Sonderwaffendepots in den alten Bundesländern

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  • Rex Danny
    Administrator
    • 12.06.2008
    • 4346

    #1

    Sonderwaffendepots in den alten Bundesländern

    Hallo, alle zusammen !

    Ich habe aus der Fülle an Informationen ein KMZ-File erstellt, was nach meinem Kenntnisstand alle Sonderwaffendepots in den alten Bundesländern enthalten müsste (inkl. der Liegenschaftsgrenzen).

    Ich würde mich freuen, wenn die User hier aktiv daran mitarbeiten, damit die noch fehlenden Daten zu den einzelnen SAS nachgetragen werden können, insbesondere Daten zu den Belegungen, Bewachungseinheiten, Schließungsdaten usw.

    Das KMZ-File ist nicht abschließend und soll entsprechend aktualisiert werden. Da ich noch viele weitere Projekte nebenher habe, bin ich auch auf Eure Hilfe angewiesen.

    Grüße


    Rex Danny
    Angehängte Dateien
  • Dragoner
    Cold Warrior
    • 15.03.2008
    • 2130

    #2
    Mir ist erst mal nur aufgefallen, dass einige Ortsbezeichnungen von den offiziell gebräuchlichen Bezeichnungen abweichen:
    "Wildbad" = LEEDER
    "Liebenau" = STEYERBERG
    "Haid" = ENGSTINGEN
    "Philippsburg" = MOLZAU
    "Günzburg" = RIEDHEIM

    Kommentar

    • suedbaden
      Cold Warrior
      • 06.01.2008
      • 296

      #3
      In München (Garching-Hochbrück) existierte auch ein Lager, allerdings wurde es früh geschlossen. Man findet kaum Informationen darüber. Ein Foto ist hier:



      Es befindet sich innerhalb des noch existierenden Rests des Standortübungsplatzes in München-Nord.

      Kommentar

      • Horner
        Cold Warrior
        • 24.05.2009
        • 1897

        #4
        Moin zusammen,
        habe mir gerade gedacht, mit den Einheiten der SAS in Deutschland oben im Norden anzufangen, dann kann kein Kuddelmuddel aufkommen, oder?


        Eingelagerte nukleare Waffen:
        Das ehemalige Corpslevel Flensburg-Meyn SAS hatte die Artillerie Granaten,


        Atomic Demolition Munitions:http://de.wikipedia.org/wiki/Atomic_...tion_Munitions

        Sergeant1.) http://de.wikipedia.org/wiki/MGM-29_Sergeant

        Honest John 2.) http://www.panzer-modell.de/referenz...st_john/hj.htm
        und
        Lance Raketen 3).http://www.panzerbaer.de/guns/bw_raksys_lance-a.htm
        Sprengköpfe für die deutsche 6. Artillery Command eingelagert gehabt.

        Verantwortlich für die Errichtung des SAS sowie die Durchführung, war die 294th U.S. Army Artillery Group ( USAAG )
        Quellenangabe: http://www.zone-interdite.net/P/zone_2864.html

        Aufstellung:294th Artillery Group (Wh Spt)
        HHD, 294th Artillery Group
        99th Ordnance Detachment (Wh Spt)
        75th Field Artillery Detachment (Msl Wh Spt) (HJ)

        13th Field Artillery Detachment (Msl Wh Spt) (HJ) gehörte zu Liliencron-Kaserne, Kellinghusen SAS Kellinghusen, ist aber in der Liste der 294th Artillery Group (Wh Spt) von Flensburg mit eingebunden, bzw. in der gesammten Aufstellung der 59th Ordnance Brigade zu lesen: http://en.wikipedia.org/wiki/59th_Ordnance_Brigade

        Deutsche Einheiten für die Bewachung des SAS:
        Beagles 611 Begleitzüge 1 und 2 der NschKp sw 611, das Wappentier der Begleitzüge war Snoopy the Beagle
        Begleitbatterrien der Raketenartellerie 650 : http://de.wikipedia.org/wiki/Raketen...ebataillon_650


        Die Transporte und Auslagerungen wurden von den Trappos der NschKp sw 611 durchgeführt:


        Die beiden deutschen Einheiten NschKp sw 611 und das Raketenartelleriebatalion 650 unterstanden in Friedenszeiten den Artillerie Kommando 600 und im V-Fall dem Landjut:


        Die deutschen uns amerikanischen Truppenteile hatten ihre Unterkünfte in der Briesen Kaserne:



        Weitere Bilder des SAS Meyn sind im Forum zu sehen und alles was damit mal zusammen gehangen hat:

        http://www.cold-war.de/showthread.ph...ager-SAS-Meyn.

