Neuer Ausweichsitz der Bundesregierung

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  • Hummel
    Rekrut
    • 13.01.2011
    • 2

    #16
    Hallo zusammen

    Das Thema möchte ich aufwärmen. Im NOV 2009 erschien der Hinweis unter http://ausweichsitz.de/content/view/150/39 ("Licht an im Merkel Bunker?"):

    "Die Frage, wohin die Bundesregierung nach Aufgabe des Regierungsbunkers im Ahrtal ab 1997 evakuiert werden sollte, ist auch Thema eines neuen Buches, das im Dezember 2011 veröffentlicht wird. Dafür wurden bisher nicht freigegebene Unterlagen des Bundes erstmals ausgewertet und die entsprechende Örtlichkeit (die weder in Berlin noch Umgebung lag) fotodokumentiert. Mehr Informationen zum Buchprojekt, in das sich mehrere Autoren und Fotografen einbringen, gibt es Ende Januar 2011."

    Na da bin ich ja mal auf Ende Januar gespannt. "Weder Berlin noch Umgebung ...". Na mal schauen.

    Zu dem o.g. Erschießungssystem In Berlin (Unterirdisches Erschließungssystem zwischen Reichstag und Paul-Löbe-Haus (Tiergarten/Mitte)) habe ich dieses gefunden: http://www.unter-berlin.de/Heute.202.0.html dort recht weit unten unter Logistiksysteme.

    "Doch inzwischen hat sich das Lagebild massiv verändert. Konsequenterweise müsste ein Regierungsbunker also nach der sicherheitspolitischen Neubewertung 2001 wieder da sein – und unter Anwendung des Grundgesetzes und nach Auslegung der Antwort aus dem Bundeskanzleramt (März 2009: „Diese Planungen schließen neben einer angemessenen Notfallplanung auch eine Räumung der Bundesministerien und die Wahrnehmung ihrer wichtigen Regierungsfunktionen (...) an einem anderen Standort ein.“) für weit mehr als 1.000 Personen ausgelegt sein."

    ... so die Webseite ausweichsitz.de mit o.a. Link. Schutzbauten dieser Größe können nicht unverborgen sein seit 10 Jahren, oder? Das spricht aus meiner Sicht gegen einen Megabunker, ob neu oder alt (also aus DDR Zeiten, wobei diese Größe, hatte man die in einem Stück? Wenn nicht, muss man wohl gleich mehrere Geschenke aus DDR Zeiten übernommen haben).

    Hummel

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    • Torsten.OSL
      Rekrut
      • 21.09.2009
      • 32

      #17
      Die größeren Anlagen aus DDR Zeiten wären wohl u.A. die 5001 und die 5005. Wer die Anlage kennt weiß dass eine Nachnutzung Unsinn ist. Außerdem würde die Schutzklasse alter DDR Bauten bei weitem nicht mehr heutigen Anforderungen genügen. Also gehe ich mal von einem Neubau aus, wenn es in oder um Berlin so etwas geben sollte. Suchen würde ich einen solchen Bau eher außerhalb des Stadtzentrums. Da Berlin bei irgendeinem Angriff sicher ein Primärziel wäre, würde man ein Schutzbauwerk für längeren Aufenthalt wohl nicht im Bereich des potentiellen Ground Zero errichten.

      Gruß Torsten

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      • Hummel
        Rekrut
        • 13.01.2011
        • 2

        #18
        Hi Torsten

        Denke ich auch, Berlin City ist da eher unwahrscheinlich. Leider bin ich nur Amateur in dieser Sache trotz einiger Bunkerbesichtigungen (Berlin, Ausweichsitz NRW und ehemaliger Regierungsbunker). Müsste sich man mal länger damit beschäftigen, um herauszufinden, welche Größenordnung der Sitz mind. haben muss. Auf jeden Fall wohl nicht die 3.000 aus dem Ex-Regierungsbunker. Ob man heute überhaupt auf die 1.000 käme, die ausweichsitz.de nennt? Selbst das wäre ja ein riesiges Bauvorhaben gewesen. Selbst im Rahmen des Berlin-Umzuges wäre das wohl kaum zu verheimlichen gewesen.

