Sperranlagen im Landkreis Lüchow-Dannenberg

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  • Duebbekold
    Cold Warrior
    • 28.01.2018
    • 576

    #16
    Sperranlagen im Kreis Lüchow- Dannenberg Verdachtsfall bei Hitzacker

    Guten Abend den mitlesenden Forenmitgliedern,

    bei Hitzacker zwischen Sarchem und Hitzacker im Verlauf der L255 gibt es eine weitere, geradezu nach einer Trichtersperre
    schreiende Passage mit einer engen Bahnunterführung und einer Einmündung der L231 aus Richtung Neu Darchau.
    Die Stelle ist eng und da kein direkter Begegnungsverkehr möglich ist, wird der Verkehr mittels einer Ampelanlage geregelt.
    Im direkten Brückenumfeld gibt es eine Menge Gullideckel, bei manchen ist der Zweck ersichtlich, andere sind mysteriös.
    Asphaltflicken sind in der üblichen Rückbaugröße nirgends auszumachen, andererseits wurde das Brückenumfeld und die
    Einmündung in letzter Zeit öfter ausgebessert, so das da nicht viel zu sehen ist. Früher war das mal Dospa 1901.
    Ich stelle mal 10 eigene Bilder vom 03.03.2018 in diesem Forum zur Diskussion.

    Grüße

    DuebbekoldDSCN6999 (Kopie).JPGDSCN7003 (Kopie).JPGDSCN7006 (Kopie).JPGDSCN7008 (Kopie).JPGDSCN7010 (Kopie).JPGDSCN7012 (Kopie).JPGDSCN7013 (Kopie).JPGDSCN7018 (Kopie).JPGDSCN7019 (Kopie).JPGDSCN7022 (Kopie).JPG

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    • Duebbekold
      Cold Warrior
      • 28.01.2018
      • 576

      #17
      Sperranlagen im Landkreis Lüchow- Dannenberg Verdachtsfall Hitzacker

      Hallo und einen schönen guten Tag,

      da ich heute morgen im Raum Dannenberg verabredet war, habe ich mir auch noch schnell den
      Fortgang der Arbeiten an der Bahnbrücke über die L231 zwischen Hitzacker und Kähmen angesehen.
      Die Brücke steht, der Überbau ist hydraulisch an Ort und Stelle verschoben worden, nachdem er auf einem
      naheliegenden Platz vormontiert worden ist.
      Der Bahnverkehr bis Dannenberg/ Ost ist wiederaufgenommen worden, nachdem der Erixx für einige Zeit nur bis Hitzacker
      verkehren konnte.
      Die Brücke ist nur eingleisig dimensioniert worden, der Rest der Bahnlinie ist durchweg zweigleisig trassiert, obwohl
      seit jeher nur ein Gleis eingebaut worden ist. Zweigleisig ist an dieser Stelle auch bei Änderung der Gleislage ausgeschlossen worden.

      Die Wiedereröffnung der Strassenverbindung wird wohl noch etwas dauern, bis die Restarbeiten fertig sind.
      Leider wurde hier versäumt, für Radfahrer eine sichere Lösung zu finden, ein separater Durchlaß für die vielen Radwanderer wäre
      wünschenswert gewesen, weil die Durchfahrt nun zwar breiter geworden ist, die Unübersichtlichkeit an dieser Stelle aber geblieben ist.

      Die vermutlichen Reste eines Sprengschachts auf der Nordostseite habe ich auf der Baustelle nicht mehr finden können, ich habe versucht,
      die Stelle etwa bildlich festzuhalten.

      Schöne Grüße

      DübbekoldDSCN4402 (Kopie).JPGDSCN4401 (Kopie).JPGDSCN4400 (Kopie).JPGDSCN4397 (Kopie).JPGDSCN4396 (Kopie).JPGDSCN4394 (Kopie).JPGDSCN4393 (Kopie).JPGDSCN4348 (Kopie).JPGDSCN4346 (Kopie).JPG

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      • Duebbekold
        Cold Warrior
        • 28.01.2018
        • 576

        #18
        Dospa 6760

        Moin aus Lüneburg,

        heute, am 04.02.2020, fand ich in der aktuellen Ausgabe der Elbe- Jeetzel Zeitung einen Bericht über den Beginn
        des Rückbaus der drei Sprengschächte im Bereich der K36 zwischen Hitzacker und Wussegel oben auf dem Deich.
        Leider verbirgt sich der Bericht hinter einer Bezahlschranke.
        Damit verschwinden im Landkreis Lüchow- Dannenberg die letzten drei original erhaltenen Sprengschächte und damit
        die letzte erhaltene Trichtersperre, übrigens auch die einzige, die sich, soweit bekannt, die sich in einem Deich befindet.

