Wehrpflichtige mit Bauberufen wurden aus den VP-Bereitschaften nach ihrer Grundausbildung zukommandiert. Es wurde mit dem Bau einer dreistöckicken Bunkeranlage für den Innenminister der DDR bei 'Heidekrug'/ Gielsdorf nahe dem Militärflugplatz Werneuchen begonnen. Im Frühjahr 1983 wurde der Bau abgebrochen und mit dem Bau einer einstöckigen Bunkeranlage am Ortsrand von Freudenberg begonnen. Dieses Objekt 7001 wurde im Juli 1985 vom anschließend aufgelösten Hochbau-Regiment Bernau an die Dienststelle übergeben, war aber noch nicht fertig gestellt.
Die im Rahmen der Mobilmachungsmaßnahmen vorgesehenen 300 Mann des MdI-Stabes wurden bis zur Wende dreimal nach 22.00 Uhr alarmiert und in Bussen mit zugeklebten Fenstern antransportiert. Der Minister, Armeegeneral Friedrich Dickel, besuchte die Bunkeranlage zweimal zu anderen Zeitpunkten.
Die Dienststelle unterstand dem 1. Stellvertreter des Chef des Stabes des MdI (Generalleutnant Friedhelm Rausch bzw. Egon Grüning).
Sie untergliederte sich in die üblichen Stabseinheiten, einer technischen Einheit zum Betrieb und Wartung der Bunkeranlage, einer Nachrichteneinheit und der Sicherungseinheit (gekaderte VP-Bereitschaft).
Die Sicherungseinheit hatte seine Kaserne bei Gielsdorf, die technische und die Nachrichteneinheit war untergebracht im Objekt der Bunkeranlage und die Funksende-/ empfangseinrichtungen bei Tuchen-Klobicke.
In einer Dokumentation des ZDF über elektronische Kriegführung wurde diese Bunkeranlage bereits vorgestellt. In der Serie des MDR über geheime Objekte in der DDR unter Beteiligung des Bunkerexperten Paul Bergner (Major, HA VII des MfS) wurde über dieses Objekt auch berichtet.

Kommentar