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Moin,
ich suche folgendes an Unterlagen:
Katastrophen Abwehrplan von Gemeinden.
Notstandsplanung im Krankenhauswesen.
Vorbereitung von Ausweich und Hilfskrankenhäusern.
Wer hat solche Unterlagen oder kann mir sagen was dort an Informationen so geschrieben ist.
ich kann mich daran erinnern irgendwo so einen Notfallplan für einen GAU im AKW Mülheim-Kärlich zu haben. Der wurde damals an alles Haushalte verteilt. Ist so eine bunte Brochüre mit Hinweisen wo man Schutz suchen soll, wo es Jodtabletten gibt, in welche Richtung man abhängig von der Windrichtung fliehen soll, Sammelplätze usw. Hinten gab es noch einen offiziöseren Teil mit erlassenen Richtlinien usw. Könnte ich suchen und ggf. scannen und mailen/schicken. Allerdings bevor ich zig Regale durchpflüge: Interesse ja/nein?
OK, dann werd ich nächstes Wochenende mal suchen (andere Wohnung). Zwischenzeitlich könnt ihr mir mal mailadressen zukommen lassen. Diese sollten aber bitte groß genug sein (schätze mal so um die 20 MB).
Asche auf mein Haupt!
Ich hab alles auf den Kopf gestellt und dieses Heft nicht mehr gefunden - leider. Es muss wohl beim letzten Umräumen/Renovieren unter die Räder gekommen sein. Habe auch mal die Nachbarn gefragt - die, die verstanden haben wovon ich rede, konnten sich auch noch gut daran erinnern, es weggeworfen zu haben - wahrscheinlich auch, weil das Ding ja seit Ewigkeiten nicht mehr am Netz war.
Ich werde morgen nochmal bei der Kreisverwaltung anrufen - vielleicht gibts das Teil ja noch - aber ich verspreche mir nicht viel davon.
Sorry für eventuell geweckte Hoffnungen.
Ich will aber nochmal versuchen, aus dem Gedächtnis zusammenzufassen, was da so drin stand:
- Alarmierung (Sirenen dann Radio)
- Einteilung verschiedener Schutzbereiche (1,5km-, 10km-, 25km-Zone) aus Karten ersichtlich
- o.g. Karten mit eingezeichneten Evakuierungsrouten, abhängig von der jeweiligen Windrichtung, hierbei zu beachten, ein im Windschatten des AKW gelegener Bereich sollte so schnell wie möglich also zunächst rechtwinklig bei gleichbleibender Entfernung zum AKW verlassen werden, dann zu einem der eingezeichneten Evakuierungspunkte.
Mit keinem Wort wird übrigens erwähnt, dass die 25 km - Zone zu verlassen sei - alle Fluchtrouten enden in solchen Entgiftungs- und Entseuchungspunkten.
- Beschreibungen der Auswirkungen eines Gaus in den verschiedenen Zonen
- Beschreibung eines sicheren Ortes im Haus (möglichst tiefer Keller, ohne Fenster, ohne Schornstein hier mündend etc.)
- Auflistung öffentlicher Schutzräume in den Zonen
- Auflistung von Ausgabestellen für Jodtabletten (beides meist Schulen)
- Verhaltensmaßregeln
#Anweisungen aus dem Radio befolgen, etwa welcher Bereich evakuiert wird, #was ist mitzunehmen (1 Reisetasche, Kleidung zum wechseln, etc)
#Lüftung im Auto ausschalten!
#Wenn man bei einer Evakuierung Tiere etwa Kühe etc. zurück lässt, soll man auf das Gebäude ein weißes T in weißem Kreis malen, damit "Mitarbeiter des Katastrophenschutzes die Tiere später versorgen können")
All dies ist graphisch bunt und adrett aufbereitet...
Schließlich waren hinten noch Auszüge aus dem für diesen Fall vorgesehenen Katastrophenplan eingeheftet.