        Ich hoffe das mein Beitrag seine Richtigkeit hat, sollten irgenwelche Fehler sich eingeschlichen haben, bitte ich diese zu Korrigieren,

        Gruß
        Horner
        Zuletzt geändert von Horner; 05.01.2012, 15:13.

        Kommentar

        • Mr.Sheepjohann
          Rekrut
          • 14.03.2010
          • 2

          #5
          Sehr interessanter Beitrag, danke dafür.

          Kommentar

          • Rex Danny
            Administrator
            • 12.06.2008
            • 4346

            #6
            Hallo an alle !

            Ich stelle hier noch einmal das KMZ-File mit den Sonderwaffenlagern ein, diesmal in der überarbeiteten Form.

            Ihr werdet feststellen, daß die beiden kanadischen SAS fehlen. Beide hat es nie gegeben. Ich habe gesucht, gemacht und getan und konnte keinerlei Hinweise auf die beiden SAS finden. Selbst die Friedensbewegung hat eingestanden, daß es diese beiden SAS wohl nicht gegeben hat.

            Weiterhin sind im Anhang zwei Dokumente mit der Gliederung der 59th Ordnance Brigade (Stand 1989 und Stand 1991), die mit ihren Einheiten zuständig war für die Sonderwaffenlager in der Bundesrepublik. Grundlage für die beiden Gliederungen waren Walter Elkins Infos bei usarmygermany.com sowie weitere Recherchen im Internet.

            In der Gliederung Stand 1989 findet sich auch die 5th US Army Artillery Group wieder, die zwar 1988 aufgelöst wurde, von mir aber noch aufgenommen wurde, damit man auch einmal sehen kann, welche USAAD für welche Nike-Einheit zuständig war.

            Viel Spaß und ein schönes Wochenende


            Rex Danny
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            • CliffMcLane
              Rekrut
              • 30.09.2010
              • 14

              #7
              Hallo Rex Danny & alle,

              (a) Was ist ein Sonderwaffenlager? Zählen dazu auch Pershing-QRA-Stellungen, wenn sich dort permanent scharfe Sprengköpfe befanden? Nike-Hercules-Flarak-Stellungen mit atomarer Option?
              (b) Horb-Empfingen wurde niemals belegt, Bergen-Hohne kann man m.E. auch vergessen.
              (c) Hingegen gab es die kanadischen Depots SEHR WOHL. Zeitweise sogar eins im Norden für die Army. Aber natürlich vor allem welche für die Air Force, also den Starfighter.
              (d) Generell fehlen viele Flugplätze. Bitburg? Hahn? Spangdahlem? Was ist mit den Briten, als sie noch mit Canberras flogen? Was mit den Franzosen vor 1966? Ich hätte auch den Verdacht, dass in den 1960er Jahren noch weitere kleine (und größere) US-Depots existierten.
              (e) So. Und wer macht jetzt bitteschön so eine Karte für die NEUEN Bundesländer?

