Freiwerdende Flächen Mannheim / Heidelberg und Umgebung
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Freiwerdende Flächen Mannheim / Heidelberg und Umgebung
Zuletzt geändert von palatinat; 01.11.2011, 10:05. -
Die Veröffentlichung dieser Broschüre wird von den beiden Gemeinden übrigens als "Kampfansage" gewertet, da sie der Planung vor Ort für die Konversion entgegenstrebt. Unter anderem werden hierdurch die direkten Absprachen zwischen Gemeinden, US Army und BIMA kompromittiert.Zitat von palatinat Beitrag anzeigenSie listet freiwerdende und freigewordene Militärflächen in der Rhein Neckar Region.
Streitpunkt sind insbesondere die auf Seite 14-17 dargestellten Flächen am Hauptbahnhof Heidelberg, bei denen sich US Army und Stadt Heidelberg untereinander auf eine mögliche schrittweise Reduzierung (Teilrückgabe nach beiderseitigem Bedarf) und Direktüberführung in Baufelder für das städtebauliche Projekt "Bahnstadt Heidelberg" verständigt haben. Die BIMA pfuscht schon länger in diese Absprachen rein und möchte die beiden betroffenen Flächen gerne en-bloc übernehmen und an den Meistbietenden verhökern.
Heidelberg leitet infolge dessen derzeit die nötigen vorgeschalteten Schritte für eine Enteignung der BIMA bzw. des Bundes für diese beiden Flächen ein.
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Im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 21.4.12 wird Turley Barracks für die Öffentlichkeit geöffnet. Es wird Lichtinstallationen sowie diverse Ausstellungen über das Gelände zur Zeit des Kalten Krieges (und davor) geben. Die Geschäftsstelle Konversion der Stadt Mannheim ist auch mit einem Stand vor Ort.
Der Ochsenpferch-Bunker wird übrigens auch (mal wieder) zu besichtigen sein.
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Das ist ja ein Ding.
Ich habe da mit meinem Bataillon (LogBtl 162) die Wache gestellt.
In den Coleman Barracks wurden wir untergebracht und in der Taylor Barracks Wache geschoben.
In der Sullivan Barracks haben wir unsere Freizeit verbracht.
Wuste nicht das die US Army die Standorte aufgegeben hat.
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Laut Stars & Stripes vom Freitag werden alle Housing Areas, CSC etc in Mannheim und Heidelberg vorgezogen zum 31.08.2013 geschlossen. Alle Kasernen mit Ausnahme Coleman, Funari, Spinelli Bks werden bis 30.09.2013 geschlossen. Die drei genannten werden zu diesem Zeitpunkt in Work Sites überführt, die nach Fertigstellung der Ersatzanlagen insbesondere in Kaiserslautern und Sembach (bis 2014-15) geschlossen werden.
Die vorgezogene Schließung der Housing Areas und der CSC kommt im Kontext dieses Threads insbesondere den Plänen der Stadt Heidelberg zugute. Bzgl. der - in halbhöflicher Umschreibung - angedrohten Enteignung der BIMA bzgl. des CSC-Geländes gibt es m.W. bisher nichts Neues.
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In Heidelberg hat sich eine Planungsgemeinschaft aus der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, vier Baugenossenschaften und den Volksbanken Heidelberg und Kurpfalz gebildet. Diese möchte die beiden Housing Areas in Heidelberg komplett übernehmen, modernisieren bzw. teilweise auch neu bebauen und anschließend mit einer gewissen Mietpreisbindung die nächsten 20 Jahre als Mietwohnungen halten. Vorgesehen ist eine Investition von mindestens 120 Millionen Euro, nach obenhin eher offen. In Abschätzung der voraussichtlichen Preise, die die Bima für die Gelände verlangen wird, wurde von einem der Repräsentanten schon was von 180 Millionen Euro gesagt.
Die Campbell Barracks sind seit März zur Umplanung ausgeschrieben im Rahmen des europaweiten Architektenwettbewerbs Europan 12. Hierbei soll hauptsächlich geplant werden, wie sich die Campbell Barracks und angrenzende Bereiche der Mark Twain Village als Stadtteilmitte für die Südstadt umplanen lassen.
Für das Gelände gibt es verschiedene Entwicklungsansätze, dabei wird üblicherweise der Paradeplatz künftig für eine beschränkte Freizeitnutzung z.B. in einen Park umgewandelt, evtl. mit kleinem See. Das Gebäudeensemble soll bestehen bleiben und evtl. für Dienstleistungen und Gewerbe, evtl. auch Behörden neu genutzt werden. Das erst vor wenigen Jahren neu gebaute NATO-HQ soll evtl. durch die Polizei nachgenutzt werden. Für die Stadtteilmitte ist allgemein der Bereich der Kreuzung Römerstraße/Rheinstraße angedacht. Hierbei soll die Standortkirche in jedem Fall in dieser Funktion bestehen bleiben, die Generalsvilla irgendeine öffentliche Funktion erhalten, der Raum um die Villa (d.h. primär der "Generalsparkplatz") in einen weiteren Park umgewandelt werden. Es ist angedacht an dieser Ecke zwei Wohngebäude abzureissen und durch einen neuen Gewerbebau mit Supermarkt o.ä. zu ersetzen; alternativ könnte dieser auch an der Ecke Römerstraße/Feuerbachstraße entstehen. Für die Römerstraße selbst gibt es - insbesondere bei den Bürgerversammlungen - öfters mal die Forderung, diese tieferzulegen und zu überbrücken bzw. evtl. großteilig einzuhausen, um die Trennwirkung der Bundesstraße zwischen Ost- und Westteil der Mark-Twain-Village aufzuheben.