        Der Gemeinsame Ausschuss hat 48 Mitglieder. Das ist doch schon mal eine Größe. Dann noch Stellvertreter, Sekretäre, Personal, dann landet man vielleicht bei einem Verhältnis von 1:3 und somit bei knapp 150. Mit Luft nach oben sagen wir 200. Auch nicht gerade klein und größer als die Einzelobjekte im Komplex 5000, oder? Vielleicht sind die anderen Insassen, welche noch in Marienthal untergekommen wären, nun dezentral vorgesehen, wo auch immer.

        [In der Schweizer Führungsanlage K20, die ich 2010 von außen besichtigt habe, soll Platz für den 8-köpfigen Bundesrat nebst einem angeblichem Ersatzparlament (30 Leute) plus Stabskräften sein, also eine überschaubare Größe. Es handelt sich ggf. eher um eine Art bombensicheres Konferenzzentrum mit Tonstudio. 250 Mio CHF Baukosten sind ja auch überschaubar. Und unauffälliger bauen konnte man es in den 80igern und 90igern auch dank Abwesenheit des Web und anderer Gesetzes- und Medienlage als in D. In der CH gibt es auch, soweit ich weiß, kein Pendant zum Gemeinsamen Ausschuss (D). Das Parlamant, die Bundesversammlung (CH), also National- und Ständerat, müssen mit ihren 246 Mann wohl woanders unterkommen. Die Anlage K20 liegt knapp über 63 km vom Regierungssitz Bern entfernt, mit Auto via Autobahn (zumindest zum größten Teil) zu erreichen und ideal per Zug vor die Haustür (zB Kandersteg SBB oder direkt vor die Türe beim Notausstieg im alten Lötschbergtunnel.]

        Irgendwann wird man es eh erfahren, wo der neue Regierungsbunker ist. Spannend wäre es, dies jetzt schon zu erfahren. Das dieses überhaupt so lange geheim bleiben konnte, ist schon verwunderlich, oder? Das ganze Bauwerk dürfte zwar nicht älter (im Sinne der Nutzung) als 10 Jahre sein. Aber bei der Parteien- und Medienlandschaft merkwürdig, dass da nichts durchkommt.

        Selbst wenn nur 200 Mann untergebracht werden, müsste so etwas ja auffallen. Irgendeinen Standort im Westen aufzupeppen, wenn es denn dort einen gegeben hätte, ist ja auch nicht gerade unauffällig. Da das Ganze aber irgendwo zumindest nahe an Berlin sein wird, wenn auch vielleicht nicht in der direkten Umgebung, muss es also wohl im Osten sein. Das meint wohl Neubau und somit wieder sehr auffällig. Oder gab es Objekte der DDR, die bisher nirgendwo so richtig im Fokus standen? Da wurden doch einige aus dem 5000er Komplex u.a. erst Ende 80iger fertig bzw. gar nicht fertig. Vielleicht gab's da doch etwas Brauchbares?

        Sind wir mal gespannt, was im Buch steht. Wenn dieses nie veröffentlicht wird, war's entweder ein PR-Gag (glaub ich nicht, dafür zu wenig PR), oder man lag richtig. Aber auch dann wird es durchsickern. Trotzdem ganz spannend zu spekulieren.

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        • karlbauknecht
          Rekrut
          • 15.11.2005
          • 46

          #19
          Hallo zusammen,

          eigentlich ist die Lösung dieser Frage ganz offensichtlich, denn Klaus Wowereit hat ja schon bestätigt, dass es einen Bunker unter dem Bundeskanzleramt in Berlin gibt.

          http://www.berlinonline.de/berliner-...032/index.html.

          Also muss man nur noch nach Bonn schauen, was uns dort zur Verfügung steht. Die Seite www.ausweichsitz.de hat hier schon einiges gesagt. Somit gehe ich davon aus, dass es einen gemeinsamen Bunker geben wird.

