Gestern bin ich dabei über den „Feldgeräthe-Etat einer (königlich bayerischen) Pionierkompanie“ aus dem Jahre 1877 gestolpert. In diesem Heft ist bis zum letzten Nagel genau aufgeführt, was diese Kompanie an Werkzeugen, Gerät und Material mitzuführen hatte, selbst die Vorschriften (S. 41), die Fingerhüte für den Schneider (S. 46) und die 1000 Holznägel des Schusters (S. 47) sind nicht vergessen.
Statt dem Verbandkasten gibt es den „Menschenmedizin- und Bandagenkasten mit vorgeschriebenem Inhalt“ (S. 22) – also gab es anscheinend auch 1877 schon eine Art „Anlagenblatt Ausstattungsanweisung“ für den Medizinkasten. Weiter liegt der Schluss nahe, dass es dann auch wahrscheinlich einen „Tiermedizinkasten“ gegeben haben muss.
Interessant finde ich ebenso, dass man 1877 offenbar schon mit elektrischer Zündung bei Sprengungen arbeitete, auf S. 35 unten ist ein „Dynamo-elektrischer Zündapparat mit … Kurbel“ aufgeführt.
Grüße
Jörg
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