US Stützpunkte in Deutschland während des Vietnam Krieges

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  • 984
    Rekrut
    • 19.02.2009
    • 9

    #1

    US Stützpunkte in Deutschland während des Vietnam Krieges

    " Wie war das eigentlich damals mit den ganzen US stützpunkten in Deutschland als der Vietnam Krieg in der Hochphase war "

    Man findet einfach keine Information über diese zeit der US forces in Deutschland. Ich selber wohne in Werl wo damals das 4th usafad stationiert war. Ein recht kleines Detchment. Die Amerikaner haben das SAS bei einer Belgischen Kaserne von den Kanadiern ca. 1972 übernommen.

    4 CIBG

    Aber was ich meine ist im allgemeinen. Wurden die G.I´s zwischen den touren in Vietnam hier zwischen stationiert. Ausbildung für einen tropenkrieg im damals sehr kaltem Deutschland hätte ja wenig sinn. Oder?

    Bin für jede info, tipp oder vermutung dankbar!!
  • 984
    Rekrut
    • 19.02.2009
    • 9

    #2
    Der link 4 CIBG ist die home page der Canadian Armed Forces im ruhrgebiet. Soest, Werl, Wickede, Hemer.

    Eine wirklich richtig gute foto gallerie!!!

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    • Horner
      Cold Warrior
      • 24.05.2009
      • 1888

      #3
      Moin 984,

      erst mal Danke für den tollen Link der Kanadischen Hompage!
      Ich bin seßhaft in Dortmund und bin früher mit meinen Eltern auf dem Weg zur Sorpetalsperre öfters durch Hemer gefahren. So weit mein Erinnerrungsvermögen reicht, habe ich die Anwesentheit der Canadian Soldiers kaum, vielmehr zu spät wahr genommen. Aber dafür haben dieses die Engländer wettgemacht, denn diese waren in Hemer-Deilinghofen stationiert und nach einen Attentat der IRA in Dortmund bis an die Zähne bewaffnet sowie bis nach dem 1. Golf Krieg (Fuselier Einheiten usw.)tätig.

      Die Reste hiervon sind zu sehen bei Google Earth Kanadastr Deilinghofen Hemer

      Gruß

      Horner

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      • TopOfTheRock (†)
        Cold Warrior
        • 15.11.2007
        • 460

        #4
        Klar wurden US Soldaten aus Deutschland bzw. USAREUR damals nach Vietnam geschickt und anschliessend wieder hierher. Das war vom Prinzip her nicht anders als das heute mit der Rotation nach A-Stan bzw. Irak laeuft.
        Ein spezielles Training fuer Vietnam wurde meines Wissens lediglich in Ft. Lewis, WA durchgefuehrt. War leetzes Jahr ma dort in deren Museum und habe dort gesehen das es damals in Ft. Lewis ein "Vietnam-Village" gab, also ein detailgetreu nachgebautes vietnamesisches Dorf wo gezeigt wurde wie der Vietcong z. B. Sprengfallen einsetzt sowie Waffenddepots ueblichweise eingerichtet wurden.
        Das normale Training fuer die GIs in D duerfte sich in der normalen Gefechtsausbildung erschoepft haben.

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        • 984
          Rekrut
          • 19.02.2009
          • 9

          #5
          Gerne doch Horner, aus der kaserne in Hemer ist jetzt das Coruna gewerbegiet entstanden. Na ja eigentlich ist ja schon fast Iserlohn. Und aus dem British Army Hospital ist jetzt eine privat schule geworden. Die gebäude sind noch top in form und 1 a gepflegt. Sogar die mensa.

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          • 984
            Rekrut
            • 19.02.2009
            • 9

            #6
            Aber um nochmal auf das thema vietnam zu kommen. Wie war das mit den ganzen G.I´s die zurück gekommen sind? Ich meine bis heute wird über post traumatische bild gestritten. Hatten die keine flashback´s oder ernsthaften probleme hier in der europäischen welt? Gab es vielleicht gewisse programme oder so? Ich meine ganz einfach das ganze drum herum. Es waren doch 2 ganz andere brennpunkte zur damaligen zeit viel intensiver oder?

            man findet wirklich kaum irgendwelche info über diese zeit. Gab es z.B. notfallpläne für den fall einer invasion der russen? G.I´s wuchsen ja nicht auf dem feld. Was wäre passiert?

