Das wird in der neuen Literatur auch knallhart durchgezogen, und in diversen waffentechnischen Foren im englischsprachigen Bereich wird man förmlich runtergemacht wenn man das G3 "Sturmgewehr" nennt. Keine Ahnung, warum das im Moment so propagiert wird, ist für mich aber falsch, denn es zählt der Zweck, die taktische Verwendung und nicht das Kaliber.
Die Wichtigsten Sturmgewehre des Kalten Krieges
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Was mich etwas im Moment wundert-stört ist, dass gerade im englischsprachigen Raum die Sturmgewehre im herkömlichen Sinne neu eingeteilt werden. Gewehre im "Vollkaliber" 7,62mmx52 werden "Battle-Rifle" genannt (M14, FN FAL, SLR, G3 etc) und die "Kleinkaliber" (5,56mm, 5,45mm etc) sind "Asault Rifles".
Das wird in der neuen Literatur auch knallhart durchgezogen, und in diversen waffentechnischen Foren im englischsprachigen Bereich wird man förmlich runtergemacht wenn man das G3 "Sturmgewehr" nennt. Keine Ahnung, warum das im Moment so propagiert wird, ist für mich aber falsch, denn es zählt der Zweck, die taktische Verwendung und nicht das Kaliber."Damals, als ich in meinem Alter war..."
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Und wer legt diese Einteilung fest? Die NATO, die US-Army oder irgendwelche Waffen-Freaks?Zitat von Hoover Beitrag anzeigendass gerade im englischsprachigen Raum die Sturmgewehre im herkömlichen Sinne neu eingeteilt werden.
Ich halte mich da an die offizielle Bezeichnung aus der guten alten ZDv 3/13 "Das Gewehr G 3", die nur vom "Gewehr G 3" spricht - nix Sturmgewehr. (ZDv 3/13, Nr. 101).
Nur in manchen StAN taucht auch unerklärlichen Gründen der Begriff "Sturmgewehr" auf, wenn das Gewehr G 3 gemeint ist.
Man muß sich dabei immer vor Augen halten, das der Begriff "Sturmgewehr" nur als Suggestivname im Dezember 1944 eingeführt wurde. Das "Sturmgewehr" der Wehrmacht für die neue Kurzpatrone 7,9 x 3 war eigentlich zunächst als "Maschinenkarabiner 42", dann als MPi .43, dann als MPi.44 bezeichnet worden. Solche hochtrabenden Bezeichnungen wie Sturmgewehr dienten bei Kriegsende vor allem dazu, fehlende Kampfkraft auszugleichen. Aus dem gleichen Grund wurden bei der Wehrmacht auch die "Panzerabwehr-Abteilungen" zu "Panzerjägern", selbst wenn sie lediglich mit pferdegezogenen Beutegeschützen oder gar nur mit Panzerfäusten ausgestattet waren.
Grüße
Jörg
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7,92 x 33Zitat von Nemere Beitrag anzeigenUnd wer legt diese Einteilung fest? Die NATO, die US-Army oder irgendwelche Waffen-Freaks?
Ich halte mich da an die offizielle Bezeichnung aus der guten alten ZDv 3/13 "Das Gewehr G 3", die nur vom "Gewehr G 3" spricht - nix Sturmgewehr. (ZDv 3/13, Nr. 101).
Nur in manchen StAN taucht auch unerklärlichen Gründen der Begriff "Sturmgewehr" auf, wenn das Gewehr G 3 gemeint ist.
Man muß sich dabei immer vor Augen halten, das der Begriff "Sturmgewehr" nur als Suggestivname im Dezember 1944 eingeführt wurde. Das "Sturmgewehr" der Wehrmacht für die neue Kurzpatrone 7,9 x 3 war eigentlich zunächst als "Maschinenkarabiner 42", dann als MPi .43, dann als MPi.44 bezeichnet worden. Solche hochtrabenden Bezeichnungen wie Sturmgewehr dienten bei Kriegsende vor allem dazu, fehlende Kampfkraft auszugleichen. Aus dem gleichen Grund wurden bei der Wehrmacht auch die "Panzerabwehr-Abteilungen" zu "Panzerjägern", selbst wenn sie lediglich mit pferdegezogenen Beutegeschützen oder gar nur mit Panzerfäusten ausgestattet waren.
Grüße
Jörg
Na man muss doch immer mal mit neuen Schlagwörtern abrbeiten in den Foren.
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Wie lang war der Hpt da schon bei der BW?Zitat von Hoover Beitrag anzeigenDas Gerücht, dass für den V-Fall 30er Magazine eingelagert waren, ist ein Gerücht. Ich habe im GerHDp Hesedorf nur einen kleinen Karton 30er Magazine gesehen, zusammen mit BAR- und M1 Thompson Magazinen. das waren alles Überbeibsel aus den frühen Bw-Tagen. Für das G3 waren keine 30er Magazine beschafft oder bevorratet gewesen.
