Schnittstellen militärische/zivile Infrastruktur, Verkehrswege/Logistik
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Irgendwie ja schon, hier Treffen schließlich auch die Interessen der DB auf die des Militärs. Und der Anschluss erfolgt an ein weitestgehend zivil genutztes und betriebenes Netz.Zitat von B206 Beitrag anzeigenDann passt die Anlage ja eigentlich garnicht in das gewählte Thema hinein. Aber gut das es mal erläutert wurde!
Kommt nur erschwerend hinzu, dass die Anlage aktiv ist - von daher dürftest du Recht haben
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Noch ein "Verdachtsfall" an der A6:
An der Überführung Straßenheimer Weg (Mannheim) gibt es auf der Ostseite eine Ab/Ausfahrt, die über die Brücke auf direktem Weg zur Taylor Barracks führt. Auf der Westseite der A6 existiert eine entsprechende gesperrte Abfahrt vom/auf den Parkplatz Linsenbühl einige hundert Meter südlich. Die Ostabfahrt ist mit einem Kurvenradius von ca 15m für LKWs ausgelegt. Brücke und Abfahrt wurden 2009 mit dem 6-streifigen Ausbau der A6 erneuert, existierten aber schon vorher.
Für schwere LKW ist anderweitig die Zufahrt zur Taylor Barracks von der A6 eher kompliziert. Mit der Abfahrt wird allerdings gleichzeitig auch der Standort der Reiter- und Diensthundestaffel der Mannheimer Polizei (in Straßenheim) auf direktem Weg an die A6 angeschlossen, ohne über hessisches Gebiet fahren zu müssen.
49.51163° N, 8.56091° O
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Sontra …
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In der hessischen Kleinstadt Sontra (Werra-Meißner-Kreis) gibt es ebenfalls eine Vermischung von militärischer und ziviler Infrastruktur. Die von der 2008 freigegebenen Husaren-Kaserne nach Sontra führende Kreisstraße 28 wurde als »Militärstraße« konzipiert und entsprechend ausgebaut. So besitzen beispielsweise alle Brückenbauwerke (»Milchgraben«, »Mühlgraben, »Sontra«) der Wegstrecke vom ehemaligen Kasernen- und Standortübungsplatzbereich zur Fahrzeugverladeanlage am Sontraer Bahnhof eine einheitliche MLC [R(30/90)+K(30/70)]; zusätzlich verfügte die obere »Milchgraben«-Brücke über drei Sprengschächte.
Das kleine Bahnbetriebsgebäude gegenüber der ehemaligen bundeswehreigenen Fahrzeugverladeanlage ist mit einem Schutzraum versehen.Angehängte Dateien- »Sontra«_01.JPG (109,1 KB, 90x aufgerufen)
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sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H
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Zwei durchaus interessante Aspekte. Auf die durchgehend einheitliche MLC-Beschilderung werde ich mal achten müssen - so schwer es auch mangels Beschilderung sein wird.Zitat von Geograph Beitrag anzeigen.
In der hessischen Kleinstadt Sontra (Werra-Meißner-Kreis) gibt es ebenfalls eine Vermischung von militärischer und ziviler Infrastruktur. Die von der 2008 freigegebenen Husaren-Kaserne nach Sontra führende Kreisstraße 28 wurde als »Militärstraße« konzipiert und entsprechend ausgebaut. So besitzen beispielsweise alle Brückenbauwerke (»Milchgraben«, »Mühlgraben, »Sontra«) der Wegstrecke vom ehemaligen Kasernen- und Standortübungsplatzbereich zur Fahrzeugverladeanlage am Sontraer Bahnhof eine einheitliche MLC [R(30/90)+K(30/70)]; zusätzlich verfügte die obere »Milchgraben«-Brücke über drei Sprengschächte.
Das kleine Bahnbetriebsgebäude gegenüber der ehemaligen bundeswehreigenen Fahrzeugverladeanlage ist mit einem Schutzraum versehen.
Auch das Vorhandensein des Schutzraums bei einem so kleinen Bahngebäude bringt mich auf eine Idee. Das Land Hessen hat ebenfalls eine Karte mit Güterverkehrsstellen herausgegeben...