          Gruß aus Bonn
          Karl Bauknecht

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          • rubeck1
            Cold Warrior
            • 06.06.2009
            • 478

            #20
            Ein "Ausweichsitz" muss nicht notwendigerweise ein Bunker sein.
            Da gibt es ganz konkrete Anforderungen, aber nicht zwangsläufig die, das so etwas verbunkert sein muss.
            Und ein "Schutzraum" unter dem Bundeskanzleramt ist nicht automatisch ein Regierungsbunker bzw. Ausweichsitz.
            Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
            Interessengemeinschaft "area 1" -
            militärgeschichtlicher Verein e.V.
            www.ig-area-one.de

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            • dochol
              Cold Warrior
              • 18.05.2009
              • 629

              #21
              Zitat von karlbauknecht Beitrag anzeigen
              Hallo zusammen,

              eigentlich ist die Lösung dieser Frage ganz offensichtlich, denn Klaus Wowereit hat ja schon bestätigt, dass es einen Bunker unter dem Bundeskanzleramt in Berlin gibt.

              http://www.berlinonline.de/berliner-...032/index.html.

              Also muss man nur noch nach Bonn schauen, was uns dort zur Verfügung steht. Die Seite www.ausweichsitz.de hat hier schon einiges gesagt. Somit gehe ich davon aus, dass es einen gemeinsamen Bunker geben wird.

              Gruß aus Bonn
              Karl Bauknecht
              Unter dem Bundeskanzleramt gibt es Schutzräume. Das ist kein Geheimnis. Mit etwas Geduld stößt man auf entsprechende Firmen in den Ausschreibungen, sowie das Bundeskanzleramt als Referenz bei den Firmen.

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              • wuffingen

                #22
                Zitat von dochol Beitrag anzeigen
                Unter dem Bundeskanzleramt gibt es Schutzräume. Das ist kein Geheimnis. Mit etwas Geduld stößt man auf entsprechende Firmen in den Ausschreibungen, sowie das Bundeskanzleramt als Referenz bei den Firmen.

                Und für die Bevölkerung wurden vor einigen Jahren die Schutzräume aufgegeben ...

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                • Ausblick
                  Rekrut
                  • 11.01.2013
                  • 1

                  #23
                  Hallo,
                  ich bin Forum-Neuling aber seit Jahren Interessierrt an dem Thema, das ich hiermit gerne mal aufwärmen möchte.
                  Bei meinem (damals noch unwissenden) touristischen Besuch (vor der Wende) von Bad Neuenahr-Ahrweiler fragte ich mich sofort, warum zum Henker mitten in die Provinz eine feine menschenleere Autobahn gebaut wurde...heute weiß ich es. Dadurch lernte ich, daß solche Anlagen am besten an der "auffälligen" Infrastruktur zu erkennen sind. Nun, den neuen Bunker, der sicherlich nicht mit den auch in Bonn bereits üblichen Schutzräumen unter den Amtsräumen zu verwechseln ist, wähnte ich die ganze Zeit unterm Rennsteig im Thüringer Wald (weil: da mächtig viel getunnelt wurde (Bundesbahn/Autobahn) und bei den exzesiven Bautätigkeiten der Nachwendejahre dort kaum auffällig, und weil die Entfernung und Infrastruktur nach Berlin stimmt und weil das "gutes altes Bunkerland" ist, ich sag nur Jonastal). Seit einigen Wochen allerdings beschleicht mich ein stetig zunehmendes Bauchgefühl (und damit liegt man oft richtig), daß man vielleicht doch länger ein Provisorium nutzte und nun erst richtig gebaut hat. Und dieses Gefühl beschleicht mich seit dem es dieses mit suuper viel Tamtam inszenierte Drama um den BER-Flughafen gibt, daß doch offenkundig vorn und hinten nicht stimmig ist und die Ungereimtheiten zum Himmel schreien. Was dafür spricht? Nun, das es dort im WK2 unterirdische Heinkelwerke gab, das die Alt-Bunkersuche im Rahmen der Bautätigkeiten Gerüchteumrankt war und seither nicht mehr drauf eingegangen wird. Das der Flugplatz nun schon mindestens 4 Mrd Euro !!!! kosten soll (open End), das obwohl er eigentlich fertig ist, wegen dem popligen Brandschutz weitere 2 Jahre gebaut wird !!! (open End), aber jedermann der die Baustelle besucht berichtet, daß dort nicht gearbeitet wird und er keine oder nur ne Hand voll Arbeiter sah. Daß die Infrastruktur paßt: Anreise per Heli möglich, U-Bahn-Anschluß (man erinnere sich auch an die Kanzerbahn, die auch so langsam in Vergessenheit geraten wird) und Autobahn-Anschluß (im übrigen hat sich der Bund auch vehemend dagegen gestemmt daß die Grünen den weiteren innerberliner (Anschluß) Autobahnausbau kippen. Urplötzlich war das Thema über Nacht vom Tisch). Möglicherweise erfüllen Wowereit und einige wenige andere hier eine Nationale Aufgabe und "opfern" sich bei der öffentlichen Inszenierung den Versager zu miemen, um das ganze irgendwie zu erklären....was meinen die Forum-Experten ???