Und die Uzi (MP2) war ein gutes, zuverlässiges Teil. Auf dem Schießlehrerlehrgang in Hammelburg hatten wir das Thema auch. Der Hauptmann sagte ganz deutlich, dass es in der ganzen Uzi-Geschichte in der Bundeswehr zwei Mal (2!!) vorgekommen sei, dass sich Schüsse lösten, als das Ding huntergfeallen war. Bei beiden Fällen war die Ursache eine mangelhafte TMP und dabei nicht bemerkte abgenutzte Fangklinken des Verschlusses. Die Geschichte "Uzi in einen Raum werfen und die ballert den Raum frei" usw sind alles Blödsinn. Hält sich aber noch heute.
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Als ich 83/84 meinen Wehrdienst leistete war offiziell auch nur vom Gewehr die Rede. Ich erinnere mich an die Entgegnung meines Zugführers als einer der Kameraden das Wort Sturmgewehr gebrauchte "Das Gewehr funktioniert auch bei Windstille!".Zitat von Nemere Beitrag anzeigenUnd wer legt diese Einteilung fest? Die NATO, die US-Army oder irgendwelche Waffen-Freaks?
Ich halte mich da an die offizielle Bezeichnung aus der guten alten ZDv 3/13 "Das Gewehr G 3", die nur vom "Gewehr G 3" spricht - nix Sturmgewehr. (ZDv 3/13, Nr. 101).
Nur in manchen StAN taucht auch unerklärlichen Gründen der Begriff "Sturmgewehr" auf, wenn das Gewehr G 3 gemeint ist.
Man muß sich dabei immer vor Augen halten, das der Begriff "Sturmgewehr" nur als Suggestivname im Dezember 1944 eingeführt wurde. Das "Sturmgewehr" der Wehrmacht für die neue Kurzpatrone 7,9 x 3 war eigentlich zunächst als "Maschinenkarabiner 42", dann als MPi .43, dann als MPi.44 bezeichnet worden. Solche hochtrabenden Bezeichnungen wie Sturmgewehr dienten bei Kriegsende vor allem dazu, fehlende Kampfkraft auszugleichen. Aus dem gleichen Grund wurden bei der Wehrmacht auch die "Panzerabwehr-Abteilungen" zu "Panzerjägern", selbst wenn sie lediglich mit pferdegezogenen Beutegeschützen oder gar nur mit Panzerfäusten ausgestattet waren.
Grüße
Jörg
Wie du schon richtig schriebst, war "Sturmgewehr" einer der im zweiten Weltkrieg, gerade nachdem sich die Niederlagen zu häufen begannen, äußerst beliebten Suggestivbegriffe. Diese wurden ja teilweise von der Führung zu Propagandazwecken eingeführt. Teilweise kamen sie wohl auch von interessierten Kreisen (z.B. Lieferanten), die eine in solche Begrifflichkeiten verliebte Staatsführung für ihre Produkte begeistern wollten.
Mir selbst ist der Begriff zuwider, da im Hinterkopf immer dieser historische Zusammenhang mitschwingt.
Klaus
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Nun, in der englsichsprachigen Literatur wird die Unteilung inzwischen immer öfter genutzt. Battle Rifle und Assault Rifle. Ich halte mich an das altgewohnte. Und ja, in der STAN war immer vom Sturmgewehr die Rede, schon das FN-Gewehr wurde Sturmgewehr genannt. Ich denke, das wurde vom Wk2 übernommen 1956 und dann einfach beibehalten. Die Briten nannten Ihr L1A1 ja auch SLR (Self Loading Rifle, also Selbstladegewehr, wobei das ja Blödsinn ist es müsste Selbstnachladendes Gewehr heißen
).
Meine Kp hatte in der V-Stan 178 "Sturmgewehr G3" bei 151 Mann in der F-Stan.
der Hauptmann war mein Hörsaalleiter, recht alt, aber das hat ja nichts mit der Aussage zu tun. Die Listen mit den Schießunfällen bzw Vorfällen wurde, damals zumindest, weitergeführt. (Auch unser Unfall mit den Gefechtshandgranaten im ÜbHaus kam rein, als ein Splitter der Aufsicht die Wange aufritzte. Knapp unters Auge.)
Die Uzi war super. Lass ich nichts drauf kommen. Habe damit immer Gold geschossen, allerdings konnte ich die, wie mein Stamm-G3, auch selbst anschießen und justieren."Damals, als ich in meinem Alter war..."
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Habe gerade mit Erstaunen bemerkt, dass die Unterteilung sogar im deutschen Wikipedia Einzug gehalten hat. Laut Leroy Thompson (Autor in dem Bereich) kommt die Unterteilung von der US Army, die die 7,62mm Gewehr von den 5,56mm begrifflich trennen wollten. Nunja, muss man nicht mitmachen."Damals, als ich in meinem Alter war..."
