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Die innerdeutsche Grenze zog sich auf einer Länge von 1.393 km mitten durch Deutschland. Sie bildete sowohl die Nahtstelle als auch die Trennlinie nicht nur zwischen den beiden deutschen Staaten, sondern auch zwischen zwei unterschiedlichen politischen, militärischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systemen in Europa.
Sie teilte 45 Jahre lang Landschaften, Städte und Dörfer, zerschnitt Verkehrswege, trennte Familien, Verwandte und Bekannte voneinander und prägte das Leben von Millionen Menschen.
Die innerdeutsche Grenze entwickelte sich von einer zunächst grünen Grenze zu einer der am besten ausgebauten und gesicherten Grenze der Welt. Im Staatshaushalt der DDR waren 1989 2,2 Milliarden Mark für den „Schutz der Staatsgrenze West“ veranschlagt. Im Vergleich dazu betrug der Hochschuletat 3,7 Milliarden, für den Bereich Kultur 2,9 Milliarden Mark.
Finanziert haben wir das ganze Spiel der Herren in Ostberlin mit der harten DM, denn die Ostmark war ja grade mal gut zum Holzkohleanzünden.
Und nach 1989 war dann die harte DM/Euro gefragt, um die verkommenen Städte und die heruntergwirtschaftete Industrie wieder in Gang zu bringen, neue Strassen und Gleise zu bauen, während unsere "Brüder und Schwestern aus den "neuen Bundesländern" nichts besseres zu tun hatten, als sich Gedanken über ein neues Auto, Videorecorder , HiFi Anlagen und Auslandsurlaube zu machen, statt das undichte Dach ihres Hauses zu sanieren und ein ordentliches Klo in das Gemäuer einzubauen.
Ich habe es selbst erlebt: 5 !!! neues autos vor der Tür, Holzhütte als Klo auf dem Hof und gewaschen haben sich die 5 People an 1 !!! Hahn in der Küche. Mahlzeit.
Und vielerorts hat sich da noch immer nicht viel getan. " Es geht eben alle seinen Gang"
war denen ihr tägliches Schlagwort. Der " liebe gott " ist ja ein guter Mann, er wird es schon richten.
Das sind meine Gedanken zur "innerdeutschen Grenze "
Auch wenn sie manchen Leuten sauer aufstossen.
...meiner Meinung nach (und ich bin quasi äußerst-Wessi oder auch Fast-Franzose) darf man das nicht über einen Kamm scheren, dann müßte man auch die Wessis beschimpfen, die nach der Wende wie der Landvogt in den Osten sind und dort ihre alten Herrenhäuser wieder haben wollten als wäre nix passiert...Ich denke mal, dass die deutsche Geschichte (und an der waren vorherige Generationen ja maßgeblich beteiligt) uns den Mist eingebrokt haben und wir gerade deswegen lernen sollten, die Welt nicht nur in schwarz und weiß zu unterteilen. Dualistische Weltbilder gibt es leidergottes trotz der Katastrophen des letzten Jahrtausends, die uns eigentlich eines besseren belehren sollten, immer noch. Und mit Beispielen wie "Die Ossis mit Schüssel auf dem Dach" oder "der HartzIV-Mensch mit Porsche in Malle" werden zwar Ressentiments geschürt, aber ändern im positiven Sinne tun die nix...Und glaub mir, Leute, die nix zu Essen aufm Tisch haben, aber fünf neue Autos im Hof, die gibts auch im Westen (und das sind keine, die damals "rübergemacht" haben). So was darf man nicht von Regionalzugehörigkeit abhängig machen. Als denn, das Wort zum Sonntag... Gruß Thomas
...meiner Meinung nach (und ich bin quasi äußerst-Wessi oder auch Fast-Franzose) darf man das nicht über einen Kamm scheren, dann müßte man auch die Wessis beschimpfen, die nach der Wende wie der Landvogt in den Osten sind und dort ihre alten Herrenhäuser wieder haben wollten als wäre nix passiert...Ich denke mal, dass die deutsche Geschichte (und an der waren vorherige Generationen ja maßgeblich beteiligt) uns den Mist eingebrokt haben und wir gerade deswegen lernen sollten, die Welt nicht nur in schwarz und weiß zu unterteilen. Dualistische Weltbilder gibt es leidergottes trotz der Katastrophen des letzten Jahrtausends, die uns eigentlich eines besseren belehren sollten, immer noch. Und mit Beispielen wie "Die Ossis mit Schüssel auf dem Dach" oder "der HartzIV-Mensch mit Porsche in Malle" werden zwar Ressentiments geschürt, aber ändern im positiven Sinne tun die nix...Und glaub mir, Leute, die nix zu Essen aufm Tisch haben, aber fünf neue Autos im Hof, die gibts auch im Westen (und das sind keine, die damals "rübergemacht" haben). So was darf man nicht von Regionalzugehörigkeit abhängig machen. Als denn, das Wort zum Sonntag... Gruß Thomas
Die Herrenhäuser im Osten war ja auch deren Eigentum, nur wurden sie von solchen Möchtegern-Gleichmachern wie Ulbricht und Konsorten einfach enteignet. Und da die DDR in die BRD übergegangen ist , und nicht umgekehrt, gilt nun mal Wessi-Recht. Ich finde das ok.
