Auf den 1990 von der NVA übernommenen Übungsplätzen fand man dagegen Exoten, wie sie auf den beigefügten Fotos dargestellt sind. Ich überlasse es den Experten herauszufinden, um welchen Panzer bzw. Hubschrauber es sich hier handelt, die Lösung reiche ich nach.
Die Fotos entstanden im Sommer 1993 beim ersten Übungsplatzaufenthalt des neu aufgestellten und mit der Masse aus Ex-NVA-Soldaten bestehenden Feldjägerbataillons 701 (Standorte damals Leipzig, Frankenberg und Erfurt) auf dem kleinen Truppenübungsplatz Dauban in Ostsachsen, nordostwärts von Bautzen. Das war der Übungsplatz der ehemaligen Offizierschule der NVA in Löbau gewesen.
Die 250.000er Karte, mit der wir im 1993 in diesem Gebiet arbeiteten, habe ich ebenfalls im Ausschnitt beigefügt. Eine Bundeswehrkarte gab es nicht, es waren nur amerikanische Karten dieses Maßstabs vorhanden. Es gab zwar hervorragende Karten der NVA, aber diese waren noch nicht mit dem Aufdruck des UTM-Gitters versehen, so dass sie 1993 noch nicht für Meldezwecke brauchbar waren.
Die A 4 endete damals bei Bautzen, die einspurige Fortsetzung nach Osten war für den Verkehr gesperrt, auf der Karte findet sich der Vermerk „buildings on disused motorway“. Die „Buildings“ waren Container, die von Bautzen-Ost bis Gröditz dicht an dicht auf der Fahrbahn standen. In diesen Containern war die „Staatsreserve Verpflegung“ der DDR eingelagert, jeder Container war vollgepropft mit Konserven.
Die Gegend um Dauban – Bautzen gehört zum Sorbenland, deswegen sind die Ortsschilder hier zweisprachig ausgeführt – siehe beigefügtes Beispiel für Bautzen.
Grüße
Jörg
Kommentar