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                  • dochol
                    Cold Warrior
                    • 18.05.2009
                    • 629

                    #24
                    Zu dem Thema Flughafen möchte ich mich folgend äußern:

                    Und dieses Gefühl beschleicht mich seit dem es dieses mit suuper viel Tamtam inszenierte Drama um den BER-Flughafen gibt, daß doch offenkundig vorn und hinten nicht stimmig ist und die Ungereimtheiten zum Himmel schreien
                    Es ist schlichtweg ein Drama und ein Armutszeugnis für die planenden und ausführenden Stellen.

                    Nun, das es dort im WK2 unterirdische Heinkelwerke gab, das die Alt-Bunkersuche im Rahmen der Bautätigkeiten Gerüchteumrankt war und seither nicht mehr drauf eingegangen wird. Das der Flugplatz nun schon mindestens 4 Mrd Euro !!!! kosten soll (open End), das obwohl er eigentlich fertig ist, wegen dem popligen Brandschutz weitere 2 Jahre gebaut wird !!! (open End),
                    Anlagen aus dem WK2 würde ich als generell ungeeignet betrachten. Bunkersuche ist immer mit Gerüchten, UFOs und dem Bernsteinzimmer verbunden. Guck dich mal auf Nachbarwebsites um...
                    Und der "popelige Brandschutz" legt dir auch ganz schnell einen betriebsfertigen Flughafen lahm, dafür braucht es garnicht viel. Erinnerst du dich an Düsseldorf? Man ist ein "gebrandmarktes" Kind...

                    Anreise per Heli möglich, U-Bahn-Anschluß (man erinnere sich auch an die Kanzerbahn, die auch so langsam in Vergessenheit geraten wird) und Autobahn-Anschluß (im übrigen hat sich der Bund auch vehemend dagegen gestemmt daß die Grünen den weiteren innerberliner (Anschluß) Autobahnausbau kippen.
                    Hat jeder andere Flughafen auch. Im übrigen gibt ein Flughafen ein super Primärziel ab. Weshalb befinden sich die ganzen Warnämter, Ausweichsitze und sonstigen Führungsanlagen am Ende der Welt? Eben...
                    Und wenns nach den Grünen ging, würden auf der Autobahn Blumen wachsen.

                    Möglicherweise erfüllen Wowereit und einige wenige andere hier eine Nationale Aufgabe und "opfern" sich bei der öffentlichen Inszenierung den Versager zu miemen, um das ganze irgendwie zu erklären
                    So blöd ist keiner. Wozu der Aufriss?