Hier wurden Zuständigkeiten, Kompetenzen usw geregelt. Aber es gab auch hier und da Hinweise auf "Sondermaßnahmen", die dem Geheimnisschutz unterlägen. Ein damaliger Mitarbeiter der Kreisverwaltung hatte meiner Mutter wohl empfohlen, egal, was das Radio empfiehlt, was man tun solle, so schnell wie möglich dieses 25km-Zone zu verlassen, sonst sei dies nicht mehr möglich.
Aber ausdrücklich: gelesen habe ich das nie, ob es tatsächlich so gewesen wäre - keine Ahnung.
Hatte ja weiter oben schon so was angedeutet. Hier habe ich jetzt eine Bestätigung gefunden, dass Katastrophenschutzpläne i.d.R. in zwei Teile gegliedert sind: einen öffentlichen und einen "geheimen". Konkret geht es hier um das AKW Würgassen.
Hallo Florian,
Schwachsinn ist vielleicht nicht ganz richtig - denk alleine mal was für Unruhe das unter die Bevölkerung gebracht hätte.Und ein AKW plötzlich stillzulegen geht auch nicht - siehe AKW Greifswald die haben noch Jahre zu tun um alles kontaminierte Material und Bauschutt zu sichern und einzulagern.
was für Unruhe das unter die Bevölkerung gebracht hätte
Hallo Wolfhard,
ich finde das nicht so einfach. Manchmal habe ich das Gefühl, das eben genau dieses Argument ständig vorgeschützt wird, wenn gängige und etablierte Geheimhaltungspraxis rechtfertigt werden muss. Sicher ist das ein äußerst zweischneidiges Schwert. Einerseits sollte man meinen, die jeweiligen Entscheidungsträger hätten eine zumindest moralische Informationsverpflichtung gegenüber der eigenen Bevölkerung, andererseits gibt es sicherheitsrelevante Erwägungen, die es nicht erlauben, alles öffentlich zu machen. Nur beschleicht mich in letzter Zeit bei so mancher Recherche das Gefühl, dass bei der kleinsten Unsicherheit immer zu Gunsten von "Deckel drauf" entschieden wurde. Und manchmal fühlt man sich darin bestätigt, wenn man Deklassifiziertes in Händen hält und sich fragt, ob dies wirklich dazu angetan gewesen wäre, das Volksgemüt in Unruhe und Panik zu stürzen - dann bekommt diese ganze Geheimniskrämerei bisweilen eine ziemlich groteske Note....
Und bezugnehmend auf das AKW, so habe ich doch meine Zweifel, dass diese Fakten nicht in unzähligen Planfeststellungsverfahren VOR dem Bau schon zuwenigst den Planern bekannt wurden...
Du musst aber bedenken, wielange das her ist, und welche Umstände herrschten. RAF, Friedensbewegung mit bspw. den Sprengschachtzumaueraktionen usw. und eine ohnehin schon kurz vor Panik stehende Bevölkerung, da die Angst bewusst ständig geschürt wurde.
Es ist schon nachvollziehbar. Sicher wurde es aber auch manchmal überzogen, auch heute noch wenn bspw. Teile der Manöver aus den 80ern immer noch geheim sind.
Hi Stefan.
Ist Dir diese Datei schon bekannt? "Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung" von 2003.
Ist zwar nicht das was Du suchst, aber es geht in die Richtung...
Grüsse,
Christoph
in giftneonoranger Anti-Atomkraft-Aktivisten-Literatur habe ich Teile von Katastrophenschutzplänen gefunden, so z.B. vorformulierte Durchsagen für die Bevölkerung, vorgedruckte Formulare, die bei der Triage anzuwenden sind usw.
Neben dem Aufrollen der Katastrophe von Tschernobyl - leider nur ungenau, da die damalige Quellenlage wohl nicht so gut war wie heute, bietet das Buch auch einen Ereignisreport zu "Three Mile Island"/Harrisburg. Weiterhin geht es um die Analyse der deutschen Risikostudie, die Vorbereitung auf einen GAU bei hiesigen Katastrophenstäben sowie um das Dilemma der Katastrophenmedizin.
Egmont R. Koch
Fritz Vahrenholt
"Im Ernstfall hilflos"
Katastrophenschutz bei Atomunfällen
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