Abriss von Gebäuden entlang der einstigen Grenze der DDR zum Bezirk Unterfranken.

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  • Thunderhorse
    Cold Warrior
    • 09.02.2006
    • 1965

    #16
    Auch in den 1970er und 1980er Jahren wurden in Grenzgebiet Gebäude (Wohnhäuser, Scheunen, Ställe, etc.) abgerissen.

    Eicha, 1985 und 1987 insgesamt 3 Wohnhäuser.
    Haubinde 1979 1 Wohnhaus.
    Weitere Orte u.a. Albingshausen, Gompertshausen, Heldburg, Linden, Käßlitz, Schweickershausen, u.s. w..

    Foto zeigt Abriss eines Wohnhaus unmittelbar am noch nicht umgebauten GSZ.
    Vermutlich Hetschbach
    Quelle: GT, Archiv TH
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    • Thunderhorse
      Cold Warrior
      • 09.02.2006
      • 1965

      #17
      Kurz mal angemerkt:

      Die Länge der Grenze des Bezirk Unterfranken (Lkr Rhön-Grabfeld und Haßberge) zum damaligen Bezirk Suhl/DDR, heute Thüringen beträgt 124,377 km.

      Kommentar

      • Thunderhorse
        Cold Warrior
        • 09.02.2006
        • 1965

        #18
        Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
        Im Rahmen der Grenzsicherungsmassnahmen seitens der DDR wurden Gebäude / Weiler / Höfe / Ortsteile am Grenzverlauf und im bzw. außerhalb des Schutzstreifen geräumt und in den Folgejahren bis in die 80er Jahre hinein abgerissen.
        Entlang der Grenze des Regierungsbezirk Unterfranken zum einstigen Bezirk Suhl (Lkr. Meiningen und Hildburghausen) betraf es auch einige Objekte.
        Beginnend in der Hochrhön:

        Die Sophienhöhe.



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        Im Sommer 1945 übernahm zunächst die russische Besatzungsmacht das Domizil und betrieb es für ihre Zwecke.
        Das Haus wurde von der SMAD (Sowjetischen Militär-Administration) den deutschen Behörden überlassen. Nach weiteren Umbauten wurde es von SED-Untergliederungen als Erholungsheim für Funktionäre genutzt.

        Die Umgebung wurde nach 1952 weitgehend von Baum- und Buschbestand befreit und war dann eine Zeitlang unbenutzt – kurzzeitig sogar noch bewohnt - denn dieses wunderschöne Kurheim hatte einen kapitalen Fehler: Es war zu nahe an der Zonengrenze gelegen! Der zum Haus gehörende große Garten lag bereits jenseits der Demarkationslinie – also im „Westen“.

        Am 09. August 1967 begann der Abriss des Hotels, mit Nebengebäuden, durch Zivile Ar-beitskräfte der DDR. Zunächst wurden die Einrichtungsgegenstände abtransportiert, an-schließend der Dachstuhl, Fenster, Türen und anderes verwertbares Material ins Hinterland abgefahren. Am 30. und 31. August 1967 sprengte ein Sprengkommando die noch stehenden Mauerteile.
        Während der Abbrucharbeiten war ständig eine Streife des Bundesgrenzschutz aus Oerlen-bach (GSA III/2) vor Ort. Kurz vor den jeweiligen Sprengungen kam es zu Kontaktaufnah-men seitens der Sicherungskräfte des NVA-Kdo Grenze.
        Vom 01. Bis 11. September 1967 erfolgte durch zivile Arbeitskräfte der Abtransport des Bau-schutt der Gebäude, in Richtung Frankenheim/DDR.

        Luftaufnahme BGS, Archiv TH
        Sophienhöhe mit Nebengebäude Sommer 1966
        Klingende Reminiszenz an die Sophienhöhe
        Ein geschleiftes Kurhaus als Wunde der deutschen Teilung, und dazu rührender Gesang von fünf Fladunger Maulaffen. So hört sich eine Rhöner Geschichtsstunde an.


        Zum Kurhaus Sophienhöhe erschien ein Video.
        „Kurhaus Sophienhöhe - zerstört im Niemandsland"

        Der Film über Frankenheim auf der Rhön


        2016 | Länge 45 Minuten | DVD Pal 16:9
        grafik.png


        Seitens dem User Thunderhorse wurden hierzu Informationen und Fotos zur Verfügung gestellt.
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