Entlang der Grenze des Regierungsbezirk Unterfranken zum einstigen Bezirk Suhl (Lkr. Meiningen und Hildburghausen) betraf es auch einige Objekte.
Beginnend in der Hochrhön:
Die Sophienhöhe.
Im Sommer 1945 übernahm zunächst die russische Besatzungsmacht das Domizil und betrieb es für ihre Zwecke.
Das Haus wurde von der SMAD (Sowjetischen Militär-Administration) den deutschen Behörden überlassen. Nach weiteren Umbauten wurde es von SED-Untergliederungen als Erholungsheim für Funktionäre genutzt.
Die Umgebung wurde nach 1952 weitgehend von Baum- und Buschbestand befreit und war dann eine Zeitlang unbenutzt – kurzzeitig sogar noch bewohnt - denn dieses wunderschöne Kurheim hatte einen kapitalen Fehler: Es war zu nahe an der Zonengrenze gelegen! Der zum Haus gehörende große Garten lag bereits jenseits der Demarkationslinie – also im „Westen“.
Am 09. August 1967 begann der Abriss des Hotels, mit Nebengebäuden, durch Zivile Ar-beitskräfte der DDR. Zunächst wurden die Einrichtungsgegenstände abtransportiert, an-schließend der Dachstuhl, Fenster, Türen und anderes verwertbares Material ins Hinterland abgefahren. Am 30. und 31. August 1967 sprengte ein Sprengkommando die noch stehenden Mauerteile.
Während der Abbrucharbeiten war ständig eine Streife des Bundesgrenzschutz aus Oerlen-bach (GSA III/2) vor Ort. Kurz vor den jeweiligen Sprengungen kam es zu Kontaktaufnah-men seitens der Sicherungskräfte des NVA-Kdo Grenze.
Vom 01. Bis 11. September 1967 erfolgte durch zivile Arbeitskräfte der Abtransport des Bau-schutt der Gebäude, in Richtung Frankenheim/DDR.
Luftaufnahme BGS, Archiv TH
Sophienhöhe mit Nebengebäude Sommer 1966
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