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  • manide2001
    Rekrut
    • 07.11.2009
    • 16

    #16
    Allen die so versessen auf ehemalige NIKE Stellungen sind wünsche ich einmal eine 72 Stunden Schicht im 30 Min Status jetzt im Winter bei Eis und Schnee im kalten Bunker . alle 6 Stunden sämtliche Missile checken und wennn man hinten fertig war, vorne wieder anfangen. Nachts um 24 Uhr , dann morgens um 6 (ohne Frühstück) mittags um 12 (kein Mittagessen) und immer so weiter.und das über Jahre hinweg.Da würdet Ihr wahrscheinlich ganz anders denken und Eure Begeisterung wäre schnell verflogen. Von Checkteam ,ORE oder TacEval ganz zu schweigen.
    Nicht umsonst hatte NIKE die höchste Scheidungsate in der gesamten Lw.

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    • Horner
      Cold Warrior
      • 24.05.2009
      • 2295

      #17
      manide 2001,

      nein wir sind nicht versessen, wir geben es nur in einer Art. von Doku in Bild und Schrift wieder. Wenn dieses nicht festgehalten würde, was dann? Wenn Menschen, wie von den damaligen M-Einrichtungen nichts gewusst hatten.
      Eine Freudin von mir, aus Wiesmoor hatte überhaupt keine Ahnung was vorher in Hinrichsfehn war.
      Erst durch uns hat sie erfahren, dass da so etwas mal exestierte und jetzt in diesen Zustand aussieht, als wäre es ein Bauernhof und so auch auch genutzt wird. Was Kälte bzw. bei 24- 28 minus Graden bedeutet, seinen Job zu erledigen, habe ich auch erfahren, sowie andere unsere Waffengattung.
      Durch einen ehemaligen Freund, der schon lange nicht mehr unter uns weilt,bzw, musste die FlaRak im Winter immer Eisfrei sein und kontrolliert werden. Wenn Du möchtest, erzähle von Deinen Serv ein bisschen mehr, denn dann könnte man sich mehr ein Bild über diesen machen.

      Gruß

      Horner ( Beagle )
      Zuletzt geändert von Horner; 02.01.2010, 22:31.

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      • Betonkopf
        Warrior
        • 14.09.2008
        • 77

        #18
        An Manide2001: Stimme Horner zu! Hier ist viel über Technik und schöne Erinnerungen zu lesen
        und zu sehen. Aber es "menschelt" zu wenig. Als Anekdote wird über die Amerikaner gewitzelt, die mit special cleanig equipment ihre Raketen putzten und die Dinger nur mit Handschuhen anfaßten. Aber damals, live miterlebt, waren die Gefühle wohl nicht so lustig...

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        • manide2001
          Rekrut
          • 07.11.2009
          • 16

          #19
          Nein, das war es damals wirklich nicht.
          Aber ich habe das auch nicht negativ gemeint.
          Das ganze Leben hat sich immer nur am Einsatzstatus orientiert.
          Z.B Weihnachten, wenn sich die Batterie die im 30 Min Status befand beim BOC abgeldet hat um Ihre Weihnachtsfeier zu machen, dann hat mußte die nächste in den Status einsteigen.
          Das bedeutete, alle (meist 23 Raketen überprüfen, sämtliche Geräte besetzen,Luft, Öl an den Flugkörpern nachfüllen. Mit der IFC kontakt aufnehmen um eine Missile zu aquiren(Das MTR wurde damit überprüft) Und wie oft hat das die halbe Nacht gedauert, weil entwedder das MTR nicht richtig funktionierte oder unsere Rakete hatte einen Schlag. So wurden Fehler von einem zum Andern geschoben, bis es endlich dann geklappt hat. Mit Waffe, und Bettzeug den Bunker beziehen. Dort haben 6 Mann in jeweils 3 Kunststoffbezogenen Metallbetten die Nacht ,ständig unterbrochen durch Wartuings und Überprüfungsmaßnahmen verbracht.
          Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie das in so einem Bunker war.
          Der erste der Abends da rein ging, hat erst mal mit dem Besen die Heizkanäle abgeklopft, damit Ratten und Mäuse das Weite gesucht haben,Diejenigen die oben lagen haben sich zu tode geschwitzt und di die unten waren über dem kalten Betonboden sind fast erfroren.
          Das waren schöne Weihnachten und Silvestertage Immer 72 und dann 48 Stunden Einöde

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          • Horner
            Cold Warrior
            • 24.05.2009
            • 2295

            #20
            Bäh,Ratten und Mäuse als Untermieter, das geht ja gar nicht!!!
            Ich bin ja weis Gott kein Weichei, aber wenn ich irgendwo Ratten im Bunker hätte oder auf meinen Schlafsack sitzen hatte ( ist mir bei einer Übung Nachts passiert ), bekomme ich das Kribbeln auf der Haut. Bei einer Übung kann man das ja noch hinnehmen, aber im dauerhaften Dienst haben diese Tierchen nichts zu suchen. Wo ist denn dann die einigermaßene Hygiene abgeblieben, in euren Rucksäcken hattet Ihr doch bestimmt etwas zu Knabbern?