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Zitat von Hoover Beitrag anzeigenNun, in der englsichsprachigen Literatur wird die Unteilung inzwischen immer öfter genutzt. Battle Rifle und Assault Rifle. Ich halte mich an das altgewohnte. Und ja, in der STAN war immer vom Sturmgewehr die Rede, schon das FN-Gewehr wurde Sturmgewehr genannt. Ich denke, das wurde vom Wk2 übernommen 1956 und dann einfach beibehalten. Die Briten nannten Ihr L1A1 ja auch SLR (Self Loading Rifle, also Selbstladegewehr, wobei das ja Blödsinn ist es müsste Selbstnachladendes Gewehr heißen
).
Meine Kp hatte in der V-Stan 178 "Sturmgewehr G3" bei 151 Mann in der F-Stan.
der Hauptmann war mein Hörsaalleiter, recht alt, aber das hat ja nichts mit der Aussage zu tun. Die Listen mit den Schießunfällen bzw Vorfällen wurde, damals zumindest, weitergeführt. (Auch unser Unfall mit den Gefechtshandgranaten im ÜbHaus kam rein, als ein Splitter der Aufsicht die Wange aufritzte. Knapp unters Auge.)
Die Uzi war super. Lass ich nichts drauf kommen. Habe damit immer Gold geschossen, allerdings konnte ich die, wie mein Stamm-G3, auch selbst anschießen und justieren.
In den Ausführungen des Taschenbuch: Der Reibert steht nichts von Sturmgewehr G3.
FN-Gewehr: Anderweitig sagte man von Anfang an Schnellfeuergewehr:
Die Listen von HAB und WFL oder Bundesweit?Zuletzt geändert von Thunderhorse; 10.04.2020, 12:52.
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Bringen wir auch noch die Polizei ins Spiel. Hier wurde das G3 auch nur als "Gewehr - G 3-" geführt.
Quelle: Uebe, Werner: Taschenbuch der Polizeitechnik, Stuttgart 1982, S. 332 - 333Angehängte Dateien
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Nu die polizeiliche Seite ist schon hier im Spiel.Zitat von Nemere Beitrag anzeigenBringen wir auch noch die Polizei ins Spiel. Hier wurde das G3 auch nur als "Gewehr - G 3-" geführt.
Quelle: Uebe, Werner: Taschenbuch der Polizeitechnik, Stuttgart 1982, S. 332 - 333
Der BGS war von Anfang an und heute als Bundespolizei, die Polizei des Bundes.
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Im August 1958 wurden die FN-Gewehre der Ausführung "c" den Abteilungen des BGS zugeführt.Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigenFN G1 des BGS in der Ausführung Modell "C"
Foto Archiv / Quelle, TH
Die vorhanden FN-Gewhre der Ausführung "b" durften ab diesem Zeitpunkt (Eintreffen) nicht mehr verwendet werden und wurden der Beschaffungsstelle in Bonn zugeführt.
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Dies geht konkret aus dem Schreiben über die Zuführung der FN-Gewehre Modell "c" und Abschub der Waffen Modell "b" nicht hervor.Zitat von Hoover Beitrag anzeigenWarum durften die alten FN nicht mehr genutzt werden?
Bei den FN-Gewehren Modell "a", "af" (Modelländerung der Ausführung "a") und "b" gab es Unterschiede zum Modell "c".
Z.B.: Mündungsfeuerdämpfer aufgeschraubt und nicht aufgesteckt. Handschutz aus Holz (Modell "a"), gerillter Handschutz, Modell "a" ohne Zweibein.
höhere Visierlinie (Visier musste auf 200 stehen (Modelle "a" und "b") beim Zerlegen und Zusammenbauen, führte sonst zu Behinderungen beim Aus- und Einbau des Verschluss), etc..
Ferner kam es, wahrscheinlich auf Grund von Material-, Produktionsfehlern zu Schäden an den Waffen.
Gerissene Mündungsfeuerdämpfer (nicht gerade wenige, Material zu spröde), Unsaubere Verarbeitung (Grate), Haar- und Rohrrissen, etc..
Mit dem Modell "c" durften auch keine Platzpatronen mit Holzgeschoss mehr verschossen werden.
Hier kam nun das Manöverpatronengerät zum Einsatz, welches jedoch auch nochmals nachgearbeitet werden musste.
Modell "c" war einen Hauch schwerer.
In Österreich hatte das StG 58 wieder einen etwas anders aufgebauten Mündungsfeuerdämpfer.
https://www.swisswaffen.com/bilder/s...xp879car9p.jpg
https://www.swisswaffen.com/?L=DE&W=STG58Zuletzt geändert von Thunderhorse; 13.04.2020, 15:37.
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Ausführung Mündungsfeuerdämpfer Alt.Zitat von Nemere Beitrag anzeigenIn grauer Vorzeit musste man noch darauf achten, dass das G 3 mit dem "neuen" Mündungsfeuerdämpfer mit Längsschlitzen ausgestattet war.
Die in den frühen sechziger Jahren vorhandenen Feuerdämpfer mit Löchern waren verboten.
Grüße
Jörg
Waren wimre schon vor 1968 nicht mehr im Gebrauch.
Quelle Archiv THAngehängte Dateien
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