Grüße nach Nordhessen
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Dürfte wohl für das ansässige LogBtl sein, wenn die mit ihren SLTs rumkurven. Hab ich so aber auch noch nie gesehenZitat von dochol Beitrag anzeigenKleiner Zusatz:
Hier trifft ebenfalls militärische auf zivile Infrakstruktur: Querung in Mittelinsel
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Zuerst dachte ich, dass das gar nicht hierher gehört, aber jetzt bin ich mir sicher, dass es ein Volltreffer ist.
Ich meine den Bahnhof Fröhnerhof, der an der Bahnstrecke Enkenbach - Kaiserslautern östlich der Straßenunterführung zum Daubenborner Hof (K44) liegt: 49.473149, 7.862199 und die gesamte Strecke, an der er liegt.
Zum ersten mal habe ich das Gebäude vom Zug aus gesehen, weil ich ganz zufällig beim Vorbeifahren in die Richtung geschaut habe. Man muss schon sehr gut aufpassen, weil es ziemlich zugewachsen ist. In der Zwischenzeit habe ich es mehrmals beim Gassigehen besucht. Ich habe mich gewundert, dass es hier wohl einen Bahnhof bzw. eine Verladestelle gab, die offensichtlich schon seit längerer Zeit nicht mehr benutzt wird. Seltsam ist der Name "Fröhnerhof", weil der Daubenborner Hof im Süden viel näher liegt, als der Fröhnerhof im Nordwesten. Beide bestehen aus ein paar wenigen Gebäuden, die einen Bahnhof nicht unbedingt rechtfertigen. Gut 2 km weiter ist der ebenfalls stillgelegte Bahnhof Eselsfürth, der vom Hofgut Fröhnerhof über die Landesstraße zumindest bequemer zu erreichen wäre als der Bahnhof Fröhnerhof.
Aber es kommt noch dicker: Dazu muss man aus der Google-Karte etwas herauszoomen und etwas über die Geschichte der Bahn wissen. Die gesamte Strecke Enkenbach nach Kaiserslautern hat nach meinem Wissensstand militärischen UND zivilen Zwecken gedient, wohl auch noch zu Zeiten des kalten Krieges und die zivilen Zwecke sind in den letzten Jahren wieder zunehmend.
Die heutige Alsenzbahn wurde in den 1870er Jahren gebaut, als Abkürzung der Strecke Köln-Basel. Sie verlief zwischen Bingen und Neustadt/Weinstraße und sollte den damals vorhandenen Umweg über Mainz und Rheinhessen umgehen. Kaiserslautern war über den Bahnhof Hochspeyer angebunden. Bereits wenige Jahre später wurde die Direktverbindung Enkenbach-Kaiserslautern über die Eselsfürth gebaut, an der der Bahnhof Fröhnerhof liegt. Waren es wirklich rein zivile Gründe? Kaiserslautern hatte damals 17000 Einwohner, Enkenbach und Alsenborn haben heute zusammen 7000 Einwohner. Wenn heute ein Zug über Hochspeyer nach Kaiserslautern geht, dann dauert das drei oder vier Minuten länger als auf der direkten Strecke. Vor gut hundert Jahren war die Zeitersparnis sicher größer, aber hat das wirklich den Bau dieser schätzungsweise acht Kilometer langen Strecke gerechtfertigt?
Angeblicher Grund für den Bau der Strecke in der Mitte der 1870er Jahren war die touristische Erschließung der Eselsfürth für Kaiserslautern. (Quelle: http://www.enkenbach-alsenborn.de/hi.../e_hist05.html) Wenn man sich die Eselsfürth heute anschaut, bekommt man Zweifel. KL hat schönere Ecken in östlicher, westlicher und gleich hinter dem Betzenberg in südlicher Richtung.
Interessant wird es, wenn man schaut, welche militärischen Einrichtungen es in der Nähe des Bahnhofs Fröhnerhof gab, von denen es heute noch mehr oder weniger große Überreste gibt. Allerdings muss ich zugeben, dass es in meiner Kette noch eine Lücke zwischen dem Bau der Bahnstrecke und etwa dem ersten Weltkrieg gibt.
