Signalanlagen an der Grenze

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  • Thunderhorse
    Cold Warrior
    • 09.02.2006
    • 1972

    #16
    Sicherheitsbauwerk, Variante 1.
    Unterbringung der Geräte GSG, SSG, etc. normalerweise in Kabelverzweigerschränke.
    Oder eben in nicht mehr genutzten BBu.
    Sicherung mit Enschalter MK1.
    Dazu entsprechend der Signalmast.

    Fotos, eigene Aufnahme, Archiv TH
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    • Thunderhorse
      Cold Warrior
      • 09.02.2006
      • 1972

      #17
      Sicherheitsbauwerk für die Technik des GSSZ / GSZA80.
      Hier Variante 3 bzw. 4. Einbau in einem Kanaltrog.
      Kabelbunker nördlich der Bahnlinie HL-Herrnburg 02.07.1988

      Fast 40 Jahre nach der Wende in der DDR verblasst die Erinnerung an die Berliner Mauer und die innerdeutsche Grenze. Was früher einmal eine Dauerbaustelle der DDR war, gerät zunehmend in Vergessenheit. Die ehemaligen Sperranlagen

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      • Thunderhorse
        Cold Warrior
        • 09.02.2006
        • 1972

        #18
        Sicherheitsbauwerk für die Technik des GSSZ / GSZA80 / EG.
        Variante 2.

        Unterbringung in festen Bauwerken (Füst - Kellerraum / BT-9 - 1. Etage) in Kabelschränken, die gesichert waren, untergebracht.

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        • Thunderhorse
          Cold Warrior
          • 09.02.2006
          • 1972

          #19
          Da die neuen Tore vor dem Umbau des GSZ70P / GSZ74 zum GSSZ I oder II oder GSZ83 gesetzt und angeschlossen wurden, gab es in einer Übergangsphase auch beim GSZ70P / GSZ74, Tore mit elektromechanischer Sicherung.
          Foto: Archiv/Aufnahme/Quelle: TH
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          • Thunderhorse
            Cold Warrior
            • 09.02.2006
            • 1972

            #20
            Bei den GSZA-70 kam noch das KSB4-Kompaniesignalgerät Brocken als Anzeigegerät zum Einsatz.
            Foto zeigt Ausschnitt aus Grafik Montageplan für GSZA-70.
            Pläne in meinem Archiv.
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            • Thunderhorse
              Cold Warrior
              • 09.02.2006
              • 1972

              #21
              Ergänzung/Änderung zu Beotrag 11:

              Bezeichnung Anlage: GSZA 55 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)
              Bezeichnung Zaun: GSZ 55

              Gesamthöhe (m): 1,8
              Pfosten: Beton
              Streckmetallplatten: zunächst ohne, später 1 unverzinkte Platte unten
              Abweiser: ohne
              Drahtmaterial: Stahl, verzinkt
              Anzahl Drähte gesamt: 13
              Anzahl Drähte Abweiser: 0
              Isolatoren: Kunststoffisolatoren mit Metallkern an Holzleisten / Flacheisen
              Untergrabschutz: ohne
              Feldlänge (Grenzsignalzaunfelder) ca. (m): 20x 300m
              GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 55 Sektorblock
              GSG 55, Signalisation am GSZ-Feld, Nein, Sperrlänge bis 6000m.

              [COLOR="#00FF00(("]KSB-Brocken (Gerät für 5000m) in Kompanie oder Füst,
              (Kompaniesignalgerät, Typen: KSB-1 bis KSB-4)))[/COLOR]

              Besonderheit, Verwendung von erdverlegten Kabeln nicht möglich, Starkstromkabel.
              Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
              Besonderheiten: Dieser Zaun war ab 1955 zunächst als reiner Sperrzaun ohne Signalisierungsfunktion aufgebaut. Er wurde später (Mitte der 1960er Jahre) mit einem GSG 55 als Steuergerät zum ersten Signalzaun erweitert und später teilweise mit einer unverzinkten Streckmetallplatte unten erweitert.