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            • TopOfTheRock (†)
              Cold Warrior
              • 15.11.2007
              • 460

              #7
              hehehe, schau dir mal Filme wie Platoon usw. an, dann weisst du was fuer Programme es damals gab, naemlich gar keine! PTSD (Post Traumatic Stress Dissorder) wurde erst zu einem Thema als schon kein GI mehr in Vietnam war. Klar gabs Probleme mit den Rueckkehrern. Die waren dann halt drogenabhaengig bzw. haben gesoffen. Die Army war am Ende der Vietnamkrieges in der schlimmsten Krise ihrer Geschichte. Erst die Konversion tzur Freiwilligenarmee gab die Chance zu einem Neubeginn, der auch genutzt wurde.

              Was meinst du mit Notfallplaenen fuer den Fall einer Invasion der Russen ? - die Stationierung der US Army hier in D war genau dieser Notfallplan! Es ist ja nicht so dass groessere Truppenverbaende aus D nach Vietnam gegangen sind. Meines Wissens sind sogar aus den Einheiten die hier stationiert waren nur einzelne Soldaten herausgezogen worden, die als Personalersatz nach Vietnam geschickt wurden, also keine kompletten Einheiten. Aber das weiss vielleicht jemand anders besser - bin mir da nicht sicher.
              Man darf aber nicht den Fehler machen zu glauben, dass Vietnam in irgendeiner Weise "heisser" gehandelt worden waere als der "Kalte Krieg" in Europa. Daher wurden die Truppen hier auch wegen Vietnam nicht nennenswert geschwaecht waehrend dieser Zeit.

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              • Geograph
                Wallmeister
                • 10.05.2006
                • 7495

                #8


                Aber um nochmal auf das thema vietnam zu kommen. Wie war das mit den ganzen G.I´s die zurück gekommen sind? Ich meine bis heute wird über post traumatische bild gestritten. Hatten die keine flashback´s oder ernsthaften probleme hier in der europäischen welt? Gab es vielleicht gewisse programme oder so? Ich meine ganz einfach das ganze drum herum. Es waren doch 2 ganz andere brennpunkte zur damaligen zeit viel intensiver oder?

                man findet wirklich kaum irgendwelche info über diese zeit. Gab es z.B. notfallpläne für den fall einer invasion der russen? G.I´s wuchsen ja nicht auf dem feld. Was wäre passiert?

                Klemmt gelegentlich die Hochstelltaste ?


                .
                sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

                Kommentar

                • kato
                  Cold Warrior
                  • 03.03.2009
                  • 887

                  #9
                  In Deutschland stationierte US-Soldaten konnten sich als Einzelpersonen freiwillig für Vietnam melden.
                  Laut Protokollen der VVAW aus der Zeit der Winter Soldier Investigation (1971) taten dies teilweise afroamerikanische Soldaten, um dem in manchen US-Einheiten damals vorherrschenden Rassismus zu entgehen. Auch andere Gründe, aus Deutschland raus zu wollen, kamen teilweise vor. Aber alles eher Einzelschicksale. Im Grunde waren die meisten froh, wenn sie in Deutschland gelandet sind und nicht in Vietnam.

                  Während des Vietnamkrieges liefen kaum Logistik, medizinische Dienste etc für das Einsatzland über Deutschland, insbesondere im Vergleich zu den Irak-Kriegen später. Hat natürlich vor allem mit den Entfernungen zu tun. Damals hatten eben Japan, Korea und die Philippinen diese Funktion.

                  Kommentar

                  • 984
                    Rekrut
                    • 19.02.2009
                    • 9

                    #10
                    Jungs ihr seit klasse. Ernsthaft. Wirklich gut. Ich verstehe zwar nicht GEOGRAGH´S post ganz richtig. Aber na ja. Trotzdem Ich danke allen schreibern.

                    Wirklich gut.

                    Wer mehr hat nur her damit!!! Es hilft mir sehr bei meiner info suche.

                    Insbesonders vielen dank an TOP OF THE ROCK.

                    Kommentar

                    • TopOfTheRock (†)
                      Cold Warrior
                      • 15.11.2007
                      • 460

                      #11
                      Dankedanke....
                      GEO meint wohl das du vielleicht mal Haupwoerter gross schreiben solltest.....

                      Vielleicht als Ergaenzung zu katos Infos kann ich eigentlich nur noch beitragen, dass ich selber einige Herren kenne (die heute noch in D leben weil mit deutschen Frauen verheiratet) die von D aus nach Vietnam gingen (bin mir nicht sicher ob freiwillig, werde da mal nachfragen, interessiert mich jetzt selber) und anschliessend wieder nach Deutschland zurueck kamen.
                      Also noch Jahre hier stationiert waren. Daraus folgt, dass wer dauerhaft aus D raus wollte, sich besser nicht nach Vietnam meldete sondern direkt in die USA versetzen lassen sollte.