        Dem Bericht zufolge war auch ein Großteil der Brücken über den Jeetzelkanal so vorbereitet, daß sie schnell hätten gesprengt
        werden können. Einige davon seien sogar verdeckt verkabelt gewesen. Der Jeetzelkanal selbst sei so angelegt gewesen, daß er nicht ohne
        Weiteres von Panzern hätte durchfahren werden können. Soweit der Bericht in der EJZ.

        Wenn man die Gegend kennt, kann man sagen, ein mächtiges Hindernis.

        Mit Grüßen aus Lüneburg

        Dübbekold

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        • Rex Danny
          Administrator
          • 12.06.2008
          • 4377

          #19
          Hinsichtlich dieses Artikels (https://www.ejz.de/lokales/lokales/w...864889-28.html) in der Elbe-Jeetzel-Zeitung, der Duebbekold und mir als PDF vorliegt, schrieb er mich an und bat um meine Meinung hierzu, da im Artikel widersprüchliche Aussagen hinsichtlich der in der Kreisstraße 36 auf dem Deich verbauten Schächte getätigt werden.

          Der Jeetzeldeichverband ist der Überzeugung, daß es sich um Sprengschächte aus dem Kalten Krieg handelte und hatte auch einen Antrag auf Kostenübernahme für den Rückbau bei der Bundeswehr gestellt. Die Bundeswehr selber erklärte aber auf Nachfrage, daß ihr keine Unterlagen über eine Sperranlage auf dem Deich vorliegen würden. Trotzdem übernimmt/ übernahm die Bundeswehr die Rückbaukosten.

          Ein ehemaliger Wallmeister, der in Bleckede lebt, gab ebenfalls an, daß es keine Sprengschachtanlage der Bundeswehr wären und behauptete, daß es sich um eine Anlage des Katastrophenschutzes handelte und zur Sprengung des Deiches im Hochwasserfall (Sollbruchstelle) diente.

          Das Landeskommando Niedersachsen gab zur These der Sollbruchstelle an, daß das zuständige WSA möglicherweise Unterlagen über diese Schächte habe. Das WSA Lauenburg als Betreiber des Deiches wurde durch die Zeitung auch angeschrieben, blieb aber eine Antwort auf die Anfrage schuldig.

          Die Kreisstraßenmeisterei Lüchow hatte Duebbekold am 05.03.2018 auf seine Anfrage eine Mail zurück geschrieben (liegt mir auch vor), daß es sich bei den drei Deckeln auf dem Deich um Sprengschächte handelte.

          Soweit eine kurze Zusammenfassung des Artikels, damit ihr nachvollziehen könnt, auf was ich mich in meinen Ausführungen an Duebbekold bezogen habe. Nachfolgend nun der exakte Text meiner Mail an Duebbekold:

          Hallo M......,


          ich habe diese alte Mail vom 06.03.2018 für meine Antwort genutzt, weil hier das Antwortschreiben der Straßenmeisterei Lüchow enthalten ist.

          Ich habe mir jetzt den Bericht aus der EJZ ein paar Mal durchgelesen und komme zu dem Schluß, daß es sich um Sprengschächte handeln könnte, es sich aber auch um Schächte zur Sprengung des Deiches bei Hochwasser handeln könnte. Ich tendiere aber eher zu echten Sprengschächten als zu Hochwassersprengschächten.

          Ich werde mal versuchen, die Einzelheiten aufzuschlüsseln:

          1.
          Der Jeetzeldeichverband sagt, es seien Sprengschächte aus dem Kalten Krieg. Es stellt sich die Frage, ob diejenigen, die dort verantwortlich zeichnen, überhaupt vom Alter her sich an die Zeit des Kalten Krieges erinnern können oder dies aufgrund der typischen Deckel nur behaupten, weil sie wissen, daß die Rückbaukosten dann durch die Bundeswehr getragen werden.

