Anzahl der Sonderwaffenlager in der BRD

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  • Lance
    Rekrut
    • 08.03.2008
    • 40

    #1

    Anzahl der Sonderwaffenlager in der BRD

    Tach

    Weiß jemand wie viele Sonderwaffenlager
    es in der ehemaligen BRD gab.

    Vielleicht hat ja jemand auch eine Karte
    mit den ehemaligen Standorten die er einstellen kann.


    Gruß Lance
  • Firefighter
    Systemadministrator
    • 09.07.2006
    • 1035

    #2
    Hallo,

    bisher sind diese Sonderwaffenlager bekannt, dies gilt jedoch nur für die Zeit nach 1980 und auch nur für die Landstreitkräfte:
    • SAS Alten-Buseck
    • SAS Aschaffenburg
    • SAS Bernbach (vermutet)
    • SAS Bimbach
    • SAS Büren
    • SAS Clausen
    • SAS Diensthop
    • SAS Dortmund
    • SAS Dülmen
    • SAS Dünsen
    • SAS Erlangen-Uttenreuth
    • SAS Feucht
    • SAS Fischbach
    • SAS Geilenkirchen
    • SAS Gießen
    • SAS Großengstingen
    • SAS Hanau-Erlensee
    • SAS Hemau
    • SAS Herborn-Bellersdorf
    • SAS Horb-Empfingen
    • SAS Kellinghusen
    • SAS Kitzingen
    • SAS Köppern
    • SAS Landsberg-Leeder
    • SAS Lechfeld
    • SAS Nienburg
    • SAS Maßweiler
    • SAS Menden-Holzen
    • SAS Meyn
    • SAS Miesau
    • SAS Montabaur
    • SAS Münster-Dieburg
    • SAS Kriegsfeld (Northpoint)
    • SAS Paderborn-Sennelager
    • SAS Pfullendorf
    • SAS Phllipsburg
    • SAS Radolfszell-Stahringen
    • SAS Reiterswiesen
    • SAS Riedheim-Günzburg
    • SAS Saarlouis
    • SAS Schwalmstadt-Treysa
    • SAS Siegelsbach
    • SAS Telgte-Münster
    • SAS Trier
    • SAS Villingen
    • SAS Wahner Heide
    • SAS Werl
    • SAS Welgte
    • SAS Wesel


    Für die Luftstreitkräfte liegen mir keine Infos vor, aber ich denke mal man kann davon ausgehen das jeder Flugplatz auf dem Jagdbomber stationiert waren auch Atomwaffen gelagert wurden.

    Gruß, Sebi
    Zuletzt geändert von Geograph; 20.04.2008, 18:18. Grund: Ortsnamen
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
    Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
    www.ig-area-one.de

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    • suedbaden
      Cold Warrior
      • 06.01.2008
      • 296

      #3
      SAS für französische Armee nur bis 1966

      Diejenigen Lager, die der Versorgung in Deutschland stationierter französischer Einheiten dienten, wurden aber schon lange vor 1980 geräumt, nämlich nachdem sich Frankreich am 1. Juli 1966 aus der integrierten Befehlsstruktur der NATO zurückgezogen hatte. Zum Beispiel war das der Fall für Radolfzell-Stahringen und für Villingen.

      Kommentar

      • suedbaden
        Cold Warrior
        • 06.01.2008
        • 296

        #4
        Oh, ich sehe gerade, es gab vier NATO SAS Sites für französische Einheiten. Neben Radolfzell-Stahringen und Villingen noch Wallerfangen und Mattheiserwald (bei Saarlouis bzw. Trier).

        Nähere Informationen auf dieser Seite:

        USAREUR

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        • Geograph
          Wallmeister
          • 10.05.2006
          • 7495

          #5
          Hinweis

          Vgl. Beitrag »Sonderwaffenlager« von Harry (26.04.2007; 23:05 Uhr) mit angehängter kmz-Datei:

          http://www.cold-war.de/showpost.php?p=2702&postcount=1


          Dazu ein Beitrag von Firefighter (06.05.2007; 11:45 Uhr) mit erweiterter kmz-Datei:

          http://www.cold-war.de/showpost.php?p=2716&postcount=2


          .
          sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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          • Firefighter
            Systemadministrator
            • 09.07.2006
            • 1035

            #6
            Da mir die Übersicht in Google Earth nicht gefallen hat hab ich mich entschlossen eine Übersicht auf Basis einer Politischen Karte mit Kreis und Stadtgrenzen zu machen.

