. zu bekämpfen, bevor der Gegner das eigene Flugzeug angreift oder die unterstützenden Kräfte gefährdet.
Und ich denke gerne an meine Dienstzeit zurück......im Lechfeld......
schöne aber auch nachdenkliche Zeit......„Wer die Vergangenheit nicht kennt,
wird die Gegenwart nicht verstehen“
Kommentar
-
Ist natürlich alles richtig was Du schreibst aber bezieht sich das nicht auf die Zeit ab 1991? Davor waren es doch ganz normale Jagdbomber. Aber ganz ohne Kernwaffen?Zitat von funkmelder Beitrag anzeigenDas JaBoG 32 hat den Hauptauftrag der Aufklärung
ECR-Tornado
Tornado
Einer der Aufgaben des Tornado ECR sind feindliche Radarstellungen zu erkennen, zu identifizieren und evtl. zu bekämpfen, bevor der Gegner das eigene Flugzeug angreift oder die unterstützenden Kräfte gefährdet.
Und ich denke gerne an meine Dienstzeit zurück......im Lechfeld......
schöne aber auch nachdenkliche Zeit......
Hier das vermeintliche F-104 QRA aus den 60/70er Jahren - für Kernwaffen?
Kommentar
-
"Zentrale Dienstvorschrift 15/2"
"Insbesondere der Einsatz folgender Kampfmittel ist deutschen Soldaten bzw. Soldatinnen in bewaffneten Konflikten verboten: Antipersonenminen, atomare Waffen, biologische Waffen und chemische Waffen".
Quelle:
Tornado-Piloten zwischen Befehl und Völkerrecht | tagesschau.de„Wer die Vergangenheit nicht kennt,
wird die Gegenwart nicht verstehen“
Kommentar
-
Ach, ich würde lieber bei den Zäunen und Kernwaffen bleiben wollen als das Thema politisch, moralisch oder ethisch zerreden zu wollen.
Möglich das jemand was zum nuklearen F-104 QRA in Lagerlechfeld, einen möglichen folglichen Strike-Auftrag für jenen Verband oder den Zaununterschied zwischen Heer und Luftwaffe weiß?
Kommentar
-
Habe nun die Bestätigung: JaboG 32 rüstete ab 1. Januar 1965 auf die F-104 G um, allerdings nur in der konventionellen Rolle (gemäß Befehl für Umrüstung JaBoG 32, 4.11.1964). Quelle: Die Luftwaffe 1950 bis 1970, Hg. Bernd Lemke et al., Oldenbourg-Verlag, München, 2006, Seite 611. Sehr lesenswertes Buch übrigens.
Aus der gleichen Quelle: Die Luftwaffe stelle sieben Staffeln F-104 G auf, die für die Strike-Rolle vorgesehen waren: Je 2 Staffeln (sprich: das gesamte Geschwader) in Büchel, Nörvenich und Memmingen, 1 Staffel in Hopsten. Die restlichen drei Staffeln wurden nur konventionell eingesetzt (2 Staffeln in Lechfeld, 1 in Hopsten). Seite 612.
Wenn die QRA in Memmingen für nukleare QRAs genutzt wurde, dann nur "vertretungsweise" für andere Geschwader. So zum Beispiel während der Umrüstung des JaBoG 33 auf F-104 G im Zeitraum 1961 bis 1963. Steht so in der gleichen Quelle, Seite 611.
Kommentar
-
Ich bin zwar nicht so der Experte von Sonderwaffenlagern und QRA-Bereichen der USAFE und der Bundeswehr, aber ich versuche mich dennoch daran:Zitat von B206 Beitrag anzeigenWie sieht denn dann der Zaun und der Wachturm bei der Luftwaffe aus, also was sind die äußerlichen Unterschiede?
Grundsätzlich hatten nahezu alle Heeres-Sonderwaffenlager Gitterkäfige ( Z-Cages ) vor dem eigentlichen MLH, welche anfliegende Raketen mit Hohlladungen davon abhalten sollte, direkt das Stahltor zu treffen.
Die Zaunsicherung bei Heeres-Sonderwaffenlagern bestand aus 3 Zäunen, dem niedrigen Wildschutzzaun mit dahinter liegendem Kiesbett. Im Kiesbett war die Linien-Perimetersicherung "Racon", welche aus Mikrowellen-Bewegungsmeldern bestand.
Das Kiesbett hatte den Zweck, Geräusche beim durchgehen zu erzeugen sowie den Bewuchs zurückzuhalten.
Nach dem Kiesbett kam dann der erste hohe Zaun mit Stacheldrahtkrone, am Zaun waren Koaxial-Detektionskabel Typ "GTE Sylvania" montiert.
Hinter dem Zaun kam ein Patrouillenweg und dann nochmals ein Zaun, ebenfalls mit Stacheldrahtkrone.
Bei Sonderwaffenlagern / QRA der Luftstreitkräfte gab es keine Z-Cages und wohl auch keine Linien-Perimetersicherung mit Kiesbett und Wildschutzzaun. Hier gab es demnach nur eine 2-fach Sicherung mit Koaxial-Detektionskabel und dahinter nochmals einem Zaun.
Auch bei den Wachgebäuden und Wachtürmen gab es Unterschiede.
Bei den Heeres-Sonderwaffenlagern wurden überall einheitliche Site Security Control Center mit rundem Wachturm, ähnlich den runden Türmen an der Innerdeutschen Grenze, gebaut.
Bei der Luftwaffe gab es hingegen ein relativ kleines Wachgebäude am Eingang der QRA / des Sonderwaffenlagers und einen einzigen großen Wachturm auf dem Gelände.
Heute Abend kann ich gerne Beispielbilder von der QRA und dem Sonderwaffenlager auf der Hahn Airbase einstellen.Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
Kommentar
-
-
Zitat von Firefighter Beitrag anzeigenAuch bei den Wachgebäuden und Wachtürmen gab es Unterschiede.
Bei den Heeres-Sonderwaffenlagern wurden überall einheitliche Site Security Control Center mit rundem Wachturm, ähnlich den runden Türmen an der Innerdeutschen Grenze, gebaut.
So wie der hier im Anhang?Angehängte Dateien
Kommentar
-
Ganz genau, das ist ein typischer Turm von einem SSCC.Zitat von B206 Beitrag anzeigenSo wie der hier im Anhang?Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
Kommentar

Kommentar