          2.
          Der Wallmeister sagt, es seien keine Sprengschächte der Bundeswehr, weil er die Anlage auf dem Deich nicht kennt. Von wann bis wann war der Wallmeister in diesem Bereich zuständig? Möglicherweise war die Sperranlage zum Zeitpunkt seiner Postenübernahme bereits aufgegeben und die dazugehörigen Unterlagen vernichtet, weil sich die strategischen Begebenheiten zwischenzeitlich nach Westen verschoben hatten.

          Mich macht auch die Aussage vom Wallmeister stutzig, daß die Sperranlage an der Elbe auf einer Nebenstrecke keinen Sinn machen würde. Warum aber gab es dann nachweislich auf einer unbedeutenden Strecke wie der Kreisstraße 30 zwischen Groß Heide und Langenhorst eine Trichtersperre (DOSPA 1899, Objekt-Nr.: DAN 0010) während die besser ausgebauten Bundes- und Landesstraßen zwischen der Zonengrenze und Dannenberg bzw. Lüchow keine Sperreinbauten aufwiesen.

          3.
          Die Bundeswehr selber sagt, daß es keine Sprengschächte der Bundeswehr waren mit der Begründung, sie hätten über die Anlage auch keine Unterlagen. Warum aber bezahlt die Bundeswehr dann den Rückbau? Eine Behörde zahlt für etwas, daß ihr nicht gehört? Das wäre ja mal ein echter Aprilscherz..............es sei denn, diese Anlage wurde vor sehr langer Zeit aus der Nutzung genommen und die Unterlagen dabei nicht nur beim VBK 25, sondern auch beim Pionierstabsoffizier im WBK II in Hannover vernichtet.

          4.
          Das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt in Lauenburg beantwortet eine Presseanfrage nicht. Ich habe als Privatperson bzgl. Sperreinbauten in Brücken und Straßen im Bereich von Bundeswasserstraßen mit diversen WSA Schriftverkehr geführt und eigentlich immer eine Antwort erhalten. Entweder hat man mir mitgeteilt, wo welche Sperreinbauten waren oder man hat sich darauf berufen, daß Auskünfte nicht erteilt werden dürften aufgrund von VS-NfD oder Geheim-Klassifizierung der Unterlagen. Sollten es also Schächte zur Sprengung bei Hochwasser sein, handelt es sich nicht um militärische Einbauten und wären demnach auch nicht klassifiziert.

          5.
          Die Straßenmeisterei Lüchow hat in ihrem Schreiben vom 05.03.2018 ganz klar geschrieben, daß es sich um Straßensprengschächte handelt. Die Straßenmeistereien haben auch Unterlagen über die Sperreinbauten im Bereich ihrer Straßen gehabt. Auch diese habe ich vielfach angeschrieben und ähnliche Erfahrungen gemacht wie mit den WSA. Mal positive Antworten und mal negative Antworten wegen Klassifizierung der Unterlagen.

          Fazit:
          Ich tendiere dazu, daß es sich bei den Schächten um Sprengschächte der Bundeswehr gehandelt hat, weil

          a) die Straßenmeisterei Lüchow weiß, was sich in ihren Straßen befunden hat und

          b) im Landkreis DAN sieben (7) mit Objektnummern versehene Trichtersperranlagen existierten, deren Nummerierungen aber nicht durchgehend waren, sondern DAN 0004, DAN 0006 (mit 2 Sprengstellen) und DAN 0010 waren, allesamt in unmittelbarer Nähe zur Zonengrenze, sowie DAN 0016, DAN 0017 und DAN 0018, die alle westlich von Dannenberg in Richtung Elbe-Seitenkanal lagen. Es waren also insgesamt mindestens achtzehn (18) Sperranlagen geplant oder sogar gebaut und vor 1990/ 1992 aus der Nutzung genommen worden. Dann hätten die Schächte bei Hitzacker mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Objekt-Nr. zwischen DAN 0001 und 0009 (ohne DAN 0004 und 0006) gehabt.


          Das war jetzt meine Einschätzung zum Thema. Ich bin gespannt auf deine Einlassungen. Vielleicht sollten wir dies alles auch im Forum mal thematisieren.

          Grüße und bleib gesund


          U.....



          Ich bin jetzt gespannt auf eure Einlassungen. Vielleicht hat ja der eine oder andere User noch weitere Informationen, die bislang nicht in die Recherchen der Zeitung eingeflossen sind, oder auch Unterlagen, die weder das Landeskommando Niedersachsen noch der ehemalige Wallmeister kennen.