            Nun benötige ich jedoch noch eure Hilfe. Es geht um die Zuordnung der einzelnen Depots, ob diese komplett unter Amerikanischer Verwaltung standen ( gekennzeichnet als US Army) oder jedoch Depots der Bundeswehr waren, dort wurde die Wachmannschaft von der Bw gestellt und lediglich der Innere Bereich war von US-Soldaten besetzt.
            (mit Bundeswehr gekennzeichnet)

            Hier zur Karte

            Wie man unschwer erkennen kann ist die Karte auch noch nicht fertig, neben der Zuordnung fehlen auch noch einige Städte.

            @ Harry: Ich hoffe du hast nichts dagegen wegen dem Banner von cold-war

            Gruß, Sebi
            Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
            Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
            www.ig-area-one.de

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            • StefanK
              Cold Warrior
              • 16.12.2007
              • 257

              #7
              Zitat von Firefighter Beitrag anzeigen
              Da mir die Übersicht in Google Earth nicht gefallen hat hab ich mich entschlossen eine Übersicht auf Basis einer Politischen Karte mit Kreis und Stadtgrenzen zu machen.

              Nun benötige ich jedoch noch eure Hilfe. Es geht um die Zuordnung der einzelnen Depots, ob diese komplett unter Amerikanischer Verwaltung standen ( gekennzeichnet als US Army) oder jedoch Depots der Bundeswehr waren, dort wurde die Wachmannschaft von der Bw gestellt und lediglich der Innere Bereich war von US-Soldaten besetzt.
              (mit Bundeswehr gekennzeichnet)

              Hier zur Karte

              Wie man unschwer erkennen kann ist die Karte auch noch nicht fertig, neben der Zuordnung fehlen auch noch einige Städte.

              @ Harry: Ich hoffe du hast nichts dagegen wegen dem Banner von cold-war

              Gruß, Sebi
              Hallo Firefighter.
              Ich kann es nicht genau sagen aber das SAS Telgte-Münster wurde von der Britischen Army bewacht,und von Paderborn gehe ich auch mal aus.
              Gruß Stefan.

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              • Dragoner
                Cold Warrior
                • 15.03.2008
                • 2130

                #8
                Bei der Luftwaffe gab es nur bei jenen Geschwadern Sonderwaffendepots, die mit Tornado ausgerüstet waren.
                Die hatten auch alle eine zusätzliche Luftwaffensicherungsstaffel "S" (wie Sonderwaffen).

                Alpha Jet mit nem Nuke dran... was für eine Vorstellung
                Zuletzt geändert von Dragoner; 23.04.2008, 21:24.

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                • suedbaden
                  Cold Warrior
                  • 06.01.2008
                  • 296

                  #9
                  Die Karte ist cool. (Nur ein kleiner Hinweis: Es heißt "Radolfzell", nicht "Radolfszell").

                  Nach meinem Verständnis hatte die Französische Armee bis 1996 unter NATO-Kommando an sechs Standorten Atomsprengköpfe zur Verfügung:

                  Für Honest John: Saarlouis, Trier, Villingen, Radolfzell

                  Für Nike Hercules: Böttingen, Inneringen

                  Diese Sonderwaffenlager wurden von der frz. Armee bewacht und hatten wie üblich US custodial units.

                  Kommentar

                  • Dragoner
                    Cold Warrior
                    • 15.03.2008
                    • 2130

                    #10
                    Die Geschwader mit einer Sicherungsstaffel "S"

                    JBG 31 (Tornado) - Nörvenich
                    JBG 33 (Tornado) - Büchel
                    JBG 34 (Tornado) - Memmingen

                    Das heißt, nicht mal alle Tornado-Verbände waren für die nukleare Option vorgesehen (es gab noch JBG 32 Fürstenfeldbruck und JBG 38 Jever sowie das im V-Fall zur Aufstellung vorgesehene JBG 39 Erding).

                    Allerdings hatten die beiden Tornado-Geschwader der Marineflieger auch "Sonderwaffen" (MFG 1 Jagel, MFG 2 Eggebek)
                    Zuletzt geändert von Dragoner; 24.04.2008, 00:13.

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                    • 3.5DME
                      Rekrut
                      • 10.04.2008
                      • 3

                      #11
                      Ich glaube, da ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Die Marineflieger hatten keine Sonderwaffen.
                      Mir ist der Fall von mindestens einem WSO bekannt, der von der Luftwaffe zur Marine wechselte, weil er mit Atomwaffen ein Problem hatte.