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Vielen Dank kato dass du und bezgl. der Entwicklungen auf dem Laufenden hältst.
Empfehlen kann ich persönlich zum Thema das Buch "Memories of Mannheim", das ich eben gelesen habe:
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Die "International Support Kaserne" (voller Eigenname) war im Endeffekt so was wie der Technische Bereich für die NATO in Heidelberg. Hier war zuletzt das Forward Support Element des NATO HQ stationiert, aber auch z.B. die Fahrzeuge des Operational Liaison and Reconnaissance Team des Hauptquartiers.
KMZ: ISK.kmz
Laut NATO wurde am 2.8. dort das Kommando übergeben, die Übergabe muß also danach erfolgt sein: http://www.nato.int/fchd/Multi/Photo...801photos.html
(die Unterstützungseinheiten verlegen derzeit stückweise nach Izmir ans neue HQ)Zuletzt geändert von kato; 27.08.2013, 08:03.
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Noch rund 380 Soldaten und Zivilbeschäftigte arbeiten in drei Heidelberger Kasernen für die Nato: im Hauptquartier in den Campbell Barracks, den Patton Barracks sowie einer eigenen kleinen Liegenschaft, der International Support Kaserne. Nach Nato-Angaben leben etwa 150 Familien mit rund 350 Einzelpersonen in und um Heidelberg. Doch ab dem kommenden Jahr wird sich die Zahl der Nato-Mitarbeiter drastisch verringern. Die Einsatzzentrale hat noch bis 31. März 2013 ihre Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Quelle:
Der Grund sind die Sparzwänge des Militärbündnisses, das sich verkleinern muss. Aber auch durch den Abzug der US-Armee war die „Lebensfähigkeit“ des hiesigen Nato-Standortes gefährdet, …
Die International Support Kaserne müsste in der Rudolf-Diesel-Straße sein.„Wer die Vergangenheit nicht kennt,
wird die Gegenwart nicht verstehen“
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In der Campbell Barracks war am Freitag letzter Fahnenappell. Hierbei konnte im Keyes Building (Kommandantur) auch eine Ausstellung der US Army zur Geschichte der Garnison besichtigt werden. Wurde leider im Vorfeld nicht allzu publik gemacht, insbesondere dass das Ganze wirklich öffentlich war (nur Personalausweis nötig, keine Voranmeldung o.ä.). Dementsprechend waren dann wohl auch nur etwa 150 Personen da.
Artikel Rhein-Neckar-Zeitung mit Bilderstrecke:
Eine Weiternutzung des Keyes Building (und des benachbarten Eddy House, des Generalshauses) als Ausstellungsstätte zum Kalten Krieg bzw. zur Geschichte der USAREUR in Deutschland (also so, wie es die US Army am Freitag durchgeführt hat) ist derzeit seitens der Stadt angedacht. Momentan stellt man sich das so vor, dass hier eine Art allgemeine Bildungsstätte zur Sicherheitspolitik untergebracht werden soll, die einen Schwerpunkt natürlich in der Garnisonsgeschichte der Stadt hat, aber auch irgendwie weiterführend läuft.
P.S.: An der Nachrichtenkaserne (US Hospital) sind mir letzte Woche im Vorbeifahren auch die mangelnden Sperrgebietsschilder aufgefallen.
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Die Stadt Heidelberg und die BIMA haben nun einen Vertrag geschlossen. In diesem anerkennt die BIMA die ausschließliche Planungshoheit der Stadt, die Stadt hingegen den gesetzlichen Auftrag der BIMA. Die unterschiedlichen Interessen sollen untereinander zukünftig eng abgestimmt werden. In der Praxis wird sich dieses so auswirken, dass die Entwicklungsziele künftig zuerst gegenseitig kommuniziert und zur Bewertung der Fläche ein gemeinsamer Gutachter bestellt wird.Zitat von kato Beitrag anzeigenHeidelberg leitet infolge dessen derzeit die nötigen vorgeschalteten Schritte für eine Enteignung der BIMA bzw. des Bundes für diese beiden Flächen ein.
Der Heidelberger Konversionsprozess - inkl. der Abstimmung zwischen BIMA und Stadt - wird durch eine Studie der TU München begleitet.
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Dieses mal immerhin 48 Stunden vorher vermeldet:
Morgen am Freitag, 15.11. bietet die BIMA zwischen Besichtigungen des und Führungen durch das US Hospital / Nachrichtenkaserne Heidelberg an. Das Gelände kann in dieser Zeit so besichtigt werden, die beiden Klinikgebäude nur im Rahmen der (alle 20 Minuten beginnenden) Führungen betreten werden. Einlass von 13:00 bis 16:30 Uhr, um 17 Uhr wird wieder zu gemacht.
Übergabe der Fläche an die BIMA erfolgte vor 6 Wochen.
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