          Grüße, frohe Ostern und bleibt gesund


          Rex Danny

          Kommentar

          • Duebbekold
            Cold Warrior
            • 28.01.2018
            • 576

            #20
            Dopst 6760

            Moin,

            ich habe mich inzwischen mit einer Quelle unterhalten können, die mit der Materie bestens vertraut ist, die ich aber aus
            verschiedenen Gründen nicht öffentlich nennen kann. Die Quelle ist überzeugend der Ansicht, das die Bundeswehr diese
            drei weit auseinanderliegenden Sprengschächte schon immer regelmäßig gewartet hat.

            Über die Elbe hinweg war allgemein der amphibische Angriff der 5.NVA Armee erwartet worden, insofern macht die Unterbrechung dieser relativ unbedeutenden Nebenstrecke dort schon Sinn.

            Die Deichlinie selber ist erst nach 2000 durch Fertigstellung der Hochwasserschutzmauer in der Ortslage Hitzacker
            endgültig geschlossen worden, was die Annahme, die Sprengschächte wären zum Hochwasserschutz eingebaut worden,
            zusätzlich schwächt. Die Schächte waren schon vor der endgültigen Fertigstellung der Deichlinie dort, hatten nach meiner
            Ansicht mit Hochwasserschutz nichts zu tun, sehr viel wahrscheinlicher aber mit Verbindungsunterbrechung an dieser Stelle.

            Grüße

            Duebbekold

            Kommentar

            • Duebbekold
              Cold Warrior
              • 28.01.2018
              • 576

              #21
              Dospa 6760

              Guten Abend aus Niedersachsen,

              da ich den Deichumbau bei Hitzacker zwar wegen Erwerbstätigkeit nur am Wochenende begleiten kann, gestattet es mir aber räumliche Nähe und ein großer, sparsamer
              Dieselmotor, dort periodisch vor Ort zu sein. Die Deichbauarbeiten laufen von Ost nach West, in Wussegel ist offensichtlich begonnen worden. Fertigstellungstermin der
              neuen Deichlinie ist für November 2020 angesetzt. Die Deichkrone wird augenscheinlich doppelt so breit, wie sie bisher mit der K36 darauf, gewesen ist. Ob und wo die
              K36 dann verlaufen soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
              Ich war am 23.05.2020 ziemlich früh morgens wieder dort, das hat den Vorteil, im Moment schon hell, aber kaum Menschen unterwegs, die ins Bild rennen, oder komische Fragen stellen könnten. Der Bereich ist durch Schotter, Sand- und Kleieberge auf der früheren Fahrbahn mit dem KFZ nicht oder nur schwerlich zu erreichen, so das immer
              ein Fußmarsch ansteht. Die Asphaltfahrbahn ist fast ganz geschreddert worden, nur im Westen nach Hitzacker zu, ist ein Rest der Straße noch begehbar..
              Auf den folgenden Bildern sind die drei Sprengschächte turmartig mittig in der alten Fahrstrecke, die man am gelben Sand erkennt, noch zu sehen. Man hat alles, bis auf
              die Einfassung der Sprengschachtdeckel, rundherum weggefräst. Nach Südwesten, bisher binnendeichs, ist die Verbreiterung der Deichkrone, klar zu sehen. Schotter.
              Am Deichfuß liegt beiderseits der Deichlinie Kleie? oder Lehmboden als vorletzte Deckschicht bereit. Die Tage der Sperranlage 6760, bestehend aus drei etwa 38 Meter
              auseinanderliegenden Sprengschächten, die bis jetzt aufgrund der Lage in einem Hochwasserdeich, einzigartig war, sind gezählt. Meine Bilder dürften die letzten Bilder
              dieser bis jetzt original erhaltenen Sperranlage im aktiven Zustand sein. Leider fand ich keinen einzigen Hinweis auf die Zündmöglichkeiten vor, also keine
              Hydrantendeckel oder Froschklappen, oder Überreste davon. Das Ton, Kleie oder Mergelgemisch ist angetrocknet unglaublich hart und wiederstandsfähig, so das
              da keine Untersuchungen stattfinden konnten. Ich stelle ein paar selbstgefertigte Bilder an das Ende des Berichts und verspreche eine Fortsetzung.
              Die Bilder laufen von West nach Ost bis Bild 6, Bild 7 ist aufgenommen vom dritten Sprengschacht ganz im Osten dieser Sperranlage. Wie die Miniaturansicht geht, keine Ahnung, ist aber vom restlichen Asphaltstück der K36 von West nach Ost photgraphiert.


