Zur Feldhaubitze M 110 - 203mm SF: Zu jedem Geschütz gehörte ein LKW 7 t, auf dem die Erstausstattung der Munition transportiert wurde und ein Teil der Besatzung mitfuhr. Gesamt gehörten zu einer Geschützgruppe 13 Soldaten, davon 2 Kraftfahrer.
Reichweite war ursprünglich 16,8 km. Um 1985 erhielten die Haubitzen längere Rohre, dadurch stieg die Kampfentfernung auf 23 km. Auch erhielten die Fahrzeuge dann einen Segeltuchaufbau als Witterungsschutz und der Kraftfahrer einen Windschutz aus Kunststoff.
Die Feldkanone M 107 – 175 mm SF war bis zur Einführung der FH 155-1 bei den Feldartilleriebataillonen der Divisionen vorhanden, kam dann kurze Zeit zu den damals noch bestehenden Feldartilleriebataillonen der Korps (meistens Geräteeinheiten), wurde dann ab 1985 beginnend auf das Kaliber 203 mm umgerüstet und kam dann im Rahmen der Artilleriestruktur 1985 als M 110 wieder zu den Divisionen. Allerdings ist diese Umrüstung bei den Divisionen unterschiedlich verlaufen, wie das uraken bereits einmal geschildert hat.
Die Feldartilleriebataillone der Division hatten dann laut StAN 18 Haubitzen 203 mm und 18 Feldhaubitzen 155 mm, was schon eine anständige Wirkung im Ziel erwarten ließ. 36 Haubitzen entsprachen eigentlich der Feuerkraft von zwei „normalen“ Artilleriebataillonen.
Die Rohrlänge der 175 mm Kanone betrug 11 m mit einem erheblichen Überhang vor dem Fahrzeug, der den Fahrer wirklich forderte. Es konnte eine Kampfentfernung von 32, 8 km erreicht werden, dabei hatte das Geschoss eine Anfangsgeschwindigkeit von 910 m/sec.
Die M 110 wurde wegen ihrer großen Reichweite von den Amerikanern viel im Vietnamkrieg zur Feuerunterstützung für weit abgelegene Stützpunkte eingesetzt. Allerdings dürfte der Rohrverschleiß beim Schießen mit größter Ladung erheblich gewesen sein.
Im Anhang einiges an Fotos zu M 107 und M 110 und zum 10 to Munitionstransporter. Die M 110 hat auf einigen Fotos schon das längere Rohr, manche Bilder zeigen amerikanische Truppen.
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