Ausweichführungsstelle 7001 (MdI /DDR)

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  • vpbwolf
    Rekrut
    • 07.06.2009
    • 4

    #1

    Ausweichführungsstelle 7001 (MdI /DDR)

    1978 wurde die Dienststelle der DVP Blumberg, PFN 96 530, unter ihrem Dienststellenleiter Oberst d.VP Hans Wahner aufgestellt. Sie legendierte unter Archivverwaltung (Potsdam).
    Wehrpflichtige mit Bauberufen wurden aus den VP-Bereitschaften nach ihrer Grundausbildung zukommandiert. Es wurde mit dem Bau einer dreistöckicken Bunkeranlage für den Innenminister der DDR bei 'Heidekrug'/ Gielsdorf nahe dem Militärflugplatz Werneuchen begonnen. Im Frühjahr 1983 wurde der Bau abgebrochen und mit dem Bau einer einstöckigen Bunkeranlage am Ortsrand von Freudenberg begonnen. Dieses Objekt 7001 wurde im Juli 1985 vom anschließend aufgelösten Hochbau-Regiment Bernau an die Dienststelle übergeben, war aber noch nicht fertig gestellt.
    Die im Rahmen der Mobilmachungsmaßnahmen vorgesehenen 300 Mann des MdI-Stabes wurden bis zur Wende dreimal nach 22.00 Uhr alarmiert und in Bussen mit zugeklebten Fenstern antransportiert. Der Minister, Armeegeneral Friedrich Dickel, besuchte die Bunkeranlage zweimal zu anderen Zeitpunkten.

    Die Dienststelle unterstand dem 1. Stellvertreter des Chef des Stabes des MdI (Generalleutnant Friedhelm Rausch bzw. Egon Grüning).
    Sie untergliederte sich in die üblichen Stabseinheiten, einer technischen Einheit zum Betrieb und Wartung der Bunkeranlage, einer Nachrichteneinheit und der Sicherungseinheit (gekaderte VP-Bereitschaft).
    Die Sicherungseinheit hatte seine Kaserne bei Gielsdorf, die technische und die Nachrichteneinheit war untergebracht im Objekt der Bunkeranlage und die Funksende-/ empfangseinrichtungen bei Tuchen-Klobicke.

    In einer Dokumentation des ZDF über elektronische Kriegführung wurde diese Bunkeranlage bereits vorgestellt. In der Serie des MDR über geheime Objekte in der DDR unter Beteiligung des Bunkerexperten Paul Bergner (Major, HA VII des MfS) wurde über dieses Objekt auch berichtet.
  • Bors
    Rekrut
    • 06.12.2007
    • 7

    #2
    Hallo,
    ist von dem angefangenden Rohbau noch irgendwas zu sehen?

    MfG B.

    Kommentar

    • vpbwolf
      Rekrut
      • 07.06.2009
      • 4

      #3
      Besichtigung 7001

      Am 20. und 21. März 2010 konnte von 08.00-16.00 Uhr dieses Objekt besichtigt werden. Paul Bergner hat jeweils eine Stunde lang eine Gruppe geführt.
      Die drei Teilbunker sind, wie 1983 geplant, fertig gestellt worden. Nachfolgende Planungen für einen vierten größeren Bunker, verbunden mit einem Tunnel zu den anderen, wurden nicht mehr umgesetzt (geplant für 1990).
      Die Schutzklasse A erreichte kein Teilbunker, weil die DDR wirtschaftlich mindestens ab 1979 am Ende war. Die leztgenannte Aussage traf der Politstellvertreter von Generalmajor Winkler in einem Vortrag vor Lehroffizieren der Offiziershochschule im Herbst 1979, unterlegt mit harten ökonomischen Zahlen (u.a. 32 Mrd. US-Dollar Verschuldung der DDR).

      Der private Eigentümer lässt jedes Eindringen in das Gelände strafrechtlich verfolgen. Er ermöglicht Besichtigungen an zwei Tagen im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres, wenn es für ihn finanziell lukrativ ist.
      Gruß

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      • Hildesheim
        Co-Administrator
        • 10.11.2009
        • 498

        #4
        Zitat von vpbwolf Beitrag anzeigen
        Am 20. und 21. März 2010 konnte von 08.00-16.00
        Schön! Hätte ich auch gern vorher gewusst.

        Kommentar

        • Holzkopf
          Rekrut
          • 06.02.2011
          • 1

          #5
          Hallo
          gibt es neuen Termin zur Besichtigung von 7001 in Freudenberg ,habe dort von Mai 1988 -Februar 1990 Wache geschoben.


          Mfg Holzkopf

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