              Grüße

              Dübbekold

              DSCN2137.jpgDSCN2139.jpgDSCN2142.jpgDSCN2145.jpgDSCN2147.jpgDSCN2150.jpgDSCN2157.jpg
              Angehängte Dateien

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              • Duebbekold
                Cold Warrior
                • 28.01.2018
                • 576

                #22
                Dospa 6760

                Moin,

                über Pfingsten hatte ich noch einmal Gelegenheit, mir den Deichneubau und den Rückbau der 3 letzten Sprengschächte im
                Raum Hitzacker anzusehen. Die Bauarbeiten schreiten voran, von ehemalig eingebauten Sprengschächten war auf der
                Deichkrone am 31.05.2020 nichts mehr zu sehen. Dafür sind riesige Materialmengen der im Deichbau verwendeten Rohstoffe
                herangefahren und meterhoch angehäuft worden. Kurz hinter der Marschtorstrasse ist Weiterkommen nur noch zu Fuß möglich.
                An einem der Materialberge fand ich dann überraschenderweise 3 fast ganz erhaltene Sprengschächte.

                Die drei ausgebaut und hier abgelegten Sprengschächte wurden offensichtlich nach Abnahme der Deckel und des jeweiligen
                Konusrings in einem Stück aus der Erde gezogen und hier abgelegt. An zwei Sprengschächten, die jeweils 3,5 Meter tief sind
                und einen Innendurchmesser von fast genau 60cm haben, konnte ich die Reste der Kunststoffrohre für die Zündleitungen nach
                außen feststellen, die dritte lag evtl. gerade auf diesen Rohren nach unten hin auf. Das innere, in den Deich gepreßte
                Führungsrohr ist bei jedem der drei Sprengschächte außen mit einer Betonummantelung versehen. Das Thema Sprengschacht
                ja oder nein dürfte sich damit erledigt haben. Ich halte diese Schächte nun zweifelsfrei für Sprengschächte der Bundeswehr
                gegen einen Überraschungsangriff der NVA und GSTD von Nordosten über die Elbe hinweg.

                Der neue Deich wird am Anschluß an die Hochwasserwand in Hitzacker eine Höhe von 17,05 m NHN, leicht steigend bis Wussegel
                auf 17,21 m NHN haben. Der neue Deich ist damit 1,00- 1,35 Meter höher als der frühere Deich. Quelle: NLWKN
                Die alte Bauwerkshöhe lag bei etwa 16,03 m über NN.

                Ich kann die geringe Sprengschachttiefe und den großen räumlichen Abstand zueinander aber für mich immer noch nicht
                sinnmachend erklären. Wer kann helfen?
                Ich füge einige Bilder der Baustelle und der ausgebauten Sprengschächte unten an, da würde mir auch eine Bedienhilfe
                zum sauberen Einfügen von Bildern sehr helfen, ein paar andere Personen hier im Forum können das augenscheinlich schon
                seit Jahren sehr gut.

                Grüße

                Dübbekold


                DSCN2231.jpgDSCN2253.jpgDSCN2254.jpgDSCN2255.jpgDSCN2257.jpg


                DSCN2258.jpgDSCN2259.jpgDSCN2264.jpgDSCN2286.jpgDSCN2290.jpg

                Kommentar

                • DeltaEcho80
                  Cold Warrior
                  • 09.03.2013
                  • 1724

                  #23

                  Ich kann die geringe Sprengschachttiefe und den großen räumlichen Abstand zueinander aber für mich immer noch nicht
                  sinnmachend erklären. Wer kann helfen?
                  Ich füge einige Bilder der Baustelle und der ausgebauten Sprengschächte unten an, da würde mir auch eine Bedienhilfe
                  zum sauberen Einfügen von Bildern sehr helfen, ein paar andere Personen hier im Forum können das augenscheinlich schon
                  seit Jahren sehr gut.

                  Grüße

                  Dübbekold

                  Hallo Dübbekold,

                  hat doch gut geklappt mit den Bildern!

                  Vielen Dank für die Bilder, die sicherlich historisch wertvoll sind bzw. werden.

                  Könnte es sein, dass die Schächte nicht so tief und weit auseinander gezogen waren, weil der Deich im Ernstfall vielleicht viel leichter "auseinander geflogen" wäre, als z.B. ein gewachsener Grund unter einer Straße?