              Grüße

              CML

              Kommentar

              • Rex Danny
                Administrator
                • 12.06.2008
                • 4346

                #8
                Zitat von CliffMcLane Beitrag anzeigen
                Hallo Rex Danny & alle,

                (a) Was ist ein Sonderwaffenlager? Zählen dazu auch Pershing-QRA-Stellungen, wenn sich dort permanent scharfe Sprengköpfe befanden? Nike-Hercules-Flarak-Stellungen mit atomarer Option?
                (b) Horb-Empfingen wurde niemals belegt, Bergen-Hohne kann man m.E. auch vergessen.
                (c) Hingegen gab es die kanadischen Depots SEHR WOHL. Zeitweise sogar eins im Norden für die Army. Aber natürlich vor allem welche für die Air Force, also den Starfighter.
                (d) Generell fehlen viele Flugplätze. Bitburg? Hahn? Spangdahlem? Was ist mit den Briten, als sie noch mit Canberras flogen? Was mit den Franzosen vor 1966? Ich hätte auch den Verdacht, dass in den 1960er Jahren noch weitere kleine (und größere) US-Depots existierten.
                (e) So. Und wer macht jetzt bitteschön so eine Karte für die NEUEN Bundesländer?

                Grüße

                CML
                Hallo, Cliff McLane !

                Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob Du die Frage a) wirklich ernst meinst. Sonderwaffenlager sind Sonderwaffendepots und Stellungen sind Stellungen. Hieraus ergibt sich doch eindeutig, daß die Pershing-QRA-Stellungen und Nike-Hercules-Stellungen nicht dazuzählen.

                Zu b) würde ich gerne die Quellen für Deine Vermutungen haben. Was Empfingen anbelangt, könntest Du Recht haben. Ich meine, so etwas irgendwo schon gelesen zu haben. Bei Bergen-Hohne würde ich gerne Belege für Deine Meinung haben wollen, da hier sogar das 15th US Army Field Artillery Detachment stationiert war. Und die USAFAD´s sind bekanntlich für die Atomwaffen zuständig.

                Zu c) bitte Quellen nennen. In "Rüstung unterm Ahornblatt" von Schmidt-Eenboom werden sie als eher nicht existent bezeichnet. Vielleicht hast Du auch alte Kartenausschnitte, auf denen die Lage der vermeintlichen Depots zu erkennen ist. Google Earth gibt nichts her, dort sind für beide Standorte nur konventionelle Munitionsdepots erkennbar.

                Zu d): Die britischen Flugplätze hatten Sonderwaffenlager und sind im KMZ-File auch enthalten. Die französischen SAS sind auch enthalten. Die US-Flugplätze in Deutschland hatten keine SAS in ihren Liegenschaften. Schau Dir bitte die Plätze genau an, dann wirst Du sehen, daß weder Bitburg, noch Spangdahlem noch Ramstein mit SAS ausgerüstet sind bzw. waren. Es gab/ gibt nur konventionelle Munitionsniederlagen auf den Airbases.

                Zu e) fällt mir nur eins ein: "Du!!!!!!!!!"

                Grüße


                Rex Danny

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                • Firefighter
                  Systemadministrator
                  • 09.07.2006
                  • 1034

                  #9
                  Ähm....

                  c)
                  Von Zweibrücken hab ich einen Planauschnitt, darauf ist eindeutig eine SAS zu erkennen (Doppelzaun, ECP an der Zufahrt usw.)
                  Zum Thema RCAF-Starfighter und dessen Strike-Rolle kann man hier einiges nachlesen:


                  Die Lage der kanadischen SAS:

                  Zweibrücken, nicht mehr viel zu erkennen


                  Söllingen (Baden-Airpark):


                  d)

                  Klares Veto!
                  Die Aussage "Die US-Flugplätze in Deutschland hatten keine SAS in ihren Liegenschaften" ist schonmal ganz falsch.
                  Das 50th TFW auf der Hahn Airbase hatte bis zum Ende des kalten Krieges wohl die wichtigste Strike-Rolle innerhalb der USAFE
                  und auch einen "Victor Alert". Die Lage der QRA und der SAS auf der Hahn sollte jeder finden, der Luftbilder einigermaßen interpretieren kann.
                  Zu den anderen genannten Beispielen:

                  Bitburg:



                  Wieso sollte ein konventionelles Munitionsdepot Wachtürme besitzen?
                  Copyright bei den Bildern liegt übrigens beim DoD falls jemand nach dem Urheber fragt.

