Eisenbahnverladeanlagen im Rhein-Neckar-Kreis [HD]

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  • kato
    Cold Warrior
    • 03.03.2009
    • 882

    #16
    Für den Rhein-Neckar-Kreis sollte es das damit gewesen sein. Da es sich um den bevölkerungsreichsten Landkreis in Süddeutschland mit entsprechend umfangreicher Infrastruktur handelt schreibe ich mal noch ein bischen dazu;

    Militärische Rampen gab es natürlich wenige; Schwetzingen war der einzige Militärstandort im Kreis, und hatte in den Tompkins Barracks eine. Das teilweise im Kreisgebiet liegende ehemalige Munitionsdepot Kirrlach hatte keinen Gleisanschluss. Bedeutung für den militärischen Verkehr hatte daneben Meckesheim. Hier wären - nach Quellenlage durchaus existierende - Einzelwagenzustellungen aus dem Bundeswehrgerätehauptdepot Siegelsbach durch den NE-Betrieb SWEG übergeben worden; es gab aber auch (durch die DB gefahrene) durchgehende Züge ins im Nechbarkreis gelegene Depot.

    Im Grunde verfügte der Großteile der Bahnhöfe im Landkreis (nicht Haltepunkte) über Kopframpen überwiegend einfacher Form. Leistungsfähig zu einer Verladung wäre wohl vor allem die Anlage im Güterbahnhof Weinheim gewesen. Bahnhöfe ohne Rampenanlagen hatten im Regelfall ein vom Bahnhof meist abgesetztes Abstellgleis mit ausgewiesener Ladestraße, so etwa in Sinsheim, Ladenburg, Oftersheim oder Helmstadt.

    Anlagen an Anschlussgleisen abseits der Bahnstrecken waren bei Orientierung an Luftbildern 1968 nicht auffindbar, eine zeitweise Existenz solcher ist aber nicht auszuschließen. Ebenso gab es im Kreis zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig abgebaute Nebenstrecken etwa von Mannheim nach Ketsch. Etwas auffällig für den gewählten Zeitraum ist bzgl. Güterverladung im allgemeinen übrigens die vollständige Abwesenheit von dedizierten Verladeanlagen für Culemeyer-Straßenroller. Durch die hohe Anzahl von Anschlussgleisen und Umladestellen scheint dies zumindest im Rhein-Neckar-Kreis eine nicht nötige Option gewesen zu sein. In Heidelberg sowie zeitweise in Mannheim gab es derartige Anlagen.

    Teilweise Verwirrung stiftete eine Rampe am Bahnhof Sinsheim-Reihen ohne Ladegleis an eingleisiger Strecke. Es handelte sich wohl um eine Aufstellungsrampe für die dort bis in die 80er vorgenommenen Rübenverladungen (ca 200 Wagenladungen jährlich),

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    • kato
      Cold Warrior
      • 03.03.2009
      • 882

      #17
      Bahnhof Heddesheim/Hirschberg (ehem. Bf Großsachsen-Hirschberg)
      • Bahnhof Heddesheim-Hirschberg, ehem. Güterverladung; Zufahrt über Lobdengaustraße
      • Strecke 3601; Frankfurt - Heidelberg
      • 1 Seitenrampe
      • 1 Ladegleis
      • Güterverladeanlage im Umfeld des DB-Bahnhofs

      Kopf-Ladegleis mit Seitenrampe, ca 40m Ladekante. Seitlich anschließend Aufstellflächen (hierdurch Rampe ca 10m breit). Parallel zur Rampe befand sich am Ladegleis gegenüber eine Ladestraße von rund 150-200m Länge. Bei Bau der Autobahn A5 beginnend ab 1968 wurde von der Zufahrt der Rampe eine Direktauffahrt zur Anschlussstelle Hirschberg gebaut.

      Nachweisbar aktiv in Nutzung in Luftbildern 1968 und 1989, baulich als Relikt erkennbar in Luftbildern bis ca 2000. Gleis zu diesem Zeitpunkt bereits entfernt und Rampe bewachsen. Auf Luftbild 2015 im Gelände "erahnbar".

      Rampe nicht abgerissen, sondern überwachsen - heute durch dichten Baum- und Buschbestand praktisch nicht mehr erkennbar. Anmerkung: Das langgestreckte, grob dreieckige Gelände mit der ehemaligen Rampe und Ladestraße gehört als einziges Grundstück auf Ostseite der Gleise auf der Gemarkung Heddesheim, von daher ist wahrscheinlich dass der Zustand auch so bleibt.
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