              An Stelle der Versionen KSB:

              Anlagenteil GSG 55,
              Anlagenteil GSG 55 in Variante A / B / C / CC
              Zentraleinheit GSG 55
              Lade- und Verteilertafel
              Ladegleichrichter WSA 5 k
              Sektorblock

              Bezeichnung Anlage: GSZA 70 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)

              Hier kamen zum Einsatz:
              Kompaniesignalgerät
              KSB 2.1
              KSB 3
              KSB 4

              Anlagenteil GSG 70 in Variante A / B / C / CC
              Postentableau

              GSG 70 mit Einschub und Einschubträger
              Einschub I / II / III


              Bild 1:
              GSZA 70
              Anlage Brocken
              Signalteil

              Bild 2:
              Zentraleinheit GSG 55
              Quelle: Anlagenpläne zu GSZA 55
              Archiv TH
              Angehängte Dateien
              Zuletzt geändert von Thunderhorse; 13.04.2019, 12:17.

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              • Thunderhorse
                Cold Warrior
                • 09.02.2006
                • 1972

                #22
                GSSZ I, 2,90m Höhe vom Boden aus. Hier wurden die T-Träger an der Zaunkrone verwendet.
                Stäbe eingesteckt.

                GSSZ II und GSZ83, 2,30m Höhe. Hier wurden die Y-Träger an der Zaunkrone verwendet.
                Das neue Stecksystem wurde ab 1987 für alle Neubauten eingeführt.
                Quelle: Technologie GSSZ / GSZ83.
                Ähnliche Stecksysteme wurden bereits beim GSZ 70P verwendet.
                Fotos: TH, Ausschnitte
                Angehängte Dateien
                Zuletzt geändert von Thunderhorse; 03.05.2019, 14:03.

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                • Thunderhorse
                  Cold Warrior
                  • 09.02.2006
                  • 1972

                  #23
                  Kürzlich hat man erzählt, es gab am GSSZ, Vogelabweiser aus Flachstahl.
                  Na ja, wenn man nur Teile aus einem Zaun hat und dann noch jemand die Flacheisen zuvor hoch gebogen hatte, kann man schon etwas anderes daraus machen.

                  Es gab einen Übersteigschutz im Bereich der metallenen Y-Träger.
                  Darüber und teilweise auch darunter.

                  Fotos: TH (Ausschnitte)
                  Angehängte Dateien

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                  • Thunderhorse
                    Cold Warrior
                    • 09.02.2006
                    • 1972

                    #24
                    Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
                    Signalmittel (Handleuchtzeichen) bzw. Signalmittel rot/grün.


                    Signalmittel rot/grün war ein Eigenprodukt der DDR.
                    Da das NVA-Forum nicht mehr funzt.

                    Foto, Ausschnittvergrößerung. Signalmittel rot/grün.
                    Quelle; Eigene Aufnahmen TH
                    Angehängte Dateien

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                    • Thunderhorse
                      Cold Warrior
                      • 09.02.2006
                      • 1972

                      #25
                      Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
                      Ergänzung/Änderung zu Beotrag 11:

                      Bezeichnung Anlage: GSZA 55 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)
                      Bezeichnung Zaun: GSZ 55

                      Gesamthöhe (m): 1,8
                      Pfosten: Beton
                      Streckmetallplatten: zunächst ohne, später 1 unverzinkte Platte unten
                      Abweiser: ohne
                      Drahtmaterial: Stahl, verzinkt
                      Anzahl Drähte gesamt: 13
                      Anzahl Drähte Abweiser: 0
                      Isolatoren: Kunststoffisolatoren mit Metallkern an Holzleisten / Flacheisen
                      Untergrabschutz: ohne
                      Feldlänge (Grenzsignalzaunfelder) ca. (m): 20x 300m
                      GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 55 Sektorblock
                      GSG 55, Signalisation am GSZ-Feld, Nein, Sperrlänge bis 6000m.

                      [COLOR="#00FF00(("]KSB-Brocken (Gerät für 5000m) in Kompanie oder Füst,
                      (Kompaniesignalgerät, Typen: KSB-1 bis KSB-4)))[/COLOR]

                      Besonderheit, Verwendung von erdverlegten Kabeln nicht möglich, Starkstromkabel.
                      Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
                      Besonderheiten: Dieser Zaun war ab 1955 zunächst als reiner Sperrzaun ohne Signalisierungsfunktion aufgebaut. Er wurde später (Mitte der 1960er Jahre) mit einem GSG 55 als Steuergerät zum ersten Signalzaun erweitert und später teilweise mit einer unverzinkten Streckmetallplatte unten erweitert.