            Horner ( Beagle )

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            • manide2001
              Rekrut
              • 07.11.2009
              • 16

              #21
              Ist doch völlig normal, die Stellungen sind doch meist auf freiem Feld und die Bunkertüren standen auch andauernd auf und schließlich war es ja auch warm im Bunker.
              Hygiene war zur damaligen Zeit ein Fremdwort. Schließlich haben wir in Baracken gehaust, die ursprünglich für eine lebensdauer von 10 Jahren konzipiert waren, aber nach 30 jahren immer noch standen.
              Die Manschaften mit ca. 30 Leuten in einem Raum, die Unteroffiziere zu sechst in einem winzigen Raum und nur der LCO schlief in seinem Büro auf der Couch.
              Sicherungszug mit bis zu 40 Mann in einem Schlafraum und für die gesamte Truppe gab es einen gemeinsamen Aufenthaltsraum, in dem die Speisen eingenommen wurden und der fernseher stand.
              Wir hatten in den 70er Jahren noch nicht mal ne Küchenfrau, geschweige den ne Spülmasch. das kam alles erst viel später.
              Das Essen kam jeden Tag aus der 17Km entfernten Kaserne auf der Ladefläche auf der Abends die Hunde gefahren wurden.
              So war das damals und es hat sehr lange gedauert bis die Bedingungen etwas besser wurden.

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              • Horner
                Cold Warrior
                • 24.05.2009
                • 2295

                #22
                Ich möchte nicht wissen, wie viele unter solchen K-Zuständen am Rad ab drehen waren. Da war das " Kaffe` Viereck " neben den Kaserneneingang wohl ein Sanatorium, bzw. 3 Sterne Suite.
                Nun, man kann hier sehen, das die 70er bei den Raks einiges an Überraschungen zu bieten hatte und es nicht immer so gut war. Das wäre bestimmt in der heutigen Zeit undenkbar und ich glaube, das würden auch einige bei solchen Zuständen, nicht mit sich machen lassen.

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                • manide2001
                  Rekrut
                  • 07.11.2009
                  • 16

                  #23
                  Allein die Anfälligkeit des Gerätes und die vielen Überprüfungen haben uns schon fast in den Wahnsinn getrieben.
                  NIKE = Nicht immer klappt es.
                  HAWK = Heute alles wieder kaputt.
                  Das waren die zutreffenden Slogans damals.
                  Und wenn wir mal in einem nidrigen Status waren 12 Std. oder so, dann wurden bis zum Abwinken Wartungsarbeitensogennte PM (Preventive Maintainence) durchgeführt.
                  Manche Missile hatten mehr als drei!! farbanstriche im laufe der Zeit.
                  Beschäftigungstherapie eben am Wochenende.
                  Die Soldaten waren froh, wenn man Ihnen erlaubt hat so ab Sonntagmittag den Trainingsanzug anzuziehen.Denn das hieß Feierabend bis Montag Moregen halb sechs.

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                  • Horner
                    Cold Warrior
                    • 24.05.2009
                    • 2295

                    #24
                    Eine tolle einfache Erklärung, (N)icht (i)mmer (k)lappt (e)s = Nike usw.
                    Es gibt nichts schlimmeres nach dem Motto: Die Mechanik können wir reparieren, aber die Elektronik spielt uns einen Streich und diesen müssen wir erstmal finden. Wenn die Systeme so anfällig waren und dieses der Obrigkeit bekannt war (?), warum wurde dem nicht nach gegangen ( Fehler ausmerzen) um ein voll einsatzfähiges Waffensystem zu erhalten ( bestimmt erst in späterer Zeit ) ?
                    Was waren denn die Fehlermeldungen die am meisten auftraten ?

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                    • manide2001
                      Rekrut
                      • 07.11.2009
                      • 16

                      #25
                      Meistens waren es Streuspannungen, die durch Feuchtigkeit hervorgerufen wurden. Aber auch das Equipment der IFC war zur damaligen Zeit sehr anfällig.
                      Das Hydrauliksystem der Raketen mußte z.B. ständig einen bestimmten Vorspanndruck haben, ca. 1500 PSI.
                      Dies wiederum war abhängig von der Umgebungstemperatur. So das man ständig mit einem Highpressure Kompressor Luft und oder Hydrauliköl nachfüllen mußte.
                      Hinzu kamen sehr enge Toleranzwerte in den Wartungsvorschriften die auch bei jeder Überprüfung kontrolliert wurden.
                      Die Lenkanlage und alle wichtigen Bauteile wurden ständig elektisch beheizt.Schon eine poröse Gummiedichtung an irgend einem Überlaufventil konnte dazu führen, das nach einer Überprüfung durch ein Checkteam diese Missile als Non Op (also nicht einsatzbereit) gewertet wurde. Und was dies hieß, kannst Du Dir sicher vorstellen. Ist mir selbst mal passiert, obwohl dies eigentlich gar kein Bewertungskriterium war und auch in keiner Checkliste oder TM beschrieben wurde.
                      Nebenbei bemerkt hatte ich mich damals dagegen verwert und im Nachhinein auch recht bekommen.