                  Ramstein:


                  Die SAS dürfte sich hier befunden haben:


                  Zumal etliche TAB-VEE in den 80ern in Ramstein mit Vaults ausgestattet wurden, was meiner Meinung nach auch eine SAS darstellt?!
                  Anfang der 90er lagerten auch jede Menge Sonderwaffen der Army in Ramstein (ebenso Miesau), die auf einen Rücktransport im Rahmen der "Operation Silent Echo" in die Staaten warteten.

                  Zu Spangdahlem kann ich auf die schnelle nichts sagen, damit hatte ich mich noch nicht so befasst.

                  Viele Grüße,
                  Sebi
                  Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                  Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                  www.ig-area-one.de

                  Kommentar

                  • suedbaden
                    Cold Warrior
                    • 06.01.2008
                    • 296

                    #10
                    Ramstein:


                    Die SAS dürfte sich hier befunden haben:


                    Das sieht für mich aber eher nach Bunkern für konventionelle Waffen aus!?

                    Ich dachte immer, hier sei ne SAS gewesen:

                    Kommentar

                    • Firefighter
                      Systemadministrator
                      • 09.07.2006
                      • 1034

                      #11
                      Die gleichen Bunker wurden auch auf dem Hahn als SAS genutzt, daher auch die Vermutung.
                      Auf älteren Luftbildern bei GE von 2000 sieht man auch rund um das besagte Gelände noch sehr deutlich den Doppelzaun und die Perimeterbeleuchtung.

                      Dein Link zeigt einen Teil der Weilerbach Storage Area - einer Aussenstelle des Miesau Army Depot.
                      Weitere Infos dazu hier:


                      Die WSA hatte somit nichts mit der Ramstein AB zu tun.
                      Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                      Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                      www.ig-area-one.de

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                      • suedbaden
                        Cold Warrior
                        • 06.01.2008
                        • 296

                        #12
                        Ah, danke! Ich hatte WSA zur Air Base gerechnet, ist aber Quatsch.

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                        • Firefighter
                          Systemadministrator
                          • 09.07.2006
                          • 1034

                          #13
                          Zitat von suedbaden Beitrag anzeigen
                          Ah, danke! Ich hatte WSA zur Air Base gerechnet, ist aber Quatsch.
                          kein Thema
                          Die WSA grenzt zwar direkt an die Airbase an, hatte aber wie schon gesagt nie etwas damit zu tun.

                          Anbei noch ein Luftbild von 2000 von Ramstein sowie ein Beispielbild vom Hahn.

                          Von Spangdahlem hab ich auch noch ein Bild was den typische Entry Control Point zeigt, den Sonderwaffenlager und QRAs bei der USAF hatten.
                          Das Bild entstand legal beim Open House 2011. Somit liegt in Spang der verdacht nahe, das es dort auch eine SAS gab.
                          Angehängte Dateien
                          Zuletzt geändert von Firefighter; 07.04.2012, 13:49.
                          Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                          Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                          www.ig-area-one.de

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                          • CliffMcLane
                            Rekrut
                            • 30.09.2010
                            • 14