                  Ich denke einfach mal laut, kann auch sein, dass ich völlig falsch liege.

                  Kommentar

                  • Rex Danny
                    Administrator
                    • 12.06.2008
                    • 4377

                    #24
                    Die Tiefe von 3,50 m pro Sprengschacht ist tatsächlich bei dem Abstand der Schächte zueinander als sehr gering anzusehen. Daher teile ich die Ansicht von DE, daß diese Tiefe wohl aufgrund der Bodenbeschaffenheit des Deiches völlig ausreichend gewesen sein muß.

                    @Dübbekold: Lagen dort nur noch die ausgebauten Röhren oder konntest Du auch noch die dazugehörigen Deckel vorfinden? Die würden nämlich für eine Ausstellung des Freilichtmuseums Molfsee gebraucht werden.

                    Grüße


                    Rex Danny

                    Kommentar

                    • Duebbekold
                      Cold Warrior
                      • 28.01.2018
                      • 576

                      #25
                      Moin,

                      da waren nur die ausgebauten Röhren. Deckel, Konusringe und Quertraversen werden weggebracht worden sein. Hoffentlich werden sie nicht zerkloppt, wie andernorts
                      wohl schon tausendfach geschehen. Vielleicht sehe ich sie in einem Museum mal wieder. Wir Deutschen haben ein sehr eingeschränktes Geschichtsverständnis, was sich sehr
                      oft auf 12 Jahre der Vergangenheit reduziert. Andere europäische Staaten gehen mit der eigenen, oft auch Kolonialgeschichte, ganz anders um.

                      Grüße

                      Dübbekold

                      Kommentar

                      • Duebbekold
                        Cold Warrior
                        • 28.01.2018
                        • 576

                        #26
                        Moin aus Nordost Niedersachsen,

                        laut eines Anrufs vom Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände in Dannenberg bei mir sollen die drei Sprengschachtdeckel
                        wie folgt verteilt werden:

                        1 Deckel bekommt das Freilichtmuseum in Molfsee für die Sonderausstellung - Spuren des kalten Krieges in SH (ab 01.11.2020 )

                        1 Deckel geht an das Grenzlandmuseum in Schnackenburg

                        1 Deckel zeigt bald das Swinmark- Grenzlandmuseum in Göhr

                        Alles Ziele in erreichbarer Nähe, werde ich mir sicher bald ansehen.


                        Grüße

                        Dübbekold

                        Kommentar

                        • Duebbekold
                          Cold Warrior
                          • 28.01.2018
                          • 576

                          #27
                          Dospa 1899 Trichtersperre K30 DAN 0010

                          Hallo aus Niedersachsen,

                          heute morgen wollte ich gegen Hellwerden in Hitzacker an der K36 zwischen Hitzacker und Wussegel sein,
                          um den Deichumbau an der ehemaligen Trichtersperre Dospa 6760 zu verfolgen.
                          Leider war die Zufahrtsstraße schon weit vorher abgeriegelt, und ich wollte nicht 500 Meter durch Baustellenschlamm laufen.

                          Also habe ich kurzfristig umgeplant und bin über Prisser und Jameln zur ex Trichtersperre DAN 0010 Dospa 1899 zwischen
                          Langenhorst und Groß Heide an der Jeetzel (Jeetzelkanal ) gefahren. Die Sonne war noch hinter Nebelschleiern versteckt,
                          aber es war einigermaßen hell. Die Brücke trägt, wie einige der Brücken hier im Gebiet, das Baudatum 1957.
                          Nach einem Bericht in der Elbe- Jeetzelzeitung EJZ vom April, waren alle Brücken über die Jeetzel (Jeetzelkanal ) verdeckt
                          verkabelt und bis 1990 zur kurzfristigen Sprengung vorbereitet gewesen.

                          Der Fahrbahnbelag über diese Brücke ist Anfang 2019 erneuert worden, das deutliche Quadrat des früheren Sprengschachtes
                          auf der Südwestseite seit dem Rückbau ist ebenso verschwunden wie die undeutlicheren Fragmente des oder der Schächte
                          auf der Nordostseite.

                          Anbei ein Satz Bilder, die ersten sechs von der Südwestseite aus, die letzten drei von Nordost nach Südwest.


