in der WELT von heute steht ein interessanter Artikel zum Schützenpanzer PUMA. Hier scheint sich wieder einmal ein Beschaffungs- und Ausrüstungschaos anzubahnen, wie wir es mittlerweile von der Bundeswehr fast gewohnt sind. Man könnte langsam wirklich verzweifeln.
Zitate aus diesem Artikel:
"Bei der Entwicklung des Panzers gab es schon mehrfach Verzögerungen oder technische Nachrüstungen. 2015 entbrannte eine Diskussion, welche Regelungen der Arbeitsstättenverordnung für den Puma zutreffen und ob beispielsweise eine schwangere Soldatin im Puma mitfahren dürfte, weil womöglich eine Fruchtwasserschädigung durch Schussgase zu befürchten ist."
Die Arbeitsstättenverordnung wird auf ein Kampffahrzeug angewandt. Fehlt bloss noch, dass die Sitzplätze im PUMA mit Isofix-Halterungen für Kindersitze ausgestattet werden müssen.
"hat sich die Auslieferung aller Puma an die Bundeswehr insgesamt um 57 Monate oder annähernd fünf Jahre auf 2020 gegenüber der Ursprungsplanung verschoben. Ein eigenes Projekt wurde gestartet, um die „insgesamt unbefriedigende materielle Einsatzbereitschaft der in Nutzung befindlichen SPz Puma aufgrund der mangelhaften Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Sonderwerkzeugen sowie qualitätsbedingten Ausfällen von Baugruppen zu verbessern“. Mit einem Kostenanstieg um 1,22 Milliarden Euro werde der Puma zudem um 55 Prozent teurer, als zunächst geplant."
Fünf Jahre später ausgeliefert, 55 % teurer - im Vergleich mit dem Flughafen BER aber immer noch ein Schnäppchen.
Das Heer muss bei Neueinstellungen von Puma-Soldaten darauf achten, dass sie nunmehr höchstens 184 Zentimeter groß sind.
Beim MARDER waren es noch 1,96 m - und dass bei einer im größer werdenden Jugend.
Der alte Marder-Schützenpanzer bleibt noch bis etwa 2025 im Einsatz.
Eingeführt wurde der MARDER ab Mai 1971, dann ist er bei Nutzungsende 2025 (falls das überhaupt eingehalten wird) also 54 Jahre alt. Das wäre dann ungefähr so, wie wenn man den ersten Panzer des ersten Weltkriegs aus dem Jahre 1916 gegen eine Leopard I des Jahres 1970 antreten lassen würde.
Grüße
Jörg
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