Nachweislich seit dem 1. Weltkrieg gab es auf dem Gelände des "Großen Fröhnerhofes" einen Truppenübungsplatz, der später auch von der Wehrmacht genutzt wurde. Vielleicht stammt der Bau des Bahnhofes aus dieser Zeit. Der ehemalige Truppenübungsplatz wurde nach dem 2. Weltkrieg von französischen Stationierungsstreitkräften vor allem als Übungsplatz für Panzer genutzt. Heute ist er eine Heidelandschaft (die größte südlich von Lüneburg??) und Naturschutzgebiet. An manchen Stellen kann man Panzerschießstände erahnen. Heidschnucken sorgen dafür, dass das Gebiet nicht verwaldet. In der Gaststätte "Zum Fröhnerhof" kann man sie essen (lecker zubereitet). Bei Google-Maps ist das Gebiet als "Mehlinger Heide" bezeichnet. Die A63 wurde an dieser Stelle übrigens erst vor wenigen Jahren fertiggestellt.
Noch näher am Bahnhof war die Nike/Mace-Stellung "Site I" (siehe: http://www.cold-war.de/showthread.ph...ight=Mehlingen und http://www.sembachmissileers.org/pho.../site-1-1960s/), die zur Sembach AB gehört hat. Auf der heutigen Google Map als "Sportpark Rote Teufel" ausgewiesen. Für die Airbase selbst dürfte der Bahnhof Fröhnerhof weniger interessant sein. Immerhin war dort oben ein Flugplatz auch schon zu Zeiten des 1. Weltkrieges geplant, möglicherweise auch ein Ausbau der Strecke von der Eselsfürth aus, Richtung Mehlingen und Sembach, aber das sind reine Spekulationen.
Als wir vor gut sieben Jahren nach Enkenbach gezogen sind, gingen fast alle Züge Richtung Kaiserslautern über Hochspeyer. Heute fährt kaum noch ein Zug Kaiserslautern-Bingen über Hochspeyer, sondern nimmt die kürzere Strecke am Bahnhof Fröhnerhof vorbei. Uns kommt das zugute, auch wenn es nur ein paar Minuten sind.
Fotos und weitere Informationen zu dem Bahnhof, der nur schwer zu finden ist, gibt es hier: https://www.drehscheibe-foren.de/for...395128,1395128 (aktuelle Fotos ganz unten).
Wolfgang Löster, Enkenbach
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Hallo,
könnte diese geteerte breite Fläche direkt neben der A 46
zur Infrastruktur der ehemaligen Nike-Basis gehören?
Gruß Thomas
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Von einen sinnvollen Nutzen aus denkbar, so eine Ausbuchtung ist auch meistens bei den bisherigen Mun-Depots zu sehen, die ich Aufgenommen habe. Auch hat es den Anschein, das die Anlage an die A 46 angebunden werden kann, wenn dieses von Nöten ist.
Danke für Dein Posting, denn jetzt weis ich wenigstens an was ich unwissend des öfteren Vorbeigefahren bin
Gruß
Horner
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Hallo,
bin eben nochmals an der Stelle vorbeigeradelt. Der Asphalt/Teer sieht relativ alt aus. Mir ist die Stelle erst vor einem Jahr aufgefallen, was 2007 dort war, weiß ich leider nicht.
@Horner: Ich wink dir mal von der Brücke, wenn du vorbei düst...
Gruß Thomas
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An der A6 gibt es kurz westlich des Parkplatzes Rennschlag (zwischen Viernheimer Dreieck und Anschlussstelle MA-Sandhofen) beidseitig Abfahrten in den Wald, die über eine Brücke verbunden sind. Der unmittelbar nördlich anschließende Wald an dieser Stelle war bis vor zwei Jahren das - ehemals abgezäunte - Militärische Sperrgebiet der Lampertheim Training Area der US Army.
In Google Maps und Google Earth sieht man auch sehr schön, daß die Einfädelung der südlichen Ausfahrt auf die Brücke (180°-Kurve) extrem großzügig ausgelegt ist um Schwerlastverkehr zu ermöglichen. Die Brücke sowie die Straße nach Norden in den Truppenübungsplatz sind auch dementsprechend ausgelegt.
Zwischen dem Parkplatz Rennschlag und der Abfahrt in Richtung Norden (50m ab Ende Beschleunigungsstreifen) ist der Seitenstreifen in voller 3,25m-Spurbreite ausgebaut. Dies daher, da die hessische Landespolizei auf Autobahnpatrouille gerne über genau die obige Abfahrt auf die entgegengesetzte Spur wechselt, ohne dabei hessischen Boden verlassen zu müssen - die Landesgrenze liegt 600m hinter dieser Abfahrt.
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