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                      • Dragoner
                        Cold Warrior
                        • 15.03.2008
                        • 2130

                        #12
                        Hm... ich dachte, zumindest das Geschwader in Jagel wäre in Frage gekommen, aber vielleicht verwechsle ich das mit Starfighter-Zeiten. Muss mal in Unterlagen graben, wenn der Speicher im Kopf nicht fehlerfrei funktioniert...

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                        • Firefighter
                          Systemadministrator
                          • 09.07.2006
                          • 1035

                          #13
                          Zitat von suedbaden Beitrag anzeigen
                          Die Karte ist cool. (Nur ein kleiner Hinweis: Es heißt "Radolfzell", nicht "Radolfszell").

                          Nach meinem Verständnis hatte die Französische Armee bis 1996 unter NATO-Kommando an sechs Standorten Atomsprengköpfe zur Verfügung:

                          Für Honest John: Saarlouis, Trier, Villingen, Radolfzell

                          Für Nike Hercules: Böttingen, Inneringen

                          Diese Sonderwaffenlager wurden von der frz. Armee bewacht und hatten wie üblich US custodial units.
                          Hallo,

                          danke für den Hinweiß, ich werde es beim nächsten Update ändern.

                          Kann ich das mit den Sonderwaffenlagern der Armée de terre irgendwo nachlesen?

                          Den dann müsste ich meine Karte doch auf den kompletten Kalten Krieg umstellen, was ich jedoch vermeiden wollte da vor der Einführung des LRSP Ende der 70er die Sonderwaffenlager nicht klar erkennbar waren.

                          @ Dragoner: Danke für die Info mit den Sonderwaffen bei der Luftwaffe, ich werde die Daten dann auch noch eintragen, dann braucht man keine extra Karte für die Luftstreitkräfte.

                          Bei der USAF waren wohl auf folgenden Stützpunkten Sonderwaffen gelagert:
                          • Ramstein AB
                          • Spangdahlem AB
                          • Hahn AB
                          • eventuell auch Bitburg AB


                          Darüber werde ich aber auch nochmal recherchieren, genauso wie die Stützpunkte der RAF die mit Sonderwaffen ausgerüstet waren.

                          Gruß, Sebi
                          Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                          Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                          www.ig-area-one.de

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                          • suedbaden
                            Cold Warrior
                            • 06.01.2008
                            • 296

                            #14
                            Hallo Firefighter,

                            aus eigener Beobachtung kann ich sicher sagen, dass die Lager Villingen und Radolfzell-Stahringen in den späten 70er Jahren schon leer standen. In Stahringen bin ich selbst mal rumgelaufen, Villingen kannte mein Vater. Ansonsten war meine Überlegung so:

                            1. Dass Frankreich sich 1966 unter de Gaulle aus der integrierten NATO-Kommandostrukur zurückgezogen hat, ist allgemein bekannt.

                            2. Dass die frz. Armee keine "eigenen" (sprich: französischen) Nukleargefechtsköpfe in Deutschland hatte, sondern dass es sich um amerikanische handelte, die von den üblichen U.S. custodial units bewacht wurden, ergibt sich aus den (meiner Einschätzung nach recht verlässlichen) Informationen auf der USAREUR-Seite:



                            Dort sind die von mir genannten sechs SAS, die U.S. custodial units sowie die frz. Einheiten, denen sie zugeteilt waren, verzeichnet.

                            Kurz und gut: Ich bin sicher, dass Villingen und Stahringen ab 1966 leer waren. Bei den anderen bin ich nicht 100% sicher, aber ganz bestimmt waren dort nach 1966 keine Nuklearsprengköpfe zur Verwendung der frz. Truppen mehr gelagert.

                            Grüße aus Südbaden!

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                            • Firefighter
                              Systemadministrator
                              • 09.07.2006
                              • 1035

                              #15
                              Hallo,

                              der erste Punkt ist mir bekannt, macht ja auch Sinn den die Atomwaffen unterstanden ja der NATO.

                              Bei zweiten Punkt ist es auch verständlich den die "Force de frappe" hatte in den Anfangsjahren noch keine eigenen landgestützen Atomwaffen und musste auf die der US Army zurückgreifen. Von daher wohl auch die Bewachung durch die custodial units

                              Ich werde die Liste etwas abändern und dann wär das auch geklärt.

                              Gruß, Sebi
                              Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                              Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                              www.ig-area-one.de

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