CLASSIX - Alte Filmschauen der Bundeswehr

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  • Malefiz
    Cold Warrior
    • 22.12.2010
    • 392

    #16
    Auf meiner ersten Wehrübung 1981 war ein Bestandteil die Sachkunde für Gefahrguttransporte.
    Ich glaube bei Munitionstransporten war vorgeschrieben, dass jemand anwesend war, der die Sachkunde Munition hatte. Die wurde bei den Unteroffizierslehrgängen für Matnachweis, Geräteunteroffiziere und Versorgungsunteroffiziere (1 Lehrgang 4 ATNs) vermittelt. Wahrscheinlich auch bei den anderen Unteroffizierslehrgängen des Nachschubs. Da gab es zum Beispiel ein Gewöhnungssprengen in Schwanewede.

    Für die Transporte brauchte man eine Route von der Verkehrskommandantur. Vielleicht war das sogar die Regel für Artilleriemunition, dass sie an ein Depot nahe des Schiessplatzes geliefert wurde. Infanteriemunition hatte eine niedrigere Gefahreneinstufung, deshalb durfte sie ja auch in der Kaserne gelagert werden.
    Zuletzt geändert von Malefiz; 10.04.2020, 15:05.

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    • Nemere
      Cold Warrior
      • 12.06.2008
      • 3289

      #17
      Bei Munitionstransporten musste auch der Beifahrer für MunTrsp ausgebildet sein (ZDv 34/260 Nr. 2057, Anlage 2).
      Der Fahrer brauchte bei MunTrsp ab Juli 1991 den Berechtigungsschein zum Führen von GGVS-Kfz (den zivil oft "ADR-Schein" genannten Nachweis).
      Die Sachkunde Munition hat mit dem Transport eigentlich weniger zu tun, hier ging es vor allem um den Zustand der Munition.

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      • palatinat
        Systemadministrator
        • 02.01.2008
        • 1147

        #18
        Hallo zusammen,

        um zum ursprünglichen Thema zurückzukommen, hier ein nettes Beispiel aus dem Jahr 1983:



        Gruß aus der Pfalz
        Zuletzt geändert von palatinat; 10.04.2020, 23:53.

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        • EmilBerggreen
          Cold Warrior
          • 19.07.2015
          • 514

          #19
          Geht es da um die Welfenkaserne und den Weingutbunker in Landsberg/Lech? Also Avionik für Panavia Tornado?
          Und das reparierte E-Bauteil dann zurück ans Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“, Taktische Luftwaffengeschwader 33, etc.? Die Luftwaffenwerft ist vor Bombardements besser geschützt als die Betonhangars der jeweiligen Fliegerhorste? Na ja, wird wohl auch seinen Sinn haben.

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          • EmilBerggreen
            Cold Warrior
            • 19.07.2015
            • 514

            #20
            Moin zusammen,


            zwei Classix-Filme wollte ich Euch noch ans Herz legen (ich hoffe, dass sie noch nicht gepostet wurden):


            https://www.youtube.com/watch?v=DPH7LTNhaqs Lehrfilm "Die Jäger" Bundeswehr 1980er Jahre
            Auf 03:15 sieht man luftverlastbare Hubschrauber (sogar ein Krad mit in den Hubschrauber geschoben?). Hierzu hätte ich eine Frage: die Jäger haben Jägerrucksack oder Rucksack BW Einfach (?) + Schlafsack an den Bauch gebunden.
            Habe ich in der Form auch noch nicht gesehen. Da sie bei Luftverladung alles am Mann haben musste, vielleicht daher die viele Ausrüstung. Die JgTr hatte ja keine "Mutterschiffe" wie der SPz des PzGren - MTWs nur als Gefechtsfeldtaxi, danach sind die Jg mehr oder weniger auf sich allein gestellt.