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                      • Gast

                        #12
                        Also,ich kann ja mal nen beispiel für ein detachment geben,welche wege die gehen!das 99th us-ordnance-detachment,mit welchem ich dienst im sas meyn hatte,hat eine tradition die bis in das jahr 1921 zurückgeht!erstmals wurde die einheit am 25.01.21 von der armeeführung als 59th ordnance company (waffenkompanie)der regulären armee gegründet.zusammengestellt wurde sie dann am 03.03.22 in picatinny arsenal in jew jersy.am 18.03.43 umgruppiert und neu benannt als 59th ordnance ammunition company (waffen- und munitionskompanie).erneut wurde die kompanie am 04.11.46 umstrukturiert.erstmaligwurde sie dann auf der insel okinawa am 30.05.47 aufgelöst und außer dienst gestellt.am 07.12.1950 fand eine umbenennung zur 59th ordnance ammunition renovation platoon(waffen- und munitionsaufarbeitungszug) statt.in korea wurde sie dann am 19.12.50 wieder in den dienst gestellt!entgültig erhielt die einheit am 03.11.54 ihren namen.fast ein jahr später wurde sie wieder ausser dienst gestellt.immernoch in korea. in sandia base,new mexiko,eine neuaufstellung am 26.09.56.nachdem sie nach hawaii verlegt wurden,wurde erneut aufgelöst und am selben tag,den 24.12.63,am heiligen abend in italien neu aufgestellt.zehn monate später wurde das detachment wieder außer dienst gestellt.
                        erneut ins leben gerufen wurde es dann am 25.03.66 in ford bragg,north carolina.am 18.11.72 wurde das detachment,mittlerweile in vietnam stationiert,erneut aufgelöst!nachdem sie dann am 21.09.1974 in flensburg neu aufgestellt wurde,hatte sie bis zum 16.06.1992 die 294th united states army artilley group als vorgesetzte dienststelle!
                        Wilder weg oder??
                        das detachment hat bis dahin an folgenden feldzügen teilgenommen:
                        zweiter weltkrieg in asien und new guinea

                        im korea krieg

                        ccf interventon
                        erste un gegenoffensive
                        ccf frühlingsoffensive
                        un herbst offensive
                        zweiter koreanischer winter
                        sommer-herbst 1952
                        dritter koreanischer winter
                        sommer 1953

                        vietnam

                        gegenoffensiven phasen 4,5 und 6
                        tet 69/gegenoffensive
                        sommer herbst 69
                        winter frühling 70
                        zufluchtsort gegenoffensive
                        gegenoffensive 7
                        konsolidierung 1
                        konsolidierung 2
                        feuerpause
                        die auszeichnungen des detachment spare ich mir jetzt!

                        Fakt ist

                        dieses detachment ist immer geschlossen gegangen
                        bis auf den golfkrieg,wo es einige soldaten aus dem "postbereich"waren,die gegangen sind!

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                        • Horner
                          Cold Warrior
                          • 24.05.2009
                          • 1888

                          #13
                          Bis jetzt habe ich noch nie von so einer Historie einer Einheit gehört, die so oft umgruppiert oder aufgelöst wurde.
                          Es ist wirklich ein wilder Weg, doch es glänzt bald so wie Phoenix aus der Asche, woraus er auf erstanden ist.
                          Respekt an unsere ehemaligen Kumpels mit denen wir unseren Dienst versehen haben.

                          Mfg
                          Horner ( Beagle )

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                          • TopOfTheRock (†)
                            Cold Warrior
                            • 15.11.2007
                            • 460

                            #14
                            So ungewöhnlich ist das gar nicht. Während bei der Bundeswehr viele Einheiten nach der Wende aufgelöst wurden und stattdessen neue Einheiten, mit auch neuen Bezeichnungen aufgestellt wurden, gehen die Amis einen anderen Weg.
                            So werden einst 'deaktivierte' Einheiten im Sinne der Army-Tradition wieder 'reaktiviert' wenn neue Truppenteile gebraucht werden.
                            Den einst in Fulda/Hersfeld/Bad Kissingen stationierten 14. und 11. ACR ging es auch nicht anders. Heute gibt es beide wieder.

                            Kommentar

                            • Horner
                              Cold Warrior
                              • 24.05.2009
                              • 1888

                              #15
                              Meinst Du, das auch etwas mit Tradition zu tun hat, warum einen neuen Namen, wenn das " Alte " auch gut in Funktion war?
                              Oder ich könnte mir auch vorstellen, die Struktur der Army so einfach zu halten wie möglich um nicht immer neuere Bezeichnungen zu benennen.
                              Denn so brauch man halt nur aus deaktiviert die reaktivität benennen und der Name der Einheit bleibt wie zuvor.
                              Habe ich dieses dann so richtig verstanden TopOfTheRock ?

                              Gruß
                              Horner( Beagle)

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