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                    • rubeck1
                      Cold Warrior
                      • 06.06.2009
                      • 478

                      #25
                      Nun, lieber dochol, dass der Bund immer darauf achtet, ob Bauwerke geeignet sind, halte ich für ein Gerücht: der Rosengarten war ja für Schutzzwecke auch nur sehr bedingt geeignet...
                      Aber ansonsten stimme ich zu: die Idee, der Berliner Superflughafen diene nur der Verschleierung einer Ausweichsitzplanung und die Trampelbären Wowereit und Platzek würden sich dafür politisch opfern, ist ziemlich weit hergeholt. Wowi hat bereits mehrfach gezeigt, dass er es halt nicht kann und Herr Platzek steht ihm da nicht nach. Hier geht es einfach um Missmanagement und - ein wenig zur Ehrenrettung der beiden sei es halt auch gesagt - um eine grundsätzlich nicht beherrschbare Großbaustelle. Der "popelige" Brandschutz ist ein durchaus ernstes Thema, das bei Geringschätzung oder Fehleinschätzung zu erheblichen Problemen im Bauablauf führen kann (ich weiß aus eigener Erfahrung in der Praxis des Bundesbaus, was das bedeuten kann!). Und nicht nur im Bau a b l a u f: der Brandschutz
                      kann u.U. zu Kostensteigerungen führen, die schnell mal eine Maßnahme an den Rand des Scheiterns bringen.
                      Im Übrigen war es nicht zuletzt der Brandschutz, der den guten alten Ausweich-Rosengarten zu Fall gebracht hat...
                      Also, von wegen "popelig"!
                      Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                      Interessengemeinschaft "area 1" -
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                      • markusk
                        Rekrut
                        • 20.02.2007
                        • 2

                        #26
                        Zitat von Hummel Beitrag anzeigen
                        Hallo zusammen

                        Das Thema möchte ich aufwärmen. Im NOV 2009 erschien der Hinweis unter http://ausweichsitz.de/content/view/150/39 ("Licht an im Merkel Bunker?"):

                        "Die Frage, wohin die Bundesregierung nach Aufgabe des Regierungsbunkers im Ahrtal ab 1997 evakuiert werden sollte, ist auch Thema eines neuen Buches, das im Dezember 2011 veröffentlicht wird. Dafür wurden bisher nicht freigegebene Unterlagen des Bundes erstmals ausgewertet und die entsprechende Örtlichkeit (die weder in Berlin noch Umgebung lag) fotodokumentiert. Mehr Informationen zum Buchprojekt, in das sich mehrere Autoren und Fotografen einbringen, gibt es Ende Januar 2011."

                        Na da bin ich ja mal auf Ende Januar gespannt. "Weder Berlin noch Umgebung ...". Na mal schauen.
                        Hallo,

                        bei passender Gelegenheit (Besichtigung Kirspenich) habe ich den/die Macher von Ausweichsitz.de mal gefragt, ob er noch vor Veröffentlichung des Buchs mal verraten mag, welcher Ausweichsitz da in der Diskussion war. Und, da wäre ich auch nicht darauf gekommen: Das war Bunker "Erwin" - dessen Schicksal ist aber heute gut dokumentiert. Das Thema hat sich anders erledigt, als ich dachte. Das Kanzleramt hat, anstelle für einen gemeinsamen Ausweichsitz zu sorgen, jedes Ministerium einzeln angewiesen, sich selbst darum zu kümmern. Damit war das Kanzleramt wohl alle Sorgen los, bis auf die eigene. Und da scheint es unter dem Kanzleramt, wie hier berichtet, Schutzräume zu geben. In diesem Zusammenhang hat man mir auch geraten, bei Ein-/Ausfahrt mit der Bahn aus dem Berliner Hauptbahnhof mal auf Notausgangstüren zum Gleisbett hin zu achten. Da bin ich aber noch nicht dazu gekommen.