                            #14
                            Hallo Kollegen,
                            fein, dass hier mal ein bisschen was passiert . Ich versuche das systematisch abzuarbeiten:
                            (a) Klar ist das Definitionssache. Aber wenn ein Sonderwaffenlager oder -depot ein Ort ist, an dem Sonderwaffen permanent lagern, dann zählen diese Pershing-QRA-Stellungen und fast alle Nike-Hercules-Stellungen eben auch dazu. Die hatten nicht nur eine atomare Option, sondern es waren permanent nukleare Sprengköpfe vor Ort. Die Sicherheitsmaßnahmen waren im Prinzip dieselben wie beim "Depot" (vgl. dazu an anderer Stelle die Debatte um die dazugehörigen Wachtürme), die Handhabe durch die USA mit den entsprechenden Detachments auch. Natürlich kann das jeder halten, wie er will. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man - wenn denn eine komplette Dokumentation atomerer Waffen in Westdeutschland beabsichtigt ist - diese Art von "Stellungen" eigentlich dazunehmen müsste.
                            (b) Das ist unproblematisch. Dass Empfingen niemals belegt wurde, stammt von U. Anders persönlich, der Empfingen (in einem anderen Forum) überhaupt erst entdeckt hat, und müsste sich im Detail im Militärarchiv nachlesen lassen. Was Bergen-Hohne angeht: Es ist klar, dass das 15th Det 78 zusammen mit dem 45 Uk-Reg von Paderborn nach Bergen umzog. Aber es hat dort einfach noch niemand eine SAS gefunden - was angesichts der inzwischen gegebenen GE-Auflösung klar dafür spricht, dass es keine gab. Ich würde am ehesten vermuten, dass evtl. Walsrode reaktiviert wurde (das ist aber unklar).
                            (c) nachher ausführlicher
                            (d) Es gab zu Canberra-Zeiten noch mehr britische Flugplätze mit SAS in D als nur Brüggen und Weeze-Laarbruch. Die Franzosen hatten bis 1966 hier nicht nur Honest-John-Einheiten, sondern eben auch Flugplätze mit nuklearen F-100. Zu den Amerikanern hat Firefighter ja schon eine Menge gesagt. Ramstein, Hahn und Spangdahlem sind völlig unangreifbar und gleichsam die Mütter von nuklearen Air-Force-Depots, bei deren Anblick auf GE jeder Militärarchäologe tot umfällt. Bitburg hatte bis 1977 definitiv einen nuklearen Auftrag. In Sembach gab es in den finsteren 50er Jahren zumindest mal eine nukleare QRA. Man muss eigentlich auf Wikipedia nur die entsprechenden Flugzeugtypen Revue passieren lassen und sich dazu ein paar Gedanken machen.
                            (e) Danke für die Blumen. Aber der Osten ist wirklich heikel und sehr kompliziert.

                            Gleich noch mehr.

                            CML

                            Kommentar

                            • CliffMcLane
                              Rekrut
                              • 30.09.2010
                              • 14

                              #15
                              Also die Kanadier. Ich bitte meine Empörung zu entschuldigen, aber die entsprechenden Informationen sind wirklich nicht allzu schwer zu bekommen. Was wussten damals schon Erich Schmidt-Eenboom und die Friedensbewegung! Immerhin werden im Militarisierungsatlas von 1988 Lahr, Stollhofen-Söllingen und interessanterweise auch Bremgarten als "Atomwaffenlager, in denen z. Z. keine Nuklearmunition bevorratet wird" geführt. Heute steht das wahrscheinlich alles schon bei Wikipedia (hab ich nicht extra nachgeguckt).
                              Es ist absolut unstrittig, dass die Royal Canadian Air Force sich (a) mit der Umrüstung auf CF-104 kompett dem nuklearen Strike-Auftrag bzw. der dazugehörigen Aufklärung verschrieb und dass sie (b) nach dem Austritt Frankreichs aus der NATO 1966 ihre Flugplätze in Frankreich räumen musste, was zu einer gewissen Verschiebung in der Infrastruktur führte. Strike/Attack-Basen waren Zweibrücken, Stollhofen-Söllingen und später auch Lahr, der Zeitraum reichte von ca. 64 bis etwa 70. Belege:
                              John Clearwater: Canadian Nuclear Weapons, The Untold Story of Canada's Cold War Arsenal, Toronto 1998
                              Sean M. Maloney: Learning to Love the Bomb. Canada's Nuclear Weapons During the Cold War, Washington 2007
                              Gerhard Moroff: Die Geschichte der kanadischen Luftstreitkräfte in Europa, vgl.: http://f4-phantom.de/rcaf/RCAFinEurope2-3.htm
                              Vgl. auch: http://www.joachim-hoensch.de/Groste...rostenquin.htm

                              Sonderwaffendepots gab es (wie auch anders) (a) in Zweibrücken - das hat Firefighter entdeckt; (b) in Stollhofen-Söllingen - da stolpert man auf GE geradezu drüber und (c) in Lahr - das ist ein bisschen schwieriger zu finden, weil zwischen den Sheltern versteckt. Das ehemalige M & A-Gebäude wird heute von den örtlichen Hell's Angels bewirtschaftet.

                              Grüße an alle
                              CML

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