            https://www.youtube.com/watch?v=S7Zmvdig2FM Classix: Gefechtsübung "Scharfe Klinge" (1981) - Bundeswehr
            SCHARFE KLINGE 1981 [hatte Jörg nicht einmal in einem Beitrag darüber berichtet?] 10.09. bis 18.09.1981 https://m136.de/portfolio-items/scharfe-klinge-81/
            ÜbRaum: BADEN-WÜRTTEMBERG: Ingolstadt, Stuttgart, Rottweil, Hechingen, Münsingen, Riedlingen, Pfullendorf, Tuttlingen; 48.000 Soldaten, 13.000 Rad- und 3.000 Kettenfahrzeuge (M48 KPz?), BRD (2. (GE) Korps), USA, CDN
            – 4. (GE) Panzergrenadierdivision (Übungstruppe “Blau”)
            – 1. (GE) Luftwaffendivision (Übungstruppe “Rot”) - sicherlich ein Fehler, gemeint ist wohl die 1. Luftlandedivision (Bundeswehr) Bruchsal
            Hier gibt es nähere Infos + Kartenmaterial https://military-database.de/1981-sc...lerie-igert-2/

            Aufmarsch einer PzGrenDiv und Gefechtshandlungen. ... Donauübergänge b. INGOLSTADT u. LEIPHEIM durch rote Luftstreitkräfte zerstört ... 4. PzGrenDiv muss DONAU auf Kriegsbrücken überqueren ...
            Und die Zeit schreibt am 25. September 1981: https://www.zeit.de/1981/40/kostspie...erfung/seite-3 Kostspielige Klingen-Schärfung

            Die Spähpanzer fordern einen Schwerin Panzerabwehr-Hubschrauber an, der dem Gegner den Weg verlegen soll. Im "Konturenflug" schleichen sieben Bölkow 105 durchs Gelände und beziehen hinter Baumgruppen und in Waldschneisen ihre Lauerstellung. Jede der Maschinen führt sechs Panzerabwehrraketen "Hot" mit sich, drahtgelenkte Geschosse, mit denen Panzer bis auf 4000 Meter Entfernung – außerhalb der Reichweite ihrer eigenen Kanonen – bekämpft werden können. Jetzt tauchen auf der Anhöhe jenseits des Tals die ersten stählernen Kolosse auf. Während sie noch sichernd verhalten, erhebt sich einer der Hubschrauber knapp über die Baumwipfel und feuert. Etwa zehn Sekunden später zerplatzt über dem Führungspanzer ein Farbbeutel und entläßt eine organgefarbene Wolke in die Luft; Abschuß. Das geht noch ein paarmal so, dann melden einige der Hubschrauber "verschossen" und alle den zur Neige gehenden Kraftstoffvorrat. Ihr Sprechfunkverkehr kann von den Beobachtern Über Lautsprecher mitgehört werden; zum Schluß brausen die sieben in elegantem Aufschwung über den Hügel und fliegen, nach Hause.
            Viel Übungskünstlichkeit von den Hängen des Schwarzwaldes in Richtung Osten angreifen? Also wieder vom GDP gelöst, eine künstliche Lage, um bestimmte Dinge im Großverband einzuüben.
            02:20 abenteuerliche Bedingungen, um eine Kriegsbrücke bei diesen Wetterbedingungen (oder ist das nur Nebel?) und dieser Strömung schlagen?
            Aufmarsch und Verlegung einer PzGrenDiv durch das rückwärtige Kampfgebiet. Wo lag da die besondere Herausforderung? Abgesehen vom Marsch -doch hauptsächlich das aufgelockerte Einfließen in die Einsatzräume unter höchster Flugabwehr oder?
            03:33 hier erwährt, dass US-Jabos (aber nicht die Starfighter oder? Die gehörten bestimmt nicht zur US-Navy) von einem Us-Flugzeugträger in einen Erdkampfeinsatz über der SCHWÄBISCHE ALB geschickt wurden. Das würde mich ja mal interessieren.
            06:23 Ersteinsatz des PAH (Premiere!)
            04:09 roter Angriff rollt ... Tle 10. PzDiv aber in diesem dichten Pulk, nicht besonders realistisch, oder? Kommandant beobachtet noch über Luke.
            04:43 Fliegerleit' in Aktion, leider wird auf seine taktischen Befehle auf die A-10 Warthogs nicht näher eingegangen
            04:54 KPz und SPz dicht gedrängt auf einem Haufen - was für ein Atomziel ist das denn?