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                      • Horner
                        Cold Warrior
                        • 24.05.2009
                        • 2295

                        #26
                        Das habe ich mir schon fast gedacht, das die Witterung (Feuchte, Temperatur) diese Mucken hervor gerufen haben. Aber das die Anlage ,so konzepiert war, dass das eine gleich fast alles Lahm gelegt hat, hätte ich nicht gedacht.Nicht zu Denken an die Einsatzerhaltung ( Betriebskosten ), wegen der ständigen elektrischen Heizung von der Lenkanlage und anderen wichtigen Bauteilen.
                        Das Chaos muß in der Dunkelheit am schlimmsten gewesen sein, um des Fehlers Herr zu werden.Aber eins ist komisch, wie kann man eine Missile als Non Op erklären, wenn es hierfür keine klare Anweisungen in den Checklisten oder TM, vielmehr nach gut dünkten gab?
                        Wenigstens hast Du nicht nach gegeben, was auch nicht vorhanden ist, kann man auch nicht heran ziehen.

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                        • manide2001
                          Rekrut
                          • 07.11.2009
                          • 16

                          #27
                          Das kann viele Gründe haben. Zunächst einmal gab es verschiedene Checkteams. Zum einen die aus der eigenen Einheit, dann von benachbarten Eiheiten, und letztendlich von SHAPE
                          Wenn jetzt unser Checkteam bei einer anderen Einheit in den Krümmeln gesucht hat,um denen ihr ORE Ergebniss nieder zu machen, dann war klar, das die Rache bei nächster Gelegenheit zurück zu uns kam. Und daraus konnten schon mal solche Dinge resultieren.
                          Selbst der kleinste fehler (wenn man nur einen Schraubendreher falsch benutze ) wurde gnadenlos festgehalten und im abschließenden Bericht mit Name des "Täters" veröffentlicht.
                          fehler wurden unterschieden in Minor oder Major, falsche Handhabung von Werkzeugen erschien als wrong handling from Tool and Equipment.
                          Es gab nichts, was es nicht gab.
                          Ein TAC EVAL fand jährlich statt und dauerte in der regel 3 Tage . Wochen davor gab es ein Pre Tac Eval, welches genau so lange dauerte aber halt ohne Check Team von SHAPE.
                          Ein Nichtbestehen dieser Überprüfung hätte bedeutet, das die entsprechende einheit aus dem LV Auftrag der Nato heraus gelöst worden wäre. was unabsehbare folgen für alle Beteiligten bedeutet hätte.
                          Von den ganzern anderen Überprüfungen wie NSI und anderm ganz zu schweigen.

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                          • suedbaden
                            Cold Warrior
                            • 06.01.2008
                            • 308

                            #28
                            Nsi

                            Die Nuclear Surety Inspections (NSI) gibt's immer noch bei den Nuklearwaffen der US Air Force. Was man sich dazu im Internet ergoogeln kann, spricht dafür, dass es heute so stressig ist wie damals.

                            Dieses Protokoll finde ich ganz interessant:

                            752 MUNSS, VOLKEL AB, NETHERLANDS 26-30 AUGUST 1996

                            Kommentar

                            • Störfang
                              Cold Warrior
                              • 14.01.2009
                              • 262

                              #29
                              Vielen Dank...für den Hinweis...
                              Hab die LA und die IFC aber schon.
                              Mir fehlen die Stellungen aus dem Südlichen Raum, also Bayern und Badenwüttemberg

                              Kommentar

                              • Firefighter
                                Systemadministrator
                                • 09.07.2006
                                • 1215

                                #30
                                Zitat von Störfang Beitrag anzeigen
                                Vielen Dank...für den Hinweis...
                                Hab die LA und die IFC aber schon.
                                Mir fehlen die Stellungen aus dem Südlichen Raum, also Bayern und Badenwüttemberg
                                Hallo,

                                was fehlt die den noch genau, also welches WaffSys?

                                HAWK, NIKE und PATRIOT sollte ja ziemlich vollständig sein, Mace/Matador
                                gab es nur in RLP, von der Matador-Erprobung der Bundeswehr in Kaufbeuren abgesehen.

                                Das einzige was dir noch fehlen könnte wären die Pershing-Stellung in BaWü und BY:

                                Pershing in Deutschland
                                bzw.
                                Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                                Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                                www.ig-area-one.de

                                Kommentar

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