                          Mit besten Grüßen

                          DübbekoldDSCN2891.jpgDSCN2894.jpgDSCN2895.jpgDSCN2897.jpgDSCN2898.jpgDSCN2901.jpgDSCN2906.jpgDSCN2908.jpgDSCN2909.jpg

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                          • Duebbekold
                            Cold Warrior
                            • 28.01.2018
                            • 576

                            #28
                            Dospa 1895 DAN 0018 Trichtersperre Oldendorf (Göhrde) - Göhrde

                            Moin aus Nordniedersachsen,

                            vor einiger Zeit war ich im Sommer früh Morgens mal wieder unterwegs gewesen
                            und bin dem Verlauf der B216 Lüneburg- Dannenberg gefolgt.
                            Der Landkreis Lüchow- Dannenberg war für seine Größe mit nur wenigen Sperranlagen
                            versehen gewesen.
                            Eine der wenigen Trichtersperren liegt kurz hinter dem Torhaus Nadlitz in einer relativ
                            starken Gefällestrecke in Kurvenlage mittig auf der B216 kurz vor dem Ortsschild Göhrde.

                            Die Sprengschachtanlage bestand aus 3 Straßensprengschächten hintereinander im
                            gewöhnlichen Abstand. Die Örtlichkeiten erlauben die Vermutung, das Froschklappen
                            links oder rechts am Fahrbahnrand zum Einsatz gekommen sind.
                            Für diese Behauptung gibt es eine Quelle, die die B216 seit ca. 30 Jahren mehrmals pro
                            Woche zwischen Lüneburg und Hitzacker befährt. Diese Quelle möchte unbenannt bleiben.
                            Die Sprengschächte wurden im Herbst 2000 im Zuge von Fahrbahnarbeiten zurückgebaut,
                            heute ist von der Sperranlage nichts mehr zu sehen.
                            Alle Bilder im Anhang sind von mir.

                            Grüße

                            Duebbekold
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                            • Duebbekold
                              Cold Warrior
                              • 28.01.2018
                              • 576

                              #29
                              DOSPA 1894 DAN 0016 Göhrde - Metzingen

                              Moin,

                              bei meinen periodisch durchgeführten Aufklärungsfahrten im Gebiet war
                              ich auch im Verlauf der Bundesstraße 216 in Göhrde.
                              Hinter Göhrde beginnt in Richtung Ost ein einigermaßen steiler
                              Anstieg und ein Kurve. Hier gab es bis zum Rückbau 1993 eine Trichtersperre.

                              Die Strecke ist hier verändert worden, die Bäume in Straßennähe sind gefällt
                              worden und es ist im Laufe der Jahre ein Radweg dazugekommen, weil der
                              Verkehr nach Öffnung der "DDR"- Grenze deutlich zugenommen hat.

                              Die Rückbaukosten dieser Sperranlage sind relativ hoch gewesen, so das
                              hier von mindestens 6 Sprengschächten auszugehen ist.
                              Ein befreundeter Förster sagte mir einmal sogar, das da 8 Straßensprengschächte
                              bis fast zum Parkplatz auf der rechten Seite der Bundesstrasse gewesen wären.

                              Belegbar ist das nicht, es sind keine verwertbaren Spuren mehr vorhanden.
                              Alle angehängten Photos sind von mir von 04.2020.

                              Grüße

                              Duebbekold
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                              • Duebbekold
                                Cold Warrior
                                • 28.01.2018
                                • 576

                                #30
                                DOSPA 6760 DAN XXXX Trichtersperre K 36 Hitzacker - Wussegel

                                Moin,

                                heute morgen war ich während einer Erkundungsmission am Elbdeich bei Hitzacker.
                                Der Deich ist fertig geworden, alle Baumaterialien und Lagerplätze sind geräumt, und
                                durch halbwegs normale Regenmengen ist das Gras am Deich angewachsen und grün.

                                Die Fahrbahn der K 36 auf der Deichkrone ist fertig, Fahrbahnmarkierungen sind angebracht worden
                                und von den ehemals drei Sprengschächten deichmittig ist nichts mehr zu sehen.
                                Der schon immer vorhanden gewesene Parkplatz ist erneuert und erweitert worden,
                                der Deich wurde verstärkt und erhöht, von der Trichtersperre ist nichts mehr zu sehen.
                                Drei eigene Bilder vom 29.08.2021 im Anhang.


                                Grüße

                                Duebbekold
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