                        Viele Grüße,

                        Markus

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                        • dochol
                          Cold Warrior
                          • 18.05.2009
                          • 629

                          #27
                          Zwischen Hauptbahnhof und Kanzleramt liegt immernoch die Spree und einige hundert Meter. Bei den angesprochenen "Notausgangstüren" handelt es sich vermutlich um die dortigen Fluttore.
                          Im Regierungsviertel gibts es noch ein unterirdisches Erschließungssystem, darüber, und eine eventuelle Schutzeinrichtung, die dort vorhanden sein könnte, ist aber öffentlich nichts bekannt.

                          Zitat von markusk Beitrag anzeigen
                          Hallo,

                          bei passender Gelegenheit (Besichtigung Kirspenich) habe ich den/die Macher von Ausweichsitz.de mal gefragt, ob er noch vor Veröffentlichung des Buchs mal verraten mag, welcher Ausweichsitz da in der Diskussion war. Und, da wäre ich auch nicht darauf gekommen: Das war Bunker "Erwin" - dessen Schicksal ist aber heute gut dokumentiert. Das Thema hat sich anders erledigt, als ich dachte. Das Kanzleramt hat, anstelle für einen gemeinsamen Ausweichsitz zu sorgen, jedes Ministerium einzeln angewiesen, sich selbst darum zu kümmern. Damit war das Kanzleramt wohl alle Sorgen los, bis auf die eigene. Und da scheint es unter dem Kanzleramt, wie hier berichtet, Schutzräume zu geben. In diesem Zusammenhang hat man mir auch geraten, bei Ein-/Ausfahrt mit der Bahn aus dem Berliner Hauptbahnhof mal auf Notausgangstüren zum Gleisbett hin zu achten. Da bin ich aber noch nicht dazu gekommen.

                          Viele Grüße,

                          Markus

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                          • rubeck1
                            Cold Warrior
                            • 06.06.2009
                            • 478

                            #28
                            Nun, es mag Erwin gewesen sein, dort war ja zeitweise das Heeresführungskommando Hausherr, warum also nicht auch durch die Bundesregierung nutzen?
                            Auch die Ruppertsweiler underground facility (RUF II) wurde einst in die Überlegungen einbezogen und auch diesbezüglich begutachtet. Allerdings hat man dann wohl feststellen müssen, dass dort ein Rohbau im Berg war, den fertig zu bauen sich wohl kaum gelohnt hätte... Das sind die üblichen Floskeln, um eine ungeliebte Variante in den Akten verschwinden zu lassen. Ich vermute eher, dass man gar kein echtes Interesse mehr hatte, einen Ausweichsitz in der bisherigen Form zu betreiben, denn zur damaligen Zeit schien ja da Zeitalter des ewigen Friede-Freude-Eierkuchen angebrochen zu sein und man sehnte sich nach der "Friedensdividende", dem "Ende der Geschichte" und ähnlichem Quatsch. Wie weit es damit her war, zeigte der 11.9.2001, als schlagartig klar wurde, dass es immer noch Verrückte genug auf dieser Welt gibt, um in wenigen Stunden das gesamte Gleichgewicht zu zerstören und eine vermeintliche neue Welt"ordnung" vollkommen aufzulösen.
                            Die Illusion, wir brauchen das alles nicht mehr, wir können es uns leisten, auf Schutzmaßnahmen größeren Stils zu verzichten, hat in den vergangenen 20 Jahren dazu geführt, dass bewährte Strukturen beseitigt und dann völlig kopflos durch untaugliche Ersatzgebilde ersetzt wurden - sei es bei der Bundeswehr, sei es im Bevölkerungsschutz (neudeutsch für Zivilschutz), sei es im Polizeibereich...
                            Und da sind die Ausweichsitzplanungen nicht ausgenommen, wovon ich sicher ausgehe. Vermutlich liegt der Ausweichsitz in der Remise des Gästehauses Meseberg der Bundesregierung, gleich hinter dem Gästeklo und ist aus Brandschutzgründen leider nicht nutzbar.
                            Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                            Interessengemeinschaft "area 1" -
                            militärgeschichtlicher Verein e.V.
                            www.ig-area-one.de

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