25.01.1981 Flucht von 2 Soldaten - Rhönkopf / Salkenberg GA42 - nnw Leubach/Rhön / no Frankenheim/Rhön

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  • Thunderhorse
    Cold Warrior
    • 09.02.2006
    • 1943

    #1

    25.01.1981 Flucht von 2 Soldaten - Rhönkopf / Salkenberg GA42 - nnw Leubach/Rhön / no Frankenheim/Rhön

    Am 25.01.1981, heute vor 45 Jahren, flüchteten gegen 14:30 Uhr zwei Angehörige der Grenzkompanie Erbenhausen (11 GK) des GB Kaltennordheim/Grenzregiment 3 Dermbach am Rhönkopf/Salkenberg in den Westen.
    Es handelte sich um einen der drei Grenzaufklärer der GK Erbenhausen (Fw H.) und um den Unteroffizier für K-Technik/Schirrmeister der GK, (Uffz D.).

    Der Grenzübertritt erfolgte ca. 200 östlich der Grenzsäule 1864, bei Grenzpunkt 87 durch Überwinden des Grenzzaun I, ein
    ca. 2,70 m hoher Metallgitterzaun.
    Diese Stelle war Minenfrei. die im Abschnitt installierte Anlage 501 endete auf Höhe der Grenzsteine 84/85 am Grenzknick.
    Der ca. 100m westlich stehende BT9 war nicht besetzt.
    Und es herrschte eine in jenen Tagen teilweise extreme Schneelage. Für das Freiräumen der Kolonnenwege rund um Frankenheim/Birx wurde über mehrere Tage eine Planierraupe eingesetzt.

    Zu jener Zeit wurde im Abschnitt die Battalionssicherung durchgeführt. Grenzbattalion mit 4 GK. Jeweils eine GK sicherte mit 4 Zügen je einen Sicherungsabschnitt des Grenzrbattalion.
    Beide Soldaten fuhren nach dem Abrücken der Züge der GK in den Abschnitt.
    Nach dem passieren eiens Tores im Grenzsignalzaun, damals ein einreihiger Metallgitterzaun mit Signalteil an der Krone, die Tore waren noch nicht alle an die Signaltechnik angeschlossen erreichten diese zu Fuß das vordere Sperrelement.

    Kartenausschnit Grenzkarte 1:500 der Grenzkommission, GA 42, GZb
    Kartenausschnitt Karte 1:25000 der GT
    Beide Archiv TH
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  • Thunderhorse
    Cold Warrior
    • 09.02.2006
    • 1943

    #2
    Nach dem Grenzübertritt begaben sich die beiden in Richtung Fladungen, nachdem Sie sich im Bereich der Erlesmühle, nördlich von Oberfladungen, aufgehalten hatten um den Bereich bei Melpers zu beobachten.
    Ein Ehepaar verständigte nach Ansprache die Grenzpolizei welche die beiden bei Oberfladungen abholte.

    Blick auf den Bereich des Grenzübertritt aus nördlicher Richtung.
    Luftbildausschnitt aus den 1980er:
    GSA Süd 1/GS-Flst Süd - Archiv TH

    Zu sehen der Grenzsignalzaun, der BT9 und der einreihige Metallgitterzaun GZI im Bereich des Rhönkopf.
    Links oben der GZI im Bereich des östlichen Streuübergangs.

    Ergänzung zu 1:
    Nach dem passieren eines Tores im Grenzsignalzaun, damals ein einreihiger Metallgitterzaun mit Signalteil an der Krone, die Tore waren noch nicht alle an die Signaltechnik angeschlossen,
    liefen beide im Streuwald in Richtung Grenze vorderes Sperrelement.
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    Zuletzt geändert von Thunderhorse; 25.01.2026, 12:50. Grund: Ergänzung für Beitrag 1

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    • Thunderhorse
      Cold Warrior
      • 09.02.2006
      • 1943

      #3
      Luftaufnahme vom Bereich des BT9 in Richtung des ehemaligen OTS-Turm auf der Höhe 816 sowie von südlicher Richtung zum BT9 lfd. Nr. 3.
      Eigene Aufnahmen, Quelle/Archiv TH
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      • Thunderhorse
        Cold Warrior
        • 09.02.2006
        • 1943

        #4
        Ab dem 26.01.1981 erfolgte eine Befragung der beiden Grenzsoldaten durch die bundesdeutschen Grenzbehörden.
        An Bewaffnung wurden die Pistole Makarov und die AK KM des H. mitgeführt.
        Wobei der Uffz. D. die AK KM führte.
        GAK H. brachte sein GAK-Tagebuch und Skizzen zu den 4 Sicherungsabschnitten des III. GB mit. Sowie weitere Unterlagen.

        Seitens der Organe der DDR erfolgte am 26.01.1981 Vormittags durch die Untersuchungskommission die Dokumentation der Flucht vom Grenzverlauf ins Hinterland, Bereich Tor GSZ.
        Durch die Schneelage waren die Spuren gut zu erkennen.

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        • Thunderhorse
          Cold Warrior
          • 09.02.2006
          • 1943

          #5
          Wie unter 4 schon geschrieben, wurden auch die Skizzen der 4 Sicherungsabschnitte (SiA) des damalig zuständigen III. Grenzbatallions mit in den Westen gebracht.

          Anbei ein kleiner Ausschnitt (gezoomt) aus dem Bereich der Übertrittsstelle am Rhönkopf.
          Die beiden schwarzen Punkte markieren den Standort jeweils einer Grenzsäule DDR.
          Durchgezogene schwarze Linie, stellt die Trasse des damaligen GSZ GZI mit Signalteil dar.
          Zweistellige Ziffern sind die Kennzahlen für Postenpunkte.
          Standort des BT9 als Turm dargestellt.
          Quelle/Archiv: TH
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          Zuletzt geändert von Rex Danny; 04.02.2026, 00:44.

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