                      An Stelle der Versionen KSB:

                      Anlagenteil GSG 55,
                      Anlagenteil GSG 55 in Variante A / B / C / CC
                      Zentraleinheit GSG 55
                      Lade- und Verteilertafel
                      Ladegleichrichter WSA 5 k
                      Sektorblock

                      Bezeichnung Anlage: GSZA 70 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)

                      Hier kamen zum Einsatz:
                      Kompaniesignalgerät
                      KSB 2.1
                      KSB 3
                      KSB 4

                      Anlagenteil GSG 70 in Variante A / B / C / CC
                      Postentableau

                      GSG 70 mit Einschub und Einschubträger
                      Einschub I / II / III


                      Bild 1:
                      GSZA 70
                      Anlage Brocken
                      Signalteil

                      Bild 2:
                      Zentraleinheit GSG 55
                      Quelle: Anlagenpläne zu GSZA 55
                      Archiv TH
                      Skizze GSZA80 - GSSZ mit Angabe Numerierung der Signalfelder, Gassentore, GSG80, BT und Kabelkanalschacht.
                      Ausschnitt aus einer Unterlage der GT, Ebene GR/GKK.

                      Archiv TH.
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                      • Thunderhorse
                        Cold Warrior
                        • 09.02.2006
                        • 1972

                        #26
                        Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
                        Signal- und Leuchtmine NO-2.
                        Eingesetzt bei der DGP der DDR bzw. NVA-Kdo Grenztruppen bzw. Grenztruppen der DDR, innerhalb des Schutzstreifen.
                        Sowohl die NO-2 wie auch das im Beitrag 24 vorgestellte Signalmittel waren bei der NVA unter Minen eingestuft.

                        Zur NO-2
                        Es handelte sich um einen Leuchtsatz. Auslösung des Zünders, nach aktivieren des Spanndraht, durch einen Schlaghebel. Zündsatz zündete dann den Leuchtsatz.
                        Für das befestigen des Spanndraht gab es mehrere Möglichkeiten.
                        Leuchtradius je nach Höhe bis zu 100m, Dauer ca. 20 - 25 Sekunden.
                        Im Behälter befand sich u.a. Magnesium, Aluminium, Barium, Pech, Kohlenstoff, Nitrat, etc..

                        Beide Signalminen wurden verwendet zur Sicherung von Sperren und Objekten.
                        Zuletzt geändert von Thunderhorse; 31.08.2019, 10:41.

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                        • hardi
                          Rekrut
                          • 27.09.2019
                          • 9

                          #27
                          nur ein kurzer Nachtrag: alle hier erwähnten Begriffe der Grenzsicherungsanlagen werden im "Lexikon der innerdeutschen Grenze" recht ausführlich beschrieben. Hier ein Zitat aus der Buchvorstellung:
                          "Beidem großen Umfang an Stichwörtern kristallisieren sich folgende Schwerpunktthemenheraus: der strukturelle Aufbau des Grenzsicherungssystem, die Opfer desGrenzregimes (incl. Fluchtbewegung), die für die Grenzsicherung zuständigenMinisterien bzw. beteiligten bewaffneten Organe, die Diversität derdeutsch-deutschen Beziehungen (incl. Reise- und Transitverkehr) und derzeitgeschichtliche Kontext der 40-jährigen Existenz der deutsch-deutschenGrenze."
                          Hardi

                          Kommentar

                          • Thunderhorse
                            Cold Warrior
                            • 09.02.2006
                            • 1972

                            #28
                            Zitat von hardi Beitrag anzeigen
                            nur ein kurzer Nachtrag: alle hier erwähnten Begriffe der Grenzsicherungsanlagen werden im "Lexikon der innerdeutschen Grenze" recht ausführlich beschrieben. Hier ein Zitat aus der Buchvorstellung:
                            "Beidem großen Umfang an Stichwörtern kristallisieren sich folgende Schwerpunktthemenheraus: der strukturelle Aufbau des Grenzsicherungssystem, die Opfer desGrenzregimes (incl. Fluchtbewegung), die für die Grenzsicherung zuständigenMinisterien bzw. beteiligten bewaffneten Organe, die Diversität derdeutsch-deutschen Beziehungen (incl. Reise- und Transitverkehr) und derzeitgeschichtliche Kontext der 40-jährigen Existenz der deutsch-deutschenGrenze."
                            Hardi
                            Da mir das Buch vorliegt.
                            Es haben sich einige Sachen eingeschlichen, die so nicht zutreffen.
                            Beispiel auf Seite 159ff:
                            Foto zeigt nicht den GSZ70 sondern den GSSZ II.
                            Einen 2m Kontrollstreifen gab es erst ab den 80er Jahren am GSZ/GSSZ.
                            Es gab einen GSZ83 als Ersatz für den GSZ74.
                            Eine GSZA83 gab es nicht.
                            Bei der GSZA 55 gab es keine Signalisation am Zaun.

                            Kommentar

                            • hardi
                              Rekrut
                              • 27.09.2019
                              • 9

                              #29
                              danke für den Hinweis. Ich werde für einen Neudruck des Lexikons es entsprechend korrigieren.

                              Kommentar

                              • Thunderhorse
                                Cold Warrior
                                • 09.02.2006
                                • 1972

                                #30
                                Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
                                Ergänzung/Änderung zu Beotrag 11:

                                Bezeichnung Anlage: GSZA 55 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)
                                Bezeichnung Zaun: GSZ 55

                                Gesamthöhe (m): 1,8
                                Pfosten: Beton
                                Streckmetallplatten: zunächst ohne, später 1 unverzinkte Platte unten
                                Abweiser: ohne
                                Drahtmaterial: Stahl, verzinkt
                                Anzahl Drähte gesamt: 13
                                Anzahl Drähte Abweiser: 0
                                Isolatoren: Kunststoffisolatoren mit Metallkern an Holzleisten / Flacheisen
                                Untergrabschutz: ohne
                                Feldlänge (Grenzsignalzaunfelder) ca. (m): 20x 300m
                                GSG (Grenzsignalgerät zur Steuerung/Alarmauslösung/-übermittlung): GSG 55 Sektorblock
                                GSG 55, Signalisation am GSZ-Feld, Nein, Sperrlänge bis 6000m.

                                [COLOR="#00FF00(("]KSB-Brocken (Gerät für 5000m) in Kompanie oder Füst,
                                (Kompaniesignalgerät, Typen: KSB-1 bis KSB-4)))[/COLOR]

                                Besonderheit, Verwendung von erdverlegten Kabeln nicht möglich, Starkstromkabel.
                                Verwendung: HSE (=hinteres Sperrelement, Hinterlandzaun)
                                Besonderheiten: Dieser Zaun war ab 1955 zunächst als reiner Sperrzaun ohne Signalisierungsfunktion aufgebaut. Er wurde später (Mitte der 1960er Jahre) mit einem GSG 55 als Steuergerät zum ersten Signalzaun erweitert und später teilweise mit einer unverzinkten Streckmetallplatte unten erweitert.

                                An Stelle der Versionen KSB:

                                Anlagenteil GSG 55,
                                Anlagenteil GSG 55 in Variante A / B / C / CC
                                Zentraleinheit GSG 55
                                Lade- und Verteilertafel
                                Ladegleichrichter WSA 5 k
                                Sektorblock

                                Bezeichnung Anlage: GSZA 70 (GSZA=Grenzsignalzaunanlage)

                                Hier kamen zum Einsatz:
                                Kompaniesignalgerät
                                KSB 2.1
                                KSB 3
                                KSB 4

                                Anlagenteil GSG 70 in Variante A / B / C / CC
                                Postentableau

                                GSG 70 mit Einschub und Einschubträger
                                Einschub I / II / III


                                Bild 1:
                                GSZA 70
                                Anlage Brocken
                                Signalteil

                                Bild 2:
                                Zentraleinheit GSG 55
                                Quelle: Anlagenpläne zu GSZA 55
                                Archiv TH
                                Bild:
                                GSZ70-P mit Sektorblock GSG55
                                Archiv: TH
                                Angehängte Dateien

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