Und von dem Besitz sind eh nur meist Ruinen übrig.
Ich würde verstehen, wenn die Sachen über die Jahre tadellos instand gehalten worden wären, dass dann eine Entschädigung fällig geworden wäre.
Aber alles wurde brach liegen gelassen oder ausgeschlachtet. Und nun regen die sich auf, wenn sie ander Leute Eigentum wieder los werden
Also zum Sonntagsausklang diese Anmerkung von mir
Grüsse
nordfan
Die Herrenhäuser im Osten war ja auch deren Eigentum, nur wurden sie von solchen Möchtegern-Gleichmachern wie Ulbricht und Konsorten einfach enteignet. Und da die DDR in die BRD übergegangen ist , und nicht umgekehrt, gilt nun mal Wessi-Recht. Ich finde das ok.
Und von dem Besitz sind eh nur meist Ruinen übrig.
Ich würde verstehen, wenn die Sachen über die Jahre tadellos instand gehalten worden wären, dass dann eine Entschädigung fällig geworden wäre.
Aber alles wurde brach liegen gelassen oder ausgeschlachtet. Und nun regen die sich auf, wenn sie ander Leute Eigentum wieder los werden
Also zum Sonntagsausklang diese Anmerkung von mir
Grüsse
nordfan
Na nordfan,
sieht mir nach einer ziemlichen Schwarz - Weiß Malerei aus, Dein Beitrag.
Gedanken zur Grenze ist in meinen Augen die falsche Überschrift für diesen Thread. Wenn ich an die Grenze denke, denke ich an die vielen Opfer dieser Grenze, die vor dem Menschenverachtenden Regime in Ostberlin flüchteten.
Gedanken zur Grenze ist in meinen Augen die falsche Überschrift für diesen Thread. Wenn ich an die Grenze denke, denke ich an die vielen Opfer dieser Grenze, die vor dem Menschenverachtenden Regime in Ostberlin flüchteten.
Viele Grüße
Boris
Natürlich hast Du recht, wir sind da etwas abgeschweift. Die Opfer dieses Regimes darf man nie vergessen. Und da drüben ( EX-DDR= "Neue Bundesländer ") laufen immer noch Unverbesserliche rum , die das ok finden, mit Schüssen an der Grenze. Deshalb finde ich es eben richtig, wenns da ab und zu ein Dämpfer gibt, sprich Rückforderungen von Enteignungen
sieht mir nach einer ziemlichen Schwarz - Weiß Malerei aus, Dein Beitrag.
Sind Dir Grauzonen lieber. Es gibt lt Gesetz nun mal Recht und Unrecht.
zumindest sollte es so sein. alles andere riecht nach Manipulation oder Schummelei. Und im Manipulieren und Betrügen war die DDR einsame Spitzenklasse
Zitatauszug:
Und da die DDR in die BRD übergegangen ist , und nicht umgekehrt, gilt nun mal Wessi-Recht. Ich finde das ok.
Also zum Sonntagsausklang diese Anmerkung von mir
Grüsse
nordfan[/QUOTE]
Ein kleiner Hinweis zu Deiner Schwarz - Weißdenke.
Auszug aus dem Einigungsvertrag: Art 9 Fortgeltendes Recht der Deutschen Demokratischen Republik (1) Das im Zeitpunkt der Unterzeichnung dieses Vertrags geltende Recht der Deutschen Demokratischen Republik, das nach der Kompetenzordnung des Grundgesetzes Landesrecht ist, bleibt in Kraft, soweit es mit dem Grundgesetz ohne Berücksichtigung des Artikels 143, mit in dem in Artikel 3 genannten Gebiet in Kraft gesetztem Bundesrecht sowie mit dem unmittelbar geltenden Recht der Europäischen Gemeinschaften vereinbar ist und soweit in diesem Vertrag nichts anderes bestimmt wird. Recht der Deutschen Demokratischen Republik, das nach der Kompetenzordnung des Grundgesetzes Bundesrecht ist und das nicht bundeseinheitlich geregelte Gegenstände betrifft, gilt unter den Voraussetzungen des Satzes 1 bis zu einer Regelung durch den Bundesgesetzgeber als Landesrecht fort. (2) Das in Anlage II aufgeführte Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt mit den dort genannten Maßgaben in Kraft, soweit es mit dem Grundgesetz unter Berücksichtigung dieses Vertrags sowie mit dem unmittelbar geltenden Recht der Europäischen Gemeinschaften vereinbar ist. (3) Nach Unterzeichnung dieses Vertrags erlassenes Recht der Deutschen Demokratischen Republik bleibt in Kraft, sofern es zwischen den Vertragsparteien vereinbart wird. Absatz 2 bleibt unberührt. (4) Soweit nach den Absätzen 2 und 3 fortgeltendes Recht Gegenstände der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes betrifft, gilt es als Bundesrecht fort. Soweit es Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung oder der Rahmengesetzgebung betrifft, gilt es als Bundesrecht fort, wenn und soweit es sich auf Sachgebiete bezieht, die im übrigen Geltungsbereich des Grundgesetzes bundesrechtlich geregelt sind. (5) Das gemäß Anlage II von der Deutschen Demokratischen Republik erlassene Kirchensteuerrecht gilt in den in Artikel 1 Abs. 1 genannten Ländern als Landesrecht fort.
Art 12 Verträge der Deutschen Demokratischen Republik (1) Die Vertragsparteien sind sich einig, daß die völkerrechtlichen Verträge der Deutschen Demokratischen Republik im Zuge der Herstellung der Einheit Deutschlands unter den Gesichtspunkten des Vertrauensschutzes, der Interessenlage der beteiligten Staaten und der vertraglichen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland sowie nach den Prinzipien einer freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Grundordnung und unter Beachtung der Zuständigkeiten der Europäischen Gemeinschaften mit den Vertragspartnern der Deutschen Demokratischen Republik zu erörtern sind, um ihre Fortgeltung, Anpassung oder ihr Erlöschen zu regeln beziehungsweise festzustellen. (2) Das vereinte Deutschland legt seine Haltung zum Übergang völkerrechtlicher Verträge der Deutschen Demokratischen Republik nach Konsultationen mit den jeweiligen Vertragspartnern und mit den Europäischen Gemeinschaften, soweit deren Zuständigkeiten berührt sind, fest. (3) Beabsichtigt das vereinte Deutschland, in internationale Organisationen oder in sonstige mehrseitige Verträge einzutreten, denen die Deutsche Demokratische Republik, nicht aber die Bundesrepublik Deutschland angehört, so wird Einvernehmen mit den jeweiligen Vertragspartnern und mit den Europäischen Gemeinschaften, soweit deren Zuständigkeiten berührt sind, hergestellt.
Die innerdeutsche Grenze zog sich auf einer Länge von 1.393 km mitten durch Deutschland...... zerschnitt Verkehrswege, trennte Familien, Verwandte und Bekannte voneinander und prägte das Leben von Millionen Menschen. Die innerdeutsche Grenze entwickelte sich von einer zunächst grünen Grenze zu einer der am besten ausgebauten und gesicherten Grenze der Welt....
Wenn ich an die ehemalige Grenze denke, dann eigentlich nur im Zusammenhang mit den teilweise sehr schikanösen Grenzkontrollen. Anfang der 70er Jahre (ich hatte eine Freundin in Berlin-West) wurde ich als damals 25 Jähriger oftmals aufs widerlichste schikanös und menschenverachtend kontrolliert. Oftmals waren die Grenzbeamten in meinem Alter, und heute frage ich mich manchmal, was aus diesen Menschen wohl geworden ist. Sitzen die jetzt irgendwo morgens bei „Tchibo“ und lesen die BILD, oder sind in Frühpension, Hartz IV, oder was?! Und wenn ich ihnen heute begegnen würde, was wäre wohl deren Erklärung? „Hab’ halt meinen Job gemacht!“ oder so ähnlich ?! Aber was auch immer, ich fühle nur tiefste Verachtung für diese Menschen. „Gedanken zur Grenze“ sind m.E. daher völlig müßig!
Gruß! Scaleon
Wenn ich an die ehemalige Grenze denke, dann eigentlich nur im Zusammenhang mit den teilweise sehr schikanösen Grenzkontrollen. Anfang der 70er Jahre (ich hatte eine Freundin in Berlin-West) wurde ich als damals 25 Jähriger oftmals aufs widerlichste schikanös und menschenverachtend kontrolliert. Oftmals waren die Grenzbeamten in meinem Alter, und heute frage ich mich manchmal, was aus diesen Menschen wohl geworden ist. Sitzen die jetzt irgendwo morgens bei „Tchibo“ und lesen die BILD, oder sind in Frühpension, Hartz IV, oder was?! Und wenn ich ihnen heute begegnen würde, was wäre wohl deren Erklärung? „Hab’ halt meinen Job gemacht!“ oder so ähnlich ?! Aber was auch immer, ich fühle nur tiefste Verachtung für diese Menschen. „Gedanken zur Grenze“ sind m.E. daher völlig müßig!
Gruß! Scaleon
Wie sahen diese widerlichsten - "menschenverachtenden" Kontrollen denn aus?
Und wo, Kontrolliert wurde auf beidne Seiten.
Eventuell in einem Neuen Treat einbringen.
Ok, hast mich überzeugt, sorry, dass ich etwas engstirnig denke, aber meinen Verwandten hatte man auch einige Häuser und Grund und Boden aus der Nase gezogen.
Hier hat es allerdings mit der Rückführung geklappt, auch wenn meine Tante einen Stasi-Major ( oder EX---) herausklagen musste, der wiederum mit irgendwelchen Seilschaften versuchte sie unter Druck zu setzen. er wohnt jetzt in einem Plattenbau in Berlin.Sicherlich nicht so schön wie vorher, aber er weiss bestimmt , wo die Mikrofone versteckt waren.
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