            Na ja, es sind zusammenhanglose Bilder, vielleicht täuscht ja der Eindruck.


            Gruss

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            • Nemere
              Cold Warrior
              • 12.06.2008
              • 3289

              #21
              Hierzu hätte ich eine Frage: die Jäger haben Jägerrucksack oder Rucksack BW Einfach (?) + Schlafsack an den Bauch gebunden.
              Es sitzt sich sehr schlecht im Hubschrauber, wenn man den Rucksack mit Schlafsack auf dem Rücken hat - deswegen Rucksack beim Lufttransport vor der Brust -zumindest, wenn es um das schnelle Absitzen nach der Landung geht.

              Zu dem Film über die Übung "Scharfe Klinge" Das war ein Film der Bundeswehr-Truppeninformation, der auf dramaturgische Höhepunkte und nicht auf reale Gefechtsszenen getrimmt war.

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              • EmilBerggreen
                Cold Warrior
                • 19.07.2015
                • 514

                #22
                Okay, verstehe. Vielen Dank für die Info!

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                • Hoover
                  Cold Warrior
                  • 19.12.2013
                  • 614

                  #23
                  Die Manöver waren miest gescripted, also mit "Drehbuch", was die Maßnahmen der Verbände betrifft. 1993 z.B. wurden wir auf einem Manöver ständig urückgepfiffen, weil wir es anders machen wollten, als es der Plan verlangte. Bis zur Ebene Kp war man recht frei, solange man sich an den Übungsablauf hielt. Aber der Umfang, Bewegungen, wann Angriff und wann Veteidigung/Verzögerung, das war alles festgelegt. Und wenn man stark abwich kamen die Männer mit dem weißen Kruez am Auto.

                  Die Übungskünstlichkeiten waren einfach da, um einen Rahmen zu schaffen, damit möglichst viele gelernten Maßnahmen auch geübt werden konnten.
                  "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                  • DeltaEcho80
                    Cold Warrior
                    • 09.03.2013
                    • 1765

                    #24
                    Auf dem Classix-Kanal ist wieder mal ein interessanter Film eingestellt worden - ein Leo1 bei der Unterwasserfahrt, inkl. Tätigkeiten der Besatzung.

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                    • Nemere
                      Cold Warrior
                      • 12.06.2008
                      • 3289

                      #25
                      Der neueste Streifen dieses Kanals behandelt mal etwas ganz ausgefallenes - die Trinkwasseraufbereitungsanlagen der Bundeswehr


                      Diese Anlagen gab es zweimal bei jedem ABC-Abwehrbataillon und bei einem Teil der Sanitätsbataillone. In der Ursprungsplanung der Heeresstrukturen 1 und 2 sollten sie auch den damals noch vorgesehenen "Betriebsbataillonen" (so der Arbeitsbegriff) der Korps eingeplant werden. Bei diesen Bataillonen sollten auch die Bäckerei-, Schlächterei-, Bekleidungs-, Wäscherei- und Badekompanien eingereiht werden. Diese Einheiten wurden aber nur sehr fragmentarisch aufgestellt, die Planungen kamen nie zum Abschluß.

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                      • kato
                        Cold Warrior
                        • 03.03.2009
                        • 906

                        #26
                        Der gezeigte Ablauf entspricht dem in den 60ern entwickelten Berkefeld-Terratom-Filterverfahren. Der bei diesem Truppenversuch von 1971 gezeigte Aufbau sieht verdächtig identisch zu dieser Anlage (S.15) aus, die das THW ab etwa 1966 beschaffte. Da die Firma Berkefeld Patente samt Markenzeichen auf dieses Verfahren hatte dürfte es sich mindestens um dasselbe oder ein Nachfolgemodell desselben Herstellers handeln.

                        Laut dem verlinkten Artikel war während Heeresstruktur 2 bei der Bundeswehr ein tragbares Kleingerät eingeführt.
                        Zuletzt geändert von kato; 03.06.2020, 16:53.

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                        • Nemere
                          Cold Warrior
                          • 12.06.2008
                          • 3289

                          #27
                          Das in dem Artikel der THW-Zeitschrift auf S. 15 genannte Kleinfiltergerät der Bundeswehr wurde später durch das „Trinkwasserfiltergerät klein, Satz 200 ABC“ ersetzt. Da das Gerät selbst in der StAN der oft etwas kümmerlich ausgestatteten Feldjägerbataillone auftaucht, war es anscheinend in den Verbandplatzgruppen der meisten Bataillone je einmal vorhanden. Siehe zur Wasseraufbereitung auch die beigefügte PDF-Datei mit Angaben zu den Geräten.
                          Weiter gab es Wasseranhänger, teilweise beheizt. Der in beigefügter Datei gezeigt 2-achsige Anhänger wurde vor allem auf Übungsplätzen in Biwakräumen ohne eigene Wasserversorgung verwendet.

                          Nicht vergessen sollte man auch, dass in den Verpflegungstrupps (also den Teileinheiten, die für die Zuführung der Verpflegungsmitteln zu den Feldküchentrupps zuständig waren), je nach Größe des Bataillons eine Reihe von Wasserkanistern verfügbar waren – zusätzlich zu den Wasserkanistern, die es auf manchen Fahrzeugen gem. StAN sowieso gab. Der Verpflegungstrupp eines Feldjägerbataillons hatte z.B. 1983 bei einer Bataillonsstärke von 682 Soldaten 100 dieser Wasserkanister.
                          Jede Feldküche hatte außerdem 8 – 10 Wasserkanister.
                          Bei den 20l-Wasserkanistern aus Blech war der Verschluss weiß gekennzeichnet, ferner gab es noch 10l-Kanister aus Kunststoff in manchen Fahrzeugen.
                          Angehängte Dateien

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                          • DeltaEcho80
                            Cold Warrior
                            • 09.03.2013
                            • 1765

                            #28
                            Auf dem classix-Kanal gibt es schon wieder einen neuen Streifen - er handelt von einer Reservistenübung des damaligen KweA Würzburg aus dem Jahre 1970, die am Schwanberg endete.



                            Dieser "ranghöchste Reservist im Range eines Generals" ist wahrscheinlich der in einem anderen Thema hier schon angesprochene Freiherr von der Heydte, der ja in Würzburg Professor war.

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                            • Nemere
                              Cold Warrior
                              • 12.06.2008
                              • 3289

                              #29
                              Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
                              Dieser "ranghöchste Reservist im Range eines Generals" ist wahrscheinlich der in einem anderen Thema hier schon angesprochene Freiherr von der Heydte, der ja in Würzburg Professor war.
                              Das sieht sehr nach von der Heydte aus, wenn man z.B. mit dem Bild in dessen offiziellen Lebenslauf beim bayerischen Landtag vergleicht


                              Zu von der Heydte bin ich auch noch über einen schönen Artikel im SPIEGEL von 1962 gestolpert:


                              Grüße
                              Jörg

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                              • DeltaEcho80
                                Cold Warrior
                                • 09.03.2013
                                • 1765

                                #30
                                Hallo Jörg,

                                dein 2. Link zum Spiegel funktioniert leider nicht bei